Foto Jakobsweg an der Kueste / Camino de la costa, Beitrag 30 MIRAZ – SOBRADO DOS MONXES

30 MIRAZ – SOBRADO DOS MONXES

Der Camino del Norte von Miraz nach Sobrado dos Monxes

Etappe 30: MIRAZ – SOBRADO DOS MONXES
Tag 30: 27 km, ca. 750 hm.

 

Miraz (Friol) 86 – Marcela 74 – Mesón 68 – Sobrado de los Monjes/Sobrado dos Monxes (Sobrado) 62

Foto Jakobsweg an der Kueste / Camino de la costa, Beitrag 30 MIRAZ – SOBRADO DOS MONXES

Landkarte Camino del Norte Ausschnitt Sobrado dos Monxes

 

30 MIRAZ - SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

Wolkenstimmung 30 MIRAZ – SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

30 MIRAZ - SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

Pilger 30 MIRAZ – SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

30 MIRAZ - SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

Christian unterwegs zu Fuß am Camino del Norte

Heute ist das Aufstehen ziemlich exzentrisch. Canada-Sepp weckt uns mit klassischer Musik. Und er hat uns ein tolles Pilgerfrühstück zubereitet. Hier kann auch ich nicht nein sagen. Und Eile habe ich ebenso wenig.

Jean-Louis und ich brechen gemeinsam mit Mariette und Corinna auf. Sofort finden wir uns in einer felsigen Heidelandschaft wieder. Gerade bricht das erste zarte Licht des Tages herein und wirft lange Schatten vor uns her. Vor uns erheben sich zwei mächtige Granitblöcke in der Ferne. Diese Stelle erinnert mich an Stonehenge. Es scheint eine magische Stelle zu sein. Wie die Eintrittspforte zu einer anderen Welt, die sich dahinter verbergen würde.

Nach den ersten gemeinsamen Schritten wandert jeder für sich allein. Einige Pilger haben vor dieser Etappe Angst, weil sie kurz nach Cabana fast 700 Meter über dem Meeresgrund erreicht. Dabei ist fast alles ein ganz sanftes bergauf und bergab. Ohne jeden Schweißtropfen kann ich heute wirklich alles genießen.

Der rote Fingerhut ist zu meinem neuen ständigen Begleiter am Wegesrand geworden. Giftig zwar, aber ich habe ja nicht vor, ihn zu essen. Mit seinen rosaroten Glocken steht er einfach überall. Wie immer lege ich ein paar Blumen oder Pilze an markante Stellen als Zeichen für die anderen aus.

Es war die richtige Entscheidung, in Miraz zu verweilen und nun diese einmalige Landschaft genießen zu können. Die Etappe ist heute offiziell nur 26 Kilometer lang und ich werde ein paar Umwege machen. Wenn man erst einmal das Laufen gewöhnt ist, dann ist das ein Spaziergang. Schon früh erreiche ich als einer der ersten Pilger Sobrado dos Monxes. Das Sobrado der Mönche? Die Bauten des Klosters sind schon von außen beeindruckend.

Als ich an der Pforte klopfe, passierte erst einmal gar nichts. Dann aber werde ich in einen Zwischengang eingelassen. Zum Vorzeigen meines Credentials. Die Prüfung dauert eine kleine Ewigkeit. Und dann erst öffnen sich die Pforten des Klosters für mich.

30 MIRAZ - SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

Eingangsbogen Kloster Sobrado dos Monxes

30 MIRAZ - SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

Innenhof im Kloster Sobrado dos Monxes

Ich trete ein in einen Innenhof der Ruhe.

Und ich habe jede Menge Ehrfurcht vor den Sitten und Regeln, die hier herrschen. Im ehemaligen Pferdestall (das ist jetzt nicht abwertend gemeint, ganz im Gegenteil) haben sie für Pilger einen fantastischen Schlafraum eingerichtet. Ein uriges Gewölbe aus Stein und Holz. Die Duschen sind in den steinernen Gewölbevorsprüngen untergebracht. Sagenhaft. Als der Mönch der Mönche zu mir kommt, stellt er mir prüfende Fragen zu meinem Jakobsweg. Ein merkwürdiges Gefühl. Und dann nimmt er mir meinen Pilgerausweis ab. Und den gebe ich sehr ungern aus meiner Hand. Aber es ist ja ein Mönch.

Erst später, als bereits andere Pilger hier sind, weiß ich, dass auch ihre Pilgerausweise „beschlagnahmt“ werden. Die Kirche registriert fein säuberlich alles. Heute mit modernen Scannern von HP.

Dennoch ist es eine sehr interessante Gelegenheit, sich mit den Gottesleuten zu unterhalten. Alle sind sie recht weltgewandt und sprechen fließend ein halbes Dutzend Sprachen. Einer der Mönche zeigt mir dann, dass es für Pilger auch eine eigene Küche gibt. Und was für eine! Hier warten Töpfe und Pfannen, um auch Dreißig und mehr Personen zu bekochen. Dieser Gedanke lässt mich dann auch nicht mehr los.

Nach und nach kommen die anderen Pilger an. Zu meinem Entsetzen auch solche, die die heutige Etappe mit dem Taxi gemacht haben. Für Jean-Louis, Mariette und Corinna möchte ich heute Abend eine Paella kochen. Und das spricht sich wie ein Lauffeuer herum. Schließlich möchten nun so um die 12 Personen mitessen.

Auf dieses Ereignis freue ich mich. Ich besorge zwei Kilo Reis, Safran, Meeresfrüchte, Fisch, Paprika, Zwiebeln usw. Corinna ist begeistert und macht sofort mit. Noch nie hat einer von uns in so großen Töpfen etwas gekocht. Würde das gelingen? Schon während des Schneidens und Waschens der Zutaten haben sich alle in der Küche versammelt. Ein Berg frisches Weißbrot steht in der Mitte der uralten Holztische. Und viele haben eine Flasche Rotwein mitgebracht.

Auch Haiar ist wieder hier. Ein älterer vornehmer Herr, den ich in Miraz kennen gelernt habe. Auch er fragt, ob er denn bei uns mitessen dürfe. Natürlich, sage ich. Er kramt sogleich in seinem Geldbeutel herum und möchte mir irgendwie Geld geben. Nö, meine ich.

Vielleicht zählen wir hinterher zusammen. Und mehr als zwei Euro werden es ganz bestimmt nicht. Seinen großen Schein soll er doch bitte wieder wegstecken. Noch einmal fragt er, ob er wirklich mitessen dürfe. Was soll das, frage ich mich, während Haiar in Tränen ausbricht.

Plötzlich sind alle gleich!

Ich nehme ihn und gehe mit ihm vor die Türe. Haiar war ein großer Unternehmensberater. Zigfacher Millionär. Doch sein Vermögen hat er verdient, in dem er die Existenzen anderer zerstört hat. Nun sei er auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Er fragt sich, wie er je etwas gutmachen kann.

Schon komisch, welche verschiedenen Gedanken sich Menschen machen, welche Sorgen und Beweggründe sie haben. Kann man erwarten, Antworten zu finden, wenn man nur drei Tage am Jakobsweg unterwegs ist? Kann man überhaupt Antworten finden?

Vielleicht ist sogar diese Fragestellung an sich schon völlig falsch. Denn in meinem früheren Alltag war es für mich normal, mir andauernd irgendwelche Fragen zu stellen. Ebenso normal war es auch, über all das zu Grübeln und zu Sinnieren. Und ständig produzierte mein Gehirn irgendwelche Antworten. Doch prompt kamen schon wieder die nächsten Fragen, die mich ständig begleiteten.

Hier am Jakobsweg hat mein Gehirn endlich nur Ruhe gegeben. Einfach keine großen Fragen mehr gestellt. Und einfach gewartet, was jeden Tag so alles auf mich zukommt. Die Suche nach Antworten hat sich schon nach den ersten Tagen insofern erübrigt, weil gar keine Fragen mehr da waren.

Aber habe ich auch etwas gelernt? Werde ich etwas vom Jakobsweg mitnehmen können? Irgendeine Lebensweisheit, die mir dann bleiben würde? Und habe ich mich hier verändert?

Ich selbst denke schon. Entscheiden werden es dann die anderen, die mich wieder sehen. Aber selbst heute ist mir am Jakobsweg erneut so einiges klar geworden.

(…)

Möchtest Du dieses Kapitel hier noch kostenfrei zu Ende lesen? Oder möchtest Du das Buch mit einer persönlichen Widmung haben? Ich freue mich!

 

Jakobsweg an der Küste: MIRAZ - SOBRADO DOS MONXES, Foto 2

Der Weg ist das Ziel. Das Gehen der Takt. Die Gedanken sind frei!

Jakobsweg an der Küste: MIRAZ - SOBRADO DOS MONXES, Foto 3

Eine Übernachtung im Kloster. Sobrado dos Monxes. Ein wahrhaftiges Erlebnis.

