19 GIJON – AVILÉS

Camino de la Costa: GIJON – AVILÉS | Jakobsweg, Küstenweg

Etappe 19: GIJON – AVILÉS
Tag 19: 26 Kilometer, wenige Höhenmeter (300 hm), über Santa Eulalia, Trabaza.

“Das Vater Unser auf spanisch? Kein Problem. Du wirst es garantiert verstehen und womöglich wird es Dich sogar berühren. Denn darum geht es am Jakobsweg…”

Posada de Llanera (Llanera) 339 – La Miranda (Llanera) 335 – Solís (Corvera de Asturien) 330 – Cancienes (Corvera de Asturien) 327 – Nubledo (Corvera de Asturien) 326 – Villalegre (Avilés) 322 – Avilés 321

Wie weit ist es von hier aus noch nach Santiago de Compostela? Die Kilometer werden rückwärts gezählt. Santiago de Compostela markiert Kilometer Null. Entfernungsangaben Quelle: Wikipedia 2012.
Kartenausschnitt Gijon Aviles, Jakobsweg an der Küste

Kartenausschnitt Gijon Avilés, Jakobsweg an der Küste

 

 

Leseprobe aus dem Buch Jakobsweg an der Küste | Selbstfindung. Auch für Nicht-Pilger geeignet. EtappeGIJON – AVILÉS:

Die vielen Straßenkilometer und die durchquerten Industriegebiete im Regen sind heute kein so idyllischer Anfang. Trotzdem geht es mir wieder richtig gut und am Stadtausgang kaufen Jean-Louis und ich uns einen Stehkaffee und ein Hörnchen.

Bei einer kurzen Pause auf einer Parkbank in Santa Eulalia bemerke ich die Ursache für meine nassen Schuhe. Und die ist weniger prickelnd: Beide Sohlen sind komplett durchgebrochen. Das Ende meiner „Wunderschuhe“ aus Santillana ist gekommen.

Was mache ich nun? Erst einmal weiter laufen. Die heutige Etappe gefällt mir nicht, es ist mir an den Straßen zu laut. Erst in Avilés selbst gefällt es mir besser. Der Stadtkern ist hübsch und auch die Pilgerherberge ist recht ordentlich. Als erstes ziehe ich meine kaputten Schuhe aus. Auch innen sind sie total zerfallen. Unter der Einlage ist alles durchgebrochen. Schade eigentlich, denn diese Schuhe haben mich von Santillana bis hierher gebracht. Und ich verdanke ihnen viel. Noch einmal schweifen meine Gedanken zurück nach Santillana zu der freundlichen alten Dame, die diese Schuhe für mich gehabt hat. Nun heißt es aber, etwas Neues zu suchen. Meine Chancen müssten hier in Avilés, der drittgrößten Stadt in Asturien mit knapp 84.000 Einwohnern deutlich besser stehen.

Doch auch hier wird es bei der Schuhgröße 47 schwierig bis unmöglich. Schließlich finde ich in einem kleinen Sportgeschäft unweit der Herberge ein paar groß ausgefallene Sportschuhe in 46. Doch von Anfang an sind da meine Zweifel, denn sie sind recht eng. Ich nehme sie trotzdem.

In der Herberge trenne ich mich jetzt etwas schwermütig von meinen Schuhen aus Santillana. Und nun wage ich noch einen kleinen Kulturtrip in das Herz von Avilés. Ich tauche ein in die bunten Gassen der Altstadt, bummle über den belebten Plaza de España und entdecke eine große Kirche mit dem Namen San Francisco. Ohne Gepäck öffne ich die schweren Holzpforten und trete ein. Eine Trauergemeinde betet gerade den Rosenkranz. 59 Perlen, also 59-mal die

Gebete „Vater Unser“, „Ave Maria“ und „Ehre sei dem Vater“. Und nun all das in einer Fremdsprache. Noch nie habe ich mir wirklich Gedanken über den Rosenkranz gemacht. Bisher war das für mich nichts weiter als Gebete vor sich hinmurmeln.

Rosenkranz auf Spanisch

Doch beim Rosenkranz auf Spanisch bin ich jetzt sofort mittendrin in der Meditation. Meditation in der katholischen Kirche? Scheint fast so.

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade,

der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Letzteren Satz habe ich irgendwie noch nie so recht verstanden. Habe ich da jahrelang was gemurmelt, was ich gar nicht verstehe? Ja, so ist es.

Wenn ich schon bei meiner eigenen Muttersprache scheitere, dann kann auch Spanisch kein Problem sein. In hallender Akustik zieht mich das eintönige, aber eindringliche Gemurmel erstmals in den Bann.

Dios te salve María llena eres de Gracia, el Señor es contigo. Bendita eres entre todas las mujeres

y bendito es el fruto de tu vientre Jesús.

Santa María, Madre de Dios, ruega por nosotros los pecadores ahora y en la hora de nuestra muerte.

Amén.“

… bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen. [15]

Ich bleibe bis zum Schluss und durch die ständigen Wiederholungen kann ich sogar ein wenig mit murmeln. Heute sitze ich ganz allein hinten, ausnahmsweise einmal links.

Die Trauergemeinde sitzt geschlossen rechts. Ein paar Blicke haben mich am Anfang schon gemustert, doch längst scheint keiner mehr von mir und meinem roten Sporttrikot Notiz zu nehmen.

Das spanische Vaterunser habe ich jetzt schon öfter gehört und es kommt mir vertraut vor. Erst als die Trauergemeinde gemeinsam aufsteht und sich – auch mir, die Hände reicht, ist meine Meditation beendet und ich verlasse fluchtartig San Francisco.

Im Parque de Ferrera gehe ich ein wenig umher und entdecke ein Gedenkschild „Paseo Victimas del Terrorismo“. Und dann entdecke ich Ines, die Österreicherin. Ihre Haare sind seit unserer ersten Begegnung schon ein wenig gewachsen. Ich lade sie ein zu einem Pilgermenü.

