12 POLANCO- COMILLAS

Camino de la Costa: POLANCO- COMILLAS | Jakobsweg, Küstenweg

Jakobsweg an der Küste:POLANCO- COMILLAS, Foto 1
Jakobsweg an der Küste:POLANCO- COMILLAS, Foto 2
Jakobsweg an der Küste: POLANCO- COMILLAS, Foto 3
Jakobsweg an der Küste: POLANCO- COMILLAS, Foto 4

Etappe 12: POLANCO- COMILLAS
Tag 12: 36 km, 550 Höhenmeter, von Polanco über Requejada, Camplengo, Santillana del Mar; Cóbreces nach Comillas.

 

Requejada (Polanco) 533 – Barreda (Torrelavega) 531 – Santillana del Mar 523 – Oreña (Alfoz de Lloredo) 520 – Caborredondo (Alfoz de Lloredo) 517 – Cigüenza (Alfoz de Lloredo) 514 – Cóbreces (Alfoz de Lloredo) 511 – La Iglesia (Ruiloba) 506 – Comillas 502

Kartenausschnitt von Zumaia bis Ribadeo

Kartenausschnitt von Zumaia bis Ribadeo

Landkarte 11 SANTANDER - POLANCO (Camino de la Costa)

Landkarte Polanco, Jakobsweg an der Küste

 

Der Erlebnisbericht: Jakobsweg an der Küste | BURNOUT: Eine Wanderung auf schmalem Grat

Leseprobe aus dem Buch Jakobsweg an der Küste | Selbstfindung. Auch für Nicht-Pilger geeignet. EtappePOLANCO- COMILLAS

Gemälde: Jakobsweg von Polanco nach Comillas

Stillleben: Jakobsweg von Polanco nach Comillas

Ganz ohne Geld am Jakobsweg….

Manu hat finanziell wohl alles erreicht im Leben. Er ist satt aber völlig ausgebrannt. Er sieht schon lange keinen Sinn mehr in seinem Tun, stellt einfach alles in Frage und wirkt nun, wo er so erzählt hilflos wie ein kleines Kind.

Dass, was er sich am sehnlichsten gewünscht hätte, hatte er nicht: Kinder. Manu scheint das viele Geld, das er besitzt, zu verachten. Es beschert ihm kein Lebensglück, auf dessen Suche er nun ist. Er will deshalb den Jakobsweg ganz ohne Geld machen. Eine verrückte, aber nicht abwegige Idee.

Was es heißt, ohne jegliches Geld unterwegs zu sein, kann man sich heute eigentlich gar nicht mehr vorstellen. Ich selbst wäre sicher schon am ersten Tag meiner Pilgerreise ohne Geld gescheitert. Klar, auch ich habe nicht vor, viel auszugeben. Ich mag keine Luxusunterkunft und auch für Essen möchte ich kaum etwas ausgeben. Nicht, weil ich es nicht habe, sondern weil es meinem Pilgergedanken zuwider läuft. Aber komplett ohne Geld. Da muss ich tief durchatmen. Was bedeutet das heute?< …’

Ausschnitt aus dem Buch JAKOBSWEG an der Küste | BURNOUT: Eine Wanderung auf schmalem Grat

ISBN-13: 979-8618384704, Hinweis: Fotos sind nicht im Buch enthalten.

Jakobsweg an der Küste: POLANCO- COMILLAS, Foto 2

Als Pilger von Polanco nach Comillas

Klöster und Kirchen gehören am Jakobsweg mit dazu. Sie sind einfach da!

 

Selbstfindung. Auch für Nicht-Pilger geeignet!

Jakobsweg an der Kueste, Camino de la Costa, BURNOUT: Eine Wanderung auf schmalem Grat, das Buch

Die Urvariante des Jakobsweges
– der Küstenweg – ist noch nahezu unbekannt. Dafür unvergleichlich schön!

Nach einem Burnout beginnt für den Autor im idyllischen Hafenstädchen Irun das Abenteuer seines Lebens. Die Reise zu sich selbst!

Es ist eine Reise auf schmalem Grat. 923 km liegen nun vor ihm.
Unberührte Natur und die traumhafte Atlantikküste werden über lange Strecken zum festen Begleiter.
Auf der Suche nach innerer Ruhe, Gelassenheit und dem eigenen „Ich“ entflieht der Autor in eine Welt, die ihn erdet. Und er findet Antworten.

Lange, bevor der berühmte Camino Francés im Landesinneren zum ersten Mal beschritten wurde, pilgerten die ersten „Suchenden“ hier am Atlantik entlang. Und sie wurden wahrlich nicht enttäuscht.

 

ISBN-13: 979-8618384704
Seit 2020 Independently published
BURNOUT: Eine Wanderung auf schmalem Grat
Jakobsweg an der Küste

303 Seiten unbebildert

Jakobsweg an der Küste: POLANCO- COMILLAS, Foto 2

Als Pilger von Polanco nach Comillas

Zwei Pilgerfreunde vor der Pilgerherberge.

Jakobsweg an der Küste: POLANCO- COMILLAS, Foto 3

Meereskulisse am Jakosbweg kurz vor Comillas

Die letzten Kilometer der Etappe. Am höchten und schönsten Punkt liegt dann die Pilgerherberge.

Jakobsweg an der Küste / Selbstfindung
direkt vom Autor, signiert, EUR 19,90

Jakobsweg an der Küste: POLANCO- COMILLAS, Foto 4

Wäschewaschen in der Pilgerherberge

Unterwegs auf dem Jakobsweg:
Der Innenhof der Pilgerherberge. Alles sauber, gute Gelegenheit zum Waschen.

https://www.seebauers-world.com/wallpaper/tinamenor.jpg

Ría de Tina Menor Ölgemälde: Der Umweg ist der schönste Weg zum Ziel. Am Jakobsweg habe ich mich kurz nach Comillas wieder einmal verlaufen. Ich bin dem Flüsslein Ría de Tina Menor gefolgt. Und dabei habe diese malerische Kulisse entdeckt

 

Bereits um fünf Uhr morgens wache ich auf. Weil es so still ist, hätte man glauben können, dass die anderen Pilger schon weg sind. Es ist ein komisches Gefühl. Keine allgemeine Aufbruchsstimmung. Nur ich allein muss das mit mir nun ausmachen. Und das tue ich. Ich werde weitergehen.

Es dauert nicht lange, bis ich fertig bin. Draußen ist es noch dunkel. Nur im Osten schimmert der Himmel schon ein wenig orange.

Langsam verlasse ich die Herberge. Habe ich auch nichts vergessen? Wenn ich die Türe erst einmal hinter mir zuziehe, dann war‘s das. Gesagt, getan. Und zugesperrt.

Den Schlüssel bringe ich wie gestern verabredet hinüber zu Ascension und werfe ihn bedächtig in den Briefkasten. Dann humple ich los Richtung Requejada.

Ich fange an zu beten

Wie in einem endlosen Rosenkranz habe ich auf den ersten Kilometern schon hundert Mal darum gebeten

„Lieber Gott, bitte schenke mir Schuhe. Bitte mach meinen Fuß gesund“.

Immer im Rhythmus des Gehens.

Tatsächlich beschert mir das fortwährende Aufsagen so etwas wie einen Trancezustand und die Schmerzen werden erträglich.

Ich bete und bete um Schuhe. Gestern habe ich unterwegs nicht gebetet. Mein Begleiter war die Wut im Bauch. Heute bete ich fortwährend. Meine Wut ist einer eigenartigen Stimmung aus Resignation und naiver Hoffnung gewichen.

Denn wo, in aller Welt, sollte ich hier Schuhe finden. Das ist mir schon nicht in der „Hauptstadt“ Santander gelungen. Wo her also Schuhe? Aus Requejada? Einem Städtchen mit 792 Einwohnern? [12]

Außerdem ist es viel zu früh. Gerade geht die Sonne auf. Die ersten Menschen fahren in die Arbeit. Doch viel ist hier wirklich nicht los. Trotzdem nehme ich den Fotoapparat heraus und knipse die Straße, auf deren Gehsteig ich gerade unterwegs bin. Mein Schatten ist ewig lang und schmal. Die Sonne steht direkt hinter mir. Und die Verkehrsschilder reflektieren vor dem dunklen Hintergrund den hellen orangefarbenen Sonnenschein. Eine traumhafte Morgenstimmung, die schöner gar nicht sein könnte.

Plötzlich hupt ein vorbeifahrender Autofahrer und deutet mir seinen Daumen nach oben. Super, mach weiter? Er hat mich sicher humpeln sehen.

Ich bete weiter und komme an einem klitzekleinen Kaffe vorbei. Doch heute möchte ich weder Kaffe, noch sonst was. Ich wünsche mir sehnlichst nur Schuhe.

Am linken Fuß habe ich das hintere Befestigungsband der Sandale weg geklebt. Es geht nicht mehr zu, weil der Fuß einfach zu dick ist.

Lieber Gott, schenk mir bitte Schuhe

„Lieber Gott, schenk mir bitte Schuhe. Mach meine Füße wieder gesund“. Wie von ganz allein falle ich wieder in meinen gebetsmühlenartigen Rhythmus. Und ich weiß nun auch, warum es den Begriff „Gebetsmühle“ gibt.

Ein Kilometer, Tausend Schritte. „Lieber Gott (links, rechts, links) – (3 Schritte PAUSE), bitte schenk mir Schuhe Gott (links, rechts, links). (3 Schritte PAUSE), mach meine Füße wieder gesund (links, rechts, links, rechts“. Und Sofort wieder weiter. Alle 16 Schritte beginne ich meinen Schuh-Rosenkranz von neuem. Und ich werde nicht müde, weiter zu flehen.

Mit der in der Morgensonne erstrahlenden Chemiefabrik verlasse ich dann Requejada/ Barreda.

Von 11 Meter über Null, führt mich ein kleines und einsames Sträßchen wieder ins Grüne und Einhundert Höhenmeter nach oben. Mit jedem Schritt wird die Aussicht erhabener und das mildert mein Elend. Doch ich weiß, mit Sandalen kann ich nie und nimmer weitergehen.

Also bete ich weiter.

Weder hoffe ich auf ein Wunder, noch denke ich an das Naheliegende: Den Abbruch meiner Reise. Mein Gehirn scheint völlig leer zu sein und außer dem Gebet läuft nichts weiter ab. Mein Gebet scheint sich nun sogar noch vieler weiterer Gehirnregionen zu bedienen, denn immer mehr passte es sich ganz exakt dem Rhythmus meiner Füße und dem Rhythmus meiner Atmung an.

Längst denke ich mein Gebet nicht mehr nur, sondern ich murmle es laut vor mich hin. Ist ja auch keiner da, der mich hören kann. Aber erhören? Ich weiße es nicht. Ich glaube nicht daran, aber ich schließe es auch nicht aus.

Mein Gebet bekommt eine Melodie

Sogar eine musikalische Dimension ist nun gerade zu meinem Gebet hinzu gekommen.

So merkwürdig es am Anfang auch war, so zu beten. Ich tue es einfach. Ich komme mir nicht mehr komisch dabei vor. Meine Verzweiflung und mein unerträgliches Selbstmitleid sind einer inneren Ruhe gewichen.

Ich habe keine Pläne mehr. Nicht für heute. Auch nicht für morgen und erst Recht nicht für den Jakobsweg. Ich denke aber auch nicht mehr ans Aufhören. Das Gebet wirkt nun so vertraut wie ein Gutenachtlied für ein kleines Kind.

Ich bin klein geworden, fürwahr. Und ich wehre mich nicht mehr dagegen. Ich fühle mich als Teil eines großen, ganz großen Ganzen. Und heute bin einfach hier. Kein Dörfchen kommt mehr, nur noch vereinzelte Häuser und Wiesen.

Mit jedem Schritt bete ich weiter und wünsche mir gesunde Füße in richtigen Schuhen.

Einen Pilger habe ich heute noch nicht gesehen.

Zwischendrin meldet sich nun wieder meine „Regenwolke“, die mir sagt: Schuhe? Wo denn bitte? In einer nicht einmal viertausend Seelen-Gemeinde wie Santillana vielleicht? Und sicher haben die Größe 47. Natürlich. Ich schreie meine „Regenwolke“ an, endlich Ruhe zu geben und kehre zurück zu meinem Gebet „bitte gib mir Schuhe“. Nun wieder im Stillen.

Als ich am frühen Morgen in das verträumte mittelalterliche Örtchen Santillana del Mar einlaufe (besser gesagt hinein humple), treffe ich auf dem sonst völlig menschenleeren Vorplatz der Kirche einen polnischen Pilger. Auch er humpelt und hat einen Verband um sein rechtes Kniegelenk. Er bittet mich in schlechtem Englisch darum, ein Foto von ihm zu machen. Ich erzähle ich ihm dann in Englisch von meinem Wunsch nach Schuhen. Diesen Satz fängt eine adrette Dame auf, die just in diesem Moment einem klapprigen alten weißen Peugeot entsprungen ist. Sie ist ursprünglich Engländerin, lebt aber schon seit Jahrzehnten hier in Santillana.

Sie schlägt die verrostete Tür ihres Autos zu, so wie in einem italienischen Spielfilm aus den 50er Jahren. Und sie geht nun direkt auf mich zu.

Höflich stellt sie sich vor, „Hallo, ich bin Charlotte“. Dann folgt eine lange Pause. „Und du brauchst also Schuhe?“

Charlotte blickt ausgiebig auf meine Sandalen und meinen geschwollenen Fuß.

Der polnische Mitpilger nutzt diesen Moment, um sich schnell mit „Bon Camino“ zu verabschieden. Nun bin ich mit Charlotte allein. Noch immer hat sie nichts Weiteres gesagt. Sie blickt wieder nachdenklich auf meine Füße. Wie ein Arzt, der seinen Patienten begutachtet.

Dann meint sie: „Will You go on with shoes?“, also: Wirst du weiter gehen, wenn du Schuhe hast? Ich zucke die Achseln. Das alles kommt mir ziemlich „spanisch“ vor.

Dann zeigt Charlotte mit ihrem Arm quer über den stillen Dorfplatz hinüber auf ein steinernes Haus, welches – wie alles andere hier – direkt an das Kirchengemäuer angebaut ist.

Charlotte zeigte auf eine verschlossene Doppelflügeltüre aus schwerem dunkelbraunen Holz und sagt: „Hier könntest du Schuhe bekommen. Aber nicht vor Elf. Und richte schöne Grüße von mir aus.“

Charlotte blickt auf ihre goldene Armbanduhr und wünscht mir alles alles Gute.

Hoffen und warten

Kaum bin ich allein, beginne ich mit meinen Zweifeln. Was soll hier denn sein? Kein Geschäft, kein Laden, nichts weiter als ein Tor mit fünf Namensschildern. Aber ich warte. Und ich warte. …

Wie es weiter geht, verrate ich Dir im Buch.

Inhalt aus dem Buch BURNOUT: Eine Reise auf schmalem Grat , Jakobsweg an der Kueste und additive Fotos hier auf der Jakobsweg-Webseite (Fotos im Buch nicht enthalten.

 

  • Tag 12: 36 km, 550 Höhenmeter, von Polanco über Requejada, Camplengo, Santillana del Mar; Cóbreces nach Comillas. (Aus dem Buch BURNOUT Jakobsweg von Christian Seebauer)
  • Lieber Gott, schenk mir bitte Schuhe (Kapitel aus dem Jakobswegbuch zum Burnout/ Küstenweg)
  • Also bete ich weiter. (Warum man pilgert)
  • Mein Gebet bekommt eine Melodie (Camino del Norte und Camino de la Costa)
  • Einen Pilger habe ich heute noch nicht gesehen. (Kapitel Jakobswege und Alternativen)
  • Hoffen und warten (Kapitel Pilgerbuch)
  • „No es un problema“! (Camino de la Costa)
  • „Cuarenta y siete – impossible“. (Kapitel Küstenweg / Jakobsweg)
  • Lieber Gott, das sind sie! (Camino de la Costa)
  • Hunde am Jakobsweg (Kapitel Küstenweg / Jakobsweg)
  • So klein ist die Welt (Pilgerbuch über den Jakobsweg an der Küste)
  • Ganz ohne Geld am Jakobsweg (Pilgern am Küstenweg)
  • Donativo: Gegen eine Spende (Kapitel aus dem Jakobswegbuch zum Burnout/ Küstenweg)
  • An der Türe klopfen, für ein Brot (Pilgerbuch über den Jakobsweg an der Küste)
  • Der Mönch, der uns nicht mochte (Depressionen und Hilfe am Jakobsweg)
  • Wie sieht Gott aus? (Kapitel aus dem Jakobswegbuch zum Burnout/ Küstenweg)
  • Was würde Gott dazu sagen? (Aus dem Buch BURNOUT Jakobsweg von Christian Seebauer)
  • Die Ur-Eva ist mitten unter uns (Kapitel Küstenweg / Jakobsweg)
  • Ein ewiges Weitergeben (Kapitel Jakobsweg an der Küste)
  • Das Leben ist universell. Und göttlich. (Kapitel Pilgerbuch)
  • „Ganz die Mama!“ (Camino del Norte und Camino de la Costa)
  • Gottes Werk (Jakobswegbuch)
  • Auf einer Wolke möchte ich nicht enden! (Pilgern am Küstenweg)
  • Renne ihn tod! (Warum man pilgert)

Du kannst auch kostenfrei ein wenig lesen, ohne das Buch zu kaufen. Wenn Du es haben möchtest, signiere ich es Dir gerne mit einer ganz persönlichen Widmung für Dich. Hier kannst Du dieses Kapitel lesen ->

Fotos von der Etappe 12: POLANCO- COMILLAS

12 POLANCO- COMILLAS

Christian vor der Kirche

12 POLANCO- COMILLAS

Geschwungene Wege: 12 POLANCO- COMILLAS

12 POLANCO- COMILLAS

Ein Herz aus abbröckelndem Putz am Jakobsweg

12 POLANCO- COMILLAS

Hügelige Landschaft, 12 POLANCO- COMILLAS

12 POLANCO- COMILLAS

12 POLANCO- COMILLAS Firmengebäude

12 POLANCO- COMILLAS

12 POLANCO- COMILLAS, Immer dem gelben Jakobswegpfeil entlang

12 POLANCO- COMILLAS

Immer dem gelben Jakobswegpfeil entlang, 12 POLANCO- COMILLAS

12 POLANCO- COMILLAS

Raus aus Requejada

12 POLANCO- COMILLAS

Lange Schatten kurz nach dem Sonnenaufgang

12 POLANCO- COMILLAS

12 POLANCO- COMILLAS kurz nach dem Sonnenaufgang


    Christian Seebauer am Jakobsweg

    Ich freue mich, wenn Du mein Buch direkt bei mir bestellen möchtest! Gerne mit persönlicher handschriftlicher Widmung. Handsigniert. Optimal als Geschenk.

    Jakobsweg an der Küste
    Christian Seebauer: BURNOUT | Jakobsweg an der Küste 19,90 € Bewertung f�r das Buch




    Christian Seebauer: Israel Trail mit Herz. Details ->
    Buch zum Israel National Trail, Christian Seebauer, SCM
    Israel Trail mit Herz Bewertung 5 Sterne19,95 €
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    Was andere sagen ->

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    Jakobsweg Poster DIN A2 gefaltet. 4,90€. Erlös 100% an gemeinnützige Umwelt- oder Pilgergesellschaft


    Die 2. Woche am Jakobsweg (Camino de la Costa)

