Foto Jakobsweg an der Kueste / Camino de la costa, Beitrag 25 NACH GALICIEN (RIBADEO)

25 NACH GALICIEN (RIBADEO)

Camino de la Costa: NACH GALICIEN (RIBADEO) | Jakobsweg, Küstenweg

Etappe 25: NACH GALICIEN (RIBADEO)
Tag 25: Nur 21 km, flach (250 Höhenmeter).

 

Piñera (Navia) 235 – Navia 230 – Jarrio (Coaña) 228 – Cartavio (Coaña) 224 – La Caridad/A Caridá (El Franco) 220 – El Franco 215 – Porcia (El Franco) 214 – Tol (Castropol) 207 – Barres (Castropol) 202 – Figueras (Castropol) 200 – Ribadeo 199 – Vilela (Ribadeo) 191

Foto Jakobsweg an der Kueste / Camino de la costa, Beitrag 25 NACH GALICIEN (RIBADEO)

Landkarte Camino de la Costa, Ausschnitt Ribadeo

 

 

 

 

 

 

Küstenweg nach Ribadeo (Galicien)

Tag 25 am Küstenweg: Nur 21 km, flach (250 Höhenmeter)

Von den Pilgern höre ich immer Ribadeo mit „b“. Wenn man aber Habana als Havanna ausspricht, dann müsste man Ribadeo als Rivadeo aussprechen. Riva – die Küste. Leider auch die letzte Küste. Denn dann geht es am Camino del Norte durch das Landesinnere.

Mit etwas Wehmut breche ich heute Morgen mit JL auf. Ein fantastischer Sonnenaufgang zaubert uns ein Meer mit unglaublichen Farben. Der Ozean ist genauso orangerot wie der Himmel. Und das alles soll morgen zu Ende gehen? Ribadeo ist die letzte Stadt an der Küste. Danach geht es durch die Berge, weg vom Meer. Als wenn der Ozean mein Freund geworden wäre, sehe ich dauernd hinaus. Ich muss aufpassen, dass ich nicht stolpere. Alles ein letztes Mal genießen! Ist es wirklich schon so weit, dass ich mich von der geliebten Küste trennen muss?

Jakobsweg: In der Ruhe liegt die Kraft

Haha, ein Spruch, den ich für mich nun wahrhaftig nicht in Anspruch nehmen kann. Hundert Meter vor Jean-Louis und mir läuft ein altes Mütterchen am Stock. Im Zeitlupentempo bewegt sie sich fort. Wie ein ICE haben wir sie überholt, natürlich nicht ohne ein höfliches Hola.

Dann zweigt der Jakobsweg scharf rechts ab. Wieder hin zur Küste, von der wir uns in der letzten Stunde ein wenig entfernt haben. Schnurgerade, einsam und wunderschön. Nach einem guten Kilometer macht die Strecke dann eine Neunzig-Grad-Kehre nach links. Nun laufen wir ein längeres Stück parallel zur Küste.

Als jetzt der Weg eine weitere Neunzig-Grad-Kehre nach links macht, ahne ich Dummes. Nach einer guten halben Stunde sind wir plötzlich genau wieder hinter dem alten Mütterchen. Und nun sagt sie ganz laut und vernehmbar „Hola“. Die kleine Schadenfreude stand ihr ins Gesicht geschrieben und ich vergönne sie ihr. Wir müssen ebenfalls lachen. Hätte wir nur den deutschen Reiseführer gelesen. Er hat ganz präzise vor dieser sinnlosen Schleife gewarnt. Aber so sinnlos war sie gar nicht. Heute genieße ich noch einmal den Anblick des Meeres. Und sei es, auf merkwürdigen Umwegen!

Deshalb sagen wir auch für kurze Zeit dem Jakobsweg ade. Wir möchten beide den Umweg über den Küstenpfad GR E9 machen.

Jakobsweg an der Küste: Noch ein letztes Mal zurück ans Meer.

Noch einmal die Wellen sehen. Ein letztes Mal die Gischt spüren! Auch heute ist es mit 14 Grad recht kühl, aber sehr gut zum Laufen. Und all das im Juli.

Beide sind wir fasziniert vom Playa de la Paloma. Ein Traumstrand. An dessen Ende geht es leicht nach oben, wo wir schon um halb zehn eine kleine Bar erreichen. Wieder menschenleer.

Und heute bestellen Jean-Louis und ich uns ein kleines Bier. Der Besitzer hinter der Theke ist etwa in meinem Alter. Er möchte ein wenig erfahren über den Küstenweg. Auch er träumt davon, ihn eines Tages zu gehen. Er möchte unbedingt meinen Rucksack satteln und ausprobieren, wie man sich damit so fühlt.

Als er dann aber den großen Rucksack von Jean-Louis hebt, muss er schallend loslachen. Es hätte ihn glatt umgehauen. Wie immer ist diese kleine Bar im deutschen Reiseführer exakt aufgelistet. Im französischen Pendant nicht. Ich kann mir nicht verkneifen, anzumerken, dass für einen Deutschen das Bier einfach „lebensnotwendig“ sei und daher in einem Reiseführer diese wertvolle Information nicht fehlen darf. Hier ist mein kleiner Outdoor-Führer wirklich unschlagbar. Wir haben viel Spaß und der Besitzer lädt uns auf unser Bier von Herzen gerne ein.

Die relativ flachen 20 Kilometer erscheinen mir heute wie ein Spaziergang. Ich hänge total am Meer. Das hier wird mir abgehen. Sehr sogar.

Unterwegs im Schutt neben einem kleinen Bachlauf sehen wir dann „endlich“ den extrem giftigen gefleckten Schierling, den Conium maculatum. Jean-Louis hat mittlerweile schon so viel von mir gehört, dass er vor lauter Schreck gleich einen Satz vorwärts springt. So als wenn die Pflanze ihm mit einer Giftspritze hinterher laufen würde. Und weil Jean-Louis so erschrickt, reiße ich eine (völlig ungiftige Schafgarbe aus) und renne ihm mit Schafgarbe in der Hand nach.

Mehr Spaß hätte ich nicht haben können.

Die Vergeltung kommt natürlich prompt. Ribadeo, die erste Stadt in Galicien, erreicht man als Pilger über die 612 Meter lange Brücke Ponte dos Santos. Diese überspannt in Schwindel erregender Höhe die Flussmündung des Eo.

Jean-Louis weiß nur zu gut, dass ich im Gegensatz zu ihm nicht schwindelfrei bin. Er ist Gleitschirmflieger. Aber ich habe jetzt richtig Angst.

Ein schmaler Fußgängersteg führt da hinüber. Keinen Meter breit. Zur Autobahn hin abgetrennt durch einen gut zwei Meter hohen Zaun. Zu meiner Rechten hin, dort wo es schier unendlich nach unten geht, ist das Geländer nicht einmal auf Hüfthöhe. Und besonders vertrauensvoll ist es auch nicht angeschraubt.

Klar, da drüben ist das Ziel unserer heutigen Etappe: Ribadeo. Und ebenso klar: Die Autofahrer müssen sich den jähen Abgrund nicht ansehen. Auch sind sie in wenigen Sekunden da durch. Mein Herz beginnt zu rasen. Das Schlimme an der Situation ist, dass mit jedem Auto und erst recht mit jedem Lastwagen der Boden unter meinen Füßen zu wackeln beginnt.

Jean-Louis scheint seine Schadenfreude wahrlich zu genießen. Ausgerechnet jetzt beginnt er damit, laut sein Pilgerlied zu singen. Und mir schlottern die Knie. Die Überquerung der Brücke kostet mich allen Mut. Eine Sensation ist sie dort in dieser einzigartigen Lage trotzdem.

Wie bei einer Ballonfahrt ist links von mir der Hafen von Ribadeo. Rechts sind die Flussmündung und der Übergang in das Mar Cantabrico. Die Brücke selbst spannt sich von Klippe zu Klippe. Die Ufer sind unverbaut.

Eine irre Aussicht, die sich da auftut.

Bei mir allerdings nur in den Knien und mit festgekrallten Händen.