Ich habe einen Bärenhunger und in Gesellschaft schmeckt es immer am besten!

Bei dem guten Essen und einem guten Gespräch hätte ich um ein Haar den „Ladenschluss“ der Pilgerherberge versäumt.

Noch 300 Kilometer

Noch etwa 300 Kilometer sind es nach Santiago de Compostela. In neuen Schuhen, nicht eingelaufen, etwas zu klein. Das wird schon gehen. Ausgerechnet für die kommende Etappe nach San Esteban zeigt mein Reiseführer ein Bild von geschundenen Füßen. Wenn das mal kein böses Omen ist.

Ausschnitt aus dem Buch JAKOBSWEG an der Küste | BURNOUT: Eine Wanderung auf schmalem Grat

ISBN-13: 979-8618384704, Hinweis: Fotos sind nicht im Buch enthalten.

Jakobsweg an der Küste: GIJON - AVILÉS, Foto 2

Christian Seebauer mit Pilger-TShirt Asturias. Glücklich. Angekommen.

Der Jakobsweg führt mich heraus aus der Stadt.

 

Selbstfindung. Auch für Nicht-Pilger geeignet!

Jakobsweg an der Kueste, Camino de la Costa, BURNOUT: Eine Wanderung auf schmalem Grat, das Buch

Die Urvariante des Jakobsweges
– der Küstenweg – ist noch nahezu unbekannt. Dafür unvergleichlich schön!

Nach einem Burnout beginnt für den Autor im idyllischen Hafenstädchen Irun das Abenteuer seines Lebens. Die Reise zu sich selbst!

Es ist eine Reise auf schmalem Grat. 923 km liegen nun vor ihm.
Unberührte Natur und die traumhafte Atlantikküste werden über lange Strecken zum festen Begleiter.
Auf der Suche nach innerer Ruhe, Gelassenheit und dem eigenen „Ich“ entflieht der Autor in eine Welt, die ihn erdet. Und er findet Antworten.

Lange, bevor der berühmte Camino Francés im Landesinneren zum ersten Mal beschritten wurde, pilgerten die ersten „Suchenden“ hier am Atlantik entlang. Und sie wurden wahrlich nicht enttäuscht.

 

ISBN-13: 979-8618384704
Seit 2020 Independently published
BURNOUT: Eine Wanderung auf schmalem Grat
Jakobsweg an der Küste

303 Seiten unbebildert

Jakobsweg an der Küste: GIJON - AVILÉS, Foto 2

Pilger Jean-Louis an der Landstraße

Strecken des Jakobsweges führen entlang der Hauptsrasse. Das geht extrem auf die Psyche.

 

Jakobsweg an der Küste / Selbstfindung
direkt vom Autor, signiert, EUR 19,90

Jakobsweg an der Küste: GIJON - AVILÉS, Foto 4

Einach schön: Spanien pur!

Unterwegs auf dem Jakobsweg:
Am Jakobsweg kann man nach Ankunft in der Herberge noch einiges erkunden.

https://www.kuestenweg.de/wp-content/uploads/2015/08/camino_peon.jpg

Meine gestrige Etappe als Ölgemälde: Vor der langen und gebirgigen Etappe von Villaviciosa (Asturien) nach Gijón hatte ich bei meinem Jakobsweg schon gehörigen Respekt. Meine Skizze zeigt den Küstenweg durch einen kühlen, dunklen und verregneten Eukalyptuswald, kurz bevor es hinab geht, nach Peon. Zum Wandern war es an diesem Tag optimal.

“Du musst für eine Sache brennen, damit sie gelingt! Und auch danach gibt es vieles, was Du zurück geben musst.”

Irre, meinen dagegen manche. Ein Programmierer von Microsoft meinte jedoch kürzlich zu mir: Auch im Quelltext musss man seine Spuren hinterlassen und zu seinen Wurzeln stehen. Er meinte: Hey, Dein Webseite ist mega! Er meinte nicht den Text, sondern die Details im Quelltext, die sonst kaum jemand je sieht.

ASCII Art Camino de Santiago

ASCII Art Camino de Santiago im Quellcode der Webseite www.kuestenweg.de

Für Details verzichte ich gerne auf Performance und opfere ein paar Bits der Kunst, der Leidenschaft und der Sache! Ich liebe die Natur, den Jakobsweg und möchte es nicht versäumen, hie und da auch etwas zu tun, was viele andere niemals entdecken werden.

 

Was ein Pilger so alles lernt: Das Vater unser auf spanisch:

Padre nuestro, que estás en el cielo,

santificado sea tu nombre,
venga a nosotros tu Reino;
hágase tu voluntad en la Tierra como en el cielo,
danos hoy nuestro pan de cada día,
perdona nuestras ofensas
como también nosotros perdonamos
a los que nos ofenden,
y no nos dejes caer en la tentación,
y líbranos del mal. Amén

Doch nun gerne noch ein paar echte Fotos von der Jakobswegetappe nach Avilés:

 

Neben traumhafter Natur gibt es natürlich auch Stadt und Straße, kaputte Schuhe und vieles mehr…

Aviles Schild

Wer hier zu Fuß durch läuft, nimmt ein wenig Feinstaub auf

Kirchen gehören am Jakobsweg dazu

 

Coole Kulisse

34° Grad sind warm, aber am Küstenweg gut machbar

Blick in die Pilgerherberge

Kaputt, da hilft auch kein Tape mehr weiter

Meine Schuhe von innen

Pilgern ist manchmal einfach demoralisierend

Pilger und Industrie

Ein Jakobswegschild im Vorort von AVILÉS

Ein Jakobswegschild im Vorort von AVILÉS

Leider unscharf aber aussagekräftig

Hier geht es nach AVILÉS

Pilgermuschel bei Candas

Pilgermuschel bei Candas

Pilgern neben dem LKW

Bis zur Sohle durchgelatscht und nun am Ende

Meine alten Schuhe mit zerbrochener Sohle

Meine Schuhe passen nicht

Pilgergruppe zu dritt vor mir

Wasser und Segen für den vorbeikommenden Pilger

Jakobsweg-Feeling

 

21° C ist eine perfekte Temperatur zum Loswandern

Neues Pilger-TShirt

 


    Christian Seebauer am Jakobsweg

    Ich freue mich, wenn Du mein Buch direkt bei mir bestellen möchtest! Gerne mit persönlicher handschriftlicher Widmung. Handsigniert. Optimal als Geschenk.