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Dass, was er sich am sehnlichsten gewünscht hätte, hatte er nicht: Kinder. Manu scheint das viele Geld, das er besitzt, zu verachten. Es beschert ihm kein Lebensglück, auf dessen Suche er nun ist. Er will deshalb den Jakobsweg ganz ohne Geld machen. Eine verrückte, aber nicht abwegige Idee. Was es heißt, ohne jegliches Geld unterwegs zu sein, kann man sich heute eigentlich gar nicht mehr vorstellen. Ich selbst wäre sicher schon am ersten Tag meiner Pilgerreise ohne Geld gescheitert. Klar, auch ich habe nicht vor, viel auszugeben. Ich mag keine Luxusunterkunft und auch für Essen möchte ich kaum etwas ausgeben. Nicht, weil ich es nicht habe, sondern weil es meinem Pilgergedanken zuwider läuft. Aber komplett ohne Geld. Da muss ich tief durchatmen. Was bedeutet das heute?< ...' Ausschnitt aus dem Buch JAKOBSWEG an der Küste | BURNOUT: Eine Wanderung auf schmalem Grat ISBN-13: 979-8618384704, Hinweis: Fotos sind nicht im Buch enthalten. Klöster und Kirchen gehören am Jakobsweg mit dazu. Sie sind einfach da! Selbstfindung. Auch für Nicht-Pilger geeignet! Die Urvariante des Jakobsweges - der Küstenweg - ist noch nahezu unbekannt. Dafür unvergleichlich schön! Nach einem Burnout beginnt für den Autor im idyllischen Hafenstädchen Irun das Abenteuer seines Lebens. Die Reise zu sich selbst! Es ist eine Reise auf schmalem Grat. 923 km liegen nun vor ihm. Unberührte Natur und die traumhafte Atlantikküste werden über lange Strecken zum festen Begleiter. Auf der Suche nach innerer Ruhe, Gelassenheit und dem eigenen „Ich“ entflieht der Autor in eine Welt, die ihn erdet. Und er findet Antworten. Lange, bevor der berühmte Camino Francés im Landesinneren zum ersten Mal beschritten wurde, pilgerten die ersten „Suchenden“ hier am Atlantik entlang. Und sie wurden wahrlich nicht enttäuscht. ISBN-13: 979-8618384704 Seit 2020 Independently published BURNOUT: Eine Wanderung auf schmalem Grat Jakobsweg an der Küste 303 Seiten unbebildert Zwei Pilgerfreunde vor der Pilgerherberge. Die letzten Kilometer der Etappe. Am höchten und schönsten Punkt liegt dann die Pilgerherberge. Jakobsweg an der Küste / Selbstfindung direkt vom Autor, signiert, EUR 19,90 Unterwegs auf dem Jakobsweg: Der Innenhof der Pilgerherberge. Alles sauber, gute Gelegenheit zum Waschen. Bereits um fünf Uhr morgens wache ich auf. Weil es so still ist, hätte man glauben können, dass die anderen Pilger schon weg sind. Es ist ein komisches Gefühl. Keine allgemeine Aufbruchsstimmung. Nur ich allein muss das mit mir nun ausmachen. Und das tue ich. Ich werde weitergehen. Es dauert nicht lange, bis ich fertig bin. Draußen ist es noch dunkel. Nur im Osten schimmert der Himmel schon ein wenig orange. Langsam verlasse ich die Herberge. Habe ich auch nichts vergessen? Wenn ich die Türe erst einmal hinter mir zuziehe, dann war‘s das. Gesagt, getan. Und zugesperrt. Den Schlüssel bringe ich wie gestern verabredet hinüber zu Ascension und werfe ihn bedächtig in den Briefkasten. Dann humple ich los Richtung Requejada. Ich fange an zu beten Wie in einem endlosen Rosenkranz habe ich auf den ersten Kilometern schon hundert Mal darum gebeten „Lieber Gott, bitte schenke mir Schuhe. Bitte mach meinen Fuß gesund“. Immer im Rhythmus des Gehens. Tatsächlich beschert mir das fortwährende Aufsagen so etwas wie einen Trancezustand und die Schmerzen werden erträglich. Ich bete und bete um Schuhe. Gestern habe ich unterwegs nicht gebetet. Mein Begleiter war die Wut im Bauch. Heute bete ich fortwährend. Meine Wut ist einer eigenartigen Stimmung aus Resignation und naiver Hoffnung gewichen. Denn wo, in aller Welt, sollte ich hier Schuhe finden. Das ist mir schon nicht in der „Hauptstadt“ Santander gelungen. Wo her also Schuhe? Aus Requejada? Einem Städtchen mit 792 Einwohnern? [12] Außerdem ist es viel zu früh. Gerade geht die Sonne auf. Die ersten Menschen fahren in die Arbeit. Doch viel ist hier wirklich nicht los. Trotzdem nehme ich den Fotoapparat heraus und knipse die Straße, auf deren Gehsteig ich gerade unterwegs bin. Mein Schatten ist ewig lang und schmal. Die Sonne steht direkt hinter mir. Und die Verkehrsschilder reflektieren vor dem dunklen Hintergrund den hellen orangefarbenen Sonnenschein. Eine traumhafte Morgenstimmung, die schöner gar nicht sein könnte. Plötzlich hupt ein vorbeifahrender Autofahrer und deutet mir seinen Daumen nach oben. Super, mach weiter? Er hat mich sicher humpeln sehen. Ich bete weiter und komme an einem klitzekleinen Kaffe vorbei. Doch heute möchte ich weder Kaffe, noch sonst was. Ich wünsche mir sehnlichst nur Schuhe. Am linken Fuß habe ich das hintere Befestigungsband der Sandale weg geklebt. Es geht nicht mehr zu, weil der Fuß einfach zu dick ist. Lieber Gott, schenk mir bitte Schuhe „Lieber Gott, schenk mir bitte Schuhe. Mach meine Füße wieder gesund“. Wie von ganz allein falle ich wieder in meinen gebetsmühlenartigen Rhythmus. Und ich weiß nun auch, warum es den Begriff „Gebetsmühle“ gibt. Ein Kilometer, Tausend Schritte. „Lieber Gott (links, rechts, links) – (3 Schritte PAUSE), bitte schenk mir Schuhe Gott (links, rechts, links). (3 Schritte PAUSE), mach meine Füße wieder gesund (links, rechts, links, rechts“. Und Sofort wieder weiter. Alle 16 Schritte beginne ich meinen Schuh-Rosenkranz von neuem. Und ich werde nicht müde, weiter zu flehen. Mit der in der Morgensonne erstrahlenden Chemiefabrik verlasse ich dann Requejada/ Barreda. Von 11 Meter über Null, führt mich ein kleines und einsames Sträßchen wieder ins Grüne und Einhundert Höhenmeter nach oben. Mit jedem Schritt wird die Aussicht erhabener und das mildert mein Elend. Doch ich weiß, mit Sandalen kann ich nie und nimmer weitergehen. Also bete ich weiter. Weder hoffe ich auf ein Wunder, noch denke ich an das Naheliegende: Den Abbruch meiner Reise. Mein Gehirn scheint völlig leer zu sein und außer dem Gebet läuft nichts weiter ab. Mein Gebet scheint sich nun sogar noch vieler weiterer Gehirnregionen zu bedienen, denn immer mehr passte es sich ganz exakt dem Rhythmus meiner Füße und dem Rhythmus meiner Atmung an. Längst denke ich mein Gebet nicht mehr nur, sondern ich murmle es laut vor mich hin. Ist ja auch keiner da, der mich hören kann. Aber erhören? Ich weiße es nicht. Ich glaube nicht daran, aber ich schließe es auch nicht aus. Mein Gebet bekommt eine Melodie Sogar eine musikalische Dimension ist nun gerade zu meinem Gebet hinzu gekommen. So merkwürdig es am Anfang auch war, so zu beten. Ich tue es einfach. Ich komme mir nicht mehr komisch dabei vor. Meine Verzweiflung und mein unerträgliches Selbstmitleid sind einer inneren Ruhe gewichen. Ich habe keine Pläne mehr. Nicht für heute. Auch nicht für morgen und erst Recht nicht für den Jakobsweg. Ich denke aber auch nicht mehr ans Aufhören. Das Gebet wirkt nun so vertraut wie ein Gutenachtlied für ein kleines Kind. Ich bin klein geworden, fürwahr. Und ich wehre mich nicht mehr dagegen. Ich fühle mich als Teil eines großen, ganz großen Ganzen. Und heute bin einfach hier. Kein Dörfchen kommt mehr, nur noch vereinzelte Häuser und Wiesen. Mit jedem Schritt bete ich weiter und wünsche mir gesunde Füße in richtigen Schuhen. Einen Pilger habe ich heute noch nicht gesehen. Zwischendrin meldet sich nun wieder meine „Regenwolke“, die mir sagt: Schuhe? Wo denn bitte? In einer nicht einmal viertausend Seelen-Gemeinde wie Santillana vielleicht? Und sicher haben die Größe 47. Natürlich. Ich schreie meine „Regenwolke“ an, endlich Ruhe zu geben und kehre zurück zu meinem Gebet „bitte gib mir Schuhe“. Nun wieder im Stillen. Als ich am frühen Morgen in das verträumte mittelalterliche Örtchen Santillana del Mar einlaufe (besser gesagt hinein humple), treffe ich auf dem sonst völlig menschenleeren Vorplatz der Kirche einen polnischen Pilger. Auch er humpelt und hat einen Verband um sein rechtes Kniegelenk. Er bittet mich in schlechtem Englisch darum, ein Foto von ihm zu machen. Ich erzähle ich ihm dann in Englisch von meinem Wunsch nach Schuhen. Diesen Satz fängt eine adrette Dame auf, die just in diesem Moment einem klapprigen alten weißen Peugeot entsprungen ist. Sie ist ursprünglich Engländerin, lebt aber schon seit Jahrzehnten hier in Santillana. Sie schlägt die verrostete Tür ihres Autos zu, so wie in einem italienischen Spielfilm aus den 50er Jahren. Und sie geht nun direkt auf mich zu. Höflich stellt sie sich vor, „Hallo, ich bin Charlotte“. Dann folgt eine lange Pause. „Und du brauchst also Schuhe?“ Charlotte blickt ausgiebig auf meine Sandalen und meinen geschwollenen Fuß. Der polnische Mitpilger nutzt diesen Moment, um sich schnell mit „Bon Camino“ zu verabschieden. Nun bin ich mit Charlotte allein. Noch immer hat sie nichts Weiteres gesagt. Sie blickt wieder nachdenklich auf meine Füße. Wie ein Arzt, der seinen Patienten begutachtet. Dann meint sie: „Will You go on with shoes?“, also: Wirst du weiter gehen, wenn du Schuhe hast? Ich zucke die Achseln. Das alles kommt mir ziemlich „spanisch“ vor. Dann zeigt Charlotte mit ihrem Arm quer über den stillen Dorfplatz hinüber auf ein steinernes Haus, welches - wie alles andere hier - direkt an das Kirchengemäuer angebaut ist. Charlotte zeigte auf eine verschlossene Doppelflügeltüre aus schwerem dunkelbraunen Holz und sagt: „Hier könntest du Schuhe bekommen. Aber nicht vor Elf. Und richte schöne Grüße von mir aus.“ Charlotte blickt auf ihre goldene Armbanduhr und wünscht mir alles alles Gute. Hoffen und warten Kaum bin ich allein, beginne ich mit meinen Zweifeln. Was soll hier denn sein? Kein Geschäft, kein Laden, nichts weiter als ein Tor mit fünf Namensschildern. Aber ich warte. Und ich warte. ... Wie es weiter geht, verrate ich Dir im Buch. Inhalt aus dem Buch BURNOUT: Eine Reise auf schmalem Grat , Jakobsweg an der Kueste und additive Fotos hier auf der Jakobsweg-Webseite (Fotos im Buch nicht enthalten. Tag 12: 36 km, 550 Höhenmeter, von Polanco über Requejada, Camplengo, Santillana del Mar; Cóbreces nach Comillas. (Aus dem Buch BURNOUT Jakobsweg von Christian Seebauer) Lieber Gott, schenk mir bitte Schuhe (Kapitel aus dem Jakobswegbuch zum Burnout/ Küstenweg) Also bete ich weiter. (Warum man pilgert) Mein Gebet bekommt eine Melodie (Camino del Norte und Camino de la Costa) Einen Pilger habe ich heute noch nicht gesehen. (Kapitel Jakobswege und Alternativen) Hoffen und warten (Kapitel Pilgerbuch) „No es un problema“! (Camino de la Costa) „Cuarenta y siete – impossible“. (Kapitel Küstenweg / Jakobsweg) Lieber Gott, das sind sie! (Camino de la Costa) Hunde am Jakobsweg (Kapitel Küstenweg / Jakobsweg) So klein ist die Welt (Pilgerbuch über den Jakobsweg an der Küste) Ganz ohne Geld am Jakobsweg (Pilgern am Küstenweg) Donativo: Gegen eine Spende (Kapitel aus dem Jakobswegbuch zum Burnout/ Küstenweg) An der Türe klopfen, für ein Brot (Pilgerbuch über den Jakobsweg an der Küste) Der Mönch, der uns nicht mochte (Depressionen und Hilfe am Jakobsweg) Wie sieht Gott aus? (Kapitel aus dem Jakobswegbuch zum Burnout/ Küstenweg) Was würde Gott dazu sagen? (Aus dem Buch BURNOUT Jakobsweg von Christian Seebauer) Die Ur-Eva ist mitten unter uns (Kapitel Küstenweg / Jakobsweg) Ein ewiges Weitergeben (Kapitel Jakobsweg an der Küste) Das Leben ist universell. Und göttlich. (Kapitel Pilgerbuch) „Ganz die Mama!“ (Camino del Norte und Camino de la Costa) Gottes Werk (Jakobswegbuch) Auf einer Wolke möchte ich nicht enden! (Pilgern am Küstenweg) Renne ihn tod! (Warum man pilgert) Du kannst auch kostenfrei ein wenig lesen, ohne das Buch zu kaufen. Wenn Du es haben möchtest, signiere ich es Dir gerne mit einer ganz persönlichen Widmung für Dich. Hier kannst Du dieses Kapitel lesen -> Fotos von der Etappe 12: POLANCO- COMILLAS Camino de la Costa/ Jakobsweg an der Kste H1 Inhaltsverzeichnis 12 POLANCO- COMILLAS Array ( [0] => Camino de la Costa: POLANCO- COMILLAS | Jakobsweg, Küstenweg [1] => Leseprobe aus dem Buch Jakobsweg an der Küste | Selbstfindung. Auch für Nicht-Pilger geeignet. EtappePOLANCO- COMILLAS [2] => Klöster und Kirchen gehören am Jakobsweg mit dazu. Sie sind einfach da! [3] => Zwei Pilgerfreunde vor der Pilgerherberge. [4] => Die letzten Kilometer der Etappe. Am höchten und schönsten Punkt liegt dann die Pilgerherberge. ) Inhalt H2 zum Camino de la Costa/ Jakobsweg an der Küste, Küstenweg Array ( [0] => Selbstfindung. Auch für Nicht-Pilger geeignet! [1] => Fotos von der Etappe 12: POLANCO- COMILLAS ) Jakobsweg an der Küste, Burnout, Inhaltsverzeichnis H3 Array ( ) 1313Inhalt aus dem Buch BURNOUT: Eine Reise auf schmalem Grat , Jakobsweg an der Kueste und additive Fotos hier auf der Jakobsweg-Webseite (Fotos im Buch nicht enthalten)
    • (Camino)
    • Tag 12: 36 km, 550 Höhenmeter, von Polanco über Requejada, Camplengo, Santillana del Mar; Cóbreces nach Comillas. (Kapitel Jakobsweg an der Küste)
    • Lieber Gott, schenk mir bitte Schuhe (Aus dem Buch BURNOUT Jakobsweg von Christian Seebauer)
    • Also bete ich weiter. (Camino de la Costa)
    • Mein Gebet bekommt eine Melodie (Warum man pilgert)
    • Einen Pilger habe ich heute noch nicht gesehen. (Kapitel Jakobswege und Alternativen)
    • Hoffen und warten (Camino de la Costa)
    • „No es un problema“! (Pilgern am Küstenweg)
    • „Cuarenta y siete – impossible“. (Camino de la Costa)
    • Lieber Gott, das sind sie! (Pilgerbuch über den Jakobsweg an der Küste)
    • Hunde am Jakobsweg (Pilgern am Küstenweg)
    • So klein ist die Welt (Camino de la Costa)
    • Ganz ohne Geld am Jakobsweg (Aus dem Buch BURNOUT Jakobsweg von Christian Seebauer)
    • Donativo: Gegen eine Spende (Camino de la Costa)
    • An der Türe klopfen, für ein Brot (Camino)
    • Der Mönch, der uns nicht mochte (Camino de la Costa)
    • Wie sieht Gott aus? (Jakobswegbuch)
    • Was würde Gott dazu sagen? (Kapitel Pilgerbuch)
    • Die Ur-Eva ist mitten unter uns (Kapitel Jakobswege und Alternativen)
    • Ein ewiges Weitergeben (Pilgerbuch über den Jakobsweg an der Küste)
    • Das Leben ist universell. Und göttlich. (Kapitel Küstenweg / Jakobsweg)
    • „Ganz die Mama!“ (Pilgern am Küstenweg)
    • Gottes Werk (Kapitel aus dem Jakobswegbuch zum Burnout/ Küstenweg)
    • Auf einer Wolke möchte ich nicht enden! (Kapitel Jakobswege und Alternativen)
    • Renne ihn tod! (Jakobswegbuch)
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    • . Aus dem Buch BURNOUT Jakobsweg von Christian Seebauer
    • Tag 12: 36 km, 550 Höhenmeter, von Polanco über Requejada, Camplengo, Santillana del Mar; Cóbreces nach Comillas.. Kapitel Jakobswege und Alternativen
    • Lieber Gott, schenk mir bitte Schuhe. Warum man pilgert
    • Also bete ich weiter.. Kapitel BURNOUT
    • Mein Gebet bekommt eine Melodie. Camino del Norte und Camino de la Costa
    • Einen Pilger habe ich heute noch nicht gesehen.. Camino
    • Hoffen und warten. Camino
    • „No es un problema“!. Aus dem Buch BURNOUT Jakobsweg von Christian Seebauer
    • „Cuarenta y siete – impossible“.. Camino del Norte und Camino de la Costa
    • Lieber Gott, das sind sie!. Camino del Norte und Camino de la Costa
    • Hunde am Jakobsweg. Warum man pilgert
    • So klein ist die Welt. Pilgerbuch über den Jakobsweg an der Küste
    • Ganz ohne Geld am Jakobsweg. Kapitel BURNOUT
    • Donativo: Gegen eine Spende. Kapitel Jakobswege und Alternativen
    • An der Türe klopfen, für ein Brot. Kapitel aus dem Jakobswegbuch zum Burnout/ Küstenweg
    • Der Mönch, der uns nicht mochte. Camino
    • Wie sieht Gott aus?. Warum man pilgert
    • Was würde Gott dazu sagen?. Pilgerbuch über den Jakobsweg an der Küste
    • Die Ur-Eva ist mitten unter uns. Kapitel aus dem Jakobswegbuch zum Burnout/ Küstenweg
    • Ein ewiges Weitergeben. Jakobswegbuch
    • Das Leben ist universell. Und göttlich.. Aus dem Buch BURNOUT Jakobsweg von Christian Seebauer
    • „Ganz die Mama!“. Warum man pilgert
    • Gottes Werk. Camino
    • Auf einer Wolke möchte ich nicht enden!. Aus dem Buch BURNOUT Jakobsweg von Christian Seebauer
    • Renne ihn tod!. Kapitel BURNOUT
    Fotos zum Camino de la Costa/ Jakobsweg an der Kueste Beitrag Keywords zu diesem Jakobsweg-Beitrag:

    Camino de la Costa, Camino del Norte

    Kuestenweg/ Jakobsweg an der Kueste/ Camino de la Costa Textauszug:

    Das Wunder von Santillana

    Tag 12: 36 km, 550 Höhenmeter, von Polanco über Requejada, Camplengo, Santillana del Mar; Cóbreces nach Comillas.

    Von Polanco über Requejada, Santillana, Camplengo, Cobreces nach Comillas. Ca. 36 km, flach.

    Bereits um fünf Uhr morgens wache ich auf. Weil es so still ist, hätte man glauben können, dass die anderen Pilger schon weg sind. Es ist ein komisches Gefühl. Keine allgemeine Aufbruchsstimmung. Nur ich allein muss das mit mir nun ausmachen. Und das tue ich. Ich werde weitergehen.

    Es dauert nicht lange, bis ich fertig bin. Draußen ist es noch dunkel. Nur im Osten schimmert der Himmel schon ein wenig orange.

    Langsam verlasse ich die Herberge. Habe ich auch nichts vergessen? Wenn ich die Türe erst einmal hinter mir zuziehe, dann war‘s das. Gesagt, getan. Und zugesperrt.

    Den Schlüssel bringe ich wie gestern verabredet hinüber zu Ascension und werfe ihn bedächtig in den Briefkasten. Dann humple ich los Richtung Requejada.

    Ich fange an zu beten

    Wie in einem endlosen Rosenkranz habe ich auf den ersten Kilometern schon hundert Mal darum gebeten

    „Lieber Gott, bitte schenke mir Schuhe. Bitte mach meinen Fuß gesund“.

    Immer im Rhythmus des Gehens.

    Tatsächlich beschert mir das fortwährende Aufsagen so etwas wie einen Trancezustand und die Schmerzen werden erträglich.

    Ich bete und bete um Schuhe. Gestern habe ich unterwegs nicht gebetet. Mein Begleiter war die Wut im Bauch. Heute bete ich fortwährend. Meine Wut ist einer eigenartigen Stimmung aus Resignation und naiver Hoffnung gewichen.

    Denn wo, in aller Welt, sollte ich hier Schuhe finden. Das ist mir schon nicht in der „Hauptstadt“ Santander gelungen. Wo her also Schuhe? Aus Requejada? Einem Städtchen mit 792 Einwohnern? [12]

    Außerdem ist es viel zu früh. Gerade geht die Sonne auf. Die ersten Menschen fahren in die Arbeit. Doch viel ist hier wirklich nicht los. Trotzdem nehme ich den Fotoapparat heraus und knipse die Straße, auf deren Gehsteig ich gerade unterwegs bin. Mein Schatten ist ewig lang und schmal. Die Sonne steht direkt hinter mir. Und die Verkehrsschilder reflektieren vor dem dunklen Hintergrund den hellen orangefarbenen Sonnenschein. Eine traumhafte Morgenstimmung, die schöner gar nicht sein könnte.

    Plötzlich hupt ein vorbeifahrender Autofahrer und deutet mir seinen Daumen nach oben. Super, mach weiter? Er hat mich sicher humpeln sehen.

    Ich bete weiter und komme an einem klitzekleinen Kaffe vorbei. Doch heute möchte ich weder Kaffe, noch sonst was. Ich wünsche mir sehnlichst nur Schuhe.

    Am linken Fuß habe ich das hintere Befestigungsband der Sandale weg geklebt. Es geht nicht mehr zu, weil der Fuß einfach zu dick ist.

    Lieber Gott, schenk mir bitte Schuhe

    „Lieber Gott, schenk mir bitte Schuhe. Mach meine Füße wieder gesund“. Wie von ganz allein falle ich wieder in meinen gebetsmühlenartigen Rhythmus. Und ich weiß nun auch, warum es den Begriff „Gebetsmühle“ gibt.

    Ein Kilometer, Tausend Schritte. „Lieber Gott (links, rechts, links) – (3 Schritte PAUSE), bitte schenk mir Schuhe Gott (links, rechts, links). (3 Schritte PAUSE), mach meine Füße wieder gesund (links, rechts, links, rechts“. Und Sofort wieder weiter. Alle 16 Schritte beginne ich meinen Schuh-Rosenkranz von neuem. Und ich werde nicht müde, weiter zu flehen.

    Mit der in der Morgensonne erstrahlenden Chemiefabrik verlasse ich dann Requejada/ Barreda.

    Von 11 Meter über Null, führt mich ein kleines und einsames Sträßchen wieder ins Grüne und Einhundert Höhenmeter nach oben. Mit jedem Schritt wird die Aussicht erhabener und das mildert mein Elend. Doch ich weiß, mit Sandalen kann ich nie und nimmer weitergehen.

    Also bete ich weiter.

    Weder hoffe ich auf ein Wunder, noch denke ich an das Naheliegende: Den Abbruch meiner Reise. Mein Gehirn scheint völlig leer zu sein und außer dem Gebet läuft nichts weiter ab. Mein Gebet scheint sich nun sogar noch vieler weiterer Gehirnregionen zu bedienen, denn immer mehr passte es sich ganz exakt dem Rhythmus meiner Füße und dem Rhythmus meiner Atmung an.

    Längst denke ich mein Gebet nicht mehr nur, sondern ich murmle es laut vor mich hin. Ist ja auch keiner da, der mich hören kann. Aber erhören? Ich weiße es nicht. Ich glaube nicht daran, aber ich schließe es auch nicht aus.

    Mein Gebet bekommt eine Melodie

    Sogar eine musikalische Dimension ist nun gerade zu meinem Gebet hinzu gekommen.

    So merkwürdig es am Anfang auch war, so zu beten. Ich tue es einfach. Ich komme mir nicht mehr komisch dabei vor. Meine Verzweiflung und mein unerträgliches Selbstmitleid sind einer inneren Ruhe gewichen.

    Ich habe keine Pläne mehr. Nicht für heute. Auch nicht für morgen und erst Recht nicht für den Jakobsweg. Ich denke aber auch nicht mehr ans Aufhören. Das Gebet wirkt nun so vertraut wie ein Gutenachtlied für ein kleines Kind.

    Ich bin klein geworden, fürwahr. Und ich wehre mich nicht mehr dagegen. Ich fühle mich als Teil eines großen, ganz großen Ganzen. Und heute bin einfach hier. Kein Dörfchen kommt mehr, nur noch vereinzelte Häuser und Wiesen.

    Mit jedem Schritt bete ich weiter und wünsche mir gesunde Füße in richtigen Schuhen.

    Einen Pilger habe ich heute noch nicht gesehen.

    Zwischendrin meldet sich nun wieder meine „Regenwolke“, die mir sagt: Schuhe? Wo denn bitte? In einer nicht einmal viertausend Seelen-Gemeinde wie Santillana vielleicht? Und sicher haben die Größe 47. Natürlich. Ich schreie meine „Regenwolke“ an, endlich Ruhe zu geben und kehre zurück zu meinem Gebet „bitte gib mir Schuhe“. Nun wieder im Stillen.

    Als ich am frühen Morgen in das verträumte mittelalterliche Örtchen Santillana del Mar einlaufe (besser gesagt hinein humple), treffe ich auf dem sonst völlig menschenleeren Vorplatz der Kirche einen polnischen Pilger. Auch er humpelt und hat einen Verband um sein rechtes Kniegelenk. Er bittet mich in schlechtem Englisch darum, ein Foto von ihm zu machen. Ich erzähle ich ihm dann in Englisch von meinem Wunsch nach Schuhen. Diesen Satz fängt eine adrette Dame auf, die just in diesem Moment einem klapprigen alten weißen Peugeot entsprungen ist. Sie ist ursprünglich Engländerin, lebt aber schon seit Jahrzehnten hier in Santillana.

    Sie schlägt die verrostete Tür ihres Autos zu, so wie in einem italienischen Spielfilm aus den 50er Jahren. Und sie geht nun direkt auf mich zu.

    Höflich stellt sie sich vor, „Hallo, ich bin Charlotte“. Dann folgt eine lange Pause. „Und du brauchst also Schuhe?“

    Charlotte blickt ausgiebig auf meine Sandalen und meinen geschwollenen Fuß.

    Der polnische Mitpilger nutzt diesen Moment, um sich schnell mit „Bon Camino“ zu verabschieden. Nun bin ich mit Charlotte allein. Noch immer hat sie nichts Weiteres gesagt. Sie blickt wieder nachdenklich auf meine Füße. Wie ein Arzt, der seinen Patienten begutachtet.

    Dann meint sie: „Will You go on with shoes?“, also: Wirst du weiter gehen, wenn du Schuhe hast? Ich zucke die Achseln. Das alles kommt mir ziemlich „spanisch“ vor.

    Dann zeigt Charlotte mit ihrem Arm quer über den stillen Dorfplatz hinüber auf ein steinernes Haus, welches – wie alles andere hier – direkt an das Kirchengemäuer angebaut ist.

    Charlotte zeigte auf eine verschlossene Doppelflügeltüre aus schwerem dunkelbraunen Holz und sagt: „Hier könntest du Schuhe bekommen. Aber nicht vor Elf. Und richte schöne Grüße von mir aus.“

    Charlotte blickt auf ihre goldene Armbanduhr und wünscht mir alles alles Gute.

    Hoffen und warten

    Kaum bin ich allein, beginne ich mit meinen Zweifeln. Was soll hier denn sein? Kein Geschäft, kein Laden, nichts weiter als ein Tor mit fünf Namensschildern. Aber ich warte. Und ich warte.

    Noch sind es fast drei Stunden bis elf Uhr. In einem Hinterhof befindet sich ein recht schickes Hotel. Nach innen traue ich mich in meinem Outfit nicht, deshalb frage ich höflich, ob ich mich im ansonsten verlassenen Innenhof auf eine Tasse Kaffee hinsetzen dürfte.

    Die Kellnerin macht mir einen Tisch mit Tischdecke fertig und bringt den Kaffee. Weil ich aufstehe, um meinen Pilgerführer aus der Hosentasche zu holen, verschütte ich die gerade gebrachte volle Tasse Kaffe. Die Tasse fliegt zu Boden und zersplittert. Mann, schaffe ich es als Pilger nicht einmal, eine Tasse Kaffee ordentlich zu trinken?

    Peinlich berührt versuche ich mit der Papierserviette das Schlimmste aufzuwischen und hebe die Scherben auf.

    Noch bevor ich wieder richtig sitze, ist die Kellnerin schon da, hat eine neue Tischdecke und neuen Kaffe dabei. Dieses Mal ein ganzes Kännchen.

    Sie lächelt sanftmütig und meint:

    „No es un problema“!

    So lese ich nun ein wenig im Reiseführer. Oder besser gesagt, ich schaue einfach nur hinein. Als es dann Dreiviertel elf ist, verlangt die Kellnerin von mir einen Euro und fünfzig Cent. Das Missgeschick möchte sie sich auf keinen Fall bezahlen lassen.

    Bedächtig marschiere ich zurück zum Dorfplatz. Ein Dorfmitarbeiter reinigt gerade einen Brunnen und die ersten Bewohner zeigen sich. Doch Geschäfte erblicke ich hier nicht. Wird es hier wirklich Schuhe geben? Was für eine abenteuerliche Vorstellung. Ich fange wieder an, still und leise zu beten. Dieses Mal das Vater unser.

    Ich habe mich auf der Steinstufe vor der Tür niedergelassen und ein Dorfpolizist nähert sich. Wird er mich als Vagabunden ansprechen? Nein. Er lächelt mich an und nickt. Dann geht er weiter.

    Nun ist es fünf vor elf. Ich bin völlig perplex, als um exakt elf Uhr mit dem Glockenschlag der Kirchturmuhr von innen ein Schlüssel herumgedreht wird. Sofort stehe ich auf und trete ein paar Schritte zurück.

    Von innen wird ein Fensterladen hochgezogen und die Türe öffnet sich.

    Zum Vorschein kommt tatsächlich ein Schuh- und Lederwarenladen. Er ist höchstens einen Gang breit. Aus Anstand warte ich noch einige Minuten, bevor ich dann den Laden mit meinem Rucksack betrete. Alles ist ziemlich dunkel und auf aller engstem Raum.

    Mit meinem Rucksack kann ich mich kaum richtig umdrehen. Darum nehme ich ihn ab und stelle ihn vor meine Füße.

    Ich stehe wohl der Besitzerin des Ladens gegenüber. Sie ist bestimmt schon um die Achtzig und grüßt mich sehr freundlich. Sie strahlt eine unglaubliche Ruhe aus.

    Gleich als erstes frage ich nach Schuhen: Größe 47.

    Dann folgt erst einmal Schweigen. Wie vom Blitz getroffen, verharrt die alte Dame hinter ihrem Tresen und starrt auf meine Füße.

    Sie reibt sich mit ihren Händen über den Mund und schüttelt sehr langsam ihren Kopf. Nun blickt sie mich direkt an und sagt sehr langsam

    „Cuarenta y siete – impossible“.

    Keine Chance.

    Entkräftet und deprimiert sacke ich auf den Anprobierschemel. Was habe ich denn erwartet? Habe ich wirklich geglaubt, dass man sich Schuhe einfach so herbei beten kann? Und Größe 47 ist ja nur die halbe Wahrheit. Eigentlich bräuchte ich 47 ½.

    Die Ladeninhaberin sieht mich verlegen an und zuckt mit den Achseln. Ich habe den Eindruck, dass sie gerade sehr betroffen ist, denn sie beißt sich seitlich in den Zeigefinger.

    Gerade geht die Tür mit einem Klingeln auf und eine junge spanische Kundin betritt den Laden. Die Besitzerin wendet sich nun von mir ab und lässt mich sitzen. Nachdem sie die Kundin begrüß hat, wendet sie noch einmal einen Blick auf mich, doch von jetzt an starre ich in den Boden. Ich habe meine Hände gefaltet und beginne wieder zu beten.

    Völlig überraschend lässt sie ihre Kundin stehen und wendet sich an mich. „Cuarenta y siete, momento“.

    Ein Gedankenblitz liegt in der Luft. Sie erzählt mir von einem übergroßen Paar Schuhen, die schon seit vielen Jahren in einer Holzschublade auf mich warten würden. Sie erinnere sich nur nicht mehr genau, in welcher der Schubladen sie verstaut wären. Dann geht sie umher und öffnet verschiedene Schubladen. Die spanische Kundin wird nun von der Tochter der alten Dame weiter bedient, die gerade eben eingetroffen ist.