Ebenso spektakulär wie die Brücke selbst, ist auch die Herberge. Sie befindet sich direkt am Ende der Brücke. Scharf rechts. Das kleine Häuschen liegt etwa 100 Meter neben der Brücke. Oder besser gesagt, fast unter der Brücke und 20 Meter hoch über dem Eo. Von unten gesehen, spannt sich die Ponte dos Santos nun über fast über unsere Köpfe hinweg. Die unzähligen roten Stahlträger erinnern mich an die Golden Gate Bridge in San Francisco, obgleich die Ponte dos Santos komplett freitragend ist.

Nie im Leben werde ich mir je Hotels leisten können, die wie hier am Jakobsweg stets an den spektakulärsten Plätzen stehen. Aber hier ist ja auch kein Hotel.

Die Eintrittskarte für diese exklusive Lage ist mein Pilgerausweis.

Ein sympathischer Stadtmitarbeiter im roten T-Shirt kümmert sich schon bei der Ankunft liebevoll und perfekt um die Herberge. Alles ist tipptopp. Jeder Pilger wird persönlich mit Handschlag und Umarmung empfangen.

Und zwei neugierige Touristen werden ebenso freundlich abgewiesen. Auf Spanisch mit dem witzigen Kommentar „Heute nur für Stammgäste“. Gerade fühlen wir uns als VIP’s. Die anderen Brückengaffer schießen zwar Fotos von der Herberge und uns. Doch leider, leider haben sie zu unserer Traumresidenz keinen Zutritt.

Dabei hätte ich ihnen allen so gerne meinen Schlafplatz gezeigt. Direkt am Fenster, mit Blick hoch auf die Brücke, hinunter zum Eo, den Ozean und die gegenüberliegende Küste Asturiens.

Sogar eine eigene bestens ausgestattete Küche ist in der Herberge. So gibt es heute frischen Salat, Fisch und Nudeln, die ich für sechs Pilger frisch zubereite.

 

 

Selbstfindung. Auch für Nicht-Pilger geeignet!

Jakobsweg an der Kueste, Camino de la Costa, das Buch

Die Urvariante des Jakobsweges
– der Küstenweg – ist noch nahezu unbekannt. Dafür unvergleichlich schön!

Nach einem Burnout beginnt für den Autor im idyllischen Hafenstädchen Irun das Abenteuer seines Lebens. Die Reise zu sich selbst!

Es ist eine Reise auf schmalem Grat. 923 km liegen nun vor ihm.
Unberührte Natur und die traumhafte Atlantikküste werden über lange Strecken zum festen Begleiter.
Auf der Suche nach innerer Ruhe, Gelassenheit und dem eigenen „Ich“ entflieht der Autor in eine Welt, die ihn erdet. Und er findet Antworten.

Lange, bevor der berühmte Camino Francés im Landesinneren zum ersten Mal beschritten wurde, pilgerten die ersten „Suchenden“ hier am Atlantik entlang. Und sie wurden wahrlich nicht enttäuscht.

 

ISBN-13: 979-8618384704
Seit 2020 Independently published
BURNOUT: Eine Wanderung auf schmalem Grat
Jakobsweg an der Küste

303 Seiten unbebildert

Jakobsweg an der Küste: NACH GALICIEN (RIBADEO), Foto 2

Jakobsweg: Auf dieser Brücke gelangen Pilger nach Galicien

Fotos von der Jakobsweg-Etappe 25: NACH GALICIEN (RIBADEO)

25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

Im Dunklen losegehen, 25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

Jakobswegmuschel fotografieren. GR E9 Vegadeo

25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

Brücke nach RIBADEO (Camino de la Costa)

25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

Brücke nach 25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

Vor der Pilgerherberge Ribadeo

25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

Vor der Pilgerherberge Ribadeo

25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

Vor der Pilgerherberge Ribadeo 25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

Christian vor der Pilgerherberge Ribadeo

25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

Pilgerherberge Ribadeo

25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

Pilgerherberge Ribadeo

25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

Pilgerherberge Ribadeo 25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

Betten in der Herberge, 25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

Herbergsvater und Christian, 25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

Kochen in der Pilgerherberge, , Spaghetti 25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

Kochen in der Pilgerherberge,

25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

Kochen in der Pilgerherberge,

25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

Kochen in der Pilgerherberge, 25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

Christian in Galicien, 5 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

Comunidade de Galicia, 25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

Pilgerherberge in Ribadeo, 25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

Über die Brücke nach Ribadeo, 25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

Über die Brücke nach Ribadeo, 25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

Über die Brücke nach Ribadeo, 25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

Trübes Wetter, 25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

Christian pilgert am Atlantik, 25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

Christian pilgert am Atlantik, 25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

Letzte Bucht am Atlantik, 25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

Foto Jakobsweg an der Kueste / Camino de la costa, Beitrag 25 NACH GALICIEN (RIBADEO)

Landkarte Camino de la Costa, Ausschnitt Ribadeo

25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

Ausblick auf die letzte Bucht! 25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

Freiheit pur! Immer dem Horizont entgegen! 25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

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An dem Haus mit den Blumen geht es weiter! 25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

Wohin nun? 25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

Straßenverengung eingemauert!

25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)

Pilger Christian und Jean Louis, 25 Jakobsweg nach RIBADEO (Camino de la Costa)


    Christian Seebauer am Jakobsweg

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    Jakobsweg an der Küste
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    Die 4. Woche am Jakobsweg (Camino de la Costa)

    Foto Jakobsweg an der Kueste / Camino de la costa, Beitrag 25 NACH GALICIEN (RIBADEO)

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    22 SOTO DE LUIÑA NACH CADAVEDO

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    23 VON CADAVEDO NACH PIÑERA

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    24 VON PIÑERA NACH TAPIA