    Jakobsweg an der Küste
    Christian Seebauer: BURNOUT | Jakobsweg an der Küste 19,90 € Bewertung f�r das Buch




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    Die 3. Woche am Jakobsweg (Camino de la Costa)

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EtappeGIJON - AVILÉS: Die vielen Straßenkilometer und die durchquerten Industriegebiete im Regen sind heute kein so idyllischer Anfang. Trotzdem geht es mir wieder richtig gut und am Stadtausgang kaufen Jean-Louis und ich uns einen Stehkaffee und ein Hörnchen. Bei einer kurzen Pause auf einer Parkbank in Santa Eulalia bemerke ich die Ursache für meine nassen Schuhe. Und die ist weniger prickelnd: Beide Sohlen sind komplett durchgebrochen. Das Ende meiner „Wunderschuhe“ aus Santillana ist gekommen. Was mache ich nun? Erst einmal weiter laufen. Die heutige Etappe gefällt mir nicht, es ist mir an den Straßen zu laut. Erst in Avilés selbst gefällt es mir besser. Der Stadtkern ist hübsch und auch die Pilgerherberge ist recht ordentlich. Als erstes ziehe ich meine kaputten Schuhe aus. Auch innen sind sie total zerfallen. Unter der Einlage ist alles durchgebrochen. Schade eigentlich, denn diese Schuhe haben mich von Santillana bis hierher gebracht. Und ich verdanke ihnen viel. Noch einmal schweifen meine Gedanken zurück nach Santillana zu der freundlichen alten Dame, die diese Schuhe für mich gehabt hat. Nun heißt es aber, etwas Neues zu suchen. Meine Chancen müssten hier in Avilés, der drittgrößten Stadt in Asturien mit knapp 84.000 Einwohnern deutlich besser stehen. Doch auch hier wird es bei der Schuhgröße 47 schwierig bis unmöglich. Schließlich finde ich in einem kleinen Sportgeschäft unweit der Herberge ein paar groß ausgefallene Sportschuhe in 46. Doch von Anfang an sind da meine Zweifel, denn sie sind recht eng. Ich nehme sie trotzdem. In der Herberge trenne ich mich jetzt etwas schwermütig von meinen Schuhen aus Santillana. Und nun wage ich noch einen kleinen Kulturtrip in das Herz von Avilés. Ich tauche ein in die bunten Gassen der Altstadt, bummle über den belebten Plaza de España und entdecke eine große Kirche mit dem Namen San Francisco. Ohne Gepäck öffne ich die schweren Holzpforten und trete ein. Eine Trauergemeinde betet gerade den Rosenkranz. 59 Perlen, also 59-mal die Gebete „Vater Unser“, „Ave Maria“ und „Ehre sei dem Vater“. Und nun all das in einer Fremdsprache. Noch nie habe ich mir wirklich Gedanken über den Rosenkranz gemacht. Bisher war das für mich nichts weiter als Gebete vor sich hinmurmeln. Rosenkranz auf Spanisch Doch beim Rosenkranz auf Spanisch bin ich jetzt sofort mittendrin in der Meditation. Meditation in der katholischen Kirche? Scheint fast so. Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus. Letzteren Satz habe ich irgendwie noch nie so recht verstanden. Habe ich da jahrelang was gemurmelt, was ich gar nicht verstehe? Ja, so ist es. Wenn ich schon bei meiner eigenen Muttersprache scheitere, dann kann auch Spanisch kein Problem sein. In hallender Akustik zieht mich das eintönige, aber eindringliche Gemurmel erstmals in den Bann. „Dios te salve María llena eres de Gracia, el Señor es contigo. Bendita eres entre todas las mujeres y bendito es el fruto de tu vientre Jesús. Santa María, Madre de Dios, ruega por nosotros los pecadores ahora y en la hora de nuestra muerte. Amén.“ ... bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen. [15] Ich bleibe bis zum Schluss und durch die ständigen Wiederholungen kann ich sogar ein wenig mit murmeln. Heute sitze ich ganz allein hinten, ausnahmsweise einmal links. Die Trauergemeinde sitzt geschlossen rechts. Ein paar Blicke haben mich am Anfang schon gemustert, doch längst scheint keiner mehr von mir und meinem roten Sporttrikot Notiz zu nehmen. Das spanische Vaterunser habe ich jetzt schon öfter gehört und es kommt mir vertraut vor. Erst als die Trauergemeinde gemeinsam aufsteht und sich – auch mir, die Hände reicht, ist meine Meditation beendet und ich verlasse fluchtartig San Francisco. Im Parque de Ferrera gehe ich ein wenig umher und entdecke ein Gedenkschild „Paseo Victimas del Terrorismo“. Und dann entdecke ich Ines, die Österreicherin. Ihre Haare sind seit unserer ersten Begegnung schon ein wenig gewachsen. Ich lade sie ein zu einem Pilgermenü. Ich habe einen Bärenhunger und in Gesellschaft schmeckt es immer am besten! Bei dem guten Essen und einem guten Gespräch hätte ich um ein Haar den „Ladenschluss“ der Pilgerherberge versäumt. Noch 