    Und wieder öffnet die Dame eine Schublade. Und dann hält sie inne. Mit langen Atemzügen sieht sie hinein und nickt. Sie holt ein paar braune Wanderschuhe hervor, die unförmig groß und klobig aussehen.

    Sofort weiß ich:

    Lieber Gott, das sind sie!

    Das sind meine Schuhe! Das müssen sie sein. Riesengroß und breit. Ich kann mein Glück nicht fassen. Als mir die alte Dame die Schuhe in meine Hände übergibt, fließen mir Tränen von den Wangen.

    Die Schuhe sitzen wie angegossen. Zwar eng, aber sie passen. Diese Schuhe haben wohl Jahre lang nur auf mich gewartet. Ich lasse beide Schuhe an und packe meine Sandalen in den Rucksack. Die alte Dame bekommt leuchtende Augen und scheint ebenfalls sehr berührt zu sein, als sie mich so auf dem Schemel sieht. Sie ahnt wohl, was mir diese Schuhe bedeuten würden. Nun laufen mir die Tränen richtig hinunter und es verschnürt meine Kehle.

    Respektvoll geht sie also zu ihrer Tochter und mischt sich in das Verkaufsgespräch mit der spanischen Kundin.

    Erst als ich aufstehe, kommt sie zu mir zurück. Sie sieht mich lange an und macht mir dann einen Verlegenheitspreis: 15 Euro!

     

    Als ich gehe, kommt sie mir nach und umarmt mich vor ihrer Ladentüre. Sie macht mir mit ihren Fingern ein Kreuzzeichen auf die Stirn und wünscht mir einen Bon Camino!

    Als ich mich nach zweihundert Metern noch einmal umdrehe, steht sie noch immer da und sieht mir nach. Erst als ich um ein paar Ecken verschwunden bin, bücke ich mich und entferne das linke Schuhband. Der linke Schuh sitzt nun perfekt und wirkt wie ein Druckverband. Er presst meinen linken Fuß fest ein, während ich rechts bequem Platz habe.

    Gleich auf den ersten Metern hinter Santillana merke ich: Das tut unheimlich gut. Das eigentliche Wunder geschieht aber ganz im Stillen. Man merkt ja den Schmerz nur, wenn er da ist. Und nicht, wenn er nicht mehr da ist. Er war nicht mehr da!

    Mein Gebet wurde erhört!

    Oh Gott, ich kann wieder laufen! Gut sogar. Meine Gedanken schweifen endlich wieder um traumhafte Feldwege, Wiesen und Felder. Ich entdecke neue Blumen wie den Wiesenfenchel. Mein Bewusstsein kann sich wieder voll und ganz den schönen Seiten widmen. Ich danke Gott in einem sehr langen Gebet und gehe einfach vor mich hin. Weiter und immer weiter.

    Schritt für Schritt geht es hinauf auf einen Hügel. Von weiten her ist die alte Kirche San Pedro von Oreña sichtbar, ganz in Stein und mit flachem Dach. Erhaben über alles Weltliche. Hier bekomme ich Wasser und finde ein wenig Zeit für mich selbst. Die Kirche ist zwar verschlossen, aber ich genieße die Stille, die hier oben herrscht.

    Der weitere Weg verläuft in einer über und über grünen Landschaft. Am Horizont türmen sich Berge auf. Und da liegt Schnee! Mitten im Sommer.

    Pferde begleiten mich neugierig auf meinem Weg durch die „Prärie“. Und ich finde auch wieder Gefallen daran, ein wenig Weißbrot mit Salami in einem stillen und schattigen Eck zu genießen. Für eine halbe Stunde schlafe ich ein.

    Dann geht es mit großen Schritten voran Richtung Cóbreces. Immer wieder komme ich an vereinzelten Häusern vorbei, deren Gärten mit blühenden Geranien überwuchert sind.

    Mein Weg bietet mir ein sanftes Auf und Ab zwischen 50 und knapp 200 Höhenmetern und damit immer wieder fantastische Blicke durch die weitläufige und abwechslungsreiche Hügellandschaft. Niemals hätte ich mir „Spanien“ so vorgestellt. Angenehme Temperaturen, grüne Weiden, ländliches Leben und immer neue Aussichten auf das was gerade unter mir liegt, oder eben über mir liegt. Dann geht es wieder bergauf in zahllosen Serpentinen und Kurven.

    Hunde am Jakobsweg

    Nun erblicke ich weit weg von mir den ersten Pilger des Tages, der einsam seines Weges zieht. Ich gehe schon lange an einem Weidezaun entlang und nähere mich einem alten Gehöft. Wie immer, bellen mich auch hier die Hunde schwanzwedelnd an.

    Fast überall hier auf dem Weg gibt es Hunde. In jedem Vorgarten, auf jedem Hof. Und obwohl ich eigentlich ein wenig Angst vor Hunden habe, weiß ich: Hier werden sie mir nichts tun. Ich bin ein Pilger!

    So stehe ich also vor einem bellenden recht großen Hund. Und obwohl er nicht angebunden ist, habe ich heute keinerlei Angst. Aus der Stalltüre kommt ein spanischer Bauer, so in meinem Alter und geht in Richtung seines schwarzen Jeeps. Er schaut mich an und sieht seinen bellenden Hund.

    Auf Dialekt ruft er mir etwas zu, bestimmt so etwas wie „der tut nichts“. Dann dreht er um und bietet mir an, meine Wasserflasche mit frischem Wasser zu füllen.

    Das verschlafene Örtchen Cóbreces kommt näher. Am frühen Nachmittag stehe ich jetzt allein vor den Pforten des Zisternenklosters. Meine Schuhe lasse ich an.

    So klein ist die Welt

    Ich setzte mich nieder auf den Steinstufen des Empfangshauses. Gegen halb drei würde geöffnet sein. Zwei Pilger, die ich schon kenne, stoßen nun zu mir und setzten sich ebenfalls. Es ist Manu und der wortkarge Jesustyp. Wie immer oben ohne, vergammelt und abgemagert.

    Erst einmal sitzen wir nun ohne Worte alle drei auf den Steinstufen. Noch immer kommt mir Manu irgendwie bekannt vor.

    Und auch Manu hat immer noch das gleiche Gefühl. Doch woher sollten wir uns schon kennen? Beim Durchforsten unserer Vergangenheiten finden wir absolut keine Gemeinsamkeiten. Er kommt aus Spanien, ist Ingenieur der Kunststofftechnik und hat eine eigene Firma.

    Kennt er meinen Bruder, der mir ähnlich sieht und die gleiche Stimme wie ich hat? Er ist ebenfalls Ingenieur der Kunststofftechnik und hat ebenfalls seine eigene Firma. Er reist sicher viel umher und vielleicht kennen sich die beiden aus der Branche? Aber zugegeben, das wäre schon etwas weit hergeholt.

    Dann erzählt er mir, dass er Zulieferer für Audi ist. Auch mein Bruder hat dort Kontakte, glaube ich. Ich selbst bin aber in Ingolstadt kaum unterwegs.

    Manu nächtig auch nicht in Ingolstadt, sondern regelmäßig in einem kleinen Hotel in Velburg. Da macht es bei mir schlagartig Klick.

    In Velburg war ich die letzten Jahre einmal die Woche über Nacht, um Vorträge zu halten. Und als ich den Namen des Hotels sage, fängt Manu an zu lachen, steht auf und umarmt mich.

    Da haben wir uns also wohl jahrelang gesehen und nicht von einander Notiz genommen. Beide immer im strengen Anzug, das Laptop ausgebreitet und keine Zeit, sich mal die anderen Gäste anzusehen.

    Wir mussten uns also schon viele Male begegnet sein, ohne uns zu beachten. Wir kennen die gleiche Bedienung, die gleichen Leute, die gleichen Räumlichkeiten. Und doch sind wir uns bewusst noch nicht begegnet. Wie klein die Welt doch ist.

    Ganz ohne Geld am Jakobsweg

    Manu hat finanziell wohl alles erreicht im Leben. Er ist satt aber völlig ausgebrannt. Er sieht schon lange keinen Sinn mehr in seinem Tun, stellt einfach alles in Frage und wirkt nun, wo er so erzählt hilflos wie ein kleines Kind.

    Dass, was er sich am sehnlichsten gewünscht hätte, hatte er nicht: Kinder. Manu scheint das viele Geld, das er besitzt, zu verachten. Es beschert ihm kein Lebensglück, auf dessen Suche er nun ist. Er will deshalb den Jakobsweg ganz ohne Geld machen. Eine verrückte, aber nicht abwegige Idee.

    Was es heißt, ohne jegliches Geld unterwegs zu sein, kann man sich heute eigentlich gar nicht mehr vorstellen. Ich selbst wäre sicher schon am ersten Tag meiner Pilgerreise ohne Geld gescheitert. Klar, auch ich habe nicht vor, viel auszugeben. Ich mag keine Luxusunterkunft und auch für Essen möchte ich kaum etwas ausgeben. Nicht, weil ich es nicht habe, sondern weil es meinem Pilgergedanken zuwider läuft. Aber komplett ohne Geld. Da muss ich tief durchatmen. Was bedeutet das heute?

    Ohne Geld, das heißt, an Türen zu klopfen und zu betteln. Das bedeutet auch, von der Fürsorge anderer abhängig zu sein. Und zwar vollständig. Ja, das bedeutet buchstäblich von der Hand in den Mund zu leben.

    Donativo: Gegen eine Spende

    Manu erzählt mir, dass er gerade am Anfang Probleme gehabt hat, weil er ja nicht unbedingt in den billigsten Klamotten unterwegs war. Jetzt aber ist es kein Thema mehr, zu klopfen und zu fragen.

    Aber wie übernachten? Eine Pilgerherberge kostet zwar nicht viel, aber sie kostet. 5 Euro muss man einplanen.

    Wenn ich jetzt genau darüber nachdenke, stimmt das so allerdings nicht. Denn viele Pilgerherbergen nehmen keinen festen Geldbetrag, sondern bitten um ein „Donativo“ – eine Spende. Und wer nichts hat, kann auch nichts spenden. Jetzt nicht. Aber in seinem späteren Leben ganz gewiss.

    An der Türe klopfen, für ein Brot

    Wie kann man sich das vorstellen, wenn ein Pilger an einer Tür läutet (meistens klopft oder ruft, weil Türklingeln fehlen)? Gut, Manu ist Spanier. Er kann sich besser erklären. Aber ist spanisch da ein Vorteil?

    Wie oft hat er seine Geschichte schon erzählt? Und welche Geschichte erzählt er. Manu ist ganz sicher nicht der Typ, der einen auf Mitleid macht. Er ist besinnlich, fröhlich und geradeaus.

    Würde ich einem körperlich ausgemergelten Menschen, der einfach an meiner Haustüre steht zu Essen geben? Jein. Oder doch ja? So etwas ist mir noch nie passiert. Zeitschriftenverkäufer behandle ich je nach Laune oder persönlichem Eindruck. Und auch sonst engagiere ich mich vielerorts im Stillen, wenn ich kann. Aber das einer um Essen gebeten hat, das habe ich selbst noch niemals erlebt. Was also würde ich tun? Ich denke, verhungern lassen würde ich ihn nicht. Denn er ist mir sympathisch.

    Manu meint sogar, die Menschen erfahren so etwas wie eine kleine Befreiung, wenn sie ihm etwas geben. Er meint, dass die Menschen in den Häusern schon geweint haben, bestürzt waren und sich alte Ehepaare ganz beklommen umarmt haben.

    Selten jedenfalls werde er barsch zurück gewiesen. Und auch dann nehme er es an. Es sei sein Schicksal, und er danke auch denen von tiefsten inneren Herzen, die nichts geben. Er bete für die, die nur an den Gardinen stehen und sich nicht zu öffnen wagen.

    Manu reicht mir einen Apfel. Einen, den er selbst geschenkt bekommen hat. Ich nehme ihn an. Dennoch läuft es mir kalt den Rücken hinunter, als ich hineinbeiße.

    Der Mönch, der uns nicht mochte

    Der Mönch, der gerade gemächlich auf uns zukommt, öffnet uns die Pforte zum Empfangshäuschen. Doch er ist mir fremd. Obwohl er freundlich lächelt, habe ich keinen Zugang zu ihm. Gemeinsam haben wir das ungute Gefühl, nicht wirklich willkommen zu sein. Wobei – willkommen sind wir vielleicht schon. Dieses Merkwürdige vor ihm Stehen kann ich einfach nicht beschreiben. Die anderen haben es auch.

    So lassen wir uns einen Stempel für den Pilgerausweis geben und geben vor, dass es uns nur darum gegangen sei. Keiner von uns Dreien sagt noch irgendetwas vom Übernachten. Doch. Er ist nett. Und ja, in einem Kloster zu schlafen, wäre bestimmt wieder eine schöne Erfahrung. Aber das merkwürdige Bauchgefühl steht wie eine Wand zwischen ihm und uns.

    Wie sieht Gott aus?

    Ohne groß nachzudenken, machen wir uns noch auf zu einer weiteren Etappe nach Comillas. An meinen Fuß denke ich gar nicht mehr.

    Der Jesus-Typ, den Manu im Schlepptau hat, ist mir genauso fremd. Mit seinen schulterlangen braunen, struppigen Haaren und seinem langen Bart sieht er wirklich aus, wie einem Jesusbild entsprungen. Halbnackt pilgert er vor sich hin. Er ist ein Einzelgänger und sein Seelenleben durchblicke ich nicht. Er will es auch nicht.

    So könnte Jesus ausgesehen haben. Zumindest sieht er auf den Millionen von Heiligenbildern in aller Welt so aus. Aber genauso könnte auch ein Al-Kaida-Kämpfer aussehen. Eher jedenfalls, als wie einer, der in unserer westlichen Welt arbeitet. Und während wir uns so sehr an das Aussehen von Jesus gewöhnt haben, dass er uns trotz andersartigem Aussehen völlig vertraut ist, sind Muslime mit Bart für uns oft fremdartig. Trug Jesus überhaupt einen Bart? Wann wurde er zum ersten Mal gezeichnet? Entspringt das erste Bild Jesu der Fantasie eines Künstlers? Oder wurde es über die Jahrhunderte immer wieder an das gültige und vertraute Weltbild angepasst? Hat er sich also verändert? Und warum wird er jetzt nicht mehr angepasst? Schließlich haben sich die Welt und die Mode doch gerade in den letzten einhundert Jahren vollkommen verändert. Und wie sieht Gott selbst eigentlich aus? Ist er seinem Sohn irgendwie ähnlich? Auf all meine Fragen, die mir so beim Weitergehen kommen, habe ich keine Antwort.

    Ich hoffe, dass aus meinem Buch nie ein Zitat Jesus – Al Kaida falsch zitiert wird. Ich meine den Vergleich in keinster Weise böse oder respektlos. Was trennt überhaupt die Religionen?

    Ich selbst habe vor vielen Jahren die Bibel gelesen (manches habe ich ausgelassen) und vor vier Jahren habe ich auch den Koran gelesen, weil ich neugierig war. Und da ist wenig, was uns trennt. Vielmehr ist das meiste, das Allermeiste eine tiefgreifende Werteordnung, die uns verbindet.

    Abgesehen davon, dass es immer Zeiten gab und geben wird, an denen das Gemeinsame missachtet wird und nur das scheinbar Gegensätzliche zum Leitmotiv Generationen langer Auseinandersetzungen erhoben wird.

    Was würde Gott dazu sagen?

    Streitet auch er sich da oben um die Vorherrschaft mit anderen Göttern und Propheten? Oder schüttelt er einfach den Kopf darüber, weil es ihm völlig egal ist, wie wir Menschenwesen ihn nennen. Und welchen Namen wir ihm geben?

    Ja, ich glaube fest an eine höhere Gewalt. Und ja, es gibt wohl immer mehr Menschen, die zwar nicht jeden Sonntag in die Kirche gehen, gerne Kirchensteuer bezahlen und so fromm tun, wie das noch vor 60 Jahren der Fall war. Aber der Glaube an Gott ist, so erfahre ich hier, doch vorhanden. Und vielleicht nicht weniger als vor vielen Jahren.

    Es mag sein, dass die Kirche – als Institution einer gewissen Mode unterliegt, mal mehr und mal weniger populär ist. Aber Gott ist allgegenwärtig. Auch in den Köpfen vieler Pilger, die sich selbst als glaubenslos bezeichnen. Doch sie sind hier auf diesem Weg, um Gott zu erfahren!

    Das ewige Leben

    Ist der Sinn des Lebens das ewige Leben? Und wenn, was ist es, das ewige Leben?

    Wenn wir uns der Frage wissenschaftlich nähern, dann landen wir wieder bei der Philosophie. Doch was ist es? Ist das ewige Leben, das wir hier unten nicht umsonst sind, sondern irgendetwas Gutes weitergeben? Etwas, was nach uns fortlebt und vielleicht sogar hin und wieder an uns denken wird?

    Sind es die Gene, die wir bei der Zeugung „teilen“ und aus dem Gott dann ein neues menschliches Lebewesen erschafft? Ganz neu, ganz eigenständig und doch auf immer und ewig ein Teil von uns. Mit der heutigen Genforschung lassen sich bestimmte Gene, also Eigenschaften, die in die vier Stoffe Adenin, Thymin, Guanin und Cytosin (A, T, G und C) gegossen sind, noch tausende Jahre zurückverfolgen. Es lassen sich Fragen beantworten, wohin Menschengruppen gezogen sind und woher sie ursprünglich stammen.

    Die Ur-Eva ist mitten unter uns

    Natürlich wird es keine Ur-Eva und keinen Ur-Adam geben, sondern einen fließenden Übergang, Abspaltungen, Wanderschaften und dann getrennt erfolgte Entwicklungen, die sich dann aber auch wieder vermischt haben. Aber es geht immer weiter.

    Wenn ich also heute noch Gene in meiner DNA trage, die schon vor Zehntausenden von Jahren eine Ur-Ur-Ur…-Oma weitergegeben hat, dann hat sie sich doch mit mir und den vielen anderen Nachfahren doch unsterblich gemacht! Es lebt noch immer etwas von ihr weiter.

    Vielleicht war es genau ihre Sturheit, die bei mir am Jakobsweg immer wieder durchgekommen ist. Oder vielleicht war auch sie hin und wieder nachdenklich, depressiv oder melancholisch. So wie ich.

    Ein ewiges Weitergeben

    Ist das ewige Leben also ein ewiges Weitergeben? Zumindest die Theorie könnte man so aufstellen. Was aber ist dann mit denjenigen, die kein leibliches Kind haben oder haben können? Auch hier könnten wir noch wahre Wunder in der Forschung erleben. Denn Gene sind wohl längst nicht so starr und unveränderlich, wie heute vielleicht noch angenommen. Gut denkbar, dass sie sich durch äußere Einwirkungen wie Erziehung, Nachahmung etc. „ein- und ausschalten“ können und sich auch dadurch „verändern“. Zwar wird ein adoptiertes Kind keine vererbten Elterngene tragen, aber es könnte dennoch durch Vorgänge, von denen wir noch heute kaum etwas wissen mancher Gen-Abschnitt an die Eltern angepasst werden. Es würde sich rentieren, zu untersuchen, ob und wie wir auch adoptierten Kindern genetisch etwas „mit auf den Weg“ geben können. Dauerhaft und weitervererbbar. Dass sich jedenfalls die Verdrahtung des Gehirns durch das Erlernen, Nachahmen und durch elterliche Vorbilder verändert, scheint gesichert zu sein. Warum soll man davon nicht etwas vererben können?

    Vielleicht entdecken wir eines Tages noch viel mehr, jenseits der Gene, die ja nur den Stand unseres heutigen Wissens markieren.

    Wir Menschen betrachten uns als den Gipfel der Schöpfung. Doch sind wir das? Oder sind wir lediglich die bunte Spielwiese, die aus den „primitiven Einzellern“ nur deshalb gerade aufblüht, weil uns das Universum mal eben einen relativ ruhigen kosmischen Zeitraum geschenkt hat?

    Die letzten 500.000 Jahre war es wohl einfach recht „easy“ für uns. Die Erde selbst besteht aber schon 4,6 Milliarden Jahre und hat schon deutlich unruhigere Zeiten hinter sich. Dennoch gibt es „Leben“ nach heutigem Stand wohl seit 4 Milliarden Jahren.

    Menschen glauben ja oft nur, was sie sehen. (Außer sie sind gerade eben auf dem Jakobsweg und lassen ihren Gedanken endlich wieder einmal völlig freien Lauf.) Wir wissen kaum etwas über das Leben in den Ozeanen, von denen mich zumindest der Atlantik stets zu meiner Rechten schon seit 12 Tagen begleitet.

    Das Leben ist universell. Und göttlich.

    Und noch weniger wissen wir über das Leben im Gestein. Richtig gelesen: Im Gestein! Erst jetzt entdecken wir langsam, dass tausende Meter unter uns, verborgen im Gestein, tatsächlich „primitive“ Lebewesen existieren. Extremophile nennen wir sie, weil sie an so extremen Orten (über)leben, dass wie sie dort noch vor wenigen Jahren niemals vermutet hätten.

    Manche von ihnen benötigen weder Sauerstoff noch Licht. Und dennoch tragen sie einen Teil des universellen Bauplans in sich, der das ewige Leben ausmachen könnte. Diese „Primitiven“ könnten es auch gewesen sein, die das aufkeimende Leben in der ersten wilden Geschichte unserer Erde immer wieder aufs Neue zum Leben erweckt haben, als es durch astronomische Katastrophen größtenteils ausgelöscht wurde. Und das könnte sogar des Öfteren geschehen sein. Vielleicht tragen diese Extremophile die Grundbausteine des Lebens in sich und können das Leben immer wieder neu entflammen. Nur genügend Zeit braucht es dann noch.

    Betrachtet man die Eigenschaften, die diese „Lebewesen“ haben können, dann kommt man ins Staunen. Manche können noch in kochendem Wasser leben, andere in Säure, wieder andere in lebensfeindlichem Salz oder unter gigantischem Druck. Auch Minusgrade sind für manche kein Problem oder das „Überwintern“ über Jahrtausende, um dann eines Tages wieder zum Leben zu erwachen, erscheint möglich. Selbst im Weltall, ganz ohne Atmosphäre und hohen Strahlungen ausgesetzt, kann dieses Leben doch überleben. Und auch mit Giftstoffen, Schwermetallen und sogar Uran sollen manche zurechtkommen. Selbst in Tschernobyl sollen heute an der Reaktorwand Extremophile leben, die anstatt Sonne radioaktive Strahlung mit Hilfe eines Pigments in Energie umsetzen können. [13] In unserer Welt scheint es also eine schier unendlich große Anzahl von Lebewesen zu geben, die durch ihre Robustheit und Wandlungsfähigkeit so gut wie überall zu Hause sind. Auch das scheint so etwas wie das ewige Leben zu sein.

    Das Leben an sich immer wieder auch in komplexeren Formen auch als Mehrzeller aufgekeimt, scheint also nur die Frage einer längeren und ruhigeren Zeitepoche zu sein, auf die es gewartet hat und in der es sich dann in verschwenderischer Schönheit entfalten kann.

    Selbst das Phänomen der die Zellteilung an sich erinnert an das ewige Leben.

    „Ganz die Mama!“

    Vor vielen Jahrtausenden wussten die Menschen zwar noch nichts von einem Genom, aber dass bestimmte Eigenschaften des ersten auf den nächsten überspringen (also vererbt werden), das konnte doch durch bloße Beobachtung auch damals schon jedermann begreifen. Schon immer wird es den Spruch gegeben haben „das Kind ist ja ganz die Mama“. Und schon immer wird der Spruch „es ist ganz der Papa“ etwas „gefährlicher“ gewesen sein.

    Durch reine Beobachtung wurde mit Sicherheit der das „ewige Leben“ immer wieder beflügelt. Doch wie ist es entstanden, das Leben?

    Ich bin mir sicher, wir wissen heute noch gar nichts!

    Gottes Werk

    Natürlich kann es sein, dass bald auch in der Ursuppe eines Labors sich „zufällig“ die ersten Atome zu Aminosäuren zusammentun, die wiederum zur DNA werden und irgendwann zu einer Zelle und zu mehreren Zellen usw. Aber ist das ein Beweis für den Zufall und ein Beweis gegen Gott? Oder wäre das nicht vielmehr ein Beweis für Gott und für eine höhere Instanz, die eben alles so geschaffen hat, das sich Materie eben ganz einfach mit einem göttlichen Bauplan zu Leben formen möchte?

    Auch über unser Universum wissen wir noch nicht wirklich viel. Genauso wenig wissen wir über das Reich der kleinsten Dinge wirklich Bescheid. Noch suchen wir Leben immer da draußen, im Universum. Aber könnte nicht jedes Atom, jedes Elektron und jedes noch so winzige Quark wiederum selbst ein kleines Universum sein? Suchen wir nur in den falschen, also in unseren eigenen Dimensionen nach Leben? Dass Leben zumindest in uns selbst und in viel kleineren Dimensionen vorkommt, ist unumstritten, wenn man sich nur einmal die Darmflora ansieht. Warum also nicht auch in noch viel kleineren oder viel größeren Dimensionen. Auch wir selbst könnten ja, ohne es zu wissen, wiederum „in etwas anderem“ Leben. Undenkbar jedenfalls ist nichts (am Jakobsweg). Ja, es scheint mir hier am Weg sogar ausgesprochen unwahrscheinlich, das alles nur so ist, wie wir es uns mit unserer begrenzten Kapazität ausmalen können.

    Heute lachen wir über die Vorstellung, die Welt sei eine Scheibe. Über was werden unsere Nachfahren alles herzlich lachen können.

    Auf einer Wolke möchte ich nicht enden!

    Ob es nun auch für das Individuum an sich ein ewiges Leben gibt, ist eine ganz andere Frage. Zumindest für den Körper, der mit seinem Alterungsprozess automatisch an gleich viele Grenzen kommt, scheint das unsinnig zu sein. Doch was ist mit der Seele?

    Hier haben die Religionen ganz verschiedenartige Vorstellungen parat. Die Vorstellung, dass ich für immer und ewig in einem Himmel womöglich auf einer Wolke herumsitzen müsste, gefällt mir dabei am allerwenigsten.

    Viel eher schon gefällt mir da der Gedanke an eine Wiedergeburt. Egal, ob es dann ein „Abstieg“ oder ein „Aufstieg“ ist. Immerhin wäre ich dann mit meiner Seele wieder hier auf Erden, wo es mir gefällt.

    Das ewige Leben und der Kampf zwischen den Religionen hat mich nun ein gutes Stück begleitet und es ist Zeit für eine Pause.