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    Textauszug BURNOUT: Eine Wanderung auf schamlem Grat. Jakobsweg an der Kste 25 NACH GALICIEN (RIBADEO) Camino de la Costa: NACH GALICIEN (RIBADEO) | Jakobsweg, Küstenweg Etappe 25: NACH GALICIEN (RIBADEO) Tag 25: Nur 21 km, flach (250 Höhenmeter). Piñera (Navia) 235 - Navia 230 - Jarrio (Coaña) 228 - Cartavio (Coaña) 224 - La Caridad/A Caridá (El Franco) 220 - El Franco 215 - Porcia (El Franco) 214 - Tol (Castropol) 207 - Barres (Castropol) 202 - Figueras (Castropol) 200 - Ribadeo 199 - Vilela (Ribadeo) 191 Küstenweg nach Ribadeo (Galicien) Tag 25 am Küstenweg: Nur 21 km, flach (250 Höhenmeter) Von den Pilgern höre ich immer Ribadeo mit „b“. Wenn man aber Habana als Havanna ausspricht, dann müsste man Ribadeo als Rivadeo aussprechen. Riva – die Küste. Leider auch die letzte Küste. Denn dann geht es am Camino del Norte durch das Landesinnere. Mit etwas Wehmut breche ich heute Morgen mit JL auf. Ein fantastischer Sonnenaufgang zaubert uns ein Meer mit unglaublichen Farben. Der Ozean ist genauso orangerot wie der Himmel. Und das alles soll morgen zu Ende gehen? Ribadeo ist die letzte Stadt an der Küste. Danach geht es durch die Berge, weg vom Meer. Als wenn der Ozean mein Freund geworden wäre, sehe ich dauernd hinaus. Ich muss aufpassen, dass ich nicht stolpere. Alles ein letztes Mal genießen! Ist es wirklich schon so weit, dass ich mich von der geliebten Küste trennen muss? Jakobsweg: In der Ruhe liegt die Kraft Haha, ein Spruch, den ich für mich nun wahrhaftig nicht in Anspruch nehmen kann. Hundert Meter vor Jean-Louis und mir läuft ein altes Mütterchen am Stock. Im Zeitlupentempo bewegt sie sich fort. Wie ein ICE haben wir sie überholt, natürlich nicht ohne ein höfliches Hola. Dann zweigt der Jakobsweg scharf rechts ab. Wieder hin zur Küste, von der wir uns in der letzten Stunde ein wenig entfernt haben. Schnurgerade, einsam und wunderschön. Nach einem guten Kilometer macht die Strecke dann eine Neunzig-Grad-Kehre nach links. Nun laufen wir ein längeres Stück parallel zur Küste. Als jetzt der Weg eine weitere Neunzig-Grad-Kehre nach links macht, ahne ich Dummes. Nach einer guten halben Stunde sind wir plötzlich genau wieder hinter dem alten Mütterchen. Und nun sagt sie ganz laut und vernehmbar „Hola“. Die kleine Schadenfreude stand ihr ins Gesicht geschrieben und ich vergönne sie ihr. Wir müssen ebenfalls lachen. Hätte wir nur den deutschen Reiseführer gelesen. Er hat ganz präzise vor dieser sinnlosen Schleife gewarnt. Aber so sinnlos war sie gar nicht. Heute genieße ich noch einmal den Anblick des Meeres. Und sei es, auf merkwürdigen Umwegen! Deshalb sagen wir auch für kurze Zeit dem Jakobsweg ade. Wir möchten beide den Umweg über den Küstenpfad GR E9 machen. Jakobsweg an der Küste: Noch ein letztes Mal zurück ans Meer. Noch einmal die Wellen sehen. Ein letztes Mal die Gischt spüren! Auch heute ist es mit 14 Grad recht kühl, aber sehr gut zum Laufen. Und all das im Juli. Beide sind wir fasziniert vom Playa de la Paloma. Ein Traumstrand. An dessen Ende geht es leicht nach oben, wo wir schon um halb zehn eine kleine Bar erreichen. Wieder menschenleer. Und heute bestellen Jean-Louis und ich uns ein kleines Bier. Der Besitzer hinter der Theke ist etwa in meinem Alter. Er möchte ein wenig erfahren über den Küstenweg. Auch er träumt davon, ihn eines Tages zu gehen. Er möchte unbedingt meinen Rucksack satteln und ausprobieren, wie man sich damit so fühlt. Als er dann aber den großen Rucksack von Jean-Louis hebt, muss er schallend loslachen. Es hätte ihn glatt umgehauen. Wie immer ist diese kleine Bar im deutschen Reiseführer exakt aufgelistet. Im französischen Pendant nicht. Ich kann mir nicht verkneifen, anzumerken, dass für einen Deutschen das Bier einfach „lebensnotwendig“ sei und daher in einem Reiseführer diese wertvolle Information nicht fehlen darf. Hier ist mein kleiner Outdoor-Führer wirklich unschlagbar. Wir haben viel Spaß und der Besitzer lädt uns auf unser Bier von Herzen gerne ein. Die relativ flachen 20 Kilometer erscheinen mir heute wie ein Spaziergang. Ich hänge total am Meer. Das hier wird mir abgehen. Sehr sogar. Unterwegs im Schutt neben einem kleinen Bachlauf sehen wir dann „endlich“ den extrem giftigen gefleckten Schierling, den Conium maculatum. Jean-Louis hat mittlerweile schon so viel von mir gehört, dass er vor lauter Schreck gleich einen Satz vorwärts springt. So als wenn die Pflanze ihm mit einer Giftspritze hinterher laufen würde. Und weil Jean-Louis so erschrickt, reiße ich eine (völlig ungiftige Schafgarbe aus) und renne ihm mit Schafgarbe in der Hand nach. Mehr Spaß hätte ich nicht haben können. Die Vergeltung kommt natürlich prompt. Ribadeo, die erste Stadt in Galicien, erreicht man als Pilger über die 612 Meter lange Brücke Ponte dos Santos. Diese überspannt in Schwindel erregender Höhe die Flussmündung des Eo. Jean-Louis weiß nur zu gut, dass ich im Gegensatz zu ihm nicht schwindelfrei bin. Er ist Gleitschirmflieger. Aber ich habe jetzt richtig Angst. Ein schmaler Fußgängersteg führt da hinüber. Keinen Meter breit. Zur Autobahn hin abgetrennt durch einen gut zwei Meter hohen Zaun. Zu meiner Rechten hin, dort wo es schier unendlich nach unten geht, ist das Geländer nicht einmal auf Hüfthöhe. Und besonders vertrauensvoll ist es auch nicht angeschraubt. Klar, da drüben ist das Ziel unserer heutigen Etappe: Ribadeo. Und ebenso klar: Die Autofahrer müssen sich den jähen Abgrund nicht ansehen. Auch sind sie in wenigen Sekunden da durch. Mein Herz beginnt zu rasen. Das Schlimme an der Situation ist, dass mit jedem Auto und erst recht mit jedem Lastwagen der Boden unter meinen Füßen zu wackeln beginnt. Jean-Louis scheint seine Schadenfreude wahrlich zu genießen. Ausgerechnet jetzt beginnt er damit, laut sein Pilgerlied zu singen. Und mir schlottern die Knie. Die Überquerung der Brücke kostet mich allen Mut. Eine Sensation ist sie dort in dieser einzigartigen Lage trotzdem. Wie bei einer Ballonfahrt ist links von mir der Hafen von Ribadeo. Rechts sind die Flussmündung und der Übergang in das Mar Cantabrico. Die Brücke selbst spannt sich von Klippe zu Klippe. Die Ufer sind unverbaut. Eine irre Aussicht, die sich da auftut. Bei mir allerdings nur in den Knien und mit festgekrallten Händen. Ebenso spektakulär wie die Brücke selbst, ist auch die Herberge. Sie befindet sich direkt am Ende der Brücke. Scharf rechts. Das kleine Häuschen liegt etwa 100 Meter neben der Brücke. Oder besser gesagt, fast unter der Brücke und 20 Meter hoch über dem Eo. Von unten gesehen, spannt sich die Ponte dos Santos nun über fast über unsere Köpfe hinweg. Die unzähligen roten Stahlträger erinnern mich an die Golden Gate Bridge in San Francisco, obgleich die Ponte dos Santos komplett freitragend ist. Nie im Leben werde ich mir je Hotels leisten können, die wie hier am Jakobsweg stets an den spektakulärsten Plätzen stehen. Aber hier ist ja auch kein Hotel. Die Eintrittskarte für diese exklusive Lage ist mein Pilgerausweis. Ein sympathischer Stadtmitarbeiter im roten T-Shirt kümmert sich schon bei der Ankunft liebevoll und perfekt um die Herberge. Alles ist tipptopp. Jeder Pilger wird persönlich mit Handschlag und Umarmung empfangen. Und zwei neugierige Touristen werden ebenso freundlich abgewiesen. Auf Spanisch mit dem witzigen Kommentar „Heute nur für Stammgäste“. Gerade fühlen wir uns als VIP’s. Die anderen Brückengaffer schießen zwar Fotos von der Herberge und uns. Doch leider, leider haben sie zu unserer Traumresidenz keinen Zutritt. Dabei hätte ich ihnen allen so gerne meinen Schlafplatz gezeigt. Direkt am Fenster, mit Blick hoch auf die Brücke, hinunter zum Eo, den Ozean und die gegenüberliegende Küste Asturiens. Sogar eine eigene bestens ausgestattete Küche ist in der Herberge. So gibt es heute frischen Salat, Fisch und Nudeln, die ich für sechs Pilger frisch zubereite. Selbstfindung. Auch für Nicht-Pilger geeignet! Die Urvariante des Jakobsweges - der Küstenweg - ist noch nahezu unbekannt. Dafür unvergleichlich schön! Nach einem Burnout beginnt für den Autor im idyllischen Hafenstädchen Irun das Abenteuer seines Lebens. Die Reise zu sich selbst! Es ist eine Reise auf schmalem Grat. 923 km liegen nun vor ihm. Unberührte Natur und die traumhafte Atlantikküste werden über lange Strecken zum festen Begleiter. Auf der Suche nach innerer Ruhe, Gelassenheit und dem eigenen „Ich“ entflieht der Autor in eine Welt, die ihn erdet. Und er findet Antworten. Lange, bevor der berühmte Camino Francés im Landesinneren zum ersten Mal beschritten wurde, pilgerten die ersten „Suchenden“ hier am Atlantik entlang. Und sie wurden wahrlich nicht enttäuscht. ISBN-13: 979-8618384704 Seit 2020 Independently published BURNOUT: Eine Wanderung auf schmalem Grat Jakobsweg an der Küste 303 Seiten unbebildert Fotos von der Jakobsweg-Etappe 25: NACH GALICIEN (RIBADEO) Camino de la Costa/ Jakobsweg an der Kste H1 Inhaltsverzeichnis 25 NACH GALICIEN (RIBADEO) Array ( [0] => Camino de la Costa: NACH GALICIEN (RIBADEO) | Jakobsweg, Küstenweg [1] => ) Inhalt H2 zum Camino de la Costa/ Jakobsweg an der Küste, Küstenweg Array ( [0] => Selbstfindung. Auch für Nicht-Pilger geeignet! [1] => Fotos von der Jakobsweg-Etappe 25: NACH GALICIEN (RIBADEO) ) Jakobsweg an der Küste, Burnout, Inhaltsverzeichnis H3 Array ( ) 1313Inhalt aus dem Buch BURNOUT: Eine Reise auf schmalem Grat , Jakobsweg an der Kueste und additive Fotos hier auf der Jakobsweg-Webseite (Fotos im Buch nicht enthalten)
    • Jakobsweg nach Ribadeo (Depressionen und Hilfe am Jakobsweg)
    • (Camino del Norte und Camino de la Costa)
    • Tag 25: Nur 21 km, flach (250 Höhenmeter). (Kapitel Pilgerbuch)
    • Jakobsweg: In der Ruhe liegt die Kraft (Depressionen und Hilfe am Jakobsweg)
    • Küstenweg: Noch einmal zurück ans Meer. (Depressionen und Hilfe am Jakobsweg)
    • Jakobsweg: Mehr Spaß hätte ich nicht haben können. (Kapitel Pilgerbuch)
    • Küstenweg: Eine irre Aussicht, die sich da auftut. (Kapitel Jakobsweg an der Küste)
    • Die Eintrittskarte für diese exklusive Lage ist mein Pilgerausweis. (Jakobswegbuch)
    • (Kapitel Küstenweg / Jakobsweg)
    1414
    • Jakobsweg nach Ribadeo. Camino del Norte und Camino de la Costa
    • . Jakobswegbuch
    • Tag 25: Nur 21 km, flach (250 Höhenmeter).. Camino
    • Jakobsweg: In der Ruhe liegt die Kraft. Kapitel Jakobswege und Alternativen
    • Küstenweg: Noch einmal zurück ans Meer.. Warum man pilgert
    • Jakobsweg: Mehr Spaß hätte ich nicht haben können.. Kapitel Küstenweg / Jakobsweg
    • Küstenweg: Eine irre Aussicht, die sich da auftut.. Pilgern am Küstenweg
    • Die Eintrittskarte für diese exklusive Lage ist mein Pilgerausweis.. Aus dem Buch BURNOUT Jakobsweg von Christian Seebauer
    • . Camino del Norte und Camino de la Costa
    Fotos zum Camino de la Costa/ Jakobsweg an der Kueste Beitrag Keywords zu diesem Jakobsweg-Beitrag:

    Camino de la Costa, Camino del Norte

    Kuestenweg/ Jakobsweg an der Kueste/ Camino de la Costa Textauszug:

    Jakobsweg nach Ribadeo

    Tag 25: Nur 21 km, flach (250 Höhenmeter).

    Von den Pilgern höre ich immer Ribadeo mit „b“. Wenn man aber Habana als Havanna ausspricht, dann müsste man Ribadeo als Rivadeo aussprechen. Riva – die Küste. Leider auch die letzte Küste. Denn dann geht es am Camino del Norte durch das Landesinnere.

    Mit etwas Wehmut breche ich heute Morgen mit JL auf. Ein fantastischer Sonnenaufgang zaubert uns ein Meer mit unglaublichen Farben. Der Ozean ist genauso orangerot wie der Himmel. Und das alles soll morgen zu Ende gehen? Ribadeo ist die letzte Stadt an der Küste. Danach geht es durch die Berge, weg vom Meer. Als wenn der Ozean mein Freund geworden wäre, sehe ich dauernd hinaus. Ich muss aufpassen, dass ich nicht stolpere. Alles ein letztes Mal genießen! Ist es wirklich schon so weit, dass ich mich von der geliebten Küste trennen muss?

    Jakobsweg: In der Ruhe liegt die Kraft

    Haha, ein Spruch, den ich für mich nun wahrhaftig nicht in Anspruch nehmen kann. Hundert Meter vor Jean-Louis und mir läuft ein altes Mütterchen am Stock. Im Zeitlupentempo bewegt sie sich fort. Wie ein ICE haben wir sie überholt, natürlich nicht ohne ein höfliches Hola.

    Dann zweigt der Jakobsweg scharf rechts ab. Wieder hin zur Küste, von der wir uns in der letzten Stunde ein wenig entfernt haben. Schnurgerade, einsam und wunderschön. Nach einem guten Kilometer macht die Strecke dann eine Neunzig-Grad-Kehre nach links. Nun laufen wir ein längeres Stück parallel zur Küste.

    Als jetzt der Weg eine weitere Neunzig-Grad-Kehre nach links macht, ahne ich Dummes. Nach einer guten halben Stunde sind wir plötzlich genau wieder hinter dem alten Mütterchen. Und nun sagt sie ganz laut und vernehmbar „Hola“. Die kleine Schadenfreude stand ihr ins Gesicht geschrieben und ich vergönne sie ihr. Wir müssen ebenfalls lachen. Hätte wir nur den deutschen Reiseführer gelesen. Er hat ganz präzise vor dieser sinnlosen Schleife gewarnt. Aber so sinnlos war sie gar nicht. Heute genieße ich noch einmal den Anblick des Meeres. Und sei es, auf merkwürdigen Umwegen!

    Deshalb sagen wir auch für kurze Zeit dem Jakobsweg ade. Wir möchten beide den Umweg über den Küstenpfad GR E9 machen.

    Küstenweg: Noch einmal zurück ans Meer.

    Noch einmal die Wellen sehen. Ein letztes Mal die Gischt spüren! Auch heute ist es mit 14 Grad recht kühl, aber sehr gut zum Laufen. Und all das im Juli.

    Beide sind wir fasziniert vom Playa de la Paloma. Ein Traumstrand. An dessen Ende geht es leicht nach oben, wo wir schon um halb zehn eine kleine Bar erreichen. Wieder menschenleer.

    Und heute bestellen Jean-Louis und ich uns ein kleines Bier. Der Besitzer hinter der Theke ist etwa in meinem Alter. Er möchte ein wenig erfahren über den Küstenweg. Auch er träumt davon, ihn eines Tages zu gehen. Er möchte unbedingt meinen Rucksack satteln und ausprobieren, wie man sich damit so fühlt.

    Als er dann aber den großen Rucksack von Jean-Louis hebt, muss er schallend loslachen. Es hätte ihn glatt umgehauen. Wie immer ist diese kleine Bar im deutschen Reiseführer exakt aufgelistet. Im französischen Pendant nicht. Ich kann mir nicht verkneifen, anzumerken, dass für einen Deutschen das Bier einfach „lebensnotwendig“ sei und daher in einem Reiseführer diese wertvolle Information nicht fehlen darf. Hier ist mein kleiner Outdoor-Führer wirklich unschlagbar. Wir haben viel Spaß und der Besitzer lädt uns auf unser Bier von Herzen gerne ein.

    Die relativ flachen 20 Kilometer erscheinen mir heute wie ein Spaziergang. Ich hänge total am Meer. Das hier wird mir abgehen. Sehr sogar.

    Unterwegs im Schutt neben einem kleinen Bachlauf sehen wir dann „endlich“ den extrem giftigen gefleckten Schierling, den Conium maculatum. Jean-Louis hat mittlerweile schon so viel von mir gehört, dass er vor lauter Schreck gleich einen Satz vorwärts springt. So als wenn die Pflanze ihm mit einer Giftspritze hinterher laufen würde. Und weil Jean-Louis so erschrickt, reiße ich eine (völlig ungiftige Schafgarbe aus) und renne ihm mit Schafgarbe in der Hand nach.

    Jakobsweg: Mehr Spaß hätte ich nicht haben können.

    Die Vergeltung kommt natürlich prompt. Ribadeo, die erste Stadt in Galicien, erreicht man als Pilger über die 612 Meter lange Brücke Ponte dos Santos. Diese überspannt in Schwindel erregender Höhe die Flussmündung des Eo.