300 Kilometer Noch etwa 300 Kilometer sind es nach Santiago de Compostela. In neuen Schuhen, nicht eingelaufen, etwas zu klein. Das wird schon gehen. Ausgerechnet für die kommende Etappe nach San Esteban zeigt mein Reiseführer ein Bild von geschundenen Füßen. Wenn das mal kein böses Omen ist. Ausschnitt aus dem Buch JAKOBSWEG an der Küste | BURNOUT: Eine Wanderung auf schmalem Grat ISBN-13: 979-8618384704, Hinweis: Fotos sind nicht im Buch enthalten. Der Jakobsweg führt mich heraus aus der Stadt. Selbstfindung. Auch für Nicht-Pilger geeignet! Die Urvariante des Jakobsweges - der Küstenweg - ist noch nahezu unbekannt. Dafür unvergleichlich schön! Nach einem Burnout beginnt für den Autor im idyllischen Hafenstädchen Irun das Abenteuer seines Lebens. Die Reise zu sich selbst! Es ist eine Reise auf schmalem Grat. 923 km liegen nun vor ihm. Unberührte Natur und die traumhafte Atlantikküste werden über lange Strecken zum festen Begleiter. Auf der Suche nach innerer Ruhe, Gelassenheit und dem eigenen „Ich“ entflieht der Autor in eine Welt, die ihn erdet. Und er findet Antworten. Lange, bevor der berühmte Camino Francés im Landesinneren zum ersten Mal beschritten wurde, pilgerten die ersten „Suchenden“ hier am Atlantik entlang. Und sie wurden wahrlich nicht enttäuscht. ISBN-13: 979-8618384704 Seit 2020 Independently published BURNOUT: Eine Wanderung auf schmalem Grat Jakobsweg an der Küste 303 Seiten unbebildert Strecken des Jakobsweges führen entlang der Hauptsrasse. Das geht extrem auf die Psyche. Jakobsweg an der Küste / Selbstfindung direkt vom Autor, signiert, EUR 19,90 Unterwegs auf dem Jakobsweg: Am Jakobsweg kann man nach Ankunft in der Herberge noch einiges erkunden. "Du musst für eine Sache brennen, damit sie gelingt! Und auch danach gibt es vieles, was Du zurück geben musst." Irre, meinen dagegen manche. Ein Programmierer von Microsoft meinte jedoch kürzlich zu mir: Auch im Quelltext musss man seine Spuren hinterlassen und zu seinen Wurzeln stehen. Er meinte: Hey, Dein Webseite ist mega! Er meinte nicht den Text, sondern die Details im Quelltext, die sonst kaum jemand je sieht. Für Details verzichte ich gerne auf Performance und opfere ein paar Bits der Kunst, der Leidenschaft und der Sache! Ich liebe die Natur, den Jakobsweg und möchte es nicht versäumen, hie und da auch etwas zu tun, was viele andere niemals entdecken werden. Was ein Pilger so alles lernt: Das Vater unser auf spanisch: Padre nuestro, que estás en el cielo, santificado sea tu nombre, venga a nosotros tu Reino; hágase tu voluntad en la Tierra como en el cielo, danos hoy nuestro pan de cada día, perdona nuestras ofensas como también nosotros perdonamos a los que nos ofenden, y no nos dejes caer en la tentación, y líbranos del mal. Amén Doch nun gerne noch ein paar echte Fotos von der Jakobswegetappe nach Avilés: Neben traumhafter Natur gibt es natürlich auch Stadt und Straße, kaputte Schuhe und vieles mehr... Camino de la Costa/ Jakobsweg an der Kste H1 Inhaltsverzeichnis 19 GIJON – AVILÉS Array ( [0] => Camino de la Costa: GIJON - AVILÉS | Jakobsweg, Küstenweg [1] => Der Jakobsweg führt mich heraus aus der Stadt. ) Inhalt H2 zum Camino de la Costa/ Jakobsweg an der Küste, Küstenweg Array ( [0] => Selbstfindung. Auch für Nicht-Pilger geeignet! [1] => Doch nun gerne noch ein paar echte Fotos von der Jakobswegetappe nach Avilés: ) Jakobsweg an der Küste, Burnout, Inhaltsverzeichnis H3 Array ( [0] => Was ein Pilger so alles lernt: Das Vater unser auf spanisch: ) 1313Inhalt aus dem Buch BURNOUT: Eine Reise auf schmalem Grat , Jakobsweg an der Kueste und additive Fotos hier auf der Jakobsweg-Webseite (Fotos im Buch nicht enthalten)
    • Jakobsweg von Gijón nach Avilés (Pilgern am Küstenweg)
    • (Kapitel Jakobsweg an der Küste)
    • Tag 19: 26 Kilometer, wenige Höhenmeter (300 hm), über Santa Eulalia, Trabaza. (Warum man pilgert)
    • Rosenkranz auf Spanisch (Depressionen und Hilfe am Jakobsweg)
    • Noch 300 Kilometer bis Santiago de Compostela (Kapitel Pilgerbuch)
    1414
    • Jakobsweg von Gijón nach Avilés. Camino
    • . Kapitel Pilgerbuch
    • Tag 19: 26 Kilometer, wenige Höhenmeter (300 hm), über Santa Eulalia, Trabaza.. Pilgerbuch über den Jakobsweg an der Küste
    • Rosenkranz auf Spanisch. Pilgern am Küstenweg
    • Noch 300 Kilometer bis Santiago de Compostela. Pilgerbuch über den Jakobsweg an der Küste
    Fotos zum Camino de la Costa/ Jakobsweg an der Kueste Beitrag Keywords zu diesem Jakobsweg-Beitrag:

    Camino de la Costa, Camino del Norte

    Kuestenweg/ Jakobsweg an der Kueste/ Camino de la Costa Textauszug:

    Jakobsweg von Gijón nach Avilés

    Tag 19: 26 Kilometer, wenige Höhenmeter (300 hm), über Santa Eulalia, Trabaza.

    Die vielen Straßenkilometer und die durchquerten Industriegebiete im Regen sind heute kein so idyllischer Anfang. Trotzdem geht es mir wieder richtig gut und am Stadtausgang kaufen Jean-Louis und ich uns einen Stehkaffee und ein Hörnchen.

    Bei einer kurzen Pause auf einer Parkbank in Santa Eulalia bemerke ich die Ursache für meine nassen Schuhe. Und die ist weniger prickelnd: Beide Sohlen sind komplett durchgebrochen. Das Ende meiner „Wunderschuhe“ aus Santillana ist gekommen.

    Was mache ich nun? Erst einmal weiter laufen. Die heutige Etappe gefällt mir nicht, es ist mir an den Straßen zu laut. Erst in Avilés selbst gefällt es mir besser. Der Stadtkern ist hübsch und auch die Pilgerherberge ist recht ordentlich. Als erstes ziehe ich meine kaputten Schuhe aus. Auch innen sind sie total zerfallen. Unter der Einlage ist alles durchgebrochen. Schade eigentlich, denn diese Schuhe haben mich von Santillana bis hierher gebracht. Und ich verdanke ihnen viel. Noch einmal schweifen meine Gedanken zurück nach Santillana zu der freundlichen alten Dame, die diese Schuhe für mich gehabt hat. Nun heißt es aber, etwas Neues zu suchen. Meine Chancen müssten hier in Avilés, der drittgrößten Stadt in Asturien mit knapp 84.000 Einwohnern deutlich besser stehen.

    Doch auch hier wird es bei der Schuhgröße 47 schwierig bis unmöglich. Schließlich finde ich in einem kleinen Sportgeschäft unweit der Herberge ein paar groß ausgefallene Sportschuhe in 46. Doch von Anfang an sind da meine Zweifel, denn sie sind recht eng. Ich nehme sie trotzdem.

    In der Herberge trenne ich mich jetzt etwas schwermütig von meinen Schuhen aus Santillana. Und nun wage ich noch einen kleinen Kulturtrip in das Herz von Avilés. Ich tauche ein in die bunten Gassen der Altstadt, bummle über den belebten Plaza de España und entdecke eine große Kirche mit dem Namen San Francisco. Ohne Gepäck öffne ich die schweren Holzpforten und trete ein. Eine Trauergemeinde betet gerade den Rosenkranz. 59 Perlen, also 59-mal die

    Gebete „Vater Unser“, „Ave Maria“ und „Ehre sei dem Vater“. Und nun all das in einer Fremdsprache. Noch nie habe ich mir wirklich Gedanken über den Rosenkranz gemacht. Bisher war das für mich nichts weiter als Gebete vor sich hinmurmeln.

    Rosenkranz auf Spanisch

    Doch beim Rosenkranz auf Spanisch bin ich jetzt sofort mittendrin in der Meditation. Meditation in der katholischen Kirche? Scheint fast so.

    Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade,

    der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

    Letzteren Satz habe ich irgendwie noch nie so recht verstanden. Habe ich da jahrelang was gemurmelt, was ich gar nicht verstehe? Ja, so ist es.

    Wenn ich schon bei meiner eigenen Muttersprache scheitere, dann kann auch Spanisch kein Problem sein. In hallender Akustik zieht mich das eintönige, aber eindringliche Gemurmel erstmals in den Bann.

    Dios te salve María llena eres de Gracia, el Señor es contigo. Bendita eres entre todas las mujeres

    y bendito es el fruto de tu vientre Jesús.

    Santa María, Madre de Dios, ruega por nosotros los pecadores ahora y en la hora de nuestra muerte.

    Amén.“

    … bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen. [15]

    Ich bleibe bis zum Schluss und durch die ständigen Wiederholungen kann ich sogar ein wenig mit murmeln. Heute sitze ich ganz allein hinten, ausnahmsweise einmal links.

    Die Trauergemeinde sitzt geschlossen rechts. Ein paar Blicke haben mich am Anfang schon gemustert, doch längst scheint keiner mehr von mir und meinem roten Sporttrikot Notiz zu nehmen.

    Das spanische Vaterunser habe ich jetzt schon öfter gehört und es kommt mir vertraut vor. Erst als die Trauergemeinde gemeinsam aufsteht und sich – auch mir, die Hände reicht, ist meine Meditation beendet und ich verlasse fluchtartig San Francisco.

    Im Parque de Ferrera gehe ich ein wenig umher und entdecke ein Gedenkschild „Paseo Victimas del Terrorismo“. Und dann entdecke ich Ines, die Österreicherin. Ihre Haare sind seit unserer ersten Begegnung schon ein wenig gewachsen. Ich lade sie ein zu einem Pilgermenü.

    Ich habe einen Bärenhunger und in Gesellschaft schmeckt es immer am besten!

    Bei dem guten Essen und einem guten Gespräch hätte ich um ein Haar den „Ladenschluss“ der Pilgerherberge versäumt.

    Noch 300 Kilometer bis Santiago de Compostela

    Noch etwa 300 Kilometer sind es nach Santiago de Compostela. In neuen Schuhen, nicht eingelaufen, etwas zu klein. Das wird schon gehen. Ausgerechnet für die kommende Etappe nach San Esteban zeigt mein Reiseführer ein Bild von geschundenen Füßen. Wenn das mal kein böses Omen ist.

     



    (c) Christian Seebauer
    Kuestenweg english excerpt:

    Camino de Santiago from Gijón to Avilés

    Day 19: 26 kilometers, a few meters in altitude (300 m), via Santa Eulalia, Trabaza.

    The many kilometers of road and the industrial areas traversed in the rain are not such an idyllic beginning today. Nevertheless, I’m really fine again and at the exit of town Jean-Louis and I buy a coffee and a croissant.

    Taking a short break on a park bench in Santa Eulalia, I notice the cause of my wet shoes. And that is less tingly: Both soles have completely broken through. The end of my “wonder shoes” from Santillana has come.

    What do i do now First run on. I don’t like today’s stage, it’s too loud for me on the streets. I only like it better in Avilés itself. The city center is pretty and the pilgrims’ hostel is also quite neat. First, I take off my broken shoes. They have also totally disintegrated inside. Everything broke through under the insert. It’s a shame, because these shoes brought me from Santillana to here. And I owe them a lot. Once again my thoughts wander back to Santillana to the friendly old lady who had these shoes for me. But now it’s time to look for something new. My chances should be much better here in Avilés, the third largest city in Asturias with almost 84,000 inhabitants.