 

https://www.seebauers-world.com/wallpaper/horizonte.jpg

Horizonte am Jakobsweg Ölgemälde: Nach meinem ersten Jakobsweg, durch die wilde Küsten- und Bergwelt Spaniens, habe ich die Idee für dieses Bild gehabt. Alleine, erschöpft, aber frei. Frei waren auch die Sinne für Lichtstimmungen, bei denen zu Hause jeder sagen wird: Gibt es ja gar nicht… Da ich den objektiven Beweis mit Fotos nicht antreten kann – und auch gar nicht will – male ich ganz einfach mein gibt’s gar nicht – so wie ich es will. Als Wanderer und als Maler bist du frei!

Fotos von der Jakobsweg Etappe 30: MIRAZ – SOBRADO DOS MONXES

30 MIRAZ - SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

Jakobswegmarkierung 30 MIRAZ – SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

30 MIRAZ - SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

Unterwegs zu Fuß 30 MIRAZ – SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

30 MIRAZ - SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

Pilger 30 MIRAZ – SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

30 MIRAZ - SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

Pilger 30 MIRAZ – SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

30 MIRAZ - SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

Wolkenstimmung 30 MIRAZ – SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

30 MIRAZ - SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

Innenhof im Kloster Sobrado dos Monxes

30 MIRAZ - SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

Eingangsbogen Kloster Sobrado dos Monxes

30 MIRAZ - SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

im Kloster Sobrado dos Monxes

30 MIRAZ - SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

Schlafsaal für Pilger im Kloster Sobrado dos Monxes

30 MIRAZ - SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

Christian vor dem Kloster Sobrado dos Monxes

30 MIRAZ - SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

Kloster Ortsschild Sobrado dos Monxes

30 MIRAZ - SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

Ortsschild Sobrado dos Monxes 30 MIRAZ – SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

30 MIRAZ - SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

Ortsschild Sobrad dos Monxes

30 MIRAZ - SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

AC 934 30 MIRAZ – SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

30 MIRAZ - SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

Provincia de A Coruna

30 MIRAZ - SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

Heidekraut am Jakobsweg

30 MIRAZ - SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

30 MIRAZ – SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

30 MIRAZ - SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

30 MIRAZ – SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

30 MIRAZ - SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

Pilger werfen Riesenschatten

30 MIRAZ - SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

Kurz nach Sonnenaufgang 30 MIRAZ – SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

30 MIRAZ - SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

Der Weg von MIRAZ nach SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

30 MIRAZ - SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

Pilze am Jakobsweg, Christian findet Täublinge

30 MIRAZ - SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

Pilze am Jakobsweg, Christian findet Täublinge

30 MIRAZ - SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

Feldweg 30 MIRAZ – SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

30 MIRAZ - SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)

Durch herrliche Landschaft: 30 MIRAZ – SOBRADO DOS MONXES (Jakobsweg Camino del Norte)


    Christian Seebauer am Jakobsweg

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    Die letzten 3 Tage bis Santiago de Compostella

    Foto Jakobsweg an der Kueste / Camino de la costa, Beitrag 30 MIRAZ – SOBRADO DOS MONXES

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Nach den ersten gemeinsamen Schritten wandert jeder für sich allein. Einige Pilger haben vor dieser Etappe Angst, weil sie kurz nach Cabana fast 700 Meter über dem Meeresgrund erreicht. Dabei ist fast alles ein ganz sanftes bergauf und bergab. Ohne jeden Schweißtropfen kann ich heute wirklich alles genießen. Der rote Fingerhut ist zu meinem neuen ständigen Begleiter am Wegesrand geworden. Giftig zwar, aber ich habe ja nicht vor, ihn zu essen. Mit seinen rosaroten Glocken steht er einfach überall. Wie immer lege ich ein paar Blumen oder Pilze an markante Stellen als Zeichen für die anderen aus. Es war die richtige Entscheidung, in Miraz zu verweilen und nun diese einmalige Landschaft genießen zu können. Die Etappe ist heute offiziell nur 26 Kilometer lang und ich werde ein paar Umwege machen. Wenn man erst einmal das Laufen gewöhnt ist, dann ist das ein Spaziergang. Schon früh erreiche ich als einer der ersten Pilger Sobrado dos Monxes. Das Sobrado der Mönche? Die Bauten des Klosters sind schon von außen beeindruckend. Als ich an der Pforte klopfe, passierte erst einmal gar nichts. Dann aber werde ich in einen Zwischengang eingelassen. Zum Vorzeigen meines Credentials. Die Prüfung dauert eine kleine Ewigkeit. Und dann erst öffnen sich die Pforten des Klosters für mich. Ich trete ein in einen Innenhof der Ruhe. Und ich habe jede Menge Ehrfurcht vor den Sitten und Regeln, die hier herrschen. Im ehemaligen Pferdestall (das ist jetzt nicht abwertend gemeint, ganz im Gegenteil) haben sie für Pilger einen fantastischen Schlafraum eingerichtet. Ein uriges Gewölbe aus Stein und Holz. Die Duschen sind in den steinernen Gewölbevorsprüngen untergebracht. Sagenhaft. Als der Mönch der Mönche zu mir kommt, stellt er mir prüfende Fragen zu meinem Jakobsweg. Ein merkwürdiges Gefühl. Und dann nimmt er mir meinen Pilgerausweis ab. Und den gebe ich sehr ungern aus meiner Hand. Aber es ist ja ein Mönch. Erst später, als bereits andere Pilger hier sind, weiß ich, dass auch ihre Pilgerausweise „beschlagnahmt“ werden. Die Kirche registriert fein säuberlich alles. Heute mit modernen Scannern von HP. Dennoch ist es eine sehr interessante Gelegenheit, sich mit den Gottesleuten zu unterhalten. Alle sind sie recht weltgewandt und sprechen fließend ein halbes Dutzend Sprachen. Einer der Mönche zeigt mir dann, dass es für Pilger auch eine eigene Küche gibt. Und was für eine! Hier warten Töpfe und Pfannen, um auch Dreißig und mehr Personen zu bekochen. Dieser Gedanke lässt mich dann auch nicht mehr los. Nach und nach kommen die anderen Pilger an. Zu meinem Entsetzen auch solche, die die heutige Etappe mit dem Taxi gemacht haben. Für Jean-Louis, Mariette und Corinna möchte ich heute Abend eine Paella kochen. Und das spricht sich wie ein Lauffeuer herum. Schließlich möchten nun so um die 12 Personen mitessen. Auf dieses Ereignis freue ich mich. Ich besorge zwei Kilo Reis, Safran, Meeresfrüchte, Fisch, Paprika, Zwiebeln usw. Corinna ist begeistert und macht sofort mit. Noch nie hat einer von uns in so großen Töpfen etwas gekocht. Würde das gelingen? Schon während des Schneidens und Waschens der Zutaten haben sich alle in der Küche versammelt. Ein Berg frisches Weißbrot steht in der Mitte der uralten Holztische. Und viele haben eine Flasche Rotwein mitgebracht. Auch Haiar ist wieder hier. Ein älterer vornehmer Herr, den ich in Miraz kennen gelernt habe. Auch er fragt, ob er denn bei uns mitessen dürfe. Natürlich, sage ich. Er kramt sogleich in seinem Geldbeutel herum und möchte mir irgendwie Geld geben. Nö, meine ich. Vielleicht zählen wir hinterher zusammen. Und mehr als zwei Euro werden es ganz bestimmt nicht. Seinen großen Schein soll er doch bitte wieder wegstecken. Noch einmal fragt er, ob er wirklich mitessen dürfe. Was soll das, frage ich mich, während Haiar in Tränen ausbricht. Plötzlich sind alle gleich! Ich nehme ihn und gehe mit ihm vor die Türe. Haiar war ein großer Unternehmensberater. Zigfacher Millionär. Doch sein Vermögen hat er verdient, in dem er die Existenzen anderer zerstört hat. Nun sei er auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Er fragt sich, wie er je etwas gutmachen kann. Schon komisch, welche verschiedenen Gedanken sich Menschen machen, welche Sorgen und Beweggründe sie haben. Kann man erwarten, Antworten zu finden, wenn man nur drei Tage am Jakobsweg unterwegs ist? Kann man überhaupt Antworten finden? Vielleicht ist sogar diese Fragestellung an sich schon völlig falsch. Denn in meinem früheren Alltag war es für mich normal, mir andauernd irgendwelche Fragen zu stellen. Ebenso normal war es auch, über all das zu Grübeln und zu Sinnieren. Und ständig produzierte mein Gehirn irgendwelche Antworten. Doch prompt kamen schon wieder die nächsten Fragen, die mich ständig begleiteten. Hier am Jakobsweg hat mein Gehirn endlich nur Ruhe gegeben. Einfach keine großen Fragen mehr gestellt. Und einfach gewartet, was jeden Tag so alles auf mich zukommt. Die Suche nach Antworten hat sich schon nach den ersten Tagen insofern erübrigt, weil gar keine Fragen mehr da waren. Aber habe ich auch etwas gelernt? Werde ich etwas vom Jakobsweg mitnehmen können? Irgendeine Lebensweisheit, die mir dann bleiben würde? Und habe ich mich hier verändert? Ich selbst denke schon. Entscheiden werden es dann die anderen, die mich wieder sehen. Aber selbst heute ist mir am Jakobsweg erneut so einiges klar geworden. (...) Möchtest Du dieses Kapitel hier noch kostenfrei zu Ende lesen? Oder möchtest Du das Buch mit einer persönlichen Widmung haben? Ich freue mich! Eine Übernachtung im Kloster. Sobrado dos Monxes. Ein wahrhaftiges Erlebnis. Fotos von der Jakobsweg Etappe 30: MIRAZ - SOBRADO DOS MONXES Camino de la Costa/ Jakobsweg an der Kste H1 Inhaltsverzeichnis 30 MIRAZ – SOBRADO DOS MONXES Array ( [0] => Eine Übernachtung im Kloster. Sobrado dos Monxes. Ein wahrhaftiges Erlebnis. [1] => Fotos von der Jakobsweg Etappe 30: MIRAZ - SOBRADO DOS MONXES ) Inhalt H2 zum Camino de la Costa/ Jakobsweg an der Küste, Küstenweg Array ( ) Jakobsweg an der Küste, Burnout, Inhaltsverzeichnis H3 Array ( ) 1313Inhalt aus dem Buch BURNOUT: Eine Reise auf schmalem Grat , Jakobsweg an der Kueste und additive Fotos hier auf der Jakobsweg-Webseite (Fotos im Buch nicht enthalten)
    1414
    Fotos zum Camino de la Costa/ Jakobsweg an der Kueste Beitrag Keywords zu diesem Jakobsweg-Beitrag:

    Camino de la Costa, Camino del Norte

    Kuestenweg english excerpt:

    The Way of St. James (Camino del Norte) from Miraz to Sobrado dos Monxes

    Way of St. James Day 30: 27 km, approx. 750 m ascent.

    Getting up today is pretty eccentric. Canada-Sepp wakes us up with classical music. And he prepared us a great pilgrim breakfast. I can’t say no here either. And I’m in no hurry either.

    Jean-Louis and I are leaving together with Mariette and Corinna. Immediately we find ourselves in a rocky heathland. The first soft light of the day is breaking in and casting long shadows in front of us. In front of us, two mighty granite blocks rise in the distance. This place reminds me of Stonehenge. It seems like a magical place. Like the gateway to another world that would be hidden behind it.

    After taking the first steps together, everyone walks on their own. Some pilgrims are afraid of this stage because shortly after Cabana it reaches almost 700 meters above the sea floor. Almost everything is very gentle uphill and downhill. Today I can really enjoy everything without every drop of sweat.

    The red thimble has become my new constant companion along the way. Poisonous, but I’m not going to eat it. With its pink bells it is just everywhere. As always, I put a few flowers or mushrooms in prominent places as signs for the others.

    It was the right decision to stay in Miraz and now be able to enjoy this unique landscape. The stage today is officially only 26 kilometers long and I’ll make a few detours. Once you’re used to running, it’s a walk. I reach Sobrado dos Monxes early on as one of the first pilgrims. The monks’ sobrado? The buildings of the monastery are impressive from the outside.

    When I knock on the door, nothing happened at first. But then I am let into an intermediate course. To show my credentials. The exam takes a long time. And only then do the gates of the monastery open for me.

    Monastery on the Way of St. James: I step into an inner courtyard of calm.

    And I have a lot of awe of the customs and rules that rule here. In the former horse stable (this is not meant to be derogatory, on the contrary) they have set up a fantastic bedroom for pilgrims. A rustic vault made of stone and wood. The showers are housed in the stone arches. Amazing. When the monk of the monks comes to me, he asks me probing questions about my Camino de Santiago. It’s a strange feeling. And then he takes my pilgrim pass from me. And I’m very reluctant to give it out of my hand. But it’s a monk.

    Only later, when other pilgrims are already here, do I know that their pilgrimage IDs are also being “confiscated”. The church neatly registers everything. Today with modern scanners from HP.

    Still, it is a very interesting opportunity to talk to the people of God. They are all quite urbane and fluent in half a dozen languages. One of the monks then shows me that there is also a separate kitchen for pilgrims. And what a! There are pots and pans waiting here to cook for thirty or more people. This thought won’t let me go either.

    Little by little the other pilgrims arrive. To my horror also those who made today’s stage by taxi. I want to cook paella for Jean-Louis, Mariette and Corinna tonight. And word gets around like wildfire. After all, around 12 people would like to eat with you.

    I’m looking forward to this event. I get two kilos of rice, saffron, seafood, fish, peppers, onions, etc. Corinna is enthusiastic and joins in straight away. Neither of us has ever cooked something in such large pots. Would that work? Everyone has already gathered in the kitchen while the ingredients are being cut and washed. A mountain of fresh white bread stands in the middle of the ancient wooden tables. And many brought a bottle of red wine with them.

    Haiar is here again too. An older gentleman whom I met in Miraz. He too asks if he can eat with us. Of course, I say. Immediately he rummages around in his wallet and wants to give me some money. Nope, I mean.

    Maybe we’ll add up afterwards. And it will definitely not be more than two euros. Please put his big bill away again. He asks again if he can really eat. What’s the point, I wonder as Haiar bursts into tears.

    In the monastery: suddenly everyone is the same!

    I take it and go to the door with him. Haiar was a great business consultant. Millions of millionaire. But he earned his fortune by destroying the livelihoods of others. Now he is looking for the meaning of life. He wonders how he can ever make something up.

    It’s funny what different thoughts people have, what worries and motivations they have. Can you expect to find answers if you are only on the Camino for three days? Can you even find answers?

    Perhaps even this question is completely wrong in itself. Because in my everyday life it was normal for me to keep asking myself questions. It was just as normal to ponder and ponder all of this. And my brain kept producing answers. But immediately the next questions came up that kept with me.

    Here on the Camino de Santiago, my brain has finally just given rest. Just stopped asking big questions. And just waited for everything that came my way every day. The search for answers was superfluous after the first few days because there were no more questions.

    But did I also learn something? Will I be able to take something with me from the Camino de Santiago? Any wisdom in life that would stay with me? And have I changed here?

    I think so myself. It will then be decided by the others who see me again. But even today a lot has become clear to me on the Camino de Santiago.

    What will the others think of you?

    Nothing at all. It is just one of the many typical questions that one asks oneself in normal life – albeit completely nonsensical.

    The daily etiquette, the so-called decency and the put on politeness are only a burden. If the dear brain is constantly concerned with how and in what form something can be said, or, better yet, shouldn’t say something, then it must be strenuous in the long run. What should others think of you anyway?

    At least as a man, I can write extensively on this subject. Because suddenly something is gone on the Way of St. James that otherwise accompanied me all the time: You could call it the male courtship feeling. And here we are not so different from our animal relatives.

    The males are constantly competing for attention. Have the most colorful plumage. Posing, barking and biting out of pure display. Approach any rival, be louder, be stronger, be more aggressive. Males make, grunt and bawl.

    This behavior fits seamlessly into our very own male world. Be funnier, be more exciting, be more entertaining. Or: Be cooler, be more awesome, be even cooler. Can drink more than the rival. Have more horsepower and more apps. More sports equipment and more televisions. More parking tickets, more points. More text messages, more Facebook friends and more parties: just be cooler. To be seen, to have the latest things, to have the roof open. I could go on like this forever. And that, although I’ve been in steady hands for 20 years.

    Only all of the above-mentioned, which of course certainly does NOT apply to all other men, is completely superfluous on the Camino de Santiago. Not once do I feel the need to clap loudly on a sign of the Way of St. James with the flat of my hand and scream “cool” into the world. And I never got annoyed when a car drove past me. (You have to look at this sentence again very slowly). “… when a car drove past me”, left!

    It has not happened in my normal life for a long time when a car just drove past me – on the left. At least without a fight it has not been around for a long time. Even if the other had more horsepower. But then I had the higher adrenaline level. Guaranteed. And just clearing the field like that was not possible in the past.

    Sure, now you can scold the speeders again (women, please skip the next page). But let’s be honest: In a completely normal heart attack, it is not the blood cells that give gas and flow quickly, but the ones that block! I’ve never heard of a front wall infarction that a fast-flowing blood cell would have caused in this world. To blame are those who just won’t go away and slow everyone else down (you don’t have to be of my opinion).

    Back to normal everyday madness. Most of the time I am traveling alone in the car. The right lane is almost always free. A few courier drivers are crawling around on the middle one (often very quickly). And nothing works on the left. They just don’t go away. Large distance, as prescribed, is generally misunderstood as, “Yes, you can still drive in and slow me down”. If you catch up a little closer, that will also be misunderstood again: “Now I’m guaranteed not to let you past”.

    Right passing is bad too.

    But apparently allowed in exactly the case in which the left has to brake (evidence not easy). Of course, there are also more tricks. First overtake a BMW (which is then one hundred percent irritated) and then follow the vehicle in front a little. At the man behind, the adrenaline level will skyrocket very quickly. Then briefly free up. Now he has to show what he can do. It’s lovely to let someone else chase because it always works.