    Jean-Louis weiß nur zu gut, dass ich im Gegensatz zu ihm nicht schwindelfrei bin. Er ist Gleitschirmflieger. Aber ich habe jetzt richtig Angst.

    Ein schmaler Fußgängersteg führt da hinüber. Keinen Meter breit. Zur Autobahn hin abgetrennt durch einen gut zwei Meter hohen Zaun. Zu meiner Rechten hin, dort wo es schier unendlich nach unten geht, ist das Geländer nicht einmal auf Hüfthöhe. Und besonders vertrauensvoll ist es auch nicht angeschraubt.

    Klar, da drüben ist das Ziel unserer heutigen Etappe: Ribadeo. Und ebenso klar: Die Autofahrer müssen sich den jähen Abgrund nicht ansehen. Auch sind sie in wenigen Sekunden da durch. Mein Herz beginnt zu rasen. Das Schlimme an der Situation ist, dass mit jedem Auto und erst recht mit jedem Lastwagen der Boden unter meinen Füßen zu wackeln beginnt.

    Jean-Louis scheint seine Schadenfreude wahrlich zu genießen. Ausgerechnet jetzt beginnt er damit, laut sein Pilgerlied zu singen. Und mir schlottern die Knie. Die Überquerung der Brücke kostet mich allen Mut. Eine Sensation ist sie dort in dieser einzigartigen Lage trotzdem.

    Wie bei einer Ballonfahrt ist links von mir der Hafen von Ribadeo. Rechts sind die Flussmündung und der Übergang in das Mar Cantabrico. Die Brücke selbst spannt sich von Klippe zu Klippe. Die Ufer sind unverbaut.

    Küstenweg: Eine irre Aussicht, die sich da auftut.

    Bei mir allerdings nur in den Knien und mit festgekrallten Händen.

    Ebenso spektakulär wie die Brücke selbst, ist auch die Herberge. Sie befindet sich direkt am Ende der Brücke. Scharf rechts. Das kleine Häuschen liegt etwa 100 Meter neben der Brücke. Oder besser gesagt, fast unter der Brücke und 20 Meter hoch über dem Eo. Von unten gesehen, spannt sich die Ponte dos Santos nun über fast über unsere Köpfe hinweg. Die unzähligen roten Stahlträger erinnern mich an die Golden Gate Bridge in San Francisco, obgleich die Ponte dos Santos komplett freitragend ist.

    Nie im Leben werde ich mir je Hotels leisten können, die wie hier am Jakobsweg stets an den spektakulärsten Plätzen stehen. Aber hier ist ja auch kein Hotel.

    Die Eintrittskarte für diese exklusive Lage ist mein Pilgerausweis.

    Ein sympathischer Stadtmitarbeiter im roten T-Shirt kümmert sich schon bei der Ankunft liebevoll und perfekt um die Herberge. Alles ist tipptopp. Jeder Pilger wird persönlich mit Handschlag und Umarmung empfangen.

    Und zwei neugierige Touristen werden ebenso freundlich abgewiesen. Auf Spanisch mit dem witzigen Kommentar „Heute nur für Stammgäste“. Gerade fühlen wir uns als VIP’s. Die anderen Brückengaffer schießen zwar Fotos von der Herberge und uns. Doch leider, leider haben sie zu unserer Traumresidenz keinen Zutritt.

    Dabei hätte ich ihnen allen so gerne meinen Schlafplatz gezeigt. Direkt am Fenster, mit Blick hoch auf die Brücke, hinunter zum Eo, den Ozean und die gegenüberliegende Küste Asturiens.

    Sogar eine eigene bestens ausgestattete Küche ist in der Herberge. So gibt es heute frischen Salat, Fisch und Nudeln, die ich für sechs Pilger frisch zubereite.



    (c) Christian Seebauer
    Kuestenweg english excerpt:

    Camino de Santiago to Ribadeo

    Day 25: Only 21 km, flat (250 meters in altitude).

    I always hear Ribadeo with “b” from pilgrims. But if you pronounce Habana as Havana, then you would have to pronounce Ribadeo as Rivadeo. Riva – the coast. Unfortunately also the last coast. Because then it goes on the Camino del Norte through the interior.

    With a little sadness, I leave this morning with JL. A fantastic sunrise conjures up a sea with incredible colors. The ocean is as orange as the sky. And all of this should end tomorrow? Ribadeo is the last town on the coast. Then it goes through the mountains, away from the sea. As if the ocean became my friend, I keep looking out. I have to be careful not to trip. Enjoy everything one last time! Is it really so far that I have to part with my beloved coast?

    Way of St. James: strength lies in rest

    Haha, a saying that I really cannot claim for myself. A hundred meters from Jean-Louis and me, an old mother is walking on a stick. It moves in slow motion. We overtook them like an ICE, of course not without a polite Hola.

    Then the Way of St. James branches off sharply to the right. Back to the coast, from which we have moved a little away in the last hour. Dead straight, lonely and beautiful. After a good kilometer, the route makes a ninety-degree turn to the left. Now we walk a long way parallel to the coast.

    When the path now makes another ninety-degree turn to the left, I suspect something stupid. After a good half hour we are suddenly exactly behind the old mother again. And now she says loudly and audibly “Hola”. The little glee was written on her face and I grant her. We have to laugh too. If we had only read the German travel guide. He warned precisely against this pointless loop. But it wasn’t that pointless. Today I enjoy the sight of the sea again. And be it, in strange detours!

    That’s why we say goodbye to the Camino de Santiago for a short time. We both want to make the detour via the coastal path GR E9.

    Coastal path: back to the sea again.

    See the waves again. Feel the spray one last time! Even today it is quite cool with 14 degrees, but very good for walking. And all of that in July.

    We are both fascinated by Playa de la Paloma. A dream beach. At the end of it, it’s easy to go up, where we reach a small bar at half past nine. Empty again.

    And today Jean-Louis and I order a small beer. The owner behind the counter is about my age. He would like to know a little about the coastal path. He too dreams of going one day. He really wants to saddle up my rucksack and try out how you feel with it.

    But when he lifts Jean-Louis’s large backpack, he laughs out loud. It would have blown him away. As always, this little bar is listed exactly in the German travel guide. Not in the French equivalent. I can’t help saying that for a German beer is simply “vital” and that this valuable information should not be missing in a travel guide. Here my little outdoor guide is really unbeatable. We have a lot of fun and the owner is happy to invite us to our beer.

    The relatively flat 20 kilometers seem like a walk to me today. I’m totally attached to the sea. I’m gonna miss this. A lot.

    On the way in the rubble next to a small stream we “finally” see the extremely poisonous spotted hemlock, the Conium maculatum. Jean-Louis has heard so much from me by now that he jumps one sentence forward in shock. As if the plant was running after him with a lethal injection. And because Jean-Louis is so frightened, I tear out one (completely non-toxic yarrow) and run after him with yarrow in hand.

    Way of St. James: I couldn’t have had more fun.

    The retribution comes promptly, of course. Ribadeo, the first city in Galicia, can be reached as a pilgrim over the 612 meter long bridge Ponte dos Santos. This spans the Eo estuary at a dizzying height.

    Jean-Louis knows only too well that, unlike him, I am not free from vertigo. He’s a paraglider. But I’m really scared now.

    A narrow footbridge leads over there. Not a meter wide. Separated from the motorway by a two meter high fence. On my right, where it goes down almost infinitely, the railing is not even at waist height. And it is not screwed on particularly trustingly.

    Sure, over there is the destination of today’s stage: Ribadeo. And just as clear: drivers don’t have to look at the abyss. They are also through there in a few seconds. My heart starts racing. The bad thing about the situation is that with every car, and especially with every truck, the ground begins to shake under my feet.

    Jean-Louis seems to be really enjoying his glee. Now, of all times, he begins to sing his pilgrimage song out loud. And my knees are shaking. Crossing the bridge takes all my courage. Nevertheless, it is a sensation there in this unique location.

    Like a balloon flight, the port of Ribadeo is to my left. On the right are the estuary and the transition to the Mar Cantabrico. The bridge itself stretches from cliff to cliff. The banks are unspoilt.

    Coastal path: a crazy prospect that opens up there.