    But even here it becomes difficult or even impossible with shoe size 47. Finally, in a small sports shop not far from the hostel, I find a pair of fancy sport shoes in 46. But from the start I have my doubts because they are quite tight. I take it anyway.

    In the hostel I am now parting with my shoes from Santillana, a little sadly. And now I am daring a little cultural trip to the heart of Avilés. I dive into the colorful alleys of the old town, stroll through the lively Plaza de España and discover a large church called San Francisco. Without luggage, I open the heavy wooden doors and step inside. A mourning congregation is praying the rosary. 59 pearls, so 59 times that

    Prayers “Our Father”, “Ave Maria” and “Glory to the Father”. And now all of this in a foreign language. I’ve never really thought about the rosary before. So far it has been nothing more to me than mumbling prayers to myself.

    Rosary in Spanish

    But with the rosary in Spanish, I am right in the middle of meditation. Meditation in the Catholic Church? It almost seems like it.

    Hail Mary, full of grace,

    The Lord is with you. You are blessed among women and blessed is the fruit of your body, Jesus.

    Somehow I never really understood the latter sentence. Have I mumbled something for years that I don’t understand? Yes it is.

    If I fail with my own mother tongue, Spanish cannot be a problem either. In the echoing acoustics, the monotonous but haunting murmur casts my spell for the first time.

    Dios te salve Maria llena eres de Gracia, el Señor es contigo. Bendita eres entre todas las mujeres

    y bendito es el fruto de tu vientre Jesús.

    Santa María, Madre de Dios, ruega por nosotros los pecadores ahora y en la hora de nuestra muerte.

    Amen.”

    … Pray for us sinners, now and at the hour of our death. Amen. [15]

    I stay until the end and because of the constant repetitions I can even mumble a little. Today I’m all alone in the back, for once on the left.

    The mourners sit together on the right. A few looks at me at the beginning, but no one seems to have noticed me and my red sports jersey for a long time.

    I have heard the Spanish Our Father many times now and it sounds familiar to me. Only when the mourners stand up together and – including me, their hands – my meditation is over and I flee from San Francisco.

    In the Parque de Ferrera I walk around a little and discover a memorial sign “Paseo Victimas del Terrorismo”. And then I discover Ines, the Austrian. Her hair has grown a little since we first met. I invite you to a pilgrim menu.

    I’m very hungry and it always tastes best with company!

    With the good food and a good conversation, I almost missed the “shop closing” of the pilgrims’ hostel.

    Another 300 kilometers to Santiago de Compostela

    It’s about 300 kilometers to Santiago de Compostela. In new shoes, not broken in, a little too small. That will be fine. Just for the next stage to San Esteban, my travel guide shows a picture of battered feet. If that’s not a bad omen.

     



    (c) Christian Seebauer
    Kuestenweg france excerpt:

    Camino de Santiago de Gijón à Avilés

    Jour 19: 26 kilomètres, quelques mètres d’altitude (300 m), via Santa Eulalia, Trabaza.

    Les nombreux kilomètres de route et les zones industrielles traversées sous la pluie ne sont pas un début si idyllique aujourd’hui. Pourtant, je vais vraiment bien et à la sortie de la ville Jean-Louis et moi achetons un café et un croissant.

    Prenant une courte pause sur un banc de parc à Santa Eulalia, je remarque la cause de mes chaussures mouillées. Et c’est moins piquant: les deux semelles sont complètement percées. La fin de mes «chaussures merveilles» de Santillana est arrivée.

    Qu’est-ce que je fais maintenant Continuez à marcher. Je n’aime pas la scène d’aujourd’hui, c’est trop bruyant pour moi dans la rue. Je ne l’aime mieux qu’à Avilés même. Le centre-ville est joli et l’auberge des pèlerins est également assez soignée. D’abord, j’enlève mes chaussures cassées. Ils se sont également totalement désintégrés à l’intérieur. Tout a percé sous l’insert. C’est dommage, car ces chaussures m’ont amené de Santillana à ici. Et je leur dois beaucoup. Une fois de plus, mes pensées reviennent à Santillana, à la gentille vieille dame qui avait ces chaussures pour moi. Mais maintenant, il est temps de chercher quelque chose de nouveau. Mes chances devraient être bien meilleures ici à Avilés, la troisième plus grande ville des Asturies avec près de 84 000 habitants.

    Mais même ici, cela devient difficile voire impossible avec la pointure 47. Enfin, dans un petit magasin de sport non loin de l’auberge, je trouve une paire de chaussures de sport fantaisie en 46. Mais dès le départ il y a mes doutes, car elles sont assez serrées. Je le prends quand même.

    Dans l’auberge, je me sépare maintenant de mes chaussures de Santillana, un peu tristement. Et maintenant, j’ose un petit voyage culturel au cœur d’Avilés. Je plonge dans les ruelles colorées de la vieille ville, me promène dans la très animée Plaza de España et découvre une grande église appelée San Francisco. Sans bagages, j’ouvre les lourdes portes en bois et entre à l’intérieur. Une congrégation en deuil prie le chapelet. 59 perles, soit 59 fois plus

    Prières «Notre Père», «Ave Maria» et «Gloire au Père». Et maintenant tout cela dans une langue étrangère. Je n’ai jamais vraiment pensé au chapelet auparavant. Jusqu’à présent, cela n’a été rien de plus pour moi que de marmonner des prières à moi-même.

    Chapelet en espagnol

    Mais avec le chapelet en espagnol, je suis en plein milieu de la méditation. Méditation dans l’Église catholique? Ça y ressemble presque.

    Je vous salue Marie, pleine de grâce,

    Le Seigneur est avec vous. Vous êtes béni parmi les femmes et béni est le fruit de votre corps, Jésus.

    D’une manière ou d’une autre, je n’ai jamais vraiment compris cette dernière phrase. Ai-je marmonné quelque chose pendant des années que je ne comprends pas? Oui, ça l’est.

    Si j’échoue avec ma propre langue maternelle, l’espagnol ne peut pas non plus être un problème. Dans l’acoustique qui résonne, le murmure monotone mais obsédant jette mon charme pour la première fois.