    It just doesn’t work when my wife is sitting next to me. Because she is guaranteed to open her mouth at the most inopportune moment of extreme tension. Basically, it is then on the wrong side. The foreseeable comment is always against me, never against the other.

    The one in front of me has been compelling me for kilometers, the one behind me drives up extremely close and: I’m the bad guy! “Shall I drive honey?” As if it were different?

    Yes it is. My wife opens up even closer, but she has no stress at all. Apparently, your body is not pumping out adrenaline when I, as the passenger, are already pushing through the floor pan. And the man behind? He’s now stressing me out as a passenger. My wife has not even discovered it because the mirror is more used to put on makeup. Everything calm and relaxed.

    Way of St. James: No more competition – rest!

    On the Camino de Santiago these impulses have now broken away due to the lack of sufficient opportunities (with a few exceptions). Time and energy are now available for real joie de vivre.

    But I also noticed great relaxation among the women on the Camino de Santiago. There is none that I would have caught talking about cellulite or being overweight. No discussions about the first wrinkles, botox or shoes.

    And the morning hour to make things up was also gone. No make-up and no makeup. No time consuming hairstyles. No kitchen, no household. And no playing around with poor men either.

    I almost thought that I could actually understand women here on the Camino de Santiago. Because none of the women made efforts to constantly think two, three or even several corners ahead. No half-sentences, no need for interpretation, which in any case always leads to wrong results. “Didn’t you listen to me? I just told you! ”There are none of these unpleasant situations or misunderstandings here on the Camino de Santiago. Everything has become rudimentary and simple. You could also say man-friendly.

    The topics are always simple and crystal clear. For example, an appropriate and always appropriate question is: “What are your toes doing?” Amazingly, the answer is never “it fits” – which my wife always has to interpret as “nothing fits”. No, there are whole conversations about the toes, the individual toes, the nails, the blisters, the plaster and so on.

    Wouldn’t it be so easy in real life: “Hey, what are your knees doing?”

    So it’s much more pleasant on the Camino de Santiago. At first I thought to myself: women and men in the same room? However, if everyone goes to bed immediately after dinner at 5:00 p.m. and falls asleep immediately, then gender doesn’t matter. You don’t choose your bed based on gender, but rather on hard facts. Who of the pilgrims snores the loudest? Where is he or she? Yes, women can snore loudly too! So as far away as possible and as close as possible to a window.

    A kind of fixed order then arises between the pilgrims who already know each other.

    Way of St. James: we stay together.

    So after talking to Haiar, I continued to cook our big paella with Corinna. I feel a little like I did last supper. Even if I would like to arrive in Santiago now, it is a pity that it is slowly coming to an end.

    During the night, as a guest, I can take part in the prayers and chants of the monks.



    (c) Christian Seebauer
    Kuestenweg france excerpt:

    Chemin de Saint-Jacques (Camino del Norte) de Miraz à Sobrado dos Monxes

    Chemin de Saint-Jacques Jour 30: 27 km, environ 750 m de montée.

    Se lever aujourd’hui est assez excentrique. Canada-Sepp nous réveille avec de la musique classique. Et il nous a préparé un excellent petit-déjeuner de pèlerin. Je ne peux pas dire non ici non plus. Et je ne suis pas pressé non plus.

    Jean-Louis et moi partons avec Mariette et Corinna. Immédiatement, nous nous trouvons dans une lande rocheuse. La première lumière douce de la journée fait irruption et projette de longues ombres devant nous. Devant nous, deux puissants blocs de granit s’élèvent au loin. Cet endroit me rappelle Stonehenge. Cela semble être un endroit magique. Comme la porte d’entrée vers un autre monde qui se cacherait derrière lui.

    Après avoir fait les premiers pas ensemble, chacun marche seul. Certains pèlerins ont peur de cette étape car peu après Cabana, elle atteint presque 700 mètres au-dessus du fond marin. Presque tout est très doux en montée et en descente. Aujourd’hui, je peux vraiment profiter de tout sans chaque goutte de sueur.

    Le dé rouge est devenu mon nouveau compagnon constant en cours de route. Poison, mais je ne vais pas en manger. Avec ses cloches roses, il est un peu partout. Comme toujours, je mets quelques fleurs ou champignons à des endroits bien en vue comme signe pour les autres.

    C’était la bonne décision de rester à Miraz et de pouvoir désormais profiter de ce paysage unique. L’étape d’aujourd’hui ne fait officiellement que 26 kilomètres et je vais faire quelques détours. Une fois que vous êtes habitué à courir, c’est une promenade. J’arrive très tôt à Sobrado dos Monxes comme l’un des premiers pèlerins. Le sobrado des moines? Les bâtiments du monastère sont impressionnants de l’extérieur.

    Quand je frappe à la porte, il ne s’est rien passé au début. Mais ensuite, je suis admis dans un cours intermédiaire. Pour montrer mes informations d’identification. L’examen prend beaucoup de temps. Et c’est seulement alors que les portes du monastère s’ouvrent pour moi.

    Monastère sur le chemin de Saint-Jacques: J’entre dans une cour intérieure de calme.

    Et j’ai beaucoup de respect pour les coutumes et les règles qui régissent ici. Dans l’ancienne écurie (ce n’est pas censé être désobligeant, au contraire), ils ont aménagé une chambre fantastique pour les pèlerins. Une voûte rustique en pierre et bois. Les douches sont logées dans les arcades en pierre. Incroyable. Lorsque le moine des moines vient me voir, il me pose des questions approfondies sur mon Camino de Santiago. C’était une sensation étrange. Et puis il me prend ma carte de pèlerinage. Et je suis très réticent à le donner de ma main. Mais c’est un moine.

    Ce n’est que plus tard, alors que d’autres pèlerins sont déjà là, que je sais que leurs cartes d’identité de pèlerinage sont également «confisquées». L’église enregistre parfaitement tout. Aujourd’hui avec les scanners modernes de HP.

    Pourtant, c’est une occasion très intéressante de parler au peuple de Dieu. Ils sont tous assez courtois et parlent couramment une demi-douzaine de langues. L’un des moines me montre alors qu’il y a aussi une cuisine séparée pour les pèlerins. Et quel! Il y a des casseroles et des poêles qui attendent ici pour cuisiner pour trente personnes ou plus. Cette pensée ne me laissera pas non plus partir.

    Peu à peu les autres pèlerins arrivent. À ma grande horreur aussi ceux qui ont fait l’étape d’aujourd’hui en taxi. Je veux cuisiner une paella pour Jean-Louis, Mariette et Corinna ce soir. Et le mot circule comme une traînée de poudre. Après tout, environ 12 personnes aimeraient manger avec vous.

    J’attends avec impatience cet événement. Je reçois deux kilos de riz, safran, fruits de mer, poisson, poivrons, oignons, etc. Corinna est enthousiaste et se joint immédiatement. Aucun de nous n’a jamais cuisiné quelque chose dans de si grands pots. Cela fonctionnerait-il? Tout le monde s’est déjà rassemblé dans la cuisine pendant que les ingrédients sont coupés et lavés. Une montagne de pain blanc frais se dresse au milieu des anciennes tables en bois. Et beaucoup ont apporté une bouteille de vin rouge avec eux.

    Haiar est là aussi. Un monsieur plus âgé que j’ai rencontré à Miraz. Lui aussi demande s’il peut manger avec nous. Bien sûr, dis-je. Immédiatement, il fouille dans son portefeuille et veut me donner de l’argent. Non, je veux dire.

    Peut-être que nous ajouterons ensuite. Et ce ne sera certainement pas plus de deux euros. Veuillez ranger sa grosse facture. Il demande à nouveau s’il peut vraiment manger. Quel est le point, je me demande alors que Haiar fond en larmes.

    Au monastère: du coup tout le monde est pareil!

    Je le prends et je vais à la porte avec lui. Haiar était un excellent consultant en affaires. Des millions de millionnaire. Mais il a gagné sa fortune en détruisant les moyens de subsistance des autres. Maintenant, il cherche le sens de la vie. Il se demande comment il peut inventer quelque chose.

    C’est drôle les différentes pensées des gens, les soucis et les motivations qu’ils ont. Pouvez-vous vous attendre à trouver des réponses si vous n’êtes sur le Camino que pendant trois jours? Pouvez-vous même trouver des réponses?

    Peut-être même que cette question est complètement fausse en elle-même. Parce que dans ma vie de tous les jours, il était normal pour moi de continuer à me poser des questions. Il était tout aussi normal de réfléchir et de réfléchir à tout cela. Et mon cerveau a continué à produire des réponses. Mais immédiatement, les questions suivantes sont venues qui m’ont suivi.

    Ici, sur le Camino de Santiago, mon cerveau vient enfin de se reposer. J’ai juste arrêté de poser de grandes questions. Et j’ai juste attendu tout ce qui me venait chaque jour. La recherche de réponses était superflue après les premiers jours car il n’y avait plus de questions.

    Mais ai-je aussi appris quelque chose? Est-ce que je pourrai emporter quelque chose avec moi du Camino de Santiago? Une sagesse dans la vie qui resterait avec moi? Et ai-je changé ici?