    For me, however, only in my knees and with clenched hands.

    The hostel is just as spectacular as the bridge itself. It’s right at the end of the bridge. Sharp right. The little house is about 100 meters from the bridge. Or rather, almost under the bridge and 20 meters high above the Eo. Seen from below, the Ponte dos Santos now spans almost over our heads. The countless red steel girders remind me of the Golden Gate Bridge in San Francisco, although the Ponte dos Santos is completely self-supporting.

    Never in my life will I ever be able to afford hotels that are always in the most spectacular places like here on the Camino de Santiago. But there is no hotel here either.

    The ticket to this exclusive location is my pilgrim pass.

    A personable city employee in a red T-shirt takes care of the hostel lovingly and perfectly on arrival. Everything is tip top. Every pilgrim is received personally with a handshake and a hug.

    And two curious tourists are just as friendly turned away. In Spanish with the funny comment “Today only for regulars”. Right now we feel like VIPs. The other bridge gawkers take photos of the hostel and us. But unfortunately, unfortunately you are not allowed to enter our dream residence.

    I would have loved to show them all my sleeping place. Right by the window, with a view up to the bridge, down to the Eo, the ocean and the opposite coast of Asturias.

    The hostel even has its own fully equipped kitchen. So today there is fresh salad, fish and pasta that I freshly prepare for six pilgrims.



    (c) Christian Seebauer
    Kuestenweg france excerpt:

    Camino de Santiago à Ribadeo

    Jour 25: Seulement 21 km, plat (250 mètres d’altitude).

    J’entends toujours Ribadeo avec “b” des pèlerins. Mais si vous prononcez Habana comme Havana, alors vous devrez prononcer Ribadeo comme Rivadeo. Riva – la côte. Malheureusement aussi la dernière côte. Parce qu’alors, il continue sur le Camino del Norte à travers l’intérieur.

    Avec un peu de tristesse, je pars avec JL ce matin. Un lever de soleil fantastique évoque une mer aux couleurs incroyables. L’océan est aussi orange que le ciel. Et tout cela devrait se terminer demain? Ribadeo est la dernière ville de la côte. Ensuite, il traverse les montagnes, loin de la mer. Comme si l’océan devenait mon ami, je continue à regarder dehors. Je dois faire attention à ne pas trébucher. Profitez de tout une dernière fois! Est-ce vraiment si loin que je dois me séparer de ma côte bien-aimée?

    Chemin de Saint-Jacques: la force réside dans le repos

    Haha, un dicton que je ne peux vraiment pas revendiquer pour moi-même. A cent mètres de Jean-Louis et moi, une vieille mère marche sur un bâton. Il se déplace au ralenti. Nous les avons dépassés comme un ICE, bien sûr non sans un Hola poli.

    Puis le Chemin de Saint-Jacques bifurque brusquement vers la droite. De retour sur la côte, dont nous nous sommes un peu éloignés depuis une heure. Mort droit, solitaire et beau. Après un bon kilomètre, l’itinéraire fait un virage à 90 degrés vers la gauche. Maintenant, nous marchons un long chemin parallèle à la côte.

    Quand le chemin fait maintenant un autre virage de 90 degrés vers la gauche, je soupçonne quelque chose de stupide. Après une bonne demi-heure, nous sommes soudainement juste derrière la vieille mère. Et maintenant, elle dit haut et fort «Hola». La petite joie était inscrite sur son visage et je lui l’accorde. Nous devons rire aussi. Si nous avions seulement lu le guide de voyage allemand. Il a mis en garde précisément contre cette boucle inutile. Mais ce n’était pas si inutile. Aujourd’hui, je profite à nouveau de la vue sur la mer. Et que ce soit, dans d’étranges détours!

    C’est pourquoi nous disons au revoir au Camino de Santiago pendant une courte période. Nous souhaitons tous deux faire le détour par le sentier côtier GR E9.

    Sentier côtier: retour à la mer.

    Revoyez les vagues. Ressentez le spray une dernière fois! Même aujourd’hui, il fait assez frais avec 14 degrés, mais très bon pour marcher. Et tout cela en juillet.

    Nous sommes tous les deux fascinés par Playa de la Paloma. Une plage de rêve. À la fin, il est facile de monter, où nous atteignons un petit bar à neuf heures et demie. Videz à nouveau.

    Et aujourd’hui Jean-Louis et moi commandons une petite bière. Le propriétaire derrière le comptoir a à peu près mon âge. Il aimerait en savoir un peu plus sur le sentier côtier. Lui aussi rêve d’y aller un jour. Il veut vraiment monter mon sac à dos et essayer ce que vous ressentez avec.

    Mais lorsqu’il soulève le grand sac à dos de Jean-Louis, il rit aux éclats. Cela l’aurait époustouflé. Comme toujours, ce petit bar est répertorié exactement dans le guide de voyage allemand. Pas dans l’équivalent français. Je ne peux m’empêcher de dire que pour une bière allemande, c’est tout simplement «vital» et que cette information précieuse ne doit pas manquer dans un guide de voyage. Ici, mon petit guide de plein air est vraiment imbattable. Nous nous amusons beaucoup et le propriétaire est heureux de nous inviter à notre bière.

    Les 20 kilomètres relativement plats me semblent une promenade aujourd’hui. Je suis totalement attaché à la mer. Ça va me manquer. Beaucoup.

    Sur le chemin dans les décombres à côté d’un petit ruisseau, nous voyons «enfin» la pruche tachetée extrêmement toxique, le Conium maculatum. Jean-Louis a tellement entendu parler de moi maintenant qu’il saute une phrase sous le choc. Comme si la plante courait après lui avec une injection mortelle. Et parce que Jean-Louis a tellement peur, j’en arrache un (achillée millefeuille complètement non toxique) et je cours après lui l’achillée millefeuille à la main.

    Chemin de Saint-Jacques: Je n’aurais pas pu m’amuser plus.

    Le châtiment arrive rapidement, bien sûr. Ribadeo, la première ville de Galice, est accessible en pèlerin sur le pont de 612 mètres de long Ponte dos Santos. Cela enjambe l’estuaire de l’Eo à une hauteur vertigineuse.

    Jean-Louis sait trop bien que, contrairement à lui, je ne suis pas à l’abri du vertige. C’est un parapente. Mais j’ai vraiment peur maintenant.

    Une passerelle étroite mène là-bas. Pas un mètre de large. Séparé de l’autoroute par une clôture de deux mètres de haut. Sur ma droite, là où elle descend presque à l’infini, la balustrade n’est même pas à hauteur de taille. Et ce n’est pas vissé avec une confiance particulière.

    Bien sûr, là-bas se trouve la destination de l’étape d’aujourd’hui: Ribadeo. Et tout aussi clair: les conducteurs n’ont pas à regarder l’abîme. Ils sont également passés par là en quelques secondes. Mon cœur se met à battre. Le pire dans la situation est qu’avec chaque voiture, et particulièrement avec chaque camion, le sol commence à trembler sous mes pieds.

    Jean-Louis semble vraiment apprécier sa joie. Maintenant, de tous les temps, il commence à chanter son chant de pèlerinage à haute voix. Et mes genoux tremblent. Traverser le pont prend tout mon courage. Néanmoins, c’est une sensation là-bas dans ce lieu unique.

    Comme un vol en montgolfière, le port de Ribadeo est à ma gauche. Sur la droite se trouvent l’estuaire et la transition vers la Mar Cantabrico. Le pont lui-même s’étend de falaise en falaise. Les rives sont préservées.

    Sentier côtier: une perspective folle qui s’ouvre là-haut.

    Pour moi, cependant, seulement dans mes genoux et avec les mains serrées.

    L’auberge est tout aussi spectaculaire que le pont lui-même. C’est juste au bout du pont. Prendre franchement à droite. La petite maison est à environ 100 mètres du pont. Ou plutôt, presque sous le pont et à 20 mètres de haut au-dessus de l’Eo. Vu d’en bas, le Ponte dos Santos s’étend maintenant presque au-dessus de nos têtes. Les innombrables poutres en acier rouge me rappellent le Golden Gate Bridge à San Francisco, bien que le Ponte dos Santos soit complètement autoportant.