    Direkt hinter einer Leitplanke. Manu teilte schon wieder einen erbettelten Apfel mit mir. Das ist ein komisches Gefühl. Der Jesustyp steuert geschenktes Brot bei. Von mir gibt es den letzten Rest Salami. Dort wo wir sitzen, wuchern wilde Möhren. Weil der Boden von den vergangenen Tagen noch feucht ist, kann ich sie ganz einfach bündelweise herausziehen. So habe auch ich etwas ganz Besonderes! Verpflegung aus dem Boden, das ist den beiden fremd. Klar, die wilden Möhren sind recht dünn und ziemlich holzig. Dafür kann man sie wunderbar kauen und den intensiven vitalen Geschmack genießen. Wilde Möhren sind weiß und ähneln am ehesten einer Petersilienwurzel oder superdünnen Pastinaken. Auch diese gehören wie die gezüchtete gelbe Rübe zur Familie der Doldenblütler. Und sie sind auch nicht giftig!

    Ein gemeinsames Mahl verbindet mehr, als tausend Worte

    Nach dem gemeinsamen Mal trennen sich unsere Wege. Für immer.

    Ich lasse los, sehe Manu und den Jesus-Typen verschwinden. Ich bin nicht traurig, denn so ist es auf dem Jakobsweg. Ich freue mich, die beiden getroffen und zu Manu Zugang gefunden zu haben. Jetzt gehen sie wieder ihren eigenen Weg.

    Heute ist ein Tag, der in meinem Gehirn wie eine ganze Woche wirkt. Es fließt alles, die Erlebnisse und das vom Gehirn erdachte könnten heute ein ganzes Buch füllen. Und ganz sicher hat mein Gehirn heute ein paar Verbindungen neu verdrahtet und entdeckt, dass man auch als Erwachsener so wie ein Kind völlig Neues, Positives erfahren kann. Viel zum nachdenken und viel zum mitnehmen. Und: Ich werde meine Erfahrungen an meine Kinder weitergeben!

    Die Stunden vergehen nun wieder im Alleingang. Meine Gedanken verlieren sich in der Weite, die vor mir liegt und ich werde wieder leer, denke nicht.

    Auf Kilometer 30 drängt sich dann ein sehr unangenehmer Pilger auf. Er kommt gerade aus einer Pension und versucht sich, an mich zu heften.

    Zu Hause hätte mein Anstandscodex sicher versucht, ihn wenigstens mit Smalltalk zu beglücken. Der Weg hat mich aber rauer und direkter gemacht. Vorgetäuschtes Sympathiegeplänkel ist vergebene Energie.

    Der andere läuft schnell, denn er beginnt seine Kilometer gerade erst. Ein Unsympath hoch zehn. Er nervt mich gleich auf den ersten Metern. Wie ein Blutsauger klebt er an mir. Fortwährend habe ich das ungute Gefühl, er würde mich herunter ziehen. Meine Batterien entladen und sich an mir aufladen.

    Ich muss mich befreien. Irgendetwas tief in mir sagt mir:

    Renne ihn tod!

    Schon wieder scheint mein Steinzeitgehirn die Kontrolle zu übernehmen. Aber dieses Mal bin ich voll und ganz damit einverstanden. Es überflutet mich erneut mit Hormonen irgendwelcher Hirnanhangdrüsen. In Gedanken bläht sich meine Aura auf. Und schlagartig spüre ich die Kraft des Jakobsweges.

    Ich werde schneller und schneller. Hinter mir höre ich seine keuchenden Schritte. Ich kann nicht umhin, ihm zu sagen, wo ich heute schon herkomme. Jetzt wird er sich noch mehr anstrengen und das Kräftemessen erwidern. Wie eine Maschine lege ich noch einen weiteren Gang zu und gewinne befreienden Abstand. Nur 50 Meter, aber er kann auch nicht aufholen. Noch immer redet er mit mir. Aber ich will ihn nicht an mir kleben haben.

    Viele Kilometer ziehe ich ihn hinterher. Der Abstand wird langsam größer, ohne dass ich mich verausgabe. Nun habe ich ein Tempo drauf, als hätte ich keinen Rucksack und als wäre ich gerade erst losgelaufen. Ich spüre eine unendliche Kraft in mir, die mich vorwärts treibt.

    Schnellen Schrittes und überglücklich komme ich in Comillas an. Ich scheine den Punkt erreicht zu haben, an dem die Glückshormone, eine Art natürlicher Opiate durch den Körper nur so sprudeln. Die Herberge ist das frühere Gefängnis in traumhafter Lage. Erhaben auf dem höchsten Punkt mit Rundblick auf das Meer und die Altstadt. Schön, sauber, frei! Einchecken, Wäsche waschen, einkaufen und ab in den Atlantik!

    Mein linker Fuß ist wie durch ein Wunder fast abgeschwollen und bestimmt wird mir nie im Leben ein Mediziner erklären können, warum. Waren es die Schuhe? Oder war es eine wahrhaft göttliche Fügung, die mir heute meinen Weg gerettet hat?

    Am Abend telefoniere ich noch mit meinen Kindern und meiner Frau. Alle sind sie froh, dass ich nicht abgebrochen habe und weiter gegangen bin. Auch zu Hause haben sie für mich gemeinsam gebetet. So kalt wie ich dachte, waren sie nicht. Conny kennt mich einfach nur zu gut, um zu wissen, wie sie mich zu etwas bewegen kann.

    Und ich gehe noch baden im Atlantik. Danach besorge ich mir ein wenig Salami, Weißbrot und Rotwein und setze mich auf eine schöne Holzbank im Vorgarten der Herberge.

    In der heutigen Nacht geht mir vieles durch den Kopf. Heute war wie eine kleine Weltreise.



    (c) Christian Seebauer
    Kuestenweg english excerpt:

    The miracle of Santillana

    Day 12: 36 km, 550 meters in altitude, from Polanco via Requejada, Camplengo, Santillana del Mar; Cóbreces to Comillas.

    From Polanco via Requejada, Santillana, Camplengo, Cobreces to Comillas. Approx. 36 km, flat.

    I wake up at five in the morning. Because it is so quiet, one could have believed that the other pilgrims are already gone. It’s a strange feeling. No general optimism. Only I have to deal with myself now. And I do. I will go on.

    It doesn’t take long to finish. It’s still dark outside. Only in the east does the sky shimmer a little orange.

    I am slowly leaving the hostel. I haven’t forgotten anything either? Once I close the door behind me, that’s it. No sooner said than done. And locked.

    I’ll bring the key over to Ascension, as agreed yesterday, and carefully toss it into the mailbox. Then I hobble off towards Requejada.

    I start to pray

    Like in an endless rosary, I’ve asked for it a hundred times over the first few kilometers

    “Dear God, please give me shoes. Please make my foot healthy ”.

    Always in the rhythm of your walking.

    In fact, the constant reciting gives me something like a trance and the pain becomes bearable.

    I pray and pray for shoes. Yesterday I didn’t pray on the way. My companion was the anger in my stomach. Today I keep praying. My anger has given way to a strange mood of resignation and naive hope.

    Because where in the world should I find shoes here? I haven’t succeeded in doing that in the “capital” Santander. So where did shoes come from? From Requejada? A town with 792 inhabitants? [12]

    Besides, it’s way too early. The sun is just rising. The first people go to work. But there is really not much going on here. Nevertheless, I take out the camera and take a picture of the street on whose sidewalk I am currently walking. My shadow is forever long and narrow. The sun is right behind me. And the traffic signs reflect the bright orange sunshine against the dark background. A dreamy morning mood that couldn’t be more beautiful.

    Suddenly a passing car driver honks and shows me his thumb up. Great go ahead He must have seen me hobble.

    I keep praying and pass a tiny coffee. But today I don’t want coffee or anything else. I dearly only wish for shoes.

    On the left foot I glued the back fastening tape of the sandal away. It no longer closes because the foot is simply too fat.

    Dear God, please give me shoes

    “Dear God, please give me shoes. Make my feet healthy again ”. As if by myself I fall back into my prayer wheel-like rhythm. And now I also know why there is the term “prayer wheel”.

    A kilometer, a thousand steps. “Dear God (left, right, left) – (3 steps PAUSE), please give me shoes God (left, right, left). (3 steps PAUSE), make my feet healthy again (left, right, left, right ”. And immediately continue again. Every 16 steps I start my shoe rosary again. And I never tire of pleading.

    Then I leave Requejada / Barreda with the chemical plant shining in the morning sun.

    From 11 meters above zero, a small and lonely road leads me back into the countryside and one hundred meters up. With every step the view becomes loftier and that alleviates my misery. But I know I can never go on with sandals.

    So I keep praying

    I neither hope for a miracle, nor do I think of the obvious: breaking off my journey. My brain seems to be completely empty and nothing else happens except for prayer. My prayer now seems to make use of many other regions of the brain, because it was more and more precisely adapted to the rhythm of my feet and the rhythm of my breathing.

    For a long time now I no longer just think about my prayer, I mumble it out loud to myself. Isn’t there anyone who can hear me? But listen? I don’t know I don’t believe in it, but I don’t rule it out either.

    My prayer gets a melody

    Even a musical dimension has just been added to my prayer.

    As strange as it was in the beginning to pray like this. I just do it. I don’t feel weird anymore. My despair and my unbearable self-pity have given way to an inner calm.

    I have no more plans. Not for today. Not for tomorrow either, and certainly not for the Camino de Santiago. But I don’t even think about quitting anymore. The prayer is now as familiar as a bedtime song for a small child.

    I have grown small, I am. And I don’t fight it anymore. I feel part of a big, very big whole. And today I’m just here. There are no more villages, just a few houses and meadows.

    I keep praying with every step and wish for healthy feet in the right shoes.

    I haven’t seen a pilgrim today.

    In between, my “rain cloud” reports again, telling me: Shoes? Where please? In a community of less than four thousand souls like Santillana, perhaps? And surely they are size 47. Of course. I shout at my “rain cloud” to finally calm down and return to my prayer “please give me shoes”. Now again in silence.

    When I walk into the dreamy medieval village of Santillana del Mar early in the morning (or rather hump into it), I meet a Polish pilgrim on the otherwise completely deserted square in front of the church. He is also limping and has a bandage around his right knee joint. He asks me in bad English to take his picture. I then tell him in English about my desire for shoes. This sentence is picked up by a neat lady who just at that moment has sprung from a rickety old white Peugeot. She is originally English, but has lived here in Santillana for decades.

    She slams the rusted door of her car, just like in an Italian film from the 1950s. And now she’s going straight to me.

    She politely introduces herself, “Hello, I’m Charlotte”. Then there is a long pause. “So you need shoes?”

    Charlotte takes a long look at my sandals and my swollen foot.

    The Polish pilgrim uses this moment to quickly say goodbye with “Bon Camino”. Now I am alone with Charlotte. She still hasn’t said anything else. She looks thoughtfully at my feet again. Like a doctor examining his patient.

    Then she says: “Will you go on with shoes?”, So: Will you go further when you have shoes? I shrug my shoulders. All of this seems pretty “Spanish” to me.

    Then Charlotte points with her arm across the quiet village square to a stone house which – like everything else here – is built directly onto the church walls.

    Charlotte pointed to a locked double door made of heavy dark brown wood and said, “You could get shoes here. But not before eleven. And send my best regards. ”

    Charlotte looks at her gold watch and wishes me all the best.

    Hope and wait

    As soon as I am alone, I start with my doubts. What should be here? No shop, no shop, nothing more than a gate with five nameplates. But i’m waiting And I wait.

    It’s still almost three hours to eleven o’clock. There is a pretty fancy hotel in a back yard. I don’t dare to go inside in my outfit, so I politely ask if I could sit down for a cup of coffee in the otherwise deserted courtyard.

    The waitress prepares a table for me with a tablecloth and brings the coffee. Because I get up to get my pilgrim guide out of my trouser pocket, I spill the full cup of coffee I just brought. The cup falls to the ground and splinters. Man, as a pilgrim, can’t I even get a proper cup of coffee?

    Embarrassed, I try to wipe up the worst with the paper napkin and pick up the broken pieces.

    Before I can sit properly again, the waitress is already there, has a new tablecloth and new coffee with me. This time a whole jug.

    She smiles meekly and says:

    “No es un problema”!

    So now I read a little in the travel guide. Or rather, I just look inside. When it was three-quarters eleven, the waitress asked me for one euro and fifty cents. She definitely doesn’t want to be paid for the mishap.

    I march slowly back to the village square. A village worker is cleaning a well and the first residents show up. But I don’t see any business here. Will there really be shoes here? What an adventurous idea. I start praying again in silence. This time our father.

    I have sat down on the stone step in front of the door and a village policeman is approaching. Will he address me as a vagabond? No. He smiles at me and nods. Then he goes on.

    Now it’s five to eleven. I am completely perplexed when a key is turned from the inside at exactly eleven o’clock when the bell of the church tower clock is struck. I get up immediately and take a few steps back.

    A shutter is pulled up from the inside and the door opens.

    A shoe and leather goods shop actually appears. It is at most one aisle wide. Out of decency, I wait a few minutes before I enter the shop with my backpack. Everything is pretty dark and in a very small space.

    I can hardly turn around with my backpack. So I take it off and put it in front of my feet.

    I’m probably facing the owner of the shop. She’s probably around eighty and greets me very friendly. She exudes an incredible calm.

    First of all, I ask about shoes: size 47.

    Then there is silence. As if struck by lightning, the old lady pauses behind her counter and stares at my feet.

    She rubs her mouth with her hands and very slowly shakes her head. Now she looks directly at me and says very slowly

    “Cuarenta y siete – impossible”.

    No chance.

    Exhausted and depressed, I slump on the try-on stool. What did I expect? Did I really believe that you can just pray for shoes like that? And size 47 is only half the story. I would actually need 47 ½.

    The shopkeeper looks at me in embarrassment and shrugs her shoulders. I have the impression that she is very affected at the moment, because she bites her index finger sideways.

    The door is just ringing open and a young Spanish customer enters the shop. The owner now turns away from me and lets me sit. After greeting the customer, she looks back at me, but from now on I stare into the ground. I have folded my hands and start praying again.

    Completely surprisingly, she abandons her customer and turns to me. “Cuarenta y siete, momento”.

    A flash of thought is in the air. She tells me about an oversized pair of shoes that have been waiting for me in a wooden drawer for many years. She just doesn’t remember exactly which of the drawers they were stowed in. Then she walks around and opens various drawers. The Spanish customer is now being served by the old lady’s daughter, who has just arrived.

    And again the lady opens a drawer. And then she pauses. With long breaths she looks inside and nods. She pulls out a pair of brown walking shoes that look bulky and bulky.

    I know immediately:

    Dear God, that’s them!

    These are my shoes! They have to be. Huge and wide. I can’t believe my luck. When the old lady hands the shoes over to me, tears run down my cheeks.

    The shoes fit like a glove. They are tight, but they fit. These shoes must have been waiting for me for years. I keep both shoes on and put my sandals in my backpack. The old lady gets bright eyes and also seems very touched when she sees me on the stool. You guessed what these shoes would mean to me. Now the tears are running down my head and it is constricting my throat.

    So she respectfully goes to her daughter and joins the sales talk with the Spanish customer.

    Only when I get up does she come back to me. She looks at me for a long time and then gives me an embarrassing price: 15 euros!

     

    As I leave, she comes after me and hugs me in front of her shop door. She makes a sign of the cross on my forehead with her fingers and wishes me a Bon Camino!

    When I turn around after two hundred meters, she is still there and watching me. Only when I have disappeared around a few corners do I bend down and remove the left shoelace. The left shoe now fits perfectly and acts like a pressure bandage. He presses my left foot in firmly while I have comfortable space on the right.

    On the first few meters behind Santillana, I notice: It’s really good. But the real miracle happens in silence. You only notice the pain when it is there. And not when he’s no longer there. He wasn’t there anymore!

    My prayer has been answered!

    Oh god i can walk again! Well actually. My mind finally wanders again to dreamlike dirt roads, meadows and fields. I discover new flowers like the meadow fennel. My consciousness can fully devote itself to the beautiful side again. I thank God in a very long prayer and just go ahead. On and on.

    Step by step it goes up a hill. The old church of San Pedro di Oreña is visible from afar, made entirely of stone and with a flat roof. Exalted above all worldly. Here I get water and find a little time for myself. The church is closed, but I enjoy the silence that reigns up here.

    The further path runs in an over and over green landscape. Mountains tower up on the horizon. And there is snow! In the middle of summer.

    Horses curiously accompany me on my way through the “prairie”. And I also like to enjoy a little white bread with salami in a quiet and shady corner. I fall asleep for half an hour.

    Then it goes with big steps towards Cóbreces. Again and again I pass isolated houses whose gardens are overgrown with flowering geraniums.

    My path offers me a gentle up and down between 50 and almost 200 meters of altitude and thus again and again fantastic views through the extensive and varied hilly landscape. I would never have imagined “Spain” like this. Pleasant temperatures, green pastures, rural life and always new perspectives on what lies below or above me. Then it goes uphill again in countless serpentines and curves.

    Dogs on the Camino de Santiago

    Now, far away from me, I see the first pilgrim of the day, who goes on his way lonely. I’ve been walking along a pasture fence for a long time and I’m approaching an old homestead. As always, the dogs bark at me, wagging their tails.

    There are dogs almost everywhere on the trail. In every front yard, on every yard. And although I’m actually a little afraid of dogs, I know: They won’t harm me here. I am a pilgrim!

    So I stand in front of a barking, quite large dog. And although he’s not tied up, I’m not afraid today. A Spanish farmer of my age comes out of the stable door and walks towards his black jeep. He looks at me and sees his dog barking.

    He calls out something to me in dialect, definitely something like “he does nothing”. Then he turns around and offers to fill my water bottle with fresh water.

    The sleepy town of Cóbreces is approaching. In the early afternoon I stand alone in front of the gates of the cistern monastery. I keep my shoes on.

    The world is that small

    I sat down on the stone steps of the reception building. It would be open around two-thirty. Two pilgrims, whom I already know, now come to me and also sit down. It is Manu and the taciturn Jesus type. As always topless, scruffy and emaciated.

    First of all, all three of us sit on the stone steps without words. Manu still looks somehow familiar to me.

    And Manu still has the same feeling. But how should we know each other? When we sift through our pasts, we find absolutely nothing in common. He comes from Spain, is an engineer in plastics technology and has his own company.

    Does he know my brother who looks like me and has the same voice as me? He is also an engineer in plastics technology and also has his own company. He sure travels a lot and maybe they both know each other from the industry? But admittedly, that would be a bit of a stretch.

    Then he tells me that he is a supplier for Audi. My brother also has contacts there, I think. But I rarely travel to Ingolstadt myself.

    Manu doesn’t spend the night in Ingolstadt either, but regularly in a small hotel in Velburg. It suddenly clicks for me.

    In the last few years I have been to Velburg overnight to give lectures. And when I say the name of the hotel, Manu starts to laugh, gets up and hugs me.

    So we saw each other for years and didn’t notice each other. Both always in strict suits, the laptop spread out and no time to look at the other guests.

    So we must have met many times without paying any attention to each other. We know the same staff, the same people, the same premises. And yet we consciously have not yet met. How small the world is.

    Without any money on the Camino de Santiago

    Manu has probably achieved everything in life financially. He is full but completely burned out. He has not seen any sense in what he is doing for a long time, simply questions everything and now seems helpless like a small child when he talks.

    He didn’t have what he wanted most dearly: children. Manu seems to despise the huge amount of money he has. It does not bring him happiness in life that he is now looking for. He therefore wants to do the Camino de Santiago without any money. A crazy but not absurd idea.

    What it means to be on the road without any money is hard to imagine today. I myself would certainly have failed on the first day of my pilgrimage without money. Sure, I don’t plan to spend a lot either. I don’t like luxury accommodation and I hardly want to spend anything on food. Not because I don’t have it, but because it runs counter to my pilgrimage. But completely without money. I have to take a deep breath. What does that mean today?

    Without money, that is, knocking on doors and begging. It also means depending on the care of others. And completely. Yes, that literally means hand-to-mouth living.

    Donativo: For a donation

    Manu tells me that he had problems at the beginning because he wasn’t necessarily in the cheapest clothes. But now it is no longer an issue to knock and ask.

    But how to stay overnight? A pilgrim hostel doesn’t cost much, but it does. You have to plan for 5 euros.

    If I think about it now, that’s not true. Because many pilgrims’ hostels do not take a fixed amount of money, but ask for a “donativo” – a donation. And if you don’t have anything, you can’t donate anything. Not now. But certainly in his later life.

    Knock on the door for some bread

    How can you imagine it when a pilgrim rings the doorbell (usually knocks or calls because the doorbells are missing)? Well, Manu is Spanish. He can explain himself better. But is Spanish an advantage here?

    How many times has he told his story? And what story does he tell. Manu is definitely not the type to make you feel sorry for. He is contemplative, happy and straightforward.

    Would I give food to a physically emaciated person who just stood at my front door? Yes and no. Or is it? This has never happened to me before. I treat magazine sellers depending on their mood or personal impression. And in many other places, too, I am quietly involved when I can. But I’ve never seen someone ask for food myself. So what would i do? I think I wouldn’t starve him. Because I like him.

    Manu even thinks that people experience something like a little liberation when they give him something. He says that the people in the houses have already cried, were dismayed and that old couples have hugged each other uneasily.

    In any case, he is rarely rejected harshly. And even then he’ll accept it. Let it be his fate, and he also thanks those from the bottom of their hearts who give nothing. He pray for those who only stand at the curtains and do not dare to open.

    Manu hands me an apple. One that he received as a present himself. I accept it. Still, I feel cold when I bite into it.

    The monk who didn’t like us

    The monk, who is just walking slowly towards us, opens the gate to the reception booth. But he is a stranger to me. Although he smiles kindly, I have no access to him. Together we have the bad feeling that we are not really welcome. Whereby – maybe we are already welcome. I simply cannot describe this strange thing standing in front of him. The others have it too.

    So we get a stamp for the pilgrim’s pass and pretend that it was all about it. Neither of the three of us said anything about staying overnight. But. He is nice. And yes, sleeping in a monastery would definitely be a nice experience again. But the strange gut feeling stands like a wall between him and us.

    What does god look like

    Without thinking too much, we set off for another stage to Comillas. I don’t even think about my foot anymore.

    The type of Jesus that Manu has in tow is just as strange to me. With his shoulder-length brown, shaggy hair and his long beard, he really looks like a picture of Jesus. Half-naked he makes a pilgrimage to himself. He is a loner and I cannot see through his soul. He doesn’t want it either.

    This is what Jesus might have looked like. At least that’s how it looks on the millions of images of saints around the world. But this is what an al-Qaeda fighter could look like. In any case, rather than like someone who works in our western world. And while we have become so used to the appearance of Jesus that he is completely familiar to us despite his different appearance, Muslims with beards are often strange to us. Did Jesus even have a beard? When was it first drawn? Does the first picture of Jesus come from an artist’s imagination? Or has it been repeatedly adapted to the valid and familiar view of the world over the centuries? So has he changed? And why is it no longer being adjusted? After all, the world and fashion have changed completely in the last hundred years. And what does God actually look like? Is he in any way like his son? I have no answer to all of the questions I have as I walk on.

    I hope that a quote from Jesus – Al Qaeda will never be misquoted from my book. I don’t mean the comparison in any way mean or disrespectful. What separates the religions anyway?

    I read the Bible myself many years ago (I left out some things) and four years ago I also read the Koran because I was curious. And there is little that separates us. Rather, most, most of all, is a profound order of values ​​that unites us.

    Apart from the fact that there have always been and will be times when the common is disregarded and only the apparently opposites are raised to the leitmotif of generations of long disputes.

    What would God say about that?

    Is he also fighting up there for supremacy with other gods and prophets? Or he just shakes his head about it because he doesn’t care what we humans call him. And what name do we give it?

    Yes, I firmly believe in force majeure. And yes, there are probably more and more people who do not go to church every Sunday, like to pay church tax and do so piously as was the case 60 years ago. But the belief in God is, I find out here, nevertheless there. And maybe no less than many years ago.

    It may be that the church – as an institution is subject to a certain fashion, is sometimes more and sometimes less popular. But God is omnipresent. Also in the minds of many pilgrims who describe themselves as unbelieving. But you are here on this path to experience God!

    Eternal life

    Is the meaning of life eternal life? And if so, what is it, eternal life?

    If we approach the question scientifically, then we end up again with philosophy. But what is it? Is the eternal life that we are not free down here but that we pass on something good? Something that lives on after us and maybe even thinks of us every now and then?

    Is it the genes that we “share” during conception and from which God then creates a new human being? Completely new, completely independent and yet a part of us forever and ever. With today’s genetic research, certain genes, i.e. properties that are poured into the four substances adenine, thymine, guanine and cytosine (A, T, G and C), can be traced back thousands of years. Questions can be answered about where groups of people moved to and where they originally came from.

    The great Eve is among us

    Of course, there will be no primordial Eve and no primordial Adam, but a flowing transition, splits, wanderings and then separate developments that have then mixed up again. But it goes on and on.

    So if I still have genes in my DNA today that a great-great-great-grandma passed on tens of thousands of years ago, then she made herself immortal with me and the many other descendants! Something of her still lives on.

    Perhaps it was precisely her stubbornness that kept coming through with me on the Camino de Santiago. Or maybe she was thoughtful, depressed, or melancholy every now and then. Like me.

    An eternal passing on

    So is eternal life an eternal passing on? At least the theory could be set up that way. But what about those who do not have or cannot have a biological child? Here, too, we could still experience real miracles in research. Because genes are by no means as rigid and unchangeable as we might think today. It is quite conceivable that they can “switch themselves on and off” through external influences such as upbringing, imitation, etc. and also “change” through this. Admittedly, an adopted child will not carry any inherited parent genes, but some gene sections could still be adapted to the parents through processes about which we still hardly know anything today. It would be worthwhile to investigate whether and how we can also genetically pass something on to adopted children. Permanent and inheritable. In any case, it seems certain that the wiring of the brain changes through learning, imitation, and parental role models. Why shouldn’t one be able to inherit something from it?

    Perhaps one day we will discover a lot more, beyond the genes, which only mark the state of our knowledge today.

    We humans consider ourselves to be the peak of creation. But are we that? Or are we just the colorful playground that only blossoms out of the “primitive unicellular organisms” because the universe has given us a relatively quiet cosmic period?

    For the last 500,000 years it was just really “easy” for us. The earth itself has existed for 4.6 billion years and has seen much more troubled times. Nevertheless, as things stand today, “life” has been around for 4 billion years.