    Je le pense moi-même. Ensuite, les autres qui me reverront décideront. Mais même aujourd’hui, beaucoup de choses sont devenues claires pour moi sur le Camino de Santiago.

    Que penseront les autres de vous?

    Rien du tout. Ce n’est qu’une des nombreuses questions typiques que l’on se pose dans la vie normale – bien que complètement absurde.

    L’étiquette quotidienne, la soi-disant décence et la politesse ne sont qu’un fardeau. Si le cher cerveau se préoccupe constamment de savoir comment et sous quelle forme quelque chose peut être dit ou, mieux encore, ne devrait pas dire quelque chose, alors il doit être fatigant à long terme. Que devraient penser les autres de vous de toute façon?

    Au moins en tant qu’homme, je peux écrire beaucoup sur ce sujet. Parce que tout à coup, quelque chose s’est passé sur le Chemin de Saint-Jacques qui m’accompagnait tout le temps autrement: on pourrait appeler cela le sentiment de la cour masculine. Et ici, nous ne sommes pas si différents de nos parents animaux.

    Les mâles doivent constamment rivaliser pour attirer l’attention. Avoir le plumage le plus coloré. Posant, aboyant et mordant par pure démonstration. Approchez-vous de n’importe quel rival, soyez plus fort, soyez plus fort, soyez plus agressif. Les mâles font, grognent et hurlent.

    Ce comportement s’intègre parfaitement dans notre propre monde masculin. Soyez plus drôle, plus excitant, plus divertissant. Ou: Soyez plus cool, soyez plus génial, soyez encore plus cool. Peut boire plus que le rival. Avoir plus de puissance et plus d’applications. Plus d’équipements sportifs et plus de télévisions. Plus de tickets de parking, plus de points. Plus de SMS, plus d’amis Facebook et plus de fêtes: soyez simplement plus cool. Pour être vu, pour avoir les dernières nouveautés, pour ouvrir le toit. Je pourrais continuer comme ça pour toujours. Et cela même si je suis entre de bonnes mains depuis 20 ans.

    Seul tout ce qui précède, qui bien sûr ne s’applique certainement PAS à tous les autres hommes, est complètement superflu sur le Camino de Santiago. Pas une seule fois, je ne ressens le besoin d’applaudir bruyamment sur un panneau du Chemin de Saint-Jacques avec le plat de ma main et de crier «cool» dans le monde. Et je ne me suis jamais ennuyé quand une voiture est passée devant moi. (Vous devez revoir cette phrase très lentement). “… quand une voiture est passée devant moi”, à gauche!

    Cela ne s’est pas produit dans ma vie normale depuis longtemps, quand une voiture est juste passée devant moi – sur la gauche. Au moins sans combat, il n’existe pas depuis longtemps. Même si l’autre avait plus de puissance. Mais alors j’ai eu le niveau d’adrénaline le plus élevé. Garanti. Et nettoyer le terrain comme ça n’était pas possible dans le passé.

    Bien sûr, maintenant vous pouvez à nouveau gronder les speeders (les femmes, veuillez sauter la page suivante). Mais soyons honnêtes: lors d’une crise cardiaque tout à fait normale, ce ne sont pas les cellules sanguines qui donnent du gaz et s’écoulent rapidement, mais celles qui bloquent! Je n’ai jamais entendu parler d’un infarctus de la paroi avant qu’une cellule sanguine à débit rapide aurait causé dans ce monde. À blâmer sont ceux qui ne partiront pas et ralentiront tout le monde (vous n’avez pas à être de mon avis).

    Retour à la folie quotidienne normale. La plupart du temps, je voyage seul en voiture. La voie de droite est presque toujours gratuite. Deux chauffeurs de messagerie rampent sur celui du milieu (souvent très rapidement). Et rien ne fonctionne à gauche. Ils ne s’en vont tout simplement pas. Une grande distance, telle que prescrite, est généralement mal comprise comme «Oui, vous pouvez toujours conduire et me ralentir». Si vous rattrapez un peu plus près, cela sera également mal compris à nouveau: “Maintenant, je suis assuré de ne pas vous laisser passer”.

    Le passé droit est mauvais aussi.

    Mais apparemment permis dans exactement le cas où la gauche doit freiner (preuve pas facile). Bien sûr, il y a aussi plus de trucs. Dépassez d’abord une BMW (qui est alors à cent pour cent irritée) puis suivez un peu le véhicule qui précède. Chez l’homme derrière, le niveau d’adrénaline montera en flèche très rapidement. Puis faites une petite pause. Maintenant, il doit montrer ce qu’il peut faire. C’est merveilleux de laisser quelqu’un d’autre courir parce que ça marche toujours.

    Ça ne marche pas quand ma femme est assise à côté de moi. Parce qu’elle a la garantie d’ouvrir la bouche au moment le plus inopportun de tension extrême. Au fond, c’est alors du mauvais côté. Le commentaire prévisible est toujours contre moi, jamais contre l’autre.

    Celui qui est devant moi me pousse depuis des kilomètres, celui derrière moi roule très près et: je suis le méchant! «Dois-je conduire le miel?» Comme si c’était différent?

    Oui, ça l’est. Ma femme s’ouvre encore plus, mais elle n’a aucun stress. Apparemment, votre corps ne pompe pas d’adrénaline alors que moi, en tant que passager, je pousse déjà à travers le plancher. Et l’homme derrière? Il me stresse maintenant en tant que passager. Ma femme ne l’a même pas découverte car le miroir est là pour se maquiller. Tout est calme et détendu.

    Chemin de Saint-Jacques: plus de compétition – repos!

    Sur le Camino de Santiago, ces impulsions ont maintenant cessé en raison du manque de possibilités suffisantes (à quelques exceptions près). Le temps et l’énergie sont désormais disponibles pour une vraie joie de vivre.

    Mais j’ai aussi remarqué beaucoup de détente parmi les femmes du Camino de Santiago. Il n’y en a aucun que j’aurais surpris en train de parler de cellulite ou de surpoids. Pas de discussions sur les premières rides, le botox ou les chaussures.

    Et l’heure du matin pour inventer les choses avait également disparu. Pas de maquillage et pas de maquillage. Pas de coiffures chronophages. Pas de cuisine, pas de ménage. Et pas non plus de jouer avec les pauvres.

    J’ai presque pensé que je pourrais réellement comprendre les femmes ici sur le Camino de Santiago. Parce qu’aucune des femmes n’a fait d’efforts pour penser constamment à deux, trois ou même plusieurs virages devant. Pas de demi-phrases, pas besoin d’interprétation, ce qui conduit toujours à de mauvais résultats de toute façon. «Vous ne m’avez pas écouté? Je viens de vous le dire! »Il n’y a aucune de ces situations désagréables ou malentendus ici sur le Camino de Santiago. Tout est devenu rudimentaire et simple. Vous pourriez aussi dire amical pour les hommes.

    Les sujets sont toujours simples et limpides. Par exemple, une question appropriée et toujours appropriée est: “Que font vos orteils?” Étonnamment, la réponse n’est jamais «ça va» – que ma femme doit toujours interpréter comme «rien ne va». Non, il y a des conversations entières sur les orteils, les orteils individuels, les ongles, les ampoules, le plâtre et ainsi de suite.

    Ne serait-ce pas si facile dans la vraie vie: “Hé, que font tes genoux?”

    C’est donc beaucoup plus agréable sur le Camino de Santiago. Au début, je me suis dit: des femmes et des hommes dans la même pièce? Cependant, si tout le monde se couche immédiatement après le dîner à 17h00 et s’endort immédiatement, le sexe n’a pas d’importance non plus. Vous ne choisissez pas votre lit en fonction du sexe, mais plutôt en fonction de faits concrets. Lequel des pèlerins ronfle le plus? Où est-il ou elle? Oui, les femmes peuvent aussi ronfler bruyamment! Donc aussi loin que possible et aussi près que possible d’une fenêtre.

    Une sorte d’ordre fixe surgit alors entre les pèlerins qui se connaissent déjà.

    Chemin de Saint-Jacques: nous restons ensemble.

    Alors après la conversation avec Haiar j’ai continué à cuisiner notre grande paella avec Corinna. J’ai un peu l’impression d’avoir fait le dernier souper. Même si je voudrais arriver à Santiago maintenant, c’est dommage que cela touche lentement à sa fin.

    Pendant la nuit, en tant qu’invité, je peux participer aux prières et chants des moines.



    (c) Christian Seebauer
    Kuestenweg italiano excerpt:

    Il Cammino di Santiago (Camino del Norte) da Miraz a Sobrado dos Monxes

    Cammino di Santiago 30 ° giorno: 27 km, circa 750 m di dislivello.

    Alzarsi oggi è piuttosto eccentrico. Canada-Sepp ci sveglia con la musica classica. E ci ha preparato un’ottima colazione da pellegrino. Neanche qui posso dire di no. E non ho nemmeno fretta.