    « Dios te salve Maria llena eres de Gracia, el Señor es contigo. Bendita eres entre todas las mujeres

    y bendito es el fruto de tu vientre Jesús.

    Santa María, Madre de Dios, ruega por nosotros los pecadores ahora y en la hora de nuestra muerte.

    Amen.”

    … Priez pour nous pécheurs, maintenant et à l’heure de notre mort. Amen. [15]

    Je reste jusqu’à la fin et à cause des répétitions constantes, je peux même marmonner un peu. Aujourd’hui, je suis tout seul à l’arrière, pour une fois à gauche.

    Les pleureuses s’assoient ensemble sur la droite. Quelques regards me regardent au début, mais personne ne semble avoir remarqué moi et mon maillot de sport rouge depuis longtemps.

    J’ai entendu la prière du Seigneur espagnole à plusieurs reprises maintenant et cela me semble familier. Ce n’est que lorsque les personnes en deuil se lèvent ensemble et – moi y compris, leurs mains – que ma méditation est terminée et que je fuis San Francisco.

    Dans le Parque de Ferrera, je me promène un peu et découvre un panneau commémoratif «Paseo Victimas del Terrorismo». Et puis je découvre Inès, l’Autrichienne. Ses cheveux ont un peu poussé depuis notre première rencontre. Je vous invite à un menu pèlerin.

    J’ai très faim et ça a toujours meilleur goût en compagnie!

    Avec la bonne nourriture et une bonne conversation, j’ai failli manquer la «fermeture du magasin» de l’auberge des pèlerins.

    Encore 300 kilomètres de Saint-Jacques-de-Compostelle

    Il est à environ 300 kilomètres de Saint-Jacques-de-Compostelle. Dans des chaussures neuves, pas cassées, un peu trop petites. Ce sera parfait. Juste pour la prochaine étape vers San Esteban, mon guide de voyage montre une photo de pieds battus. Si ce n’est pas un mauvais présage.



    (c) Christian Seebauer
    Kuestenweg italiano excerpt:

    Cammino di Santiago da Gijón ad Avilés

    Giorno 19:26 chilometri, pochi metri di dislivello (300 m), via Santa Eulalia, Trabaza.

    I tanti chilometri di strada e le zone industriali percorse sotto la pioggia non sono oggi un inizio così idilliaco. Tuttavia sto di nuovo davvero bene e all’uscita della città Jean-Louis e io compriamo un caffè e un cornetto.

    Facendo una breve pausa su una panchina del parco a Santa Eulalia, noto la causa delle mie scarpe bagnate. Ed è meno formicolante: entrambe le suole sono completamente sfondate. La fine delle mie “scarpe meravigliose” di Santillana è arrivata.

    Cosa faccio ora Prima esecuzione. Non mi piace il palco di oggi, è troppo rumoroso per me per le strade. Mi piace di più solo nella stessa Avilés. Il centro città è carino e anche l’ostello dei pellegrini è abbastanza ordinato. Per prima cosa, mi tolgo le scarpe rotte. Si sono anche completamente disintegrati all’interno. Tutto si è rotto sotto l’inserto. È un peccato, perché queste scarpe mi hanno portato da Santillana a qui. E gli devo molto. Ancora una volta i miei pensieri tornano a Santillana, all’amichevole vecchia signora che aveva queste scarpe per me. Ma ora è il momento di cercare qualcosa di nuovo. Le mie possibilità dovrebbero essere molto migliori qui ad Avilés, la terza città delle Asturie con quasi 84.000 abitanti.

    Ma anche qui diventa difficile o addirittura impossibile con il numero di scarpe 47. Finalmente, in un piccolo negozio di articoli sportivi non lontano dall’ostello, trovo un paio di scarpe sportive di fantasia in 46. Ma fin dall’inizio ci sono i miei dubbi, perché sono abbastanza stretti. Lo prendo comunque.

    Nell’ostello ora mi separo con le mie scarpe da Santillana, un po ‘tristemente. E ora sto osando un piccolo viaggio culturale nel cuore di Avilés. Mi tuffo nei vicoli colorati della città vecchia, giro per la vivace Plaza de España e scopro una grande chiesa chiamata San Francisco. Senza bagagli, apro le pesanti porte di legno ed entro. Una congregazione in lutto sta pregando il rosario. 59 perle, quindi 59 volte tanto

    Preghiere “Padre nostro”, “Ave Maria” e “Gloria al Padre”. E ora tutto questo in una lingua straniera. Non avevo mai pensato al rosario prima d’ora. Finora questo non è stato altro per me che borbottare preghiere a me stesso.

    Rosario in spagnolo

    Ma con il rosario in spagnolo, sono proprio nel mezzo della meditazione. Meditazione nella Chiesa cattolica? Sembra quasi di sì.

    Ave Maria, piena di grazia,

    Il Signore è con te. Sei benedetto fra le donne e benedetto è il frutto del tuo corpo, Gesù.

    In qualche modo non ho mai veramente capito l’ultima frase. Ho borbottato per anni qualcosa che non capisco? Sì.

    Se fallisco con la mia lingua madre, neanche lo spagnolo può essere un problema. Nell’acustica echeggiante, il mormorio monotono ma inquietante lancia il mio incantesimo per la prima volta.

    Dios te salve Maria llena eres de Gracia, el Señor es contigo. Bendita eres entre todas las mujeres

    y bendito es el fruto de tu vientre Jesús.

    Santa María, Madre de Dios, ruega por nosotros los pecadores ahora y en la hora de nuestra muerte.

    Amen.”

    … Pregate per noi peccatori, adesso e nell’ora della nostra morte. Amen. [15]

    Rimango fino alla fine e per via delle continue ripetizioni posso anche mormorare un po ‘. Oggi sono tutto solo dietro, per una volta a sinistra.

    Le persone in lutto siedono insieme sulla destra. Qualche occhiata mi ha già lanciato all’inizio, ma nessuno sembra accorgersi di me e della mia maglia sportiva rossa da molto tempo.