    Jamais de ma vie je ne pourrai jamais me permettre des hôtels qui se trouvent toujours dans les endroits les plus spectaculaires comme ici sur le Camino de Santiago. Mais il n’y a pas non plus d’hôtel ici.

    Le billet pour cet endroit exclusif est mon laissez-passer pèlerin.

    Un employé de la ville sympathique portant un t-shirt rouge prend soin de l’auberge avec amour et parfaitement à l’arrivée. Tout est parfait. Chaque pèlerin est reçu personnellement avec une poignée de main et un câlin.

    Et deux touristes curieux sont tout aussi sympathiques refusés. En espagnol avec le drôle de commentaire “Aujourd’hui uniquement pour les habitués”. En ce moment, nous nous sentons comme des VIP. Les autres amateurs de ponts prennent des photos de l’auberge et de nous. Mais malheureusement, vous n’êtes malheureusement pas autorisé à entrer dans notre résidence de rêve.

    J’aurais aimé leur montrer à tous mon endroit où dormir. Juste à côté de la fenêtre, avec vue sur le pont, sur l’Eo, l’océan et la côte opposée des Asturies.

    L’auberge dispose même de sa propre cuisine entièrement équipée. Alors aujourd’hui, il y a de la salade fraîche, du poisson et des pâtes que je prépare fraîchement pour six pèlerins.



    (c) Christian Seebauer
    Kuestenweg italiano excerpt:

    Camino de Santiago a Ribadeo

    Giorno 25: Solo 21 km, pianeggiante (250 metri di dislivello).

    Sento sempre Ribadeo con la “b” dei pellegrini. Ma se pronunci Habana come Havana, allora dovresti pronunciare Ribadeo come Rivadeo. Riva – la costa. Purtroppo anche l’ultima costa. Perché poi va sul Camino del Norte attraverso l’interno.

    Con un po ‘di tristezza, parto con JL questa mattina. Un’alba fantastica evoca un mare dai colori incredibili. L’oceano è rosso-arancio come il cielo. E tutto questo dovrebbe finire domani? Ribadeo è l’ultimo comune della costa. Poi attraversa le montagne, lontano dal mare. Come se l’oceano fosse diventato mio amico, continuo a guardare fuori. Devo stare attento a non inciampare. Goditi tutto un’ultima volta! È davvero così lontano che devo separarmi dalla mia amata costa?

    Cammino di Santiago: la forza sta nel riposo

    Haha, un detto che davvero non posso rivendicare per me stesso. A cento metri da me e Jean-Louis, una vecchia madre cammina su un bastone. Si muove al rallentatore. Li abbiamo superati come un ICE, ovviamente non senza un educato Hola.

    Quindi il Cammino di Santiago si dirama bruscamente a destra. Torniamo sulla costa, da cui nell’ultima ora ci siamo allontanati un po ‘. Morto dritto, solitario e bello. Dopo un buon chilometro il percorso fa una svolta a sinistra di novanta gradi. Adesso percorriamo una lunga strada parallela alla costa.

    Quando il sentiero ora fa un’altra svolta di novanta gradi a sinistra, sospetto qualcosa di stupido. Dopo una buona mezz’ora siamo improvvisamente di nuovo esattamente dietro la vecchia madre. E ora dice ad alta voce e in modo udibile “Hola”. La piccola gioia era scritta sul suo viso e le concedo. Dobbiamo ridere anche noi. Se solo avessimo letto la guida turistica tedesca. Ha messo in guardia proprio contro questo inutile loop. Ma non era così inutile. Oggi mi godo di nuovo la vista del mare. E sia, in strane deviazioni!

    Ecco perché salutiamo per un breve periodo il Camino de Santiago. Vogliamo entrambi fare la deviazione attraverso il sentiero costiero GR E9.

    Sentiero costiero: di nuovo al mare.

    Guarda di nuovo le onde. Senti lo spray un’ultima volta! Anche oggi è abbastanza fresco con 14 gradi, ma molto buono per camminare. E tutto questo a luglio.

    Siamo entrambi affascinati da Playa de la Paloma. Una spiaggia da sogno. Al termine è facile salire, dove alle nove e mezza raggiungiamo un piccolo bar. Di nuovo abbandonato.

    E oggi Jean-Louis e io ordiniamo una birra piccola. Il proprietario dietro il bancone ha più o meno la mia età. Vuole sapere un po ‘del sentiero costiero. Anche lui sogna di andarci un giorno. Vuole davvero sellare il mio zaino e provare come ti senti con esso.

    Ma quando solleva il grande zaino di Jean-Louis, scoppia a ridere. Lo avrebbe spazzato via. Come sempre, questo piccolo bar è elencato esattamente nella guida turistica tedesca. Non nell’equivalente francese. Non posso fare a meno di dire che per una birra tedesca è semplicemente “vitale” e che questa preziosa informazione non deve mancare in una guida di viaggio. La mia piccola guida all’aperto è davvero imbattibile qui. Ci divertiamo molto e il proprietario è felice di invitarci alla nostra birra.

    I 20 chilometri relativamente piatti mi sembrano una passeggiata oggi. Sono totalmente attaccata al mare. Mi mancherà. Un sacco.

    Lungo la strada tra le macerie accanto a un piccolo ruscello vediamo poi “finalmente” la cicuta maculata estremamente velenosa, il Conium maculatum. Jean-Louis ha sentito così tanto da me ormai che è così scioccato che salta avanti di una frase. Come se la pianta lo inseguisse con un’iniezione letale. E poiché Jean-Louis è così spaventato, ne strappo uno (achillea completamente atossica) e gli corro dietro con achillea in mano.

    Way of St. James: non avrei potuto divertirmi di più.

    La punizione arriva subito, ovviamente. Ribadeo, la prima città della Galizia, può essere raggiunta come pellegrino attraverso il Ponte dos Santos lungo 612 metri. Questo attraversa l’estuario dell’Eo ad un’altezza vertiginosa.

    Jean-Louis sa fin troppo bene che, a differenza di lui, non sono esente da vertigini. È un parapendio. Ma adesso ho davvero paura.

    Una stretta passerella conduce laggiù. Non è largo un metro. Separato dall’autostrada da una recinzione alta due metri. Alla mia destra, dove scende quasi all’infinito, la ringhiera non è nemmeno all’altezza della vita. E non è avvitato in modo particolarmente fiducioso.

    Certo, laggiù c’è la meta della tappa odierna: Ribadeo. E altrettanto chiaro: i conducenti non devono guardare l’abisso. Sono anche lì in pochi secondi. Il mio cuore inizia a battere forte. La cosa peggiore della situazione è che con ogni macchina, e specialmente con ogni camion, il terreno inizia a tremare sotto i miei piedi.

    Jean-Louis sembra davvero godersi la sua gioia. Adesso, sempre, inizia a cantare ad alta voce la sua canzone del pellegrinaggio. E le mie ginocchia tremano. Attraversare il ponte richiede tutto il mio coraggio. Tuttavia, è una sensazione lì in questo luogo unico.

    Come un volo in mongolfiera, il porto di Ribadeo è alla mia sinistra. A destra l’estuario e il passaggio al Mar Cantabrico. Il ponte stesso si estende da una scogliera all’altra. Le rive sono incontaminate.

    Sentiero costiero: una prospettiva folle che si apre lì.

    Per me, invece, solo in ginocchio e con le mani serrate.

    L’ostello è spettacolare quanto il ponte stesso. È proprio alla fine del ponte. Forte a destra. La casetta si trova a circa 100 metri dal ponte. O meglio, quasi sotto il ponte e alta 20 metri sopra l’Eo. Visto dal basso, il Ponte dos Santos ora si estende quasi sopra le nostre teste. Le innumerevoli travi in ​​acciaio rosso mi ricordano il Golden Gate Bridge di San Francisco, anche se il Ponte dos Santos è completamente autoportante.

    Mai nella mia vita potrò permettermi hotel che si trovano sempre nei posti più spettacolari come qui sul Camino de Santiago. Ma neanche qui c’è un albergo.

    Il biglietto per questa località esclusiva è il mio passo del pellegrino.

    Un simpatico impiegato della città con una maglietta rossa si prende cura dell’ostello in modo amorevole e perfetto all’arrivo. Tutto è perfetto. Ogni pellegrino viene accolto personalmente con una stretta di mano e un abbraccio.