    Jean-Louis e io partiamo insieme a Mariette e Corinna. Immediatamente ci troviamo in una brughiera rocciosa. La prima luce soffusa del giorno sta irrompendo e getta lunghe ombre davanti a noi. Di fronte a noi, due possenti blocchi di granito si innalzano in lontananza. Questo posto mi ricorda Stonehenge. Sembra un luogo magico. Come la porta verso un altro mondo che sarebbe nascosto dietro di esso.

    Dopo aver mosso i primi passi insieme, ognuno cammina da solo. Alcuni pellegrini hanno paura di questa tappa perché poco dopo Cabana raggiunge quasi 700 metri sul fondo del mare. Quasi tutto è molto dolce in salita e in discesa. Oggi posso davvero godermi tutto senza ogni goccia di sudore.

    Il ditale rosso è diventato il mio nuovo compagno costante lungo la strada. Velenoso, ma non lo mangerò. Con le sue campane rosa è ovunque. Come sempre, metto alcuni fiori o funghi in posti prominenti come segni per gli altri.

    È stata la decisione giusta quella di soggiornare a Miraz e ora poter godere di questo paesaggio unico. Oggi la tappa è ufficialmente lunga solo 26 chilometri e farò qualche deviazione. Una volta che sei abituato a correre, è una passeggiata. Raggiungo Sobrado dos Monxes presto come uno dei primi pellegrini. Il sobrado dei monaci? Gli edifici del monastero sono impressionanti dall’esterno.

    Quando busso alla porta, all’inizio non è successo niente. Ma poi vengo ammesso a un corso intermedio. Per mostrare le mie credenziali. L’esame richiede molto tempo. E solo allora mi si aprono i cancelli del monastero.

    Convento sul Cammino di Santiago: entro in un cortile interno tranquillo.

    E ho molta soggezione per i costumi e le regole che governano qui. Nella ex scuderia (questo non vuole essere dispregiativo, anzi) hanno allestito una fantastica camera da letto per i pellegrini. Una volta rustica in pietra e legno. Le docce sono alloggiate nelle volte in pietra. Sorprendente. Quando il monaco dei monaci viene da me, mi fa domande approfondite sul mio Camino de Santiago. Era una strana sensazione. E poi mi prende il mio tesserino di pellegrinaggio. E sono molto riluttante a darlo dalla mia mano. Ma è un monaco.

    Solo più tardi, quando altri pellegrini sono già qui, so che anche i loro documenti di identità di pellegrinaggio vengono “confiscati”. La chiesa registra ordinatamente tutto. Oggi con i moderni scanner HP.

    Tuttavia, è un’opportunità molto interessante per parlare al popolo di Dio. Sono tutti abbastanza urbani e parlano correntemente una mezza dozzina di lingue. Uno dei monaci poi mi mostra che c’è anche una cucina per i pellegrini. E che! Ci sono pentole e padelle che aspettano qui per cucinare per trenta o più persone. Questo pensiero non mi lascerà andare neanche io.

    A poco a poco arrivano gli altri pellegrini. Con mio orrore anche chi ha fatto la tappa di oggi in taxi. Voglio cucinare la paella per Jean-Louis, Mariette e Corinna stasera. E le voci girano a macchia d’olio. Dopo tutto, circa 12 persone vorrebbero mangiare con te.

    Non vedo l’ora che arrivi questo evento. Prendo due chili di riso, zafferano, frutti di mare, pesce, peperoni, cipolle, ecc. Corinna è entusiasta e si unisce subito. Nessuno di noi ha mai cucinato qualcosa in pentole così grandi. Funzionerebbe? Tutti si sono riuniti in cucina mentre gli ingredienti venivano tagliati e lavati. Una montagna di pane bianco fresco si erge al centro degli antichi tavoli di legno. E molti hanno portato una bottiglia di vino rosso con loro.

    Anche Haiar è di nuovo qui. Un signore anziano e distinto che ho incontrato a Miraz. Anche lui chiede se può mangiare con noi. Naturalmente, dico. Immediatamente ha rovistato nel portafoglio e ha voluto darmi dei soldi. No, voglio dire.

    Forse faremo i conti in seguito. E sicuramente non sarà più di due euro. Per favore, metti di nuovo via il suo grosso conto. Chiede di nuovo se può davvero mangiare. Qual è il punto, mi chiedo mentre Haiar scoppia in lacrime.

    In monastero: all’improvviso tutti sono uguali!

    Lo prendo e vado alla porta con lui. Haiar era un ottimo consulente aziendale. Milioni di milionari. Ma ha guadagnato la sua fortuna distruggendo i mezzi di sussistenza degli altri. Ora sta cercando il senso della vita. Si chiede come potrà mai inventare qualcosa.

    È divertente quali pensieri diversi hanno le persone, quali preoccupazioni e motivazioni hanno. Puoi aspettarti di trovare risposte se sei sul Camino solo per tre giorni? Riesci anche a trovare risposte?

    Forse anche questa domanda è completamente sbagliata di per sé. Perché nella mia prima vita quotidiana era normale che continuassi a farmi domande. Era altrettanto normale riflettere e riflettere su tutto questo. E il mio cervello continuava a produrre risposte. Ma subito sono emerse le domande successive che mi sono rimaste impresse.

    Qui sul Camino de Santiago, il mio cervello si è finalmente riposato. Ho appena smesso di fare grandi domande. E aspettavo tutto ciò che mi veniva incontro ogni giorno. La ricerca di risposte è stata superflua dopo i primi giorni perché non c’erano più domande.

    Ma ho anche imparato qualcosa? Potrò portare qualcosa con me dal Cammino di Santiago? Qualche saggezza di vita che rimarrebbe con me? E sono cambiato qui?

    Lo penso anch’io. Sarà poi deciso dagli altri che mi rivedranno. Ma anche oggi molte cose mi sono diventate chiare sul Cammino di Santiago.

    Cosa penseranno di te gli altri?

    Niente di niente. È solo una delle tante domande tipiche che ci si pone nella vita normale, anche se del tutto priva di senso.

    Il galateo quotidiano, la cosiddetta decenza e la garbata cortesia sono solo un peso. Se il caro cervello è costantemente preoccupato di come e in quale forma qualcosa può essere detto o, meglio ancora, non dovrebbe dire qualcosa, allora deve essere faticoso a lungo termine. Cosa dovrebbero pensare gli altri di te comunque?

    Almeno come uomo, posso scrivere molto su questo argomento. Perché all’improvviso è successo qualcosa sul Cammino di Santiago che altrimenti mi ha accompagnato tutto il tempo: potresti chiamarlo il sentimento del corteggiamento maschile. E qui non siamo così diversi dai nostri parenti animali.

    I maschi sono costantemente in competizione per attirare l’attenzione. Avere il piumaggio più colorato. Posare, abbaiare e mordere per pura esibizione. Avvicinati a qualsiasi rivale, sii più forte, sii più forte, sii più aggressivo. I maschi fanno, grugniscono e urlano.

    Questo comportamento si adatta perfettamente al nostro mondo maschile. Sii più divertente, sii più eccitante, sii più divertente. Oppure: sii più cool, sii più fantastico, sii ancora più cool. Può bere più del rivale. Avere più potenza e più app. Più attrezzature sportive e più televisori. Più ticket di parcheggio, più punti. Più messaggi di testo, più amici di Facebook e più feste: basta essere più cool. Per essere visti, per avere le ultime novità, per avere il tetto aperto. Potrei andare avanti così per sempre. E questo sebbene io sia in mani ferme da 20 anni.

    Solo tutto quanto sopra, che ovviamente NON si applica a tutti gli altri uomini, è del tutto superfluo sul Cammino di Santiago. Non una volta sento il bisogno di battere forte le mani su un cartello del Cammino di Santiago con il palmo della mano e urlare “cool” al mondo. E non mi sono mai infastidito quando un’auto mi è passata accanto. (Devi guardare di nuovo questa frase molto lentamente). “… quando una macchina mi è passata accanto”, a sinistra!

    Non succedeva da molto tempo nella mia vita normale quando un’auto mi passava accanto, a sinistra. Almeno senza combattere non esiste da molto tempo. Anche se l’altro aveva più cavalli. Ma poi ho avuto il livello di adrenalina più alto. Garantita. E solo sgombrare il campo in quel modo non era possibile in passato.

    Certo, ora puoi rimproverare di nuovo gli speeder (donne, salta la pagina successiva). Ma siamo onesti: in un attacco di cuore del tutto normale, non sono le cellule del sangue che emettono gas e fluiscono rapidamente, ma sono quelle che bloccano! Non ho mai sentito parlare di un infarto della parete frontale che un globulo a flusso rapido avrebbe causato in questo mondo. Da incolpare sono quelli che semplicemente non se ne andranno e rallenteranno tutti gli altri (non devi essere della mia opinione).

    Torna alla normale follia quotidiana. Il più delle volte viaggio da solo in macchina. La corsia di destra è quasi sempre libera. Un paio di corrieri stanno strisciando su quello centrale (spesso molto velocemente). E niente funziona a sinistra. Semplicemente non se ne vanno. La grande distanza, come prescritto, è generalmente fraintesa come “Sì, puoi ancora guidare e rallentarmi”. Se ti avvicini un po ‘di più, anche questo verrà di nuovo frainteso: “Ora sono sicuro di non lasciarti passare”.