    Ho ascoltato più volte la preghiera del Signore in spagnolo e mi suona familiare. Solo quando le persone in lutto si alzano insieme e – incluso me, le loro mani – la mia meditazione è finita e io fuggo da San Francisco.

    Nel Parque de Ferrera giro un po ‘e scopro un cartello commemorativo “Paseo Victimas del Terrorismo”. E poi scopro Ines, l’austriaca. I suoi capelli sono cresciuti un po ‘da quando ci siamo incontrati per la prima volta. Ti invito a un menu del pellegrino.

    Ho molta fame e in compagnia è sempre il migliore!

    Con il buon cibo e una buona conversazione, ho quasi perso la “chiusura dei negozi” dell’ostello dei pellegrini.

    Altri 300 chilometri a Santiago de Compostela

    Santiago de Compostela dista circa 300 chilometri. Con scarpe nuove, non indossate, un po ‘troppo piccole. Andrà bene. Solo per la tappa successiva a San Esteban, la mia guida di viaggio mostra un’immagine di piedi malconci. Se non è un cattivo presagio.

    Kuestenweg espanol excerpt:

    Camino de Santiago de Gijón a Avilés

    Día 19: 26 kilómetros, unos metros de altitud (300 m), vía Santa Eulalia, Trabaza.

    Los muchos kilómetros de carreteras y las áreas industriales atravesadas bajo la lluvia no son hoy un comienzo tan idílico. Aún así, estoy realmente bien de nuevo y a la salida de la ciudad, Jean-Louis y yo compramos un café y un croissant.

    Tomando un breve descanso en un banco del parque en Santa Eulalia, noto la causa de mis zapatos mojados. Y es menos hormigueante: ambas suelas se han roto por completo. Ha llegado el fin de mis “zapatos maravilla” de Santillana.

    Qué hago ahora Sólo sigue caminando. No me gusta el escenario de hoy, es demasiado ruidoso para mí en las calles. Solo me gusta más en el propio Avilés. El centro de la ciudad es bonito y el albergue de peregrinos también está bastante cuidado. Primero, me quito los zapatos rotos. También se han desintegrado totalmente por dentro. Todo se rompió debajo del inserto. Es una pena, porque estos zapatos me trajeron de Santillana para acá. Y les debo mucho. Una vez más mi pensamiento vaga de regreso a Santillana a la simpática anciana que tenía estos zapatos para mí. Ahora es el momento de buscar algo nuevo. Mis posibilidades deberían ser mucho mejores aquí en Avilés, la tercera ciudad más grande de Asturias con casi 84.000 habitantes.

    Pero incluso aquí se vuelve difícil o incluso imposible con el número de calzado 47. Finalmente, en una pequeña tienda de deportes no muy lejos del albergue, encuentro un par de elegantes zapatillas deportivas en el 46. Pero desde el principio tengo mis dudas porque son bastante ajustadas. Lo tomo de todos modos.

    En el albergue me despido ahora de mis zapatos de Santillana, un poco triste. Y ahora me atrevo a hacer un pequeño viaje cultural al corazón de Avilés. Me sumerjo en los coloridos callejones del casco antiguo, paseo por la animada Plaza de España y descubro una gran iglesia llamada San Francisco. Sin equipaje, abro las pesadas puertas de madera y entro. Una congregación de luto está rezando el rosario. 59 perlas, 59 veces más

    Oraciones “Padre Nuestro”, “Ave María” y “Gloria al Padre”. Y ahora todo esto en un idioma extranjero. Nunca antes había pensado en el rosario. Hasta ahora esto no ha sido más que murmurar oraciones para mí.

    Rosario en español

    Pero con el rosario en español, estoy en medio de la meditación. ¿Meditación en la Iglesia Católica? Casi lo parece.

    Ave María llena eres de gracia,

    El Señor está contigo. Bendita eres entre las mujeres y bendito es el fruto de tu cuerpo, Jesús.

    De alguna manera nunca entendí realmente la última frase. ¿He murmurado algo durante años que no entiendo? Sí lo es.

    Si fallo con mi propia lengua materna, el español tampoco puede ser un problema. En la acústica resonante, el murmullo monótono pero inquietante lanza mi hechizo por primera vez.

    Dios te salve Maria llena eres de Gracia, el Señor es contigo. Bendita eres entre todas las mujeres

    y bendito es el fruto de tu vientre Jesús.

    Santa María, Madre de Dios, ruega por nosotros los pecadores ahora y en la hora de nuestra muerte.

    Amén.”

    … Ruega por nosotros pecadores, ahora y en la hora de nuestra muerte. Amén. [15]

    Me quedo hasta el final y por las constantes repeticiones hasta puedo murmurar un poco. Hoy estoy solo en la parte de atrás, por una vez a la izquierda.

    Los dolientes se sientan juntos a la derecha. Algunos me miran al principio, pero nadie parece haberse fijado en mí y en mi camiseta deportiva roja durante mucho tiempo.

    He escuchado el Padrenuestro en español varias veces y me suena familiar. Solo cuando los dolientes se ponen de pie juntos y, incluyéndome a mí, sus manos, mi meditación termina y huyo de San Francisco.

    En el Parque de Ferrera camino un poco y descubro un cartel conmemorativo “Paseo Victimas del Terrorismo”. Y luego descubro a Inés, la austriaca. Su cabello ha crecido un poco desde que nos conocimos. Te invito a un menú de peregrino.

    ¡Tengo mucha hambre y siempre sabe mejor con compañía!

    Con la buena comida y una buena conversación, casi me pierdo el “cierre de la tienda” del albergue de peregrinos.

    Otros 300 kilómetros hasta Santiago de Compostela

    Santiago de Compostela está a unos 300 kilómetros. Con zapatos nuevos, no rotos, un poco demasiado pequeños. Eso estará bien. Solo para la siguiente etapa a San Esteban, mi guía de viaje muestra una imagen de pies maltratados. Si eso no es un mal presagio.