    Often people only believe what they see. (Unless you are on the Camino de Santiago and let your thoughts run free again.) We hardly know anything about life in the oceans, of which at least the Atlantic has always been with me on my right for 12 days.

    Life is universal. And divine.

    And we know even less about life in the rock. You read that correctly: In the rock! Only now are we slowly discovering that “primitive” creatures actually exist thousands of meters below us, hidden in the rock. We call them extremophiles because they (over) live in such extreme places that we would never have suspected a few years ago.

    Some of them don’t need oxygen or light. And yet they contain part of the universal blueprint that could constitute eternal life. It could also have been these “primitives” who brought the burgeoning life back to life again and again in the first wild history of our earth, when it was largely wiped out by astronomical catastrophes. And that could even have happened several times. Perhaps these extremophiles have the basic building blocks of life in them and can reignite life again and again. It just takes enough time.

    If you look at the properties that these “living beings” can have, you will be amazed. Some can still live in boiling water, others in acid, still others in hostile salt or under gigantic pressure. Freezing temperatures are also not a problem for some or “hibernating” for millennia, only to come back to life one day, seems possible. Even in space, completely without atmosphere and exposed to high radiation, this life can survive. And some are said to be able to cope with toxins, heavy metals and even uranium. Even in Chernobyl, extremophiles are said to live on the reactor wall today, who instead of the sun can convert radioactive radiation into energy with the help of a pigment. [13] In our world there seems to be an almost infinite number of living beings which are at home almost anywhere thanks to their robustness and versatility. That also seems to be something like eternal life.

    Life itself has sprouted up again and again in more complex forms, including as multicellular cells, so it only seems to be a question of a longer and quieter epoch for which it has been waiting and in which it can then unfold in lavish beauty.

    Even the phenomenon of cell division itself is reminiscent of eternal life.

    “Quite the mom!”

    Thousands of years ago, people did not know anything about a genome, but that certain properties of the first jump over to the next (i.e. are inherited), anyone could understand even then through mere observation. There will always have been the saying “the child is really the mother”. And the saying “it’s all dad” has always been a bit “more dangerous”.

    Through pure observation, the “eternal life” was certainly inspired again and again. But how did it come about, life?

    I’m sure we don’t know anything today!

    the work of God

    Of course, it may be that soon the first atoms in the primordial soup of a laboratory “accidentally” combine to form amino acids, which in turn become DNA and at some point become a cell and several cells, etc. But is that a proof of chance and a Proof against god? Or would that not rather be a proof for God and for a higher authority that has just created everything that matter simply wants to shape itself into life with a divine blueprint?

    We don’t really know much about our universe either. Nor do we really know about the realm of the smallest things. We are still looking for life out there, in the universe. But couldn’t every atom, every electron and every tiny quark be a small universe in turn? Are we only looking for life in the wrong, i.e. in our own dimensions? The fact that life occurs at least in ourselves and in much smaller dimensions is undisputed if you just look at the intestinal flora. So why not in much smaller or much larger dimensions. Without knowing it, we ourselves could also live “in something else”. In any case, nothing is unthinkable (on the Camino de Santiago). Yes, it even seems extremely improbable to me here on the way that everything is just like that,

    Today we laugh at the idea that the world is flat. What will our descendants be able to laugh at?

    I don’t want to end up on a cloud!

    Whether there is eternal life for the individual is a completely different question. At least for the body, which automatically reaches the same number of limits with its aging process, that seems to make no sense. But what about the soul?

    Here the religions have very different ideas ready. Least of all I like the idea that I might have to sit around on a cloud in a sky forever and ever.

    I like the thought of rebirth much more. Regardless of whether it is a “descent” or an “ascent”. After all, I would then be back here on earth with my soul, where I like it.

    Eternal life and the struggle between religions has now accompanied me a good bit and it is time for a break.

    Right behind a guardrail. Manu shared another apple I had begged for. It’s a strange feeling. The Jesus type contributes free bread. I have the last remaining salami. Wild carrots grow where we sit. Because the ground is still damp from the past few days, I can easily pull them out in bundles. So I have something very special too! Food from the ground is alien to both of them. Sure, the wild carrots are quite thin and quite woody. But you can chew them wonderfully and enjoy the intense, vital taste. Wild carrots are white and most closely resemble parsley root or super-thin parsnips. Like the cultivated yellow turnip, these also belong to the umbelliferae family. And they’re not poisonous either!

    A common meal connects more than a thousand words

    After the time together, we part ways. Forever.

    I let go, see Manu and the Jesus guy disappear. I am not sad because that is how it is on the Camino de Santiago. I am happy to have met them both and to have found access to Manu. Now they are going their own way again.

    Today is a day that seems like a whole week in my brain. Everything flows, the experiences and what the brain invented could fill a whole book today. And today my brain has definitely rewired a few connections and discovered that even as an adult, like a child, you can experience completely new, positive things. Lots to think about and lots to take away. And: I will pass on my experiences to my children!

    The hours now pass single-handedly again. My thoughts get lost in the space that lies in front of me and I become empty again, don’t think.

    At kilometer 30, a very unpleasant pilgrim comes up. He’s just got out of a boarding house and is trying to attach himself to me.

    At home, my code of decency would have tried at least to make him happy with small talk. The path made me rougher and more direct. Faked sympathy skirmishes are wasted energy.

    The other one is running fast because he is just beginning his kilometers. An unsympathetic power ten. It annoys me the first few meters. He sticks to me like a bloodsucker. I keep having the uneasy feeling that he’s pulling me down. Discharge my batteries and recharge with me.

    I have to break free. Something deep inside of me is telling me

    (…)

    Content from the book BURNOUT: A journey on a fine line, the Camino de Santiago on the coast and additional photos here on the Camino de Santiago website (photos not included in the book.)

    • Day 12: 36 km, 550 meters in altitude, from Polanco via Requejada, Camplengo, Santillana del Mar; Cóbreces to Comillas. . Pilgrim’s book on the Camino de Santiago on the coast
    • Dear God, please give me shoes. Camino de la Costa
    • So I keep praying .. Camino
    • My prayer gets a melody. Camino de la Costa
    • I have not yet seen a pilgrim today .. Chapter Pilgrim book
    • Hope and wait. Chapter St. James on the coast
    • “No es un problema” !. Chapter from the Camino de Santiago on burnout / coastal path
    • “Cuarenta y siete – impossible” .. Depression and help on the Camino de Santiago
    • Dear God, that’s them !. Chapter St. James and alternatives
    • Dogs on the Camino de Santiago. Chapter St. James on the coast
    • The world is that small. Camino
    • Without any money on the Camino de Santiago. Chapter pilgrim book
    • Donativo: For a donation. Chapter from the Camino de Santiago on burnout / coastal path
    • Knock on the door for some bread. Camino del Norte and Camino de la Costa
    • The monk who didn’t like us. Chapter from the Camino de Santiago on burnout / coastal path
    • What does God look like? Chapter pilgrim book
    • What would God say about that? Chapter St. James and alternatives
    • The great Eve is among us. Camino de Santiago
    • An eternal passing on. Camino del Norte and Camino de la Costa
    • Life is universal. And divine .. Camino de Santiago
    • “Quite the mom!” Chapter St. James and alternatives
    • The work of God. From the book BURNOUT Jakobsweg by Christian Seebauer
    • I don’t want to end up on a cloud !. Chapter St. James and alternatives
    • Run him to death !. Camino de la Costa

    You can also read a little for free without buying the book. If you want it, I’ll be happy to sign it for you with a very personal dedication. Here you can read this chapter ->



    (c) Christian Seebauer
    Kuestenweg france excerpt:

    Le miracle de Santillana

    Jour 12: 36 km, 550 mètres d’altitude, de Polanco via Requejada, Camplengo, Santillana del Mar; Cóbreces à Comillas.

    De Polanco via Requejada, Santillana, Camplengo, Cobreces à Comillas. Environ. 36 km, plat.

    Je me réveille à cinq heures du matin. Parce que c’est si calme, vous auriez pu croire que les autres pèlerins sont déjà partis. C’est une sensation étrange. Pas d’optimisme général. Seulement, je dois faire face à moi-même maintenant. Et je fais. Je continuerai.

    Cela ne prend pas longtemps pour finir. Il fait encore sombre dehors. Ce n’est qu’à l’est que le ciel scintille un peu d’orange.

    Je quitte lentement l’auberge. Je n’ai rien oublié non plus? Une fois que j’ai fermé la porte derrière moi, c’est tout. Et verrouillé.

    Je vais apporter la clé à l’Ascension, comme convenu hier, et la jeter soigneusement dans la boîte aux lettres. Puis je clopine vers Requejada.

    Je commence à prier

    Comme dans un chapelet sans fin, je l’ai demandé cent fois sur les premiers kilomètres

    «Cher Dieu, donnez-moi des chaussures. Veuillez rendre mon pied en bonne santé ».

    Toujours au rythme de votre marche.

    En fait, la récitation constante me donne quelque chose comme une transe et la douleur devient supportable.

    Je prie et prie pour des chaussures. Hier, je n’ai pas prié en chemin. Mon compagnon était la colère dans mon estomac. Aujourd’hui, je continue à prier. Ma colère a cédé la place à une étrange humeur de résignation et d’espoir naïf.

    Car où dans le monde devrais-je trouver des chaussures ici? Je n’ai pas réussi à faire ça dans la «capitale» Santander. Alors d’où viennent les chaussures? De Requejada? Une ville de 792 habitants? [12]

    De plus, il est bien trop tôt. Le soleil se lève juste. Les premières personnes vont travailler. Mais il ne se passe vraiment pas grand-chose ici. Néanmoins, je sors l’appareil photo et je prends une photo de la rue sur le trottoir de laquelle je marche actuellement. Mon ombre est à jamais longue et étroite. Le soleil est juste derrière moi. Et les panneaux de signalisation reflètent le soleil orange vif sur le fond sombre. Une ambiance matinale de rêve qui ne pourrait être plus belle.

    Soudain, un conducteur de voiture qui passe klaxonne et me montre son pouce en l’air. Super allez-y Il a dû me voir clopiner.

    Je continue à prier et je passe un petit café. Mais aujourd’hui, je ne veux pas de café ni rien d’autre. Je ne souhaite que des chaussures.

    Sur le pied gauche, j’ai collé le ruban de fixation arrière de la sandale. Il ne ferme plus car le pied est tout simplement trop gros.

    Cher Dieu, donne-moi des chaussures

    «Cher Dieu, donnez-moi des chaussures. Rend mes pieds en bonne santé ». Comme si je retombais seul dans mon rythme de moulin à prières. Et maintenant, je sais aussi pourquoi le terme «moulin à prières» existe.

    Un kilomètre, mille pas. «Cher Dieu (gauche, droite, gauche) – (PAUSE 3 étapes), donnez-moi s’il vous plaît des chaussures Dieu (gauche, droite, gauche). (PAUSE 3 pas), rends mes pieds en bonne santé (gauche, droite, gauche, droite ”. Et recommencez immédiatement. Tous les 16 pas, je recommence mon chapelet. Et je ne me lasse pas de plaider.

    Puis je quitte Requejada / Barreda avec l’usine chimique qui brille au soleil du matin.

    De 11 mètres au-dessus de zéro, une petite route solitaire me ramène dans la campagne et une centaine de mètres plus haut. À chaque pas, la vue devient plus haute et cela allège ma misère. Mais je sais que je ne pourrai jamais continuer avec des sandales.

    Alors je continue à prier

    Je n’espère ni miracle, ni ne pense à l’évidence: interrompre mon voyage. Mon cerveau semble être complètement vide et il ne se passe rien d’autre que la prière. Ma prière semble maintenant utiliser de nombreuses autres régions du cerveau, car elle était de plus en plus précisément adaptée au rythme de mes pieds et au rythme de ma respiration.

    Depuis longtemps, je ne pense plus qu’à ma prière, je la marmonne à haute voix. N’y a-t-il personne qui puisse m’entendre? Mais écoutez? Je ne sais pas Je n’y crois pas, mais je ne l’exclus pas non plus.

    Ma prière prend une mélodie

    Même une dimension musicale vient d’être ajoutée à ma prière.

    Aussi étrange que cela ait été au début de prier ainsi. Je fais juste ça. Je ne me sens plus bizarre. Mon désespoir et mon insupportable apitoiement sur moi-même ont cédé la place à un calme intérieur.

    Je n’ai plus de projets. Pas pour aujourd’hui. Pas même pour demain et certainement pas pour le Camino de Santiago. Mais je ne pense même plus à arrêter de fumer. La prière est maintenant aussi familière qu’une chanson du coucher pour un petit enfant.

    Je suis devenu petit, je le suis. Et je ne me bats plus. Je me sens faire partie d’un grand, très grand tout. Et aujourd’hui, je suis juste ici. Il n’y a plus de villages, juste quelques maisons et prairies.

    Je continue à prier à chaque pas et je souhaite des pieds sains dans les bonnes chaussures.

    Je n’ai pas vu de pèlerin aujourd’hui.

    Entre les deux, mon “nuage de pluie” rapporte à nouveau, me disant: Des chaussures? Où s’il vous plaît? Dans une communauté de moins de quatre mille âmes comme Santillana, peut-être? Et sûrement ils sont de taille 47. Bien sûr. Je crie à mon “nuage de pluie” pour enfin me calmer et revenir à ma prière “s’il te plaît, donne-moi des chaussures”. Maintenant encore en silence.

    Lorsque j’entre tôt le matin dans le village médiéval de rêve de Santillana del Mar (ou plutôt que je bosse dedans), je rencontre un pèlerin polonais sur le parvis complètement désert de l’église. Il boitait également et avait un bandage autour de l’articulation de son genou droit. Il me demande en mauvais anglais de prendre sa photo. Je lui parle alors en anglais de mon envie de chaussures. Cette phrase est reprise par une gentille dame qui vient de sortir d’une vieille Peugeot blanche branlante. Elle est d’origine anglaise, mais vit ici à Santillana depuis des décennies.

    Elle claque la porte rouillée de sa voiture, comme dans un film italien des années 50. Et maintenant, elle marche droit vers moi.

    Elle se présente poliment: «Bonjour, je suis Charlotte». Puis il y a une longue pause. «Alors tu as besoin de chaussures?

    Charlotte jette un long regard sur mes sandales et mon pied enflé.

    Le pèlerin polonais profite de ce moment pour dire rapidement au revoir avec «Bon Camino». Maintenant je suis seul avec Charlotte. Elle n’a toujours rien dit d’autre. Elle regarde à nouveau pensivement mes pieds. Comme un médecin examinant son patient.

    Puis elle dit: “Allez-vous continuer avec des chaussures?”, Alors: Allez-vous plus loin quand vous avez des chaussures? Je hausse les épaules. Tout cela me semble assez “espagnol”.

    Puis Charlotte montre du bras à travers la place tranquille du village une maison en pierre qui – comme tout le reste ici – est construite directement sur les murs de l’église.

    Charlotte désigna une porte à double battant verrouillée en bois épais brun foncé et dit: «Vous pourriez trouver des chaussures ici. Mais pas avant onze heures. Et envoyez mes meilleures salutations. ”

    Charlotte regarde sa montre en or et me souhaite le meilleur.

    Espérer et attendre

    Dès que je suis seul, je commence par mes doutes. Que devrait être ici? Pas de boutique, pas de boutique, rien de plus qu’une porte avec cinq plaques signalétiques. Mais j’attends Et j’attends.

    Il est encore presque trois heures à onze heures. Il y a un hôtel assez chic dans une cour arrière. Je n’ose pas entrer dans ma tenue, alors je demande poliment si je pourrais m’asseoir pour une tasse de café dans la cour autrement déserte.

    La serveuse me prépare une table avec une nappe et apporte le café. Parce que je me lève pour sortir mon guide pèlerin de la poche de mon pantalon, je renverse la tasse de café pleine que je viens d’apporter. La coupe tombe au sol et se brise. Homme, en tant que pèlerin, ne puis-je même pas avoir une bonne tasse de café?

    Embarrassé, j’essaye d’essuyer le pire avec la serviette en papier et de ramasser les morceaux cassés.

    Avant que je ne sois à nouveau correctement assis, la serveuse est déjà là, a une nouvelle nappe et un nouveau café avec moi. Cette fois, une cruche entière.

    Elle sourit doucement et dit:

    “No es un problema”!

    Alors maintenant, je lis un peu dans le guide de voyage. Ou plutôt, je regarde juste à l’intérieur. Quand il était trois quarts onze, la serveuse m’a demandé un euro et cinquante cents. Elle ne veut certainement pas être payée pour l’accident.

    Je marche lentement vers la place du village. Un travailleur du village nettoie un puits et les premiers habitants se présentent. Mais je ne vois aucune affaire ici. Y aura-t-il vraiment des chaussures ici? Quelle idée aventureuse. Je recommence à prier en silence. Cette fois, notre père.

    Je me suis assis sur la marche de pierre devant la porte et un policier du village s’approche. S’adressera-t-il à moi en vagabond? Non. Il me sourit et hoche la tête. Puis il continue.

    Maintenant, il est de cinq à onze heures. Je suis complètement perplexe lorsqu’une clé est tournée de l’intérieur à exactement onze heures lorsque la cloche de l’horloge du clocher de l’église est sonnée. Je me lève immédiatement et recule de quelques pas.

    Un volet est tiré de l’intérieur et la porte s’ouvre.

    Un magasin de chaussures et de maroquinerie apparaît en effet. Il fait au plus une allée de large. Par décence, j’attends quelques minutes avant d’entrer dans la boutique avec mon sac à dos. Tout est assez sombre et dans un très petit espace.

    Je peux à peine me retourner avec mon sac à dos. Alors je l’enlève et le mets devant mes pieds.

    Je suis probablement face au propriétaire de la boutique. Elle a probablement environ quatre-vingts ans et me salue très amicalement. Elle dégage un calme incroyable.

    Tout d’abord, je pose des questions sur les chaussures: la taille 47.

    Puis il y a le silence. Comme frappée par la foudre, la vieille dame s’arrête derrière son comptoir et regarde mes pieds.

    Elle frotte sa bouche avec ses mains et secoue très lentement la tête. Maintenant, elle me regarde directement et dit très lentement

    “Cuarenta y siete – impossible”.

    Aucune chance.

    Épuisé et déprimé, je m’effondre sur le tabouret d’essayage. A quoi m’attendais-je? Ai-je vraiment cru que vous pouviez simplement prier pour des chaussures comme ça? Et la taille 47 n’est que la moitié de l’histoire. J’aurais besoin en fait de 47 ½.

    La commerçante me regarde avec embarras et hausse les épaules. J’ai l’impression qu’elle est très affectée en ce moment, car elle se mord l’index sur le côté.

    La porte sonne juste et un jeune client espagnol entre dans la boutique. Le propriétaire se détourne maintenant de moi et me laisse m’asseoir. Après avoir salué le client, elle me regarde, mais à partir de maintenant je regarde le sol. J’ai joint les mains et recommence à prier.

    De manière totalement surprenante, elle abandonne son client et se tourne vers moi. “Cuarenta y siete, momento”.

    Un éclair de pensée est dans l’air. Elle me parle d’une paire de chaussures surdimensionnées qui m’attendaient dans un tiroir en bois depuis de nombreuses années. Elle ne se souvient tout simplement pas exactement dans quels tiroirs ils étaient rangés. Puis elle se promène et ouvre divers tiroirs. Le client espagnol est maintenant servi par la fille de la vieille dame, qui vient d’arriver.

    Et de nouveau, la dame ouvre un tiroir. Et puis elle fait une pause. Avec de longues respirations, elle regarde à l’intérieur et hoche la tête. Elle sort une paire de chaussures de marche marron qui semblent volumineuses et volumineuses.

    Je sais tout de suite:

    Cher Dieu, c’est eux!

    Ce sont mes chaussures! Elles doivent être. Énorme et large. Je ne peux pas croire ma chance. Lorsque la vieille dame me tend les chaussures, des larmes coulent sur mes joues.

    Les chaussures vont comme un gant. Ils sont serrés, mais ils correspondent. Ces chaussures devaient m’attendre depuis des années. Je garde les deux chaussures et mets mes sandales dans mon sac à dos. La vieille dame a les yeux brillants et semble aussi très touchée quand elle me voit sur le tabouret. Vous avez deviné ce que ces chaussures signifieraient pour moi. Maintenant, les larmes coulent dans ma tête et cela me serre la gorge.

    Elle va donc chez sa fille avec respect et rejoint l’argumentaire avec le client espagnol.

    C’est seulement quand je me lève qu’elle me revient. Elle me regarde longuement puis me donne un prix embarrassant: 15 euros!

     

    En partant, elle me suit et me serre dans ses bras devant la porte de son magasin. Elle fait un signe de croix sur mon front avec ses doigts et me souhaite un Bon Camino!

    Quand je me retourne après deux cents mètres, elle est toujours là et me regarde. Ce n’est que lorsque j’ai disparu dans quelques coins que je me penche et enlève le lacet gauche. La chaussure gauche s’adapte désormais parfaitement et agit comme un bandage compressif. Il appuie fermement sur mon pied gauche tandis que j’ai un espace confortable sur la droite.

    Immédiatement après les premiers mètres derrière Santillana, je remarque: c’est vraiment bien. Mais le vrai miracle se produit en silence. Vous ne remarquez la douleur que lorsqu’elle est là. Et pas quand il n’est plus là. Il n’était plus là!

    Ma prière a été exaucée!

    Oh mon Dieu, je peux marcher à nouveau! Eh bien en fait. Mon esprit erre enfin à nouveau sur des chemins de terre, des prairies et des champs oniriques. Je découvre de nouvelles fleurs comme le fenouil des prés. Ma conscience peut à nouveau se consacrer pleinement au beau côté. Je remercie Dieu dans une très longue prière et continuez simplement. Encore et encore.

    Pas à pas, il monte une colline. L’ancienne église de San Pedro de Oreña peut être vue de loin, entièrement en pierre et avec un toit plat. Exalté par-dessus tout mondain. Ici, je prends de l’eau et je trouve un peu de temps pour moi, l’église est fermée, mais j’apprécie le silence qui règne ici.

    Le chemin supplémentaire se déroule dans un paysage verdoyant encore et encore. Les montagnes se dressent à l’horizon. Et il y a de la neige! Au milieu de l’été.

    Les chevaux m’accompagnent curieusement sur mon chemin à travers la “prairie”. Et j’aime aussi déguster un petit pain blanc au salami dans un coin calme et ombragé. Je m’endors pendant une demi-heure.

    Ensuite, il va à grands pas vers Cóbreces. Je passe encore et encore des maisons isolées dont les jardins sont envahis par les géraniums fleuris.

    Mon chemin m’offre une montée et une descente douces entre 50 et près de 200 mètres d’altitude et donc encore et encore des vues fantastiques à travers le paysage vallonné vaste et varié. Je n’aurais jamais imaginé «l’Espagne» comme ça. Des températures agréables, des pâturages verts, la vie rurale et toujours de nouvelles perspectives sur ce qui se trouve en dessous ou au-dessus de moi. Ensuite, il monte à nouveau dans d’innombrables serpentins et courbes.

    Chiens sur le Camino de Santiago

    Maintenant, loin de moi, je vois le premier pèlerin de la journée, qui part seul en chemin. Je marche le long d’une clôture de pâturage depuis longtemps et je m’approche d’une ancienne ferme. Comme toujours, les chiens m’aboient dessus en remuant la queue.

    Il y a des chiens presque partout sur le sentier. Dans chaque cour avant, dans chaque cour. Et même si j’ai en fait un peu peur des chiens, je sais: ils ne me feront pas de mal ici. Je suis pèlerin!

    Je me tiens donc devant un chien qui aboie, assez gros. Et même s’il n’est pas ligoté, je n’ai pas peur aujourd’hui. Un fermier espagnol de mon âge sort de la porte de l’écurie et se dirige vers sa jeep noire. Il me regarde et voit son chien aboyer.

    Il m’appelle quelque chose en dialecte, certainement quelque chose comme «il ne fait rien». Puis il se retourne et propose de remplir ma bouteille d’eau avec de l’eau fraîche.

    La ville endormie de Cóbreces approche. En début d’après-midi, je me tiens seul devant les portes du monastère citerne. Je garde mes chaussures.

    Le monde est si petit

    Je m’assis sur les marches de pierre du bâtiment d’accueil. Il serait ouvert vers 14 h 30. Deux pèlerins, que je connais déjà, viennent à moi et s’assoient également. C’est Manu et le type taciturne de Jésus. Comme toujours seins nus, débraillés et émaciés.

    Tout d’abord, nous nous asseyons tous les trois sur les marches de pierre sans paroles. Manu me semble toujours familier.

    Et Manu a toujours le même sentiment. Mais comment se connaître? Lorsque nous passons au crible notre passé, nous ne trouvons absolument rien de commun. Il vient d’Espagne, est ingénieur en technologie des plastiques et possède sa propre entreprise.

    Connaît-il mon frère qui me ressemble et qui a la même voix que moi? Il est également ingénieur en technologie des plastiques et possède également sa propre entreprise. Il voyage beaucoup et peut-être qu’ils se connaissent tous les deux dans l’industrie? Mais certes, ce serait un peu exagéré.

    Puis il me dit qu’il est fournisseur d’Audi. Mon frère a également des contacts là-bas, je pense. Mais je ne voyage presque jamais à Ingolstadt moi-même.

    Manu ne passe pas la nuit non plus à Ingolstadt, mais régulièrement dans un petit hôtel à Velburg. Il clique soudainement pour moi.

    Ces dernières années, je suis allé à Velburg du jour au lendemain pour donner des conférences. Et quand je dis le nom de l’hôtel, Manu se met à rire, se lève et me serre dans ses bras.

    Nous nous sommes donc vus pendant des années et nous ne nous sommes pas remarqués. Les deux toujours en costume strict, l’ordinateur portable étalé et pas le temps de regarder les autres invités.

    Nous avons donc dû nous rencontrer plusieurs fois sans nous prêter attention les uns aux autres. Nous connaissons le même personnel, les mêmes personnes, les mêmes locaux. Et pourtant, nous ne nous sommes pas encore rencontrés consciemment. Comme le monde est petit.

    Sans argent sur le Camino de Santiago

    Manu a probablement tout réalisé dans la vie financièrement. Il est plein mais complètement épuisé. Pendant longtemps, il n’a plus vu de sens à ce qu’il fait, remet simplement tout en question et apparaît désormais aussi impuissant qu’un petit enfant lorsqu’il raconte des histoires.

    Il n’avait pas ce qu’il voulait le plus: des enfants. Manu semble mépriser l’énorme somme d’argent dont il dispose. Cela ne lui apporte pas le bonheur dans la vie qu’il recherche actuellement. Il veut donc faire le Camino de Santiago sans argent. Une idée folle mais pas absurde.