    Anche il passaggio giusto è un male.

    Ma a quanto pare ammesso proprio nel caso in cui la sinistra deve frenare (evidenza non facile). Ovviamente ci sono anche altri trucchi. Prima sorpassa una BMW (che è poi irritata al cento per cento) e poi segui un po ‘il veicolo che precede. Il livello di adrenalina salirà alle stelle molto rapidamente con l’uomo dietro. Quindi prenditi una breve pausa. Ora deve dimostrare di cosa è capace. È bello lasciare che qualcun altro insegua perché funziona sempre.

    Semplicemente non funziona quando mia moglie è seduta accanto a me. Perché le è garantito di aprire la bocca nel momento più inopportuno di estrema tensione. Fondamentalmente, è quindi dalla parte sbagliata. Il prevedibile commento è sempre contro di me, mai contro l’altro.

    Quello di fronte a me mi ha costretto per chilometri, quello dietro di me è estremamente vicino e: io sono il cattivo! “Devo guidare tesoro?” Come se fosse diverso?

    Sì. Mia moglie si apre ancora di più, ma non è affatto stressata. Apparentemente, il tuo corpo non sta pompando adrenalina quando io, come passeggero, sto già spingendo attraverso il pavimento. E l’uomo dietro? Ora mi sta stressando come passeggero. Mia moglie non l’ha nemmeno scoperto perché lo specchio è più usato per truccarsi. Tutto calmo e rilassato.

    Cammino di Santiago: niente più concorrenza, riposo!

    Sul Camino de Santiago questi impulsi si sono ormai interrotti a causa della mancanza di sufficienti opportunità (con poche eccezioni). Tempo ed energia sono ora disponibili per una vera gioia di vivere.

    Ma ho notato anche un grande relax tra le donne del Cammino di Santiago. Non c’è nessuno che avrei scoperto a parlare di cellulite o di essere in sovrappeso. Nessuna discussione sulle prime rughe, botox o scarpe.

    E anche l’ora mattutina per sistemare le cose era finita. Niente trucco e niente trucco. Niente acconciature che richiedono tempo. Niente cucina, niente famiglia. E neanche a giocare con i poveri.

    Ho quasi pensato di poter davvero capire le donne qui sul Camino de Santiago. Perché nessuna delle donne si è sforzata di pensare costantemente a due, tre o anche diversi angoli avanti. Niente mezze frasi, nessuna necessità di interpretazione, che porta comunque sempre a risultati sbagliati. “Non mi hai ascoltato? Te l’ho appena detto! ”Non ci sono queste spiacevoli situazioni o incomprensioni qui sul Camino de Santiago. Tutto è diventato rudimentale e semplice. Potresti anche dire amico dell’uomo.

    Gli argomenti sono sempre semplici e chiari. Ad esempio, una domanda appropriata e sempre appropriata è: “Cosa stanno facendo le dita dei piedi?” Sorprendentemente, la risposta non è mai “si adatta” – cosa che mia moglie deve sempre interpretare come “niente si adatta”. No, ci sono intere conversazioni sulle dita dei piedi, le singole dita dei piedi, le unghie, le vesciche, il cerotto e così via.

    Non sarebbe così facile nella vita reale: “Ehi, cosa stanno facendo le tue ginocchia?”

    Quindi è molto più piacevole sul Camino de Santiago. All’inizio ho pensato tra me e me: donne e uomini nella stessa stanza? Tuttavia, se tutti vanno a letto subito dopo cena alle 17:00 e si addormentano immediatamente, il sesso non ha importanza. Non scegli il tuo letto in base al sesso, ma piuttosto a fatti concreti. Chi dei pellegrini russa di più? Dov’è lui o lei? Sì, anche le donne possono russare rumorosamente! Quindi il più lontano possibile e il più vicino possibile a una finestra.

    Nasce allora una sorta di ordine fisso tra i pellegrini che già si conoscono.

    Cammino di Santiago: stiamo insieme.

    Quindi, dopo aver parlato con Haiar, ho continuato a cucinare la nostra grande paella con Corinna. Mi sento un po ‘come l’ultima cena. Anche se vorrei arrivare a Santiago adesso, è un peccato che stia pian piano volgendo al termine.

    Durante la notte posso partecipare alle preghiere e ai canti dei monaci come ospite.

    Kuestenweg espanol excerpt:

    El Camino de Santiago (Camino del Norte) desde Miraz hasta Sobrado dos Monxes

    Camino de Santiago Día 30: 27 km, ascenso aprox.750 m.

    Levantarse hoy es bastante excéntrico. Canada-Sepp nos despierta con música clásica. Y nos preparó un gran desayuno de peregrino. Aquí tampoco puedo decir que no. Y tampoco tengo prisa.

    Jean-Louis y yo nos vamos junto con Mariette y Corinna. Inmediatamente nos encontramos en un páramo rocoso. La primera luz tenue del día está entrando y proyectando largas sombras frente a nosotros. Frente a nosotros, dos poderosos bloques de granito se elevan en la distancia. Este lugar me recuerda a Stonehenge. Parece un lugar mágico. Como la puerta de entrada a otro mundo que se escondería detrás de ella.

    Después de dar los primeros pasos juntos, todos caminan por su cuenta. Algunos peregrinos temen esta etapa porque poco después de Cabana alcanza casi los 700 metros sobre el fondo del mar. Casi todo es muy suave cuesta arriba y cuesta abajo. Hoy realmente puedo disfrutar de todo sin sudar ni una gota.

    El dedal rojo se ha convertido en mi nuevo compañero constante en el camino. Venenoso, pero no me lo voy a comer. Con sus campanas rosas está en todas partes. Como siempre, coloco algunas flores u hongos en lugares destacados como señalización para los demás.

    Fue una decisión acertada quedarme en Miraz y ahora poder disfrutar de este paisaje único. Hoy la etapa tiene oficialmente solo 26 kilómetros y haré algunos desvíos. Una vez que te acostumbras a correr, es un paseo. Llego a Sobrado dos Monxes temprano como uno de los primeros peregrinos. ¿El sobrado de los monjes? Los edificios del monasterio son impresionantes desde el exterior.

    Cuando llamo a la puerta, no pasó nada al principio. Pero luego me dejan en un curso intermedio. Para mostrar mis credenciales. El examen lleva mucho tiempo. Y sólo entonces se me abren las puertas del monasterio.

    Convento del Camino de Santiago: entro en un patio interior de calma.

    Y tengo mucho respeto por las costumbres y reglas que rigen aquí. En el antiguo establo de caballos (esto no es despectivo, al contrario) han habilitado un fantástico dormitorio para los peregrinos. Bóveda rústica realizada en piedra y madera. Las duchas están alojadas en los arcos de piedra. Asombroso. Cuando el monje de los monjes se acerca a mí, me hace preguntas inquisitivas sobre mi Camino de Santiago. Fue un sentimiento extraño. Y luego me quita el pase de peregrino. Y muy a regañadientes se lo doy de la mano. Pero es un monje.

    Sólo más tarde, cuando otros peregrinos ya están aquí, sé que sus identificaciones de peregrinación también están siendo “confiscadas”. La iglesia registra todo pulcramente. Hoy con los escáneres modernos de HP.

    Aún así, es una oportunidad muy interesante para hablar con el pueblo de Dios. Todos son bastante urbanos y dominan media docena de idiomas. Luego, uno de los monjes me muestra que también hay una cocina separada para los peregrinos. ¡Y qué! Hay ollas y sartenes esperando aquí para cocinar para treinta o más personas. Este pensamiento tampoco me dejará ir.

    Poco a poco llegan los demás peregrinos. Para mi horror también los que hicieron el escenario de hoy en taxi. Esta noche quiero cocinar paella para Jean-Louis, Mariette y Corinna. Y se corre la voz como la pólvora. Después de todo, a unas 12 personas les gustaría comer contigo.

    Estoy deseando que llegue este evento. Cojo dos kilos de arroz, azafrán, marisco, pescado, pimientos, cebollas, etc. Corinna está entusiasmada y se une enseguida. Ninguno de los dos ha cocinado nunca algo en ollas tan grandes. Funcionaría eso? Todos ya se han reunido en la cocina mientras se cortan y lavan los ingredientes. Una montaña de pan blanco fresco se encuentra en medio de las antiguas mesas de madera. Y muchos trajeron una botella de vino tinto.

    Haiar también está aquí. Un señor mayor y distinguido a quien conocí en Miraz. Él también pregunta si puede comer con nosotros. Por supuesto, digo yo. Inmediatamente hurga en su billetera y quiere darme algo de dinero. No, quiero decir.

    Tal vez sumemos después. Y definitivamente no serán más de dos euros. Guarde nuevamente su gran factura. Pregunta de nuevo si realmente puede comer. ¿Cuál es el punto ?, me pregunto mientras Haiar estalla en lágrimas.

    En el monasterio: ¡de repente todos son iguales!

    Lo tomo y voy a la puerta con él. Haiar fue un gran consultor de negocios. Millones de millonarios. Pero ganó su fortuna destruyendo el sustento de otros. Ahora busca el sentido de la vida. Se pregunta cómo puede inventar algo.