    E due turisti curiosi sono altrettanto amichevoli allontanati. In spagnolo con il divertente commento “Oggi solo per clienti abituali”. In questo momento ci sentiamo dei VIP. Gli altri gawkers del ponte scattano foto all’ostello e noi. Ma sfortunatamente, sfortunatamente non ti è permesso entrare nella nostra residenza dei sogni.

    Mi sarebbe piaciuto mostrare loro tutto il mio posto letto. Proprio vicino alla finestra, con vista fino al ponte, giù per l’Eo, l’oceano e la costa opposta delle Asturie.

    L’ostello ha anche una propria cucina completamente attrezzata. Quindi oggi c’è insalata fresca, pesce e pasta che preparo di fresco per sei pellegrini.

    Kuestenweg espanol excerpt:

    Camino de Santiago a Ribadeo

    Día 25: Solo 21 km, llano (250 metros de altitud).

    Siempre escucho a Ribadeo con “b” de peregrinos. Pero si pronuncia Habana como La Habana, entonces tendría que pronunciar Ribadeo como Rivadeo. Riva – la costa. Lamentablemente también la última costa. Porque luego sigue el Camino del Norte por el interior.

    Con un poco de tristeza, me voy esta mañana con JL. Un amanecer fantástico evoca un mar de colores increíbles. El océano es tan rojo anaranjado como el cielo. ¿Y todo esto debería terminar mañana? Ribadeo es el último pueblo de la costa. Luego pasa por las montañas, alejándose del mar. Como si el océano se hiciera mi amigo, sigo mirando hacia afuera. Tengo que tener cuidado de no tropezar. ¡Disfruta de todo por última vez! ¿Es realmente tan lejos que tengo que separarme de mi amada costa?

    Camino de Santiago: la fuerza está en el descanso

    Jaja, un dicho que realmente no puedo reclamar por mí mismo. A cien metros de Jean-Louis y de mí, una anciana camina sobre un bastón. Se mueve a cámara lenta. Los superamos como un ICE, por supuesto no sin un Hola cortés.

    Luego, el Camino de Santiago se bifurca bruscamente a la derecha. De regreso a la costa, de la que nos hemos alejado un poco en la última hora. Totalmente recto, solitario y hermoso. Tras un buen kilómetro, la ruta hace un giro de noventa grados a la izquierda. Ahora caminamos un largo camino paralelo a la costa.

    Cuando el camino ahora da otro giro de noventa grados a la izquierda, sospecho que algo estúpido. Después de una buena media hora, de repente estamos exactamente detrás de la vieja madre nuevamente. Y ahora dice en voz alta y audible “Hola”. El pequeño júbilo estaba escrito en su rostro y se lo concedo. Nosotros también tenemos que reírnos. Si tan solo hubiéramos leído la guía de viajes alemana. Advirtió precisamente contra este bucle sin sentido. Pero no era tan inútil. Hoy vuelvo a disfrutar de la vista del mar. ¡Y sea, en extraños desvíos!

    Por eso nos despedimos del Camino de Santiago por poco tiempo. Ambos queremos hacer el desvío por el camino de ronda GR E9.

    Camino de la costa: regreso al mar nuevamente.

    Ver las olas de nuevo. ¡Sienta el spray una última vez! Incluso hoy hace bastante fresco con 14 grados, pero muy bueno para caminar. Y todo eso en julio.

    A los dos nos fascina la Playa de la Paloma. Una playa de ensueño. Al final, es fácil subir, donde llegamos a una pequeña barra a las nueve y media. Vacía de nuevo.

    Y hoy Jean-Louis y yo pedimos una cerveza pequeña. El dueño detrás del mostrador tiene mi edad. Le gustaría saber un poco sobre el sendero de la costa. Él también sueña con ir algún día. Tiene muchas ganas de ensillar mi mochila y probar cómo te sientes con ella.

    Pero cuando levanta la gran mochila de Jean-Louis, se ríe a carcajadas. Le habría dejado boquiabierto. Como siempre, esta pequeña barra figura exactamente en la guía de viajes alemana. No en el equivalente francés. No puedo evitar decir que para una cerveza alemana es simplemente “vital” y que esta valiosa información no debe faltar en una guía de viajes. Aquí mi pequeña guía al aire libre es realmente inmejorable. Nos divertimos mucho y el dueño está feliz de invitarnos a nuestra cerveza.

    Los 20 kilómetros relativamente planos me parecen un paseo hoy. Estoy totalmente apegado al mar. Voy a extrañar esto. Mucho.

    En el camino entre los escombros junto a un pequeño arroyo, entonces “finalmente” vemos la cicuta manchada extremadamente venenosa, el Conium maculatum. Jean-Louis ha escuchado tanto de mí a estas alturas que salta una oración hacia adelante en estado de shock. Como si la planta corriera tras él con una inyección letal. Y como Jean-Louis está tan asustado, arranco uno (milenrama completamente no tóxico) y corro tras él con milenrama en mano.

    Camino de Santiago: No podría haberme divertido más.

    La retribución llega pronto, por supuesto. A Ribadeo, la primera ciudad de Galicia, se puede llegar en peregrinación por el puente Ponte dos Santos de 612 metros de largo. Se extiende por el estuario del Eo a una altura vertiginosa.

    Jean-Louis sabe muy bien que, a diferencia de él, no estoy libre de vértigo. Es un parapente. Pero ahora tengo mucho miedo.

    Una pasarela estrecha conduce hasta allí. No tiene un metro de ancho. Separado de la autovía por una valla de dos metros de altura. A mi derecha, donde desciende casi infinitamente, la barandilla no llega ni a la altura de la cintura. Y no está atornillado particularmente con confianza.

    Claro, ahí está el destino de la etapa de hoy: Ribadeo. Y con la misma claridad: los conductores no tienen que mirar al abismo. También pasan por allí en unos segundos. Mi corazón comienza a acelerarse. Lo peor de la situación es que con cada automóvil, y especialmente con cada camión, el suelo comienza a temblar bajo mis pies.

    Jean-Louis parece estar realmente disfrutando de su alegría. Ahora, de todos los tiempos, comienza a cantar en voz alta su canción de peregrinaje. Y me tiemblan las rodillas. Cruzar el puente requiere todo mi coraje. Sin embargo, es una sensación en este lugar único.

    Como un vuelo en globo, el puerto de Ribadeo está a mi izquierda. A la derecha están la ría y el paso al Mar Cantábrico. El puente en sí se extiende de un acantilado a otro. Los bancos están vírgenes.

    Camino de la costa: una perspectiva loca que se abre allí.

    Para mí, sin embargo, solo de rodillas y con los puños apretados.

    El albergue es tan espectacular como el propio puente. Está justo al final del puente. Gira totalmente a la derecha. La casita está a unos 100 metros del puente. O mejor dicho, casi debajo del puente y 20 metros de altura sobre el Eo. Visto desde abajo, el Ponte dos Santos ahora se extiende casi sobre nuestras cabezas. Las innumerables vigas de acero rojo me recuerdan al puente Golden Gate en San Francisco, aunque el Ponte dos Santos es completamente autoportante.

    Nunca en mi vida podré permitirme hoteles que siempre están en los lugares más espectaculares como aquí en el Camino de Santiago. Pero aquí tampoco hay hotel.

    El boleto a este lugar exclusivo es mi pase de peregrino.

    Un amable empleado de la ciudad con una camiseta roja cuida el albergue con amor y perfección a su llegada. Todo es excelente. Cada peregrino es recibido personalmente con un apretón de manos y un abrazo.

    Y dos turistas curiosos son igualmente amistosos rechazados. En español con el divertido comentario “Hoy solo para habituales”. Ahora mismo nos sentimos VIP. Los demás observadores del puente toman fotos del albergue y de nosotros. Pero, lamentablemente, no se le permite ingresar a la residencia de nuestros sueños.

    Me hubiera encantado mostrarles mi lugar para dormir. Junto a la ventana, con vistas al puente, al Eo, al mar y a la costa opuesta de Asturias.

    El albergue incluso tiene su propia cocina totalmente equipada. Así que hoy hay ensalada fresca, pescado y pasta que preparo recién para seis peregrinos.