    Ce que signifie être sur la route sans argent est difficile à imaginer aujourd’hui. J’aurais certainement échoué le premier jour de mon pèlerinage sans argent. Bien sûr, je n’ai pas l’intention de dépenser beaucoup non plus. Je n’aime pas les hébergements de luxe et je ne veux guère dépenser quoi que ce soit en nourriture. Non pas parce que je ne l’ai pas, mais parce que cela va à l’encontre de mon pèlerinage. Mais complètement sans argent. Je dois prendre une profonde inspiration. Qu’est-ce que cela signifie aujourd’hui?

    Sans argent, c’est-à-dire frapper aux portes et mendier. Cela signifie également être dépendant des soins des autres. Et complètement. Oui, cela signifie littéralement vivre au corps-à-bouche.

    Donativo: Pour un don

    Manu me dit qu’il a eu des problèmes au début car il n’était pas forcément dans les vêtements les moins chers. Mais maintenant, ce n’est plus un problème de frapper et de demander.

    Mais comment passer la nuit? Une auberge de pèlerinage ne coûte pas cher, mais c’est le cas. Il faut prévoir 5 euros.

    Si j’y pense maintenant, ce n’est pas vrai. Parce que de nombreuses auberges de pèlerins ne prennent pas un montant fixe, mais demandent un “donativo” – un don. Et si vous n’avez rien, vous ne pouvez rien donner. Pas maintenant. Mais certainement dans sa vie ultérieure.

    Frappez à la porte pour du pain

    Comment pouvez-vous l’imaginer lorsqu’un pèlerin sonne à la porte (frappe ou appelle généralement parce que les sonnettes manquent)? Eh bien, Manu est espagnol. Il peut mieux s’expliquer. Mais l’espagnol est-il un avantage ici?

    Combien de fois a-t-il raconté son histoire? Et quelle histoire raconte-t-il. Manu n’est certainement pas du genre à vous faire regretter. Il est contemplatif, heureux et franc.

    Est-ce que je donnerais de la nourriture à une personne physiquement émaciée qui se tenait juste à ma porte d’entrée? Oui et non. Ou est-ce? Cela ne m’est jamais arrivé auparavant. Je traite les vendeurs de magazines en fonction de leur humeur ou de leur impression personnelle. Et dans de nombreux autres endroits aussi, je m’implique tranquillement quand je le peux. Mais je n’ai jamais vu quelqu’un demander de la nourriture moi-même. Alors qu’est-ce que je ferais? Je pense que je ne le mourrais pas de faim. Parce que je l’aime bien.

    Manu pense même que les gens vivent quelque chose comme une petite libération quand ils lui donnent quelque chose. Il dit que les gens dans les maisons ont déjà pleuré, étaient consternés et que de vieux couples se sont étreints avec inquiétude.

    Dans tous les cas, il est rarement sévèrement rejeté. Et même alors, il l’acceptera. Que ce soit son destin, et il remercie aussi ceux du plus profond des cœurs qui ne donnent rien. Il prie pour ceux qui ne se tiennent qu’aux rideaux et n’osent pas ouvrir.

    Manu me tend une pomme. Celui qu’il a reçu en cadeau lui-même. Je l’accepte. Pourtant, j’ai froid quand je mords dedans.

    Le moine qui ne nous aimait pas

    Le moine, qui vient lentement vers nous, ouvre le portail de la cabine d’accueil. Mais il m’est étranger. Bien qu’il sourit gentiment, je n’ai pas accès à lui. Ensemble, nous avons le mauvais pressentiment de ne pas être vraiment les bienvenus. Par quoi – nous pouvons être les bienvenus. Je ne peux tout simplement pas décrire cette chose étrange devant lui. Les autres l’ont aussi.

    Nous obtenons donc un tampon pour le laissez-passer du pèlerin et prétendons qu’il s’agissait de ça. Aucun de nous trois n’a dit quoi que ce soit à propos de passer la nuit. Mais. Il est sympa. Et oui, dormir dans un monastère serait à nouveau une belle expérience. Mais l’étrange sensation instinctive se dresse comme un mur entre lui et nous.

    A quoi ressemble Dieu

    Sans trop réfléchir, nous sommes partis pour une autre étape à Comillas. Je ne pense même plus à mon pied.

    Le type de Jésus que Manu a à la remorque m’est tout aussi étrange. Avec ses cheveux bruns mi-longs et hirsutes et sa longue barbe, il ressemble vraiment à une image de Jésus. A moitié nu, il fait un pèlerinage pour lui-même. C’est un solitaire et je ne peux pas voir à travers son âme. Il n’en veut pas non plus.

    Voilà à quoi aurait pu ressembler Jésus. Du moins, c’est ainsi que cela apparaît sur les millions d’images de saints à travers le monde. Mais voici à quoi pourrait ressembler un combattant d’al-Qaïda. En tout cas, plutôt que comme quelqu’un qui travaille dans notre monde occidental. Et alors que nous nous sommes tellement habitués à l’apparence de Jésus qu’il nous est complètement familier malgré son apparence différente, les musulmans à barbe nous sont souvent étranges. Jésus avait-il même une barbe? Quand a-t-il été dessiné pour la première fois? La première image de Jésus vient-elle de l’imagination d’un artiste? Ou a-t-il été adapté à plusieurs reprises à la vision valide et familière du monde au cours des siècles? Alors, a-t-il changé? Et pourquoi n’est-il plus ajusté? Après tout, le monde et la mode ont complètement changé au cours des cent dernières années. Et à quoi ressemble Dieu? Est-il en quelque sorte comme son fils? Je n’ai pas de réponse à toutes les questions que je me pose en marchant.

    J’espère qu’une citation de Jésus – Al Qaïda ne sera jamais mal citée dans mon livre. Je ne veux pas dire que la comparaison est méchante ou irrespectueuse. Qu’est-ce qui sépare les religions de toute façon?

    J’ai lu la Bible moi-même il y a de nombreuses années (j’ai omis certaines choses) et il y a quatre ans j’ai aussi lu le Coran parce que j’étais curieuse. Et il y a peu de choses qui nous séparent. Au contraire, la plupart, la plus grande partie, est un ordre profond de valeurs qui nous unit.

    Outre le fait qu’il y a toujours eu et qu’il y aura des moments où le commun est ignoré et seuls les opposés apparemment sont élevés au leitmotiv de générations de longs débats.

    Que dirait Dieu à ce sujet?

    Se bat-il également là-haut pour la suprématie avec d’autres dieux et prophètes? Ou il secoue simplement la tête à ce sujet parce qu’il se fiche de ce que nous, les humains, l’appelons. Et quel nom lui donne-t-on?

    Oui, je crois fermement à la force majeure. Et oui, il y a probablement de plus en plus de gens qui ne vont pas à l’église tous les dimanches, aiment payer l’impôt de l’église et le font pieusement comme c’était le cas il y a 60 ans. Mais la croyance en Dieu est là, alors je le découvre ici. Et peut-être pas moins qu’il y a de nombreuses années.

    Il se peut que l’Église – en tant qu’institution soumise à une certaine mode, soit parfois plus et parfois moins populaire. Mais Dieu est omniprésent. Également dans l’esprit de nombreux pèlerins qui se décrivent comme incrédules. Pourtant, ils sont ici sur ce chemin pour faire l’expérience de Dieu!

    Vie éternelle

    Le sens de la vie est-il la vie éternelle? Et si oui, qu’est-ce que c’est, la vie éternelle?

    Si nous abordons la question scientifiquement, nous nous retrouvons avec la philosophie. Mais qu’est-ce que c’est? La vie éternelle est-elle que nous ne sommes pas libres ici mais que nous transmettons quelque chose de bien? Quelque chose qui vit après nous et qui pense peut-être même à nous de temps en temps?

    S’agit-il des gènes que nous «partageons» lors de la conception et à partir desquels Dieu crée alors un nouvel être humain? Complètement nouveau, complètement indépendant et pourtant une partie de nous pour toujours et à jamais. Avec la recherche génétique actuelle, certains gènes, c’est-à-dire des propriétés qui sont injectées dans les quatre substances adénine, thymine, guanine et cytosine (A, T, G et C), peuvent être retracés des milliers d’années. Il est possible de répondre aux questions sur la destination et la provenance des groupes de personnes.

    La grande Eve est parmi nous

    Bien sûr, il n’y aura pas d’Eve primordiale et pas d’Adam primordial, mais une transition fluide, des scissions, des errances et ensuite des développements séparés qui se sont ensuite mélangés à nouveau. Mais ça continue encore et encore.

    Donc, si j’ai encore des gènes dans mon ADN aujourd’hui qu’une arrière-arrière-arrière-grand-mère a transmis il y a des dizaines de milliers d’années, alors elle s’est rendue immortelle avec moi et les nombreux autres descendants! Quelque chose d’elle vit toujours.

    Peut-être était-ce précisément son entêtement qui m’accompagnait sur le Camino de Santiago. Ou peut-être était-elle réfléchie, déprimée ou mélancolique de temps en temps. Comme moi.

    Un éternel décès

    La vie éternelle est-elle donc une transmission éternelle? Au moins, la théorie pourrait être établie de cette façon. Mais qu’en est-il de ceux qui n’ont pas ou ne peuvent pas avoir d’enfant biologique? Ici aussi, nous pourrions encore expérimenter de vrais miracles dans la recherche. Parce que les gènes ne sont en aucun cas aussi rigides et immuables qu’on pourrait le penser aujourd’hui. Il est tout à fait concevable qu’ils puissent «s’allumer et s’éteindre» par des influences externes telles que l’éducation, l’imitation, etc. et aussi «changer» en conséquence. Certes, un enfant adopté ne portera aucun gène parental hérité, mais certains segments de gènes pourraient encore être adaptés aux parents par des processus dont nous ne savons encore rien aujourd’hui. Il vaudrait la peine de rechercher si et comment nous pouvons également transmettre génétiquement quelque chose aux enfants adoptés. Permanent et héréditaire. Dans tous les cas, il semble certain que le câblage du cerveau change par l’apprentissage, l’imitation et les modèles parentaux. Pourquoi ne pourrait-on pas en hériter quelque chose?

    Peut-être qu’un jour nous en découvrirons beaucoup plus, au-delà des gènes, qui ne font que marquer l’état de nos connaissances aujourd’hui.

    Nous, les humains, nous considérons comme le sommet de la création. Mais sommes-nous cela? Ou sommes-nous simplement le terrain de jeu coloré qui ne fleurit que des «organismes unicellulaires primitifs» parce que l’univers nous a donné une période cosmique relativement calme?

    Au cours des 500 000 dernières années, c’était vraiment «facile» pour nous. La terre elle-même existe depuis 4,6 milliards d’années et a connu des temps beaucoup plus troublés. Néanmoins, dans l’état actuel des choses, la «vie» existe depuis 4 milliards d’années.

    Souvent, les gens ne croient que ce qu’ils voient. (À moins que vous ne soyez sur le Camino de Santiago et que vous ne laissiez courir à nouveau vos pensées.) Nous ne savons presque rien de la vie dans les océans, dont au moins l’Atlantique est avec moi à ma droite depuis 12 jours.

    La vie est universelle. Et divin.

    Et nous en savons encore moins sur la vie dans le rocher. Vous avez bien lu: dans le rocher! Ce n’est que maintenant que nous découvrons lentement que des créatures «primitives» existent réellement à des milliers de mètres sous nous, cachées dans la roche. Nous les appelons extrémophiles car ils (sur) vivent dans des endroits si extrêmes que nous n’aurions jamais soupçonnés il y a quelques années.

    Certains d’entre eux n’ont pas besoin d’oxygène ni de lumière. Et pourtant, ils portent une partie du modèle universel qui pourrait constituer la vie éternelle. Ce pourrait aussi avoir été ces «primitifs» qui ont redonné vie à la vie naissante encore et encore dans la première histoire sauvage de notre terre, quand elle a été largement anéantie par des catastrophes astronomiques. Et cela aurait même pu se produire plusieurs fois. Peut-être que ces extrémophiles ont les éléments de base de la vie en eux et peuvent raviver la vie encore et encore. Cela prend juste assez de temps.

    Si vous regardez les propriétés que ces «êtres vivants» peuvent avoir, vous serez étonné. Certains peuvent encore vivre dans l’eau bouillante, d’autres dans l’acide, d’autres encore dans le sel hostile ou sous une pression gigantesque. Les températures glaciales ne sont pas non plus un problème pour certains ou «hibernent» pendant des milliers d’années, pour revenir à la vie un jour, semble possible. Même dans l’espace, complètement sans atmosphère et exposée à de fortes radiations, cette vie peut survivre. Et certains seraient capables de faire face aux toxines, aux métaux lourds et même à l’uranium. Même à Tchernobyl, on dit que les extrémophiles vivent aujourd’hui sur la paroi du réacteur, qui, au lieu du soleil, peuvent convertir le rayonnement radioactif en énergie à l’aide d’un pigment. [13] Dans notre monde, il semble y avoir un nombre presque infini d’êtres vivants qui sont à l’aise presque partout grâce à leur robustesse et polyvalence. Cela aussi semble être quelque chose comme la vie éternelle.

    La vie elle-même a germé encore et encore sous des formes plus complexes, y compris sous forme de cellules multicellulaires, il ne semble donc être question que d’une époque plus longue et plus calme qu’elle attendait et dans laquelle elle peut ensuite se déployer dans une beauté somptueuse.

    Même le phénomène de la division cellulaire lui-même rappelle la vie éternelle.

    “Tout à fait maman!”

    Il y a des milliers d’années, les gens ne savaient rien d’un génome, mais que certaines propriétés du premier sautent au suivant (c’est-à-dire sont héritées), tout le monde pouvait comprendre même alors par simple observation. Il y aura toujours eu le dicton “l’enfant est vraiment la mère”. Et le dicton «tout est papa» a toujours été un peu plus dangereux.

    Par pure observation, la «vie éternelle» a été certainement inspirée encore et encore. Mais comment est-ce arrivé, la vie?

    Je suis sûr que nous ne savons rien aujourd’hui!

    l’œuvre de Dieu

    Bien sûr, il est possible que dans la soupe primordiale d’un laboratoire, les premiers atomes se combinent «accidentellement» pour former des acides aminés, qui à leur tour deviennent de l’ADN et finissent par devenir une cellule et plusieurs cellules, etc. Mais est-ce une preuve de hasard et une Preuve contre Dieu? Ou est-ce que cela ne serait pas plutôt une preuve pour Dieu et pour une autorité supérieure qui vient de créer tout ce que la matière veut simplement se façonner dans la vie avec un plan divin?

    Nous ne savons pas grand-chose non plus sur notre univers. Nous ne connaissons pas vraiment non plus le domaine des plus petites choses. Nous cherchons toujours la vie là-bas, dans l’univers. Mais chaque atome, chaque électron et chaque minuscule quark ne pourrait-il pas être un petit univers à son tour? Cherchons-nous la vie uniquement dans le faux, c’est-à-dire dans nos propres dimensions? Le fait que la vie se déroule au moins en nous-mêmes et dans des dimensions beaucoup plus petites est incontesté si vous regardez simplement la flore intestinale. Alors pourquoi pas dans des dimensions beaucoup plus petites ou beaucoup plus grandes. Sans le savoir, nous pourrions nous-mêmes vivre «dans autre chose». En tout cas, rien n’est impensable (sur le Camino de Santiago). Oui, il me semble même extrêmement improbable ici sur le chemin que tout est comme ça,

    Aujourd’hui, nous rions à l’idée que le monde est plat. De quoi nos descendants pourront-ils rire?

    Je ne veux pas finir sur un cloud!

    La question de savoir s’il existe une vie éternelle pour l’individu est une question complètement différente. Au moins pour le corps, qui atteint automatiquement le même nombre de limites avec son processus de vieillissement, cela semble insensé. Mais qu’en est-il de l’âme?

    Ici, les religions ont des idées très différentes prêtes. Le moins de tout ce que j’aime l’idée que je pourrais avoir à m’asseoir sur un nuage dans un ciel pour toujours et à jamais.

    J’aime beaucoup plus l’idée de la renaissance. Que ce soit une «descente» ou une «ascension». Après tout, je serais alors de retour ici sur terre avec mon âme, là où je l’aime.

    La vie éternelle et la lutte entre les religions m’ont beaucoup accompagné maintenant et il est temps de faire une pause.

    Juste derrière un garde-corps. Manu a partagé une autre pomme que j’avais demandée. C’est une sensation étrange. Le type Jésus apporte du pain gratuit. J’ai le dernier salami restant. Les carottes sauvages poussent là où nous sommes assis. Comme le sol est encore humide depuis quelques jours, je peux facilement les retirer en bottes. J’ai donc quelque chose de très spécial aussi! La nourriture du sol leur est étrangère. Bien sûr, les carottes sauvages sont assez fines et assez ligneuses. Mais vous pouvez les mâcher à merveille et profiter du goût intense et vital. Les carottes sauvages sont blanches et ressemblent le plus à la racine de persil ou aux panais super fins. Comme le navet jaune cultivé, ceux-ci appartiennent également à la famille des ombellifères. Et ils ne sont pas non plus toxiques!

    Un repas commun relie plus de mille mots

    Après le temps ensemble, nous nous séparons. Pour toujours.

    Je lâche prise, je vois Manu et le gars de Jésus disparaître. Je ne suis pas triste car c’est comme ça sur le Camino de Santiago. Je suis heureux de les avoir rencontrés tous les deux et d’avoir trouvé l’accès à Manu. Maintenant, ils reprennent leur propre chemin.

    Aujourd’hui est un jour qui ressemble à une semaine entière dans mon cerveau. Tout coule, les expériences et ce que le cerveau pense pourraient remplir un livre entier aujourd’hui. Et aujourd’hui, mon cerveau a définitivement recâblé quelques connexions et découvert que même en tant qu’adulte, comme un enfant, vous pouvez expérimenter des choses complètement nouvelles et positives. Beaucoup de choses à penser et beaucoup à emporter. Et: je transmettrai mes expériences à mes enfants!

    Les heures passent à nouveau à elles seules. Mes pensées se perdent dans l’espace qui se trouve devant moi et je redeviens vide, ne pense pas.

    Au kilomètre 30, un pèlerin très désagréable arrive. Il vient de sortir d’une pension et essaie de s’attacher à moi.

    À la maison, mon code de décence aurait essayé au moins de le rendre heureux avec de petites conversations. Le chemin m’a rendu plus rude et plus direct. Les escarmouches de sympathie truquées sont de l’énergie gaspillée.

    L’autre court vite car il ne fait que commencer ses kilomètres, une puissance dix antipathique. Cela me gêne les premiers mètres. Il me colle comme un suceur de sang. J’ai toujours le sentiment inquiétant qu’il me tire vers le bas. Déchargez mes batteries et rechargez avec moi.

    Je dois me libérer. Quelque chose au fond de moi me dit

    (…)

    Contenu du livre BURNOUT: Un voyage sur une ligne fine, le Camino de Santiago sur la côte et des photos supplémentaires ici sur le site Web du Camino de Santiago (photos non incluses dans le livre.)

    • Jour 12: 36 km, 550 mètres d’altitude, de Polanco via Requejada, Camplengo, Santillana del Mar; Cóbreces à Comillas. . Livre du pèlerin sur le Camino de Santiago sur la côte
    • Cher Dieu, donnez-moi des chaussures. Camino de la Costa
    • Alors je continue à prier .. Camino
    • Ma prière prend une mélodie. Camino de la Costa
    • Je n’ai pas encore vu de pèlerin aujourd’hui. Chapitre Pilgrim book
    • Espérez et attendez. Chapitre Saint-Jacques sur la côte
    • “No es un problema”!. Chapitre du Camino de Santiago sur l’épuisement professionnel / sentier côtier
    • “Cuarenta y siete – impossible” .. Dépression et aide sur le Camino de Santiago
    • Cher Dieu, c’est eux!. Chapitre St.James et alternatives
    • Chiens sur le Camino de Santiago. Chapitre Saint-Jacques sur la côte
    • Le monde est si petit. Camino
    • Sans argent sur le Camino de Santiago. Chapitre livre de pèlerin
    • Donativo: Pour un don. Chapitre du Camino de Santiago sur l’épuisement professionnel / sentier côtier
    • Frappez à la porte pour du pain. Camino del Norte et Camino de la Costa
    • Le moine qui ne nous aimait pas. Chapitre du Camino de Santiago sur l’épuisement professionnel / sentier côtier
    • À quoi ressemble Dieu? Chapitre livre de pèlerin
    • Que dirait Dieu à ce sujet? Chapitre St.James et alternatives
    • La grande Eve est parmi nous. Camino de Santiago
    • Un éternel décès. Camino del Norte et Camino de la Costa
    • La vie est universelle. Et divin .. Camino de Santiago
    • “Tout à fait la maman!” Chapitre St.James et alternatives
    • L’œuvre de Dieu. D’après le livre BURNOUT Jakobsweg de Christian Seebauer
    • Je ne veux pas finir sur un cloud!. Chapitre St.James et alternatives
    • Exécutez-le à mort! Camino de la Costa

    Vous pouvez également lire un peu gratuitement sans acheter le livre. Si vous le souhaitez, je serai heureux de le signer pour vous avec un dévouement très personnel. Ici vous pouvez lire ce chapitre ->

     



    (c) Christian Seebauer
    Kuestenweg italiano excerpt:

    Il miracolo di Santillana

    Giorno 12: 36 km, 550 metri di dislivello, da Polanco via Requejada, Camplengo, Santillana del Mar; Cóbreces a Comillas.

    Da Polanco via Requejada, Santillana, Camplengo, Cobreces a Comillas. Circa. 36 km, pianeggiante.

    Mi sveglio alle cinque del mattino. Poiché è così tranquillo, avresti potuto credere che gli altri pellegrini se ne fossero già andati. È una sensazione strana. Nessun ottimismo generale. Solo ora devo occuparmi di me stesso. E io faccio. Andrò avanti.

    Non ci vuole molto per finire. È ancora buio fuori. Solo a est il cielo brilla un po ‘arancione.

    Lascio lentamente l’ostello. Neanche io ho dimenticato niente? Una volta che chiudo la porta dietro di me, il gioco è fatto, non appena detto che fatto. E bloccato.

    Porterò la chiave ad Ascension, come concordato ieri, e la getterò con cura nella cassetta della posta. Poi me ne vado zoppicando verso Requejada.

    Inizio a pregare

    Come in un rosario infinito, l’ho chiesto cento volte nei primi chilometri

    “Buon Dio, per favore dammi le scarpe. Per favore rendi sano il mio piede ”.

    Sempre al ritmo del tuo cammino.

    In effetti, la recitazione costante mi dà qualcosa come una trance e il dolore diventa sopportabile.

    Prego e prego per le scarpe. Ieri non ho pregato durante il viaggio. La mia compagna era la rabbia nel mio stomaco. Oggi continuo a pregare. La mia rabbia ha lasciato il posto a uno strano stato d’animo di rassegnazione e speranza ingenua.

    Perché dove nel mondo dovrei trovare le scarpe qui? Non ci sono riuscito nella “capitale” Santander. Allora da dove vengono le scarpe? Di Requejada? Un paese di 792 abitanti? [12]

    Inoltre, è troppo presto. Il sole sta sorgendo. Le prime persone vanno a lavorare. Ma non c’è davvero molto da fare qui. Tuttavia, tiro fuori la macchina fotografica e scatto una foto della strada sul cui marciapiede sto attualmente camminando. La mia ombra è sempre lunga e stretta. Il sole è proprio dietro di me. E i segnali stradali riflettono la luce del sole arancione brillante sullo sfondo scuro. Un’atmosfera mattutina da sogno che non potrebbe essere più bella.

    All’improvviso un automobilista di passaggio suona il clacson e mi mostra il pollice alzato. Ottimo, vai avanti Deve avermi visto zoppicare.

    Continuo a pregare e passo un caffè minuscolo. Ma oggi non voglio caffè o altro. Desidero solo delle scarpe.

    Sul piede sinistro ho incollato via il nastro di fissaggio posteriore del sandalo. Non si chiude più perché il piede è semplicemente troppo grasso.

    Buon Dio, per favore dammi le scarpe

    “Buon Dio, per favore dammi le scarpe. Rendi i miei piedi di nuovo sani ”. Come se da solo ricadessi nel mio ritmo simile alla ruota della preghiera. E ora so anche perché c’è il termine “ruota della preghiera”.

    Un chilometro, mille passi. “Caro Dio (sinistra, destra, sinistra) – (3 passi PAUSA), per favore dammi le scarpe Dio (sinistra, destra, sinistra). (3 passi PAUSA), rimetti in salute i miei piedi (sinistro, destro, sinistro, destro “. E subito ricomincio. Ogni 16 passi ricomincio il rosario delle scarpe. E non mi stanco mai di supplicare.

    Poi lascio Requejada / Barreda con l’impianto chimico che splende al sole del mattino.

    Da 11 metri sopra lo zero, una stradina solitaria mi riconduce in campagna e un centinaio di metri più in alto. Ad ogni passo la vista diventa più alta e questo allevia la mia miseria. Ma so che non potrò mai andare avanti con i sandali.

    Quindi continuo a pregare

    Non spero in un miracolo, né penso all’ovvio: la fine del mio viaggio. Il mio cervello sembra essere completamente vuoto e non succede nient’altro se non la preghiera. La mia preghiera ora sembra avvalersi di molte altre regioni del cervello, perché sempre più si adattava al ritmo dei miei piedi e al ritmo del mio respiro.

    Da molto tempo ormai non penso più solo alla mia preghiera, la borbotto ad alta voce tra me e me. Non c’è nessuno che possa sentirmi? Ma ascolta? Non lo so Non ci credo, ma non lo escludo neanche.

    La mia preghiera riceve una melodia

    Anche una dimensione musicale è stata appena aggiunta alla mia preghiera.

    Strano com’era all’inizio pregare così. Lo faccio e basta. Non mi sento più strano. La mia disperazione e la mia insopportabile autocommiserazione hanno lasciato il posto a una calma interiore.

    Non ho più progetti. Non per oggi. Nemmeno per domani e certamente non per il Camino de Santiago. Ma non penso nemmeno più a smettere. La preghiera ora è familiare come una canzone della buonanotte per un bambino piccolo.

    Sono diventato piccolo, lo sono. E non lo combatto più. Mi sento parte di un insieme grande, molto grande. E oggi sono solo qui. Non ci sono più villaggi, solo poche case e prati.

    Ad ogni passo continuo a pregare e augurare piedi sani nelle scarpe giuste.

    Non ho visto un pellegrino oggi.