    Es curioso los diferentes pensamientos que tiene la gente, las preocupaciones y las motivaciones que tiene. ¿Puedes esperar encontrar respuestas si solo estás en el Camino durante tres días? ¿Incluso puedes encontrar respuestas?

    Quizás incluso esta pregunta sea completamente errónea en sí misma. Porque en mi vida diaria anterior era normal para mí seguir haciéndome preguntas. Era igualmente normal reflexionar y reflexionar sobre todo esto. Y mi cerebro siguió produciendo respuestas. Pero inmediatamente surgieron las siguientes preguntas que se quedaron conmigo.

    Aquí en el Camino de Santiago, mi cerebro finalmente acaba de descansar. Dejé de hacer grandes preguntas. Y solo esperaba todo lo que se me presentaba todos los días. La búsqueda de respuestas fue superflua después de los primeros días porque no hubo más preguntas.

    ¿Pero también aprendí algo? ¿Podré llevarme algo del Camino de Santiago? ¿Alguna sabiduría de vida que se quedaría conmigo? ¿Y he cambiado aquí?

    Yo mismo lo creo. Entonces decidirán los demás que me vuelvan a ver. Pero aún hoy me ha quedado claro muchas cosas en el Camino de Santiago.

    ¿Qué pensarán los demás de ti?

    Nada en absoluto. Es solo una de las muchas preguntas típicas que uno se hace en la vida normal, aunque completamente sin sentido.

    La etiqueta diaria, la llamada decencia y la cortesía son solo una carga. Si el querido cerebro está constantemente preocupado por cómo y en qué forma se puede decir algo o, mejor aún, no debería decir algo, entonces debe ser agotador a largo plazo. ¿Qué deberían pensar los demás de ti de todos modos?

    Al menos como hombre, puedo escribir extensamente sobre este tema. Porque de repente algo se ha ido en el Camino de Santiago que de otra manera me acompañaba todo el tiempo: se podría llamar sentimiento de cortejo masculino. Y aquí no somos tan diferentes de nuestros parientes animales.

    Los machos compiten constantemente por la atención. Tiene el plumaje más colorido. Posando, ladrando y mordiendo de pura exhibición. Acércate a cualquier rival, haz más ruido, sé más fuerte, sé más agresivo. Los machos hacen, gruñen y gritan.

    Este comportamiento encaja perfectamente en nuestro propio mundo masculino. Sea más divertido, sea más emocionante, sea más entretenido. O: Sea más genial, sea más asombroso, sea aún más genial. Puede beber más que el rival. Tenga más caballos de fuerza y ​​más aplicaciones. Más equipamiento deportivo y más televisores. Más multas de estacionamiento, más puntos. Más mensajes de texto, más amigos de Facebook y más fiestas: simplemente sé más genial. Para ser visto, tener las últimas novedades, tener el techo abierto. Podría seguir así para siempre. Y eso aunque llevo 20 años en buenas manos.

    Solo todo lo anterior, que por supuesto NO aplica a todos los demás hombres, es completamente superfluo en el Camino de Santiago. Ni una sola vez siento la necesidad de aplaudir en voz alta una señal del Camino de Santiago con la palma de mi mano y gritar “fresco” al mundo. Y nunca me molesté cuando un coche pasó a mi lado. (Tienes que volver a mirar esta frase muy lentamente). “… cuando un coche pasó a mi lado”, ¡se fue!

    No ha sucedido en mi vida normal durante mucho tiempo, cuando un automóvil pasó a mi lado, a la izquierda. Al menos sin una pelea no ha existido por mucho tiempo. Incluso si el otro tuviera más caballos de fuerza. Pero luego tuve el nivel de adrenalina más alto. Garantizado. Y simplemente despejar el campo de esa manera, eso no era posible en el pasado.

    Claro, ahora puedes regañar a los que escapan de velocidad nuevamente (mujeres, salta la página siguiente). Pero seamos honestos: en un ataque cardíaco completamente normal, no son las células sanguíneas las que dan gas y fluyen rápidamente, ¡sino las que bloquean! Nunca he oído hablar de un infarto en la pared frontal que una célula sanguínea de flujo rápido hubiera causado en este mundo. Los culpables son aquellos que simplemente no se van y ralentizan a los demás (no tienes que ser de mi opinión).

    De vuelta a la locura cotidiana normal. La mayor parte del tiempo viajo solo en el coche. El carril derecho casi siempre está libre. Un par de conductores de mensajería se arrastran por el del medio (a menudo muy rápido). Y nada funciona a la izquierda. Simplemente no se van. Una gran distancia, según lo prescrito, generalmente se malinterpreta como “Sí, aún puede conducir y reducir la velocidad”. Si lo desbloquea un poco más cerca, también será malinterpretado nuevamente: “Ahora tengo la garantía de no dejarlo pasar”.

    Pasar por la derecha también es malo.

    Pero aparentemente permitido en exactamente el caso en el que la izquierda tiene que frenar (evidencia no fácil). Por supuesto, también puede ser más complicado. Primero adelanta a un BMW (que luego está cien por ciento irritado) y luego sigue un poco al vehículo de delante. En el hombre detrás, el nivel de adrenalina se disparará muy rápidamente. Luego, tómate un breve descanso. Ahora tiene que demostrar lo que puede hacer. Es encantador dejar que alguien más lo persiga porque siempre funciona.

    Simplemente no funciona cuando mi esposa está sentada a mi lado. Porque tiene la garantía de abrir la boca en el momento más inoportuno de extrema tensión. Básicamente, entonces está del lado equivocado. El comentario previsible siempre está en mi contra, nunca en contra del otro.

    El que está delante de mí me ha estado obligando durante kilómetros, el que está detrás de mí se acerca muchísimo y: ¡soy el malo! “¿Debo conducir cariño?” ¿Como si fuera diferente?

    Sí lo es. Mi esposa se abre aún más, pero no tiene ningún estrés. Aparentemente, su cuerpo no está bombeando adrenalina cuando yo, como pasajero, ya estoy empujando a través del piso. ¿Y el hombre de atrás? Ahora me está estresando como pasajero. Mi esposa ni siquiera lo ha descubierto porque el espejo se usa más para maquillar. Todo tranquilo y relajado.

    Camino de Santiago: No más competición, ¡descansa!

    En el Camino de Santiago estos impulsos ahora se han roto por la falta de oportunidades suficientes (salvo contadas excepciones). El tiempo y la energía ahora están disponibles para una verdadera alegría de vivir.

    Pero también noté una gran relajación entre las mujeres del Camino de Santiago. No hay ninguno que hubiera captado hablando de celulitis o sobrepeso. Sin discusiones sobre las primeras arrugas, botox o zapatos.

    Y la hora de la mañana para hacer las cosas también se había ido. Sin maquillaje y sin maquillaje. Sin peinados que consuman mucho tiempo. Sin cocina, sin hogar. Y tampoco jugar con los pobres.

    Casi pensé que realmente podría entender a las mujeres aquí en el Camino de Santiago. Porque ninguna de las mujeres se esforzó por pensar constantemente en dos, tres o incluso varias esquinas por delante. Sin medias frases, sin necesidad de interpretación, lo que siempre conduce a resultados incorrectos de todos modos. “¿No me escuchaste? ¡Te lo acabo de decir! ”No hay ninguna de estas situaciones desagradables o malos entendidos aquí en el Camino de Santiago. Todo se ha vuelto rudimentario y sencillo. También podría decir amigable para los hombres.

    Los temas son siempre simples y claros como el cristal. Por ejemplo, una pregunta apropiada y siempre apropiada es: “¿Qué hacen los dedos de los pies?” Sorprendentemente, la respuesta nunca es “encaja”, lo que siempre debe interpretarse con mi esposa en el sentido de “nada encaja en absoluto”. No, hay conversaciones enteras sobre los dedos de los pies, los dedos individuales, las uñas, las ampollas, el yeso, etc.

    ¿No sería tan fácil en la vida real: “Oye, qué están haciendo tus rodillas?”

    Por eso es mucho más agradable el Camino de Santiago. Al principio pensé para mí: ¿mujeres y hombres en la misma habitación? Sin embargo, si todos se van a la cama inmediatamente después de la cena a las 5:00 p.m. y se duermen inmediatamente, entonces el género tampoco importa. No eliges tu cama en función del género, sino de hechos concretos. ¿Quién de los peregrinos ronca más fuerte? Donde esta el o ella ¡Sí, las mujeres también pueden roncar fuerte! Tan lejos como sea posible y tan cerca como sea posible de una ventana.

    Surge entonces una especie de orden fijo entre los peregrinos que ya se conocen.

    Camino de Santiago: permanecemos juntos.

    Entonces, después de hablar con Haiar, continué cocinando nuestra gran paella con Corinna. Me siento un poco como la última cena. Aunque quisiera llegar a Santiago ahora, es una pena que poco a poco se esté acabando.

    Durante la noche, como invitado, puedo participar en las oraciones y cánticos de los monjes.