    Nel frattempo, la mia “nuvola di pioggia” riporta di nuovo, dicendomi: Scarpe? Dove per favore? In una comunità di meno di quattromila anime come Santillana, forse? E sicuramente sono taglia 47. Ovviamente. Grido alla mia “nuvola di pioggia” per calmarmi finalmente e tornare alla mia preghiera “per favore dammi le scarpe”. Adesso di nuovo in silenzio.

    Quando entro la mattina presto (o meglio ci godo dentro) nel sognante villaggio medievale di Santillana del Mar, incontro un pellegrino polacco sul cortile della chiesa, altrimenti completamente deserto. Zoppica anche e ha una benda attorno all’articolazione del ginocchio destro. Mi chiede in un cattivo inglese di fargli una foto. Poi gli racconto in inglese del mio desiderio di scarpe. Questa frase è ripresa da una signora ordinata che proprio in quel momento è scaturita da una vecchia Peugeot bianca traballante. È originariamente inglese, ma vive qui a Santillana da decenni.

    Sbatte la portiera arrugginita della sua macchina, proprio come in un film italiano degli anni ’50. E ora sta andando dritta da me.

    Si presenta educatamente: “Ciao, sono Charlotte”. Poi c’è una lunga pausa. “Allora hai bisogno di scarpe?”

    Charlotte dà una lunga occhiata ai miei sandali e al mio piede gonfio.

    Il pellegrino polacco sfrutta questo momento per salutarsi rapidamente con “Bon Camino”. Adesso sono solo con Charlotte. Non ha ancora detto nient’altro. Guarda di nuovo pensierosa i miei piedi. Come un dottore che esamina il suo paziente.

    Poi dice: “Andrai avanti con le scarpe?”, Quindi: andrai oltre quando avrai le scarpe? Alzo le spalle. Tutto questo mi sembra piuttosto “spagnolo”.

    Poi Charlotte indica con il braccio attraverso la tranquilla piazza del villaggio una casa di pietra che – come tutto il resto qui – è costruita direttamente sulle mura della chiesa.

    Charlotte indicò una porta a doppia battente chiusa a chiave in legno pesante marrone scuro e disse: «Potresti prendere le scarpe qui. Ma non prima delle undici. E manda i miei migliori saluti. ”

    Charlotte guarda il suo orologio d’oro e mi fa i migliori auguri.

    Spero e aspetta

    Non appena sono solo, inizio con i miei dubbi. Cosa dovrebbe esserci qui? Nessun negozio, nessun negozio, nient’altro che un cancello con cinque targhette. Ma sto aspettando E io aspetto.

    Mancano ancora quasi tre ore alle undici. C’è un hotel piuttosto elegante in un cortile sul retro. Non oso entrare nel mio vestito, quindi chiedo gentilmente se posso sedermi per una tazza di caffè nel cortile altrimenti deserto.

    La cameriera mi prepara un tavolo con una tovaglia e mi porta il caffè. Poiché mi alzo per tirare fuori la guida del pellegrino dalla tasca dei pantaloni, rovescio la tazza piena di caffè che ho appena portato. La tazza cade a terra e si scheggia. Uomo, come pellegrino, non posso nemmeno avere una tazza di caffè adeguata?

    Imbarazzato, cerco di pulire il peggio con il tovagliolo di carta e di raccogliere i pezzi rotti.

    Prima che mi siedo di nuovo correttamente, la cameriera è già lì, ha una nuova tovaglia e un nuovo caffè con me. Questa volta una brocca intera.

    Sorride docilmente e dice:

    “No es un problema”!

    Quindi ora leggo un po ‘nella guida di viaggio. O meglio, guardo solo dentro. Quando erano le undici e tre quarti, la cameriera mi chiese un euro e cinquanta centesimi. Sicuramente non vuole essere pagata per l’incidente.

    Marcia lentamente verso la piazza del paese. Un operaio del villaggio sta pulendo un pozzo e arrivano i primi residenti. Ma non vedo affari qui. Ci saranno davvero delle scarpe qui? Che idea avventurosa. Ricomincio a pregare in silenzio. Questa volta nostro padre.

    Mi sono seduto sul gradino di pietra davanti alla porta e si sta avvicinando un poliziotto del villaggio. Si rivolge a me come a un vagabondo? No. Mi sorride e annuisce. Poi va avanti.

    Adesso sono le undici meno cinque. Sono completamente perplesso quando una chiave viene girata dall’interno esattamente alle undici in punto quando viene suonata la campana dell’orologio del campanile della chiesa. Mi alzo subito e indietreggio di qualche passo.

    Una persiana viene sollevata dall’interno e la porta si apre.

    In realtà appare un negozio di scarpe e pelletteria. È larga al massimo una corsia. Per decenza aspetto qualche minuto prima di entrare in negozio con lo zaino. Tutto è abbastanza buio e in uno spazio molto piccolo.

    Riesco a malapena a girarmi con lo zaino. Quindi lo tolgo e lo metto davanti ai miei piedi.

    Probabilmente sto affrontando il proprietario del negozio. Probabilmente ha circa ottant’anni e mi saluta molto cordialmente. Trasuda una calma incredibile.

    La prima cosa che faccio è chiedere delle scarpe: taglia 47.

    Poi c’è il silenzio. Come colpita da un fulmine, la vecchia signora è in piedi dietro il bancone e mi fissa i piedi.

    Si strofina la bocca con le mani e molto lentamente scuote la testa. Adesso mi guarda direttamente e dice molto lentamente

    “Cuarenta y siete – impossibile”.

    Nessuna possibilità.

    Esausto e depresso, crollo sullo sgabello di prova. Cosa mi aspettavo? Credevo davvero che si possa semplicemente pregare per scarpe del genere? E la taglia 47 è solo metà della storia. In realtà avrei bisogno di 47 ½.

    La negoziante mi guarda imbarazzata e alza le spalle. Ho l’impressione che sia molto colpita in questo momento, perché si morde l’indice di lato.

    La porta si sta aprendo e un giovane cliente spagnolo entra nel negozio. Il proprietario ora si allontana da me e mi fa sedere. Dopo aver salutato il cliente, si volta a guardarmi, ma d’ora in poi guardo per terra. Ho incrociato le mani e ricomincio a pregare.

    In modo completamente sorprendente, abbandona il suo cliente e si rivolge a me. “Cuarenta y siete, momento”.

    Un lampo di pensiero è nell’aria. Mi racconta di un paio di scarpe oversize che mi aspettava da molti anni in un cassetto di legno. Non ricorda esattamente in quale dei cassetti erano stati riposti. Poi va in giro e apre vari cassetti. Il cliente spagnolo è ora servito dalla figlia della vecchia signora, che è appena arrivata.

    E ancora la signora apre un cassetto. E poi si ferma. Con lunghi respiri guarda dentro e annuisce. Tira fuori un paio di scarpe da passeggio marroni che sembrano ingombranti e ingombranti.

    Lo so subito:

    Buon Dio, sono loro!

    Queste sono le mie scarpe! Devono esserlo. Enormi e larghi. Non posso credere alla mia fortuna. Quando la vecchia signora mi consegna le scarpe, le lacrime mi scendono lungo le guance.

    Le scarpe calzano come un guanto. Sebbene stretti, si adattano. Queste scarpe devono aspettarmi da anni. Tengo entrambe le scarpe e metto i sandali nello zaino. La vecchia signora ha gli occhi luminosi e sembra anche molto commossa quando mi vede sullo sgabello. Hai indovinato cosa significherebbero per me queste scarpe. Adesso le lacrime mi scendono lungo la testa e mi stringe la gola.

    Quindi va rispettosamente da sua figlia e si unisce al discorso di vendita con il cliente spagnolo.

    Solo quando mi alzo lei torna da me. Mi guarda a lungo e poi mi dà un prezzo imbarazzante: 15 euro!

     

    Mentre esco, mi segue e mi abbraccia davanti alla porta del suo negozio. Mi fa un segno di croce sulla fronte con le dita e mi augura un Bon Camino!

    Quando mi giro dopo duecento metri, lei è ancora lì e mi guarda. Solo quando sono sparito dietro alcuni angoli mi chino e tolgo il laccio sinistro. La scarpa sinistra ora calza perfettamente e agisce come una benda di pressione. Lui preme saldamente il mio piede sinistro mentre io ho un comodo spazio sulla destra.

    Subito dopo i primi metri dietro Santillana, noto: è davvero buono. Ma il vero miracolo avviene in silenzio. Noti il ​​dolore solo quando è presente. E non quando lui non c’è più. Non c’era più!

    La mia preghiera è stata esaudita!

    Oh dio posso camminare di nuovo! Bene in realtà. La mia mente finalmente vaga di nuovo verso strade sterrate, prati e campi da sogno. Scopro nuovi fiori come il finocchietto. La mia coscienza può dedicarsi di nuovo completamente al lato bello. Ringrazio Dio in una preghiera molto lunga e vado avanti. Ancora e ancora e ancora.

    Passo dopo passo sale su una collina. Da lontano si vede la vecchia chiesa di San Pedro de Oreña, interamente in pietra e con il tetto piano. Esaltato soprattutto mondano. Qui prendo acqua e trovo un po ‘di tempo per me stessa, la chiesa è chiusa ma mi godo il silenzio che regna quassù.

    L’ulteriore sentiero corre in un paesaggio sempre più verde. Le montagne torreggiano all’orizzonte. E c’è la neve! In piena estate.

    I cavalli mi accompagnano incuriositi nel mio cammino attraverso la “prateria”. E mi piace anche gustare un po ‘di pane bianco con salame in un angolo tranquillo e ombreggiato. Mi addormento per mezz’ora.

    Poi si va a grandi passi verso Cóbreces. Passo ancora e ancora davanti a case isolate i cui giardini sono ricoperti di gerani in fiore.

    Il mio percorso mi offre un dolce sali e scendi tra i 50 ei quasi 200 metri di altitudine e quindi ancora e ancora fantastici panorami attraverso il vasto e vario paesaggio collinare. Non avrei mai immaginato una “Spagna” così. Temperature piacevoli, verdi pascoli, vita agreste e prospettive sempre nuove su ciò che sta sotto o sopra di me. Poi si risale in innumerevoli serpentine e curve.

    Cani sul Camino de Santiago

    Ora, lontano da me, vedo il primo pellegrino della giornata, che va solo per il suo cammino. Ho camminato a lungo lungo un recinto di pascolo e mi sto avvicinando a una vecchia fattoria. Come sempre, i cani mi abbaiano scodinzolando.

    Ci sono cani quasi ovunque sul sentiero. In ogni cortile, in ogni cortile. E anche se in realtà ho un po ‘paura dei cani, lo so: non mi faranno del male qui. Sono un pellegrino!

    Quindi mi trovo di fronte a un cane che abbaia, piuttosto grande. E anche se non è legato, oggi non ho paura. Un contadino spagnolo della mia età esce dalla stalla e si dirige verso la sua jeep nera. Mi guarda e vede il suo cane che abbaia.

    Mi chiama qualcosa in dialetto, decisamente qualcosa come “non fa niente”. Poi si volta e si offre di riempire la mia bottiglia d’acqua con acqua fresca.

    La sonnolenta cittadina di Cóbreces si sta avvicinando. Nel primo pomeriggio sono solo davanti ai cancelli del monastero della cisterna. Tengo le mie scarpe.

    Il mondo è così piccolo

    Mi sono seduto sui gradini di pietra dell’edificio della reception. Sarebbe stato aperto verso le due e mezzo. Due pellegrini, che già conosco, ora vengono da me e si siedono anche loro. È Manu e il tipo taciturno di Gesù. Come sempre topless, trasandato ed emaciato.

    Prima di tutto, tutti e tre ci sediamo sui gradini di pietra senza parole. Manu mi sembra ancora in qualche modo familiare.

    E Manu ha ancora la stessa sensazione. Ma come dovremmo conoscerci? Quando setacciamo il nostro passato, non troviamo assolutamente nulla in comune. Viene dalla Spagna, è un ingegnere nella tecnologia delle materie plastiche e ha una propria azienda.

    Conosce mio fratello che mi somiglia e ha la mia stessa voce? È anche un ingegnere nella tecnologia delle materie plastiche e ha anche una propria azienda. Di sicuro viaggia molto e forse si conoscono entrambi nel settore? Ma ammettiamolo, sarebbe un po ‘forzato.

    Poi mi dice che è un fornitore per Audi. Anche mio fratello ha dei contatti lì, credo. Ma io viaggio raramente a Ingolstadt.

    Manu non pernotta nemmeno a Ingolstadt, ma regolarmente in un piccolo hotel a Velburg. All’improvviso scatta per me.

    Negli ultimi anni sono stato a Velburg durante la notte per tenere conferenze. E quando dico il nome dell’hotel, Manu inizia a ridere, si alza e mi abbraccia.

    Quindi ci siamo visti per anni e non ci siamo notati. Entrambi sempre in giacca e cravatta rigorosi, il portatile sparso e non c’è tempo per guardare gli altri ospiti.

    Quindi dobbiamo esserci incontrati molte volte senza prestarci attenzione l’uno all’altro. Conosciamo lo stesso personale, le stesse persone, gli stessi locali. Eppure consapevolmente non ci siamo ancora incontrati. Quanto è piccolo il mondo.

    Senza soldi per il Camino de Santiago

    Manu ha probabilmente ottenuto tutto nella vita finanziariamente. È pieno ma completamente esaurito. Da molto tempo non vede più alcun senso in quello che sta facendo, si limita a interrogarsi su tutto e adesso sembra impotente come un bambino quando parla.

    Non aveva ciò che desiderava di più: i bambini. Manu sembra disprezzare l’enorme quantità di denaro che ha. Non gli porta la felicità nella vita che ora sta cercando. Vuole quindi fare il Cammino di Santiago senza soldi. Un’idea folle ma non assurda.

    Cosa significhi essere in viaggio senza soldi è difficile da immaginare oggi. Io stesso avrei certamente fallito il primo giorno del mio pellegrinaggio senza soldi. Certo, neanche io ho intenzione di spendere molto. Non mi piacciono gli alloggi di lusso e non voglio spendere nulla per il cibo. Non perché non ce l’abbia, ma perché va contro il mio pellegrinaggio. Ma completamente senza soldi. Devo fare un respiro profondo. Cosa significa oggi?

    Senza soldi, cioè bussando alle porte e chiedendo l’elemosina. Significa anche dipendere dalla cura degli altri. E completamente. Sì, letteralmente significa vivere corpo a corpo.

    Donativo: Per una donazione

    Manu mi dice che ha avuto problemi all’inizio perché non era necessariamente vestito con i vestiti più economici. Ma ora non è più un problema bussare e chiedere.

    Ma come pernottare? Un ostello di pellegrinaggio non costa molto, ma lo fa. Devi pianificare per 5 euro.

    Se ci penso ora, non è vero. Perché molti ostelli per pellegrini non prendono una somma fissa di denaro, ma chiedono un “donativo”, una donazione. E se non hai niente, non puoi donare niente. Non adesso. Ma certamente nella sua vita successiva.

    Bussa alla porta per un po ‘di pane

    Come puoi immaginarlo quando un pellegrino suona il campanello (di solito bussa o chiama perché mancano i campanelli)? Bene, Manu è spagnolo. Può spiegarsi meglio. Ma lo spagnolo è un vantaggio qui?

    Quante volte ha raccontato la sua storia? E quale storia racconta. Manu non è sicuramente il tipo da farti dispiacere. È contemplativo, felice e diretto.

    Darei da mangiare a una persona fisicamente emaciata che si trovava alla mia porta di casa? Sì e no. O è? Questo non mi è mai successo prima. Tratto i venditori di riviste a seconda del loro umore o impressione personale. E anche in molti altri posti sono silenziosamente coinvolto quando posso. Ma non ho mai visto qualcuno chiedere da mangiare io stesso. Allora cosa dovrei fare? Penso che non lo farei morire di fame. Perché mi piace.

    Manu pensa persino che le persone sperimentino qualcosa di simile a una piccola liberazione quando gli danno qualcosa. Dice che le persone nelle case hanno già pianto, sono rimaste sgomente e che le vecchie coppie si sono abbracciate a disagio.

    In ogni caso, è raramente rigettato duramente. E anche allora lo accetterà. Lascia che sia il suo destino, e ringrazia anche quelli dal profondo del cuore che non danno nulla. Prega per coloro che stanno solo davanti alle tende e non hanno il coraggio di aprirli.

    Manu mi porge una mela. Uno che ha ricevuto lui stesso in regalo. Lo accetto. Tuttavia, mi scorre lungo la schiena quando lo mordo.

    Il monaco a cui non piacevamo

    Il monaco, che sta camminando lentamente verso di noi, apre il cancello del chiosco della reception. Ma lui è un estraneo per me. Sebbene sorrida gentilmente, non ho accesso a lui. Insieme abbiamo la brutta sensazione di non essere veramente i benvenuti. Per cui, possiamo essere i benvenuti. Non riesco proprio a descrivere questa strana cosa in piedi di fronte a lui. Anche gli altri ce l’hanno.

    Quindi otteniamo un timbro per il passo del pellegrino e facciamo finta che fosse tutto per quello. Nessuno di noi tre ha detto nulla sul pernottamento. Ma. Lui è carino. E sì, dormire in un monastero sarebbe sicuramente di nuovo una bella esperienza. Ma quella strana sensazione viscerale è come un muro tra lui e noi.

    Che aspetto ha Dio

    Senza pensarci troppo, siamo partiti per un’altra tappa verso Comillas. Non penso nemmeno più al mio piede.

    Il tipo di Gesù che Manu ha al seguito è altrettanto strano per me. Con i suoi capelli castani lunghi fino alle spalle e arruffati e la sua lunga barba, sembra davvero un’immagine di Gesù. Mezzo nudo fa un pellegrinaggio a se stesso. È un solitario e non riesco a vedere attraverso la sua anima. Neanche lui lo vuole.

    Questo è l’aspetto che avrebbe potuto avere Gesù. Almeno è così che appare sui milioni di immagini di santi in tutto il mondo. Ma questo è esattamente l’aspetto che potrebbe avere un combattente di al-Qaeda. In ogni caso, piuttosto che come qualcuno che lavora nel nostro mondo occidentale. E mentre siamo diventati così abituati all’aspetto di Gesù che ci è completamente familiare nonostante il suo aspetto diverso, i musulmani con la barba sono spesso strani per noi. Gesù aveva anche la barba? Quando è stato estratto per la prima volta? La prima immagine di Gesù proviene dall’immaginazione di un artista? O è stato più volte adattato alla visione valida e familiare del mondo nel corso dei secoli? Quindi è cambiato? E perché non viene più adattato? Dopotutto, il mondo e la moda sono cambiati completamente negli ultimi cento anni. E che aspetto ha Dio in realtà? È in qualche modo come suo figlio? Non ho risposta a tutte le domande che ho mentre cammino.

    Spero che una citazione di Gesù – Al Qaeda non venga mai citata erroneamente dal mio libro. Non intendo il confronto in alcun modo meschino o irrispettoso. Cosa separa comunque le religioni?

    Ho letto la Bibbia io stesso molti anni fa (ho tralasciato alcune cose) e quattro anni fa ho letto anche il Corano perché ero curioso. E c’è poco che ci separa. Piuttosto, soprattutto, è un profondo ordine di valori che ci unisce.

    A parte il fatto che ci sono stati e ci saranno sempre momenti in cui il comune viene disatteso e solo gli aspetti apparentemente opposti vengono portati a filo conduttore di generazioni di lunghe discussioni.

    Cosa direbbe Dio al riguardo?

    Sta combattendo anche lassù per la supremazia con altri dei e profeti? O semplicemente scuote la testa perché non gli importa come lo chiamiamo noi umani. E quale nome gli diamo?

    Sì, credo fermamente nella forza maggiore. E sì, probabilmente ci sono sempre più persone che non vanno in chiesa ogni domenica, amano pagare le tasse della chiesa e lo fanno con devozione come 60 anni fa. Ma la fede in Dio è, scopro qui, nondimeno lì. E forse non meno di molti anni fa.

    Può darsi che la chiesa – come istituzione soggetta a una certa moda, sia a volte più ea volte meno popolare. Ma Dio è onnipresente. Anche nella mente di molti pellegrini che si descrivono come increduli. Ma tu sei qui su questa strada per sperimentare Dio!

    Vita eterna

    Il significato della vita è la vita eterna? E se è così, cos’è la vita eterna?

    Se affrontiamo la questione scientificamente, finiamo di nuovo con la filosofia. Ma cos’è? La vita eterna è che non siamo liberi quaggiù ma che trasmettiamo qualcosa di buono? Qualcosa che sopravvive dopo di noi e che magari ogni tanto ci pensa anche?

    Sono i geni che “condividiamo” durante il concepimento e dai quali Dio crea poi un nuovo essere umano? Completamente nuovo, completamente indipendente eppure una parte di noi nei secoli dei secoli. Con la ricerca genetica odierna, alcuni geni, cioè proprietà che vengono riversate nelle quattro sostanze adenina, timina, guanina e citosina (A, T, G e C), possono essere fatte risalire a migliaia di anni fa. È possibile rispondere alle domande su dove si sono trasferiti gruppi di persone e da dove provenivano originariamente.

    La grande Eva è tra noi

    Naturalmente, non ci saranno né Eva primordiale né Adamo primordiale, ma una transizione fluida, scissioni, vagabondaggi e poi sviluppi separati che si sono poi mescolati di nuovo. Ma va sempre avanti.

    Quindi, se oggi ho ancora geni nel mio DNA che una bis-bis-bis-nonna ha trasmesso decine di migliaia di anni fa, allora si è resa immortale con me e con i tanti altri discendenti! Qualcosa di lei vive ancora.

    Forse era proprio la sua testardaggine che continuava a venire con me sul Camino de Santiago. O forse ogni tanto era pensierosa, depressa o malinconica. Come me.

    Un eterno passaggio

    Quindi la vita eterna è una trasmissione eterna? Almeno la teoria potrebbe essere impostata in questo modo. Ma che dire di coloro che non hanno o non possono avere un figlio biologico? Anche qui potremmo ancora sperimentare veri miracoli nella ricerca. Perché i geni non sono affatto così rigidi e immutabili come potremmo pensare oggi. È abbastanza concepibile che possano “accendersi e spegnersi” attraverso influenze esterne come l’educazione, l’imitazione, ecc. E anche il “cambiamento” di conseguenza. Certo, un bambino adottato non porterà alcun gene genitore ereditato, ma alcune sezioni genetiche potrebbero ancora essere adattate ai genitori attraverso processi di cui ancora oggi sappiamo poco. Varrebbe la pena indagare se e come possiamo trasmettere geneticamente qualcosa anche ai bambini adottati. Permanente ed ereditabile. In ogni caso, sembra certo che il cablaggio del cervello cambi attraverso l’apprendimento, l’imitazione e i modelli di ruolo dei genitori. Perché non si dovrebbe essere in grado di ereditare qualcosa da esso?

    Forse un giorno scopriremo molto di più, oltre i geni, che segnano solo lo stato delle nostre conoscenze oggi.

    Noi umani ci consideriamo l’apice della creazione. Ma lo siamo? O siamo solo il colorato parco giochi che sboccia solo dagli “organismi unicellulari primitivi” perché l’universo ci ha dato un periodo cosmico relativamente tranquillo?

    Negli ultimi 500.000 anni è stato davvero “facile” per noi. La terra stessa esiste da 4,6 miliardi di anni e ha visto tempi molto più difficili. Tuttavia, come stanno le cose oggi, la “vita” esiste da 4 miliardi di anni.

    Le persone spesso credono solo a ciò che vedono. (A meno che tu non sia sul Camino de Santiago e lasci che i tuoi pensieri corrano di nuovo liberi.) Non sappiamo quasi nulla della vita negli oceani, di cui almeno l’Atlantico è sempre stato con me alla mia destra per 12 giorni.

    La vita è universale. E divino.

    E sappiamo ancora meno della vita nella roccia. Hai letto bene: nella roccia! Solo ora stiamo lentamente scoprendo che creature “primitive” esistono effettivamente migliaia di metri sotto di noi, nascoste nella roccia. Li chiamiamo estremofili perché (oltre) vivono in luoghi così estremi che non avremmo mai sospettato fino a pochi anni fa.

    Alcuni di loro non hanno bisogno di ossigeno o luce. Eppure portano una parte del progetto universale che potrebbe costituire la vita eterna. Potrebbero anche essere stati questi “primitivi” a riportare in vita la fiorente vita ancora e ancora nella prima storia selvaggia della nostra terra, quando fu in gran parte spazzata via da catastrofi astronomiche. E potrebbe anche essere successo più volte. Forse questi estremofili hanno in sé gli elementi costitutivi di base della vita e possono riaccendere la vita ancora e ancora. Ci vuole solo abbastanza tempo.

    Se guardi alle proprietà che possono avere questi “esseri viventi”, rimarrai sbalordito. Alcuni possono ancora vivere in acqua bollente, altri in acido, altri ancora in sale ostile o sotto pressione gigantesca. Anche le temperature gelide non sono un problema per alcuni o “ibernare” per millenni, solo per tornare in vita un giorno, sembra possibile. Anche nello spazio, completamente privo di atmosfera ed esposto a forti radiazioni, questa vita può sopravvivere. E si dice che alcuni siano in grado di far fronte a tossine, metalli pesanti e persino uranio. Anche a Chernobyl, oggi si dice che gli estremofili vivano sul muro del reattore, che invece del sole possono convertire le radiazioni radioattive in energia con l’aiuto di un pigmento. [13] Nel nostro mondo sembra esserci un numero quasi infinito di esseri viventi che sono a casa quasi ovunque grazie alla loro robustezza e versatilità. Anche questo sembra essere qualcosa come la vita eterna.

    La vita stessa è germogliata ancora e ancora in forme più complesse, anche come cellule multicellulari, quindi sembra essere solo una questione di un’epoca più lunga e più tranquilla che stava aspettando e in cui può poi svolgersi in una sontuosa bellezza.

    Anche il fenomeno stesso della divisione cellulare ricorda la vita eterna.

    “Piuttosto la mamma!”

    Migliaia di anni fa, la gente non sapeva nulla di un genoma, ma che certe proprietà del primo passano al successivo (cioè vengono ereditate), chiunque poteva capirlo anche allora attraverso la semplice osservazione. Ci sarà sempre stato il detto “il bambino è davvero la madre”. E il detto “è tutto papà” è sempre stato un po ‘”più pericoloso”.

    Attraverso la pura osservazione, la “vita eterna” è stata certamente ispirata ancora e ancora. Ma come è nata la vita?

    Sono sicuro che oggi non sappiamo niente!

    l’opera di Dio

    Naturalmente, è possibile che nella zuppa primordiale di un laboratorio i primi atomi si combinino “accidentalmente” per formare amminoacidi, che a loro volta diventano DNA e alla fine diventano una cellula e diverse cellule, ecc. Ma è una prova del caso e una Prova contro dio? O non sarebbe piuttosto una prova per Dio e per un’autorità superiore che ha appena creato tutto ciò che la materia vuole semplicemente modellarsi nella vita con un progetto divino?

    Non sappiamo molto nemmeno del nostro universo. Né sappiamo veramente del regno delle cose più piccole. Stiamo ancora cercando la vita là fuori, nell’universo. Ma ogni atomo, ogni elettrone e ogni minuscolo quark non potrebbe essere a sua volta un piccolo universo? Stiamo solo cercando la vita nel torto, cioè nelle nostre dimensioni? Il fatto che la vita avvenga almeno in noi stessi e in dimensioni molto più piccole è indiscusso se si guarda solo alla flora intestinale. Allora perché non in dimensioni molto più piccole o molto più grandi. Senza saperlo, potremmo anche noi vivere “in qualcos’altro”. In ogni caso, nulla è impensabile (sul Camino de Santiago). Sì, mi sembra persino estremamente improbabile qui lungo il percorso che tutto sia proprio così,

    Oggi ridiamo all’idea che il mondo sia piatto. Di cosa potranno ridere i nostri discendenti?

    Non voglio finire su una nuvola!

    Se c’è la vita eterna per l’individuo è una questione completamente diversa. Almeno per il corpo, che arriva automaticamente allo stesso numero di limiti con il suo processo di invecchiamento, questo sembra senza senso. Ma per quanto riguarda l’anima?

    Qui le religioni hanno già pronte idee molto diverse. Meno di tutto mi piace l’idea di dover stare seduto su una nuvola in un cielo per sempre.

    Mi piace molto di più il pensiero della rinascita. Indipendentemente dal fatto che si tratti di una “discesa” o di una “salita”. Dopotutto, poi tornerei qui sulla terra con la mia anima, dove mi piace.

    La vita eterna e la lotta tra le religioni mi ha accompagnato ormai un bel po ‘ed è tempo di una pausa.

    Proprio dietro un guardrail. Manu ha condiviso un’altra mela che avevo implorato. È una sensazione strana. Il tipo di Gesù fornisce pane gratuito. Ho l’ultimo salame rimasto. Le carote selvatiche crescono dove ci sediamo. Dato che il terreno è ancora umido dai giorni scorsi, posso facilmente estrarli in fasci. Quindi anch’io ho qualcosa di molto speciale! Il cibo dal suolo è estraneo a entrambi. Certo, le carote selvatiche sono piuttosto sottili e piuttosto legnose. Ma puoi masticarli meravigliosamente e goderti il ​​gusto intenso e vitale. Le carote selvatiche sono bianche e assomigliano più da vicino alla radice di prezzemolo o alle pastinache sottilissime. Come la rapa gialla coltivata, anche queste appartengono alla famiglia delle umbellifere. E non sono nemmeno velenosi!

    Un pasto comune collega più di mille parole

    Dopo il tempo insieme, ci separiamo. Per sempre.

    Lascio andare, vedo Manu e il ragazzo Jesus scomparire. Non sono triste perché è così che è sul Camino de Santiago. Sono felice di averli incontrati entrambi e di aver trovato l’accesso a Manu. Ora stanno andando di nuovo per la loro strada.

    Oggi è un giorno che mi sembra un’intera settimana nel cervello. Tutto scorre, le esperienze e quello che pensa il cervello potrebbero riempire un intero libro oggi. E oggi il mio cervello ha definitivamente ricablato alcune connessioni e scoperto che anche da adulto, come un bambino, si possono sperimentare cose completamente nuove e positive. Molto a cui pensare e molto da portare via. E: trasmetterò le mie esperienze ai miei figli!

    Le ore ora passano di nuovo da sole. I miei pensieri si perdono nello spazio che si trova davanti a me e divento di nuovo vuoto, non pensare.

    Al chilometro 30 arriva un pellegrino molto spiacevole. È appena uscito da una pensione e sta cercando di attaccarsi a me.

    A casa, il mio codice di decenza avrebbe cercato almeno di renderlo felice con chiacchiere. Il percorso mi ha reso più aspro e diretto. Le finte scaramucce di simpatia sono energia sprecata.

    L’altro corre veloce perché sta appena iniziando i suoi chilometri, una potenza insensibile dieci. Mi dà fastidio i primi metri. Mi si attacca come un succhiasangue. Continuo ad avere la sgradevole sensazione che mi stia tirando giù. Scarica le mie batterie e ricarica con me.

    Devo liberarmi. Qualcosa nel profondo di me mi sta dicendo

    (…)

    Contenuto del libro BURNOUT: Un viaggio su una linea sottile, il Camino de Santiago sulla costa e altre foto qui sul sito web del Camino de Santiago (foto non incluse nel libro.)

    • Giorno 12: 36 km, 550 metri di dislivello, da Polanco via Requejada, Camplengo, Santillana del Mar; Cóbreces a Comillas. . Libro del pellegrino sul Camino de Santiago sulla costa
    • Buon Dio, per favore dammi le scarpe. Camino de la Costa
    • Quindi continuo a pregare .. Camino
    • La mia preghiera riceve una melodia. Camino de la Costa
    • Non ho ancora visto un pellegrino oggi .. Capitolo Pilgrim book
    • Spero e aspetta. Capitolo San Giacomo sulla costa
    • “No es un problema”!. Capitolo dal Camino de Santiago sul percorso burnout / costiero
    • “Cuarenta y siete – impossibile” .. Depressione e aiuto sul Cammino di Santiago
    • Buon Dio, sono loro! Capitolo San Giacomo e alternative
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    Kuestenweg espanol excerpt:

    El milagro de Santillana

    Día 12:36 km, 550 metros de altitud, desde Polanco vía Requejada, Camplengo, Santillana del Mar; Cóbreces a Comillas.

    Desde Polanco por Requejada, Santillana, Camplengo, Cobreces hasta Comillas. Aprox. 36 km, llano.

    Me despierto a las cinco de la mañana. Debido a que es tan silencioso, podría haber creído que los otros peregrinos ya se han ido. Es un sentimiento extraño. Sin optimismo generalizado. Ahora solo tengo que lidiar conmigo mismo. Y lo hago. Continuaré.

    No toma mucho tiempo terminar. Afuera todavía está oscuro. Solo en el este el cielo brilla un poco de naranja.

    Dejo lentamente el albergue. ¿Yo tampoco me he olvidado de nada? Una vez que cierre la puerta detrás de mí, eso es todo. Y bloqueado.

    Llevaré la llave a Ascension, como se acordó ayer, y la arrojaré con cuidado al buzón. Luego salgo cojeando hacia Requejada.

    Empiezo a rezar

    Como en un rosario sin fin, lo he pedido cien veces en los primeros kilómetros

    “Querido Dios, por favor dame zapatos. Por favor, haz que mi pie esté sano ”.

    Siempre al ritmo de tu andar.

    De hecho, la recitación constante me produce algo así como un trance y el dolor se vuelve soportable.

    Rezo y rezo por zapatos. Ayer no oré en el camino. Mi compañera fue la rabia en mi estómago. Hoy sigo rezando. Mi ira ha dado paso a un extraño estado de ánimo de resignación y esperanza ingenua.

    Porque, ¿en qué lugar del mundo debería encontrar zapatos aquí? No he logrado hacer eso en la “capital” Santander. Entonces, ¿de dónde vienen los zapatos? ¿De Requejada? ¿Un pueblo de 792 habitantes? [12]

    Además, es demasiado pronto. El sol acaba de salir. Las primeras personas van a trabajar. Pero realmente no hay mucho que hacer aquí. Sin embargo, saco la cámara y fotografío la calle en cuya acera me encuentro actualmente en camino. Mi sombra es siempre larga y estrecha. El sol está justo detrás de mí. Y las señales de tráfico reflejan el sol de color naranja brillante sobre el fondo oscuro. Una mañana de ensueño que no podría ser más hermosa.

    De repente, un conductor de automóvil que pasa toca la bocina y me muestra el pulgar hacia arriba. Genial, adelante Debe haberme visto cojear.

    Sigo rezando y paso un pequeño café. Pero hoy no quiero café ni nada más. Sinceramente, solo deseo zapatos.

    En el pie izquierdo pegué la cinta de sujeción trasera de la sandalia. Ya no se cierra porque el pie simplemente está demasiado gordo.

    Dios mío, por favor dame zapatos

    “Querido Dios, por favor dame zapatos. Haz que mis pies vuelvan a estar saludables ”. Como si estuviera solo, volviera a caer en mi ritmo de rueda de oración. Y ahora también sé por qué existe el término “rueda de oración”.

    Un kilómetro, mil pasos. “Querido Dios (izquierda, derecha, izquierda) – (PAUSA de 3 pasos), por favor dame zapatos Dios (izquierda, derecha, izquierda). (PAUSA de 3 pasos), vuelve a sanar mis pies (izquierdo, derecho, izquierdo, derecho ”. Y de inmediato continúo. Cada 16 pasos vuelvo a ponerme el rosario de zapatos. Y nunca me canso de suplicar.

    Luego salgo de Requejada / Barreda con la planta química brillando al sol de la mañana.

    Desde los 11 metros sobre cero, una pequeña y solitaria carretera me lleva de regreso al campo y cien metros más arriba. Con cada paso, la vista se vuelve más elevada y eso alivia mi miseria. Pero sé que nunca podré seguir usando sandalias.

    Entonces sigo rezando

    No espero un milagro ni pienso en lo obvio: interrumpir mi viaje. Mi cerebro parece estar completamente vacío y no hay nada más que oración. Mi oración ahora parece hacer uso de muchas otras regiones del cerebro, porque se adaptaba cada vez con mayor precisión al ritmo de mis pies y al ritmo de mi respiración.

    Desde hace mucho tiempo ya no solo pienso en mi oración, la murmuro en voz alta para mí. ¿No hay nadie que pueda oírme? Pero escucha No lo sé No creo en eso, pero tampoco lo descarto.

    Mi oración tiene una melodía

    Incluso se acaba de agregar una dimensión musical a mi oración.

    Tan extraño como era al principio rezar así. Sólo lo hago. Ya no me siento raro. Mi desesperación y mi insoportable autocompasión han dado paso a una calma interior.

    No tengo mas planes. No por hoy. Ni siquiera para mañana y desde luego no para el Camino de Santiago. Pero ya ni siquiera pienso en dejar de fumar. La oración es ahora tan familiar como una canción para dormir para un niño pequeño.

    Me he hecho pequeño, lo soy. Y ya no lucho contra eso. Me siento parte de un todo grande, muy grande. Y hoy solo estoy aquí. No hay más pueblos, solo algunas casas y prados.

    Con cada paso sigo orando y deseo tener pies sanos en los zapatos adecuados.

    Hoy no he visto a un peregrino.

    En el medio, mi “nube de lluvia” vuelve a informar, diciéndome: ¿Zapatos? Donde por favor ¿En una comunidad de menos de cuatro mil almas como Santillana, quizás? Y seguro que son talla 47. Por supuesto. Grito a mi “nube de lluvia” para finalmente calmarme y volver a mi oración “por favor, dame zapatos”. Ahora de nuevo en silencio.

    Cuando entro en el pueblo medieval de ensueño de Santillana del Mar temprano en la mañana (o más bien me meto en él), me encuentro con un peregrino polaco en la plaza que de otro modo estaría completamente desierta frente a la iglesia. También cojea y tiene un vendaje alrededor de la rodilla derecha. Me pide en mal inglés que le tome una foto. Luego le hablo en inglés de mi deseo por los zapatos. Esta frase la retoma una pulcra dama que en ese momento ha surgido de un desvencijado Peugeot blanco viejo. Ella es originalmente inglesa, pero ha vivido aquí en Santillana durante décadas.

    Golpea la puerta oxidada de su coche, como en una película italiana de la década de 1950. Y ahora ella camina directamente hacia mí.

    Se presenta cortésmente, “Hola, soy Charlotte”. Luego hay una pausa larga. “¿Entonces necesitas zapatos?”

    Charlotte mira detenidamente mis sandalias y mi pie hinchado.

    El peregrino polaco aprovecha este momento para despedirse rápidamente con “Bon Camino”. Ahora estoy solo con Charlotte. Ella todavía no ha dicho nada más. Vuelve a mirar pensativa a mis pies. Como un médico que examina a su paciente.

    Luego dice: “¿Seguirás con los zapatos?”, Entonces: ¿Irás más lejos cuando tengas zapatos? Me encojo de hombros. Todo esto me parece bastante “español”.

    Entonces Charlotte señala con el brazo a través de la tranquila plaza del pueblo hacia una casa de piedra que, como todo lo demás aquí, está construida directamente sobre las paredes de la iglesia.

    Charlotte señaló una puerta de dos alas cerrada con llave hecha de madera marrón oscura y dijo: —Podrías conseguir zapatos aquí. Pero no antes de las once. Y envíele mis mejores deseos. ”

    Charlotte mira su reloj de oro y me desea todo lo mejor.

    Espera y espera

    Tan pronto como estoy solo, empiezo con mis dudas. ¿Qué debería haber aquí? Sin tienda, sin tienda, nada más que una puerta con cinco placas de identificación. Pero estoy esperando Y espero.

    Todavía faltan casi tres horas para las once. Hay un hotel bastante elegante en un patio trasero. No me atrevo a entrar con mi atuendo, así que cortésmente pregunto si puedo sentarme a tomar una taza de café en el patio que de otro modo estaría desierto.

    La camarera me prepara una mesa con un mantel y me trae el café. Como me levanto para sacar mi guía de peregrinos del bolsillo del pantalón, derramo la taza de café que acabo de traer. La copa cae al suelo y se rompe. Hombre, como peregrino, ¿no puedo ni siquiera tomar una taza de café?

    Avergonzado, trato de limpiar lo peor con la servilleta de papel y recoger los pedazos rotos.

    Antes de volver a sentarme correctamente, la mesera ya está allí, tiene un mantel nuevo y café nuevo conmigo. Esta vez una jarra entera.

    Ella sonríe dócilmente y dice:

    “No es un problema”!

    Así que ahora leo un poco en la guía de viajes. O mejor dicho, solo miro dentro. Cuando eran las once y cuarto, la camarera me pidió un euro cincuenta céntimos. Definitivamente no quiere que le paguen por el percance.

    Marcho lentamente de regreso a la plaza del pueblo. Un trabajador del pueblo está limpiando un pozo y aparecen los primeros residentes. Pero no veo ningún negocio aquí. ¿Realmente habrá zapatos aquí? Qué idea tan aventurera. Empiezo a rezar de nuevo en silencio. Esta vez nuestro padre.

    Me he sentado en el escalón de piedra frente a la puerta y se acerca un policía del pueblo. ¿Se dirigirá a mí como un vagabundo? No. Me sonríe y asiente. Luego prosigue.

    Ahora son las once menos cinco. Me quedo completamente perplejo cuando se gira una llave desde adentro exactamente a las once en punto cuando suena la campana del reloj de la torre de la iglesia. Me levanto de inmediato y retrocedo unos pasos.

    Se levanta una persiana desde el interior y se abre la puerta.

    Aparece una tienda de calzado y marroquinería. Tiene como máximo un pasillo de ancho. Por decencia, espero unos minutos antes de entrar a la tienda con mi mochila. Todo es bastante oscuro y en un espacio muy pequeño.

    Apenas puedo darme la vuelta con mi mochila. Así que me lo quito y me lo pongo delante de los pies.

    Probablemente me enfrente al dueño de la tienda. Probablemente tenga unos ochenta años y me recibe muy amistosamente. Ella exuda una calma increíble.

    Antes que nada, pregunto por los zapatos: talla 47.

    Luego hay silencio. Como si la hubiera alcanzado un rayo, la anciana se detiene detrás de su mostrador y me mira los pies.

    Se frota la boca con las manos y muy lentamente niega con la cabeza. Ahora ella me mira directamente y dice muy despacio

    “Cuarenta y siete – imposible”.

    Ninguna posibilidad.

    Agotada y deprimida, me dejo caer en el taburete de prueba. ¿Qué esperaba? ¿Realmente creía que puedes orar por zapatos así? Y el tamaño 47 es solo la mitad de la historia. De hecho, necesitaría 47 ½.

    La tendera me mira avergonzada y se encoge de hombros. Tengo la impresión de que está muy afectada en este momento, porque se muerde el dedo índice de lado.

    La puerta se abre y un joven cliente español entra en la tienda. El dueño ahora se aleja de mí y me deja sentarme. Después de saludar al cliente, ella me mira, pero a partir de ahora yo miro al suelo. He cruzado mis manos y empiezo a orar de nuevo.

    Sorprendentemente, abandona a su cliente y se vuelve hacia mí. “Cuarenta y siete, momento”.

    Un destello de pensamiento está en el aire. Me habla de un par de zapatos de gran tamaño que me han estado esperando en un cajón de madera durante muchos años. Simplemente no recuerda exactamente en cuál de los cajones estaban guardados. Luego camina y abre varios cajones. El cliente español ahora está siendo atendido por la hija de la anciana, que acaba de llegar.

    Y nuevamente la dama abre un cajón. Y luego hace una pausa. Con largas respiraciones, mira hacia adentro y asiente. Saca un par de zapatos marrones para caminar que parecen voluminosos y abultados.

    Lo sé de inmediato:

    ¡Dios mío, esos son ellos!

    ¡Estos son mis zapatos! Tienen que ser. Enorme y ancho. No puedo creer mi suerte. Cuando la anciana me entrega los zapatos, las lágrimas corren por mis mejillas.

    Los zapatos le quedan como un guante. Aunque apretados, encajan. Estos zapatos deben haber estado esperándome durante años. Dejo ambos zapatos puestos y pongo mis sandalias en mi mochila. La anciana tiene ojos brillantes y también parece muy conmovida cuando me ve en el taburete. Adivinaste lo que significarían estos zapatos para mí. Ahora las lágrimas corren por mi cabeza y me contraen la garganta.

    Así que acude respetuosamente a su hija y se une al argumento de venta con el cliente español.

    Sólo cuando me levanto vuelve a mí. Me mira largo rato y luego me da un precio bochornoso: ¡15 euros!

     

    Cuando me voy, ella viene detrás de mí y me abraza frente a la puerta de su tienda. Ella hace una señal de la cruz en mi frente con sus dedos y me desea un Buen Camino!

    Cuando me doy la vuelta después de doscientos metros, ella todavía está ahí y me mira. Solo cuando he desaparecido en algunas esquinas, me agacho y me quito el cordón izquierdo. El zapato izquierdo ahora se ajusta perfectamente y actúa como un vendaje de presión. Presiona mi pie izquierdo firmemente mientras tengo un espacio cómodo en el derecho.

    Inmediatamente después de los primeros metros detrás de Santillana, me doy cuenta: está muy bien. Pero el verdadero milagro ocurre en silencio. Solo notas el dolor cuando está ahí. Y no cuando ya no está. ¡Ya no estaba allí!

    ¡Mi oración ha sido respondida!

    ¡Oh Dios, puedo caminar de nuevo! Bueno en realidad. Mi mente finalmente vaga de nuevo a caminos de tierra, prados y campos de ensueño. Descubro nuevas flores como el hinojo del prado. Mi conciencia puede volver a dedicarse completamente al lado bello. Doy gracias a Dios en una oración muy larga y sigo adelante. Incesantemente.

    Paso a paso sube una colina. Desde lejos se divisa la antigua iglesia de San Pedro de Oreña, construida íntegramente en piedra y con cubierta plana. Exaltado sobre todo mundano. Aquí tomo agua y encuentro un poco de tiempo para mí, la iglesia está cerrada, pero disfruto del silencio que reina aquí.

    El camino posterior discurre en un paisaje verde repetido. Las montañas se elevan en el horizonte. ¡Y hay nieve! En pleno verano.

    Los caballos me acompañan con curiosidad en mi camino por la “pradera”. Y también me gusta disfrutar de un poco de pan blanco con salami en un rincón tranquilo y sombreado. Me quedo dormido durante media hora.

    Luego se va con grandes pasos hacia Cóbreces. Una y otra vez paso por casas aisladas cuyos jardines están cubiertos de geranios en flor.

    Mi camino me ofrece una suave subida y bajada entre 50 y casi 200 metros de altitud y así una y otra vez fantásticas vistas a través del extenso y variado paisaje montañoso. Nunca me hubiera imaginado a “España” así. Temperaturas agradables, pastos verdes, vida rural y siempre nuevas perspectivas de lo que está debajo o arriba de mí. Luego vuelve a subir en innumerables serpentinas y curvas.

    Perros en el Camino de Santiago

    Ahora, lejos de mí, veo al primer peregrino del día, que sigue su camino solo. Llevo mucho tiempo caminando a lo largo de una cerca de pastos y me estoy acercando a una antigua granja. Como siempre, los perros me ladran, menean la cola.

    Hay perros en casi todas partes del camino. En cada patio delantero, en cada patio. Y aunque en realidad le tengo un poco de miedo a los perros, lo sé: aquí no me harán daño. ¡Soy un peregrino!

    Así que estoy parado frente a un perro bastante grande que ladra. Y aunque no está atado, hoy no tengo miedo. Un granjero español de mi edad sale por la puerta del establo y camina hacia su jeep negro. Me mira y ve a su perro ladrar.

    Me grita algo en dialecto, definitivamente algo como “no hace nada”. Luego se da la vuelta y se ofrece a llenar mi botella de agua con agua fresca.

    Se acerca el tranquilo pueblo de Cóbreces. A primera hora de la tarde, estoy solo frente a las puertas del monasterio de la cisterna. Me llevo los zapatos.

    El mundo es tan pequeño

    Me senté en los escalones de piedra del edificio de recepción. Estaría abierto alrededor de las dos y media. Dos peregrinos, a los que ya conozco, se me unen ahora y también se sientan. Es Manu y el tipo taciturno de Jesús. Como siempre en topless, desaliñado y demacrado.

    En primer lugar, los tres nos sentamos en los escalones de piedra sin pronunciar palabra. Manu todavía me parece familiar de alguna manera.

    Y Manu todavía tiene el mismo sentimiento. Pero, ¿cómo deberíamos conocernos ya? Cuando escudriñamos nuestro pasado, no encontramos absolutamente nada en común. Viene de España, es ingeniero en tecnología de plásticos y tiene su propia empresa.

    ¿Conoce a mi hermano que se parece a mí y tiene la misma voz que yo? También es ingeniero en tecnología de plásticos y también tiene su propia empresa. Está viajando mucho y tal vez ambos se conocen de la industria. Pero es cierto que eso sería un poco exagerado.

    Luego me dice que es proveedor de Audi. Mi hermano también tiene contactos allí, creo. Pero yo mismo casi nunca viajo a Ingolstadt.

    Manu tampoco pasa la noche en Ingolstadt, sino regularmente en un pequeño hotel en Velburg. De repente me hace clic.

    En los últimos años he estado en Velburg durante la noche para dar conferencias. Y cuando digo el nombre del hotel, Manu se echa a reír, se levanta y me abraza.

    Así que nos vimos durante años y no nos dimos cuenta. Ambos siempre en estrictos trajes, el portátil extendido y sin tiempo para mirar a los demás invitados.

    Así que debemos habernos visto muchas veces sin prestarnos atención el uno al otro. Conocemos el mismo personal, las mismas personas, las mismas premisas. Y sin embargo, conscientemente aún no nos hemos encontrado. Qué pequeño es el mundo.

    Sin dinero en el Camino de Santiago

    Manu probablemente ha logrado todo en la vida económicamente. Está lleno pero completamente agotado. Durante mucho tiempo ya no ha visto ningún sentido en lo que hace, simplemente cuestiona todo y ahora aparece tan indefenso como un niño pequeño cuando cuenta historias.

    No tenía lo que más deseaba: niños. Manu parece despreciar la enorme cantidad de dinero que tiene. No le trae la felicidad en la vida que ahora busca. Por eso quiere hacer el Camino de Santiago sin dinero. Una idea loca pero no absurda.

    Lo que significa estar de viaje sin dinero es difícil de imaginar hoy. Yo mismo habría fracasado ciertamente el primer día de mi peregrinación sin dinero. Claro, tampoco planeo gastar mucho. No me gustan los alojamientos de lujo y casi no quiero gastar nada en comida. No porque no lo tenga, sino porque va en contra de mi peregrinaje. Pero completamente sin dinero. Tengo que respirar hondo. ¿Qué significa eso hoy?

    Sin dinero, es decir, tocando puertas y mendigando. También significa depender del cuidado de los demás. Y completamente. Sí, eso significa literalmente vivir al día.

    Donativo: Por una donación

    Manu me dice que tuvo problemas al principio porque no necesariamente vestía la ropa más barata. Pero ahora ya no es un problema llamar y preguntar.

    Pero, ¿cómo pasar la noche? Un albergue de peregrinos no cuesta mucho, pero cuesta. Tienes que planificar por 5 euros.

    Si lo pienso ahora, no es cierto. Porque muchos albergues de peregrinos no aceptan una cantidad fija de dinero, sino que piden un “donativo”, una donación. Y si no tienes nada, no puedes donar nada. Ahora no. Pero ciertamente en su vida posterior.

    Toca la puerta por un poco de pan

    ¿Cómo te imaginas cuando un peregrino toca el timbre (generalmente toca o llama porque faltan los timbres)? Bueno, Manu es español. Puede explicarse mejor. ¿Pero es el español una ventaja aquí?

    ¿Cuántas veces ha contado su historia? Y qué historia cuenta. Definitivamente, Manu no es el tipo de persona por quien se sienta mal. Es contemplativo, alegre y sencillo.

    ¿Le daría comida a una persona físicamente demacrada que se queda en la puerta de mi casa? Si y no. ¿O es eso? Esto nunca me había pasado antes. Trato a los vendedores de revistas según su estado de ánimo o impresión personal. Y en muchos otros lugares, también, me involucro en silencio cuando puedo. Pero nunca he visto a alguien pedir comida yo mismo. Entonces, ¿qué haría yo? Creo que no lo mataría de hambre. Porque me agrada.

    Manu incluso piensa que la gente experimenta algo así como una pequeña liberación cuando le dan algo. Dice que la gente en las casas ya ha llorado, se ha consternado y que las parejas de ancianos se han abrazado con inquietud.

    En cualquier caso, rara vez es rechazado con dureza. E incluso entonces lo aceptará. Que sea su destino, y también agradece desde el fondo de su corazón a los que no dan nada. Reza por los que solo se paran junto a las cortinas y no se atreven a abrir.

    Manu me entrega una manzana. Uno que él mismo recibió como regalo. Lo acepto. Aún así, siento frío cuando lo muerdo.

    El monje al que no le agradamos

    El monje, que camina lentamente hacia nosotros, abre la puerta de la cabina de recepción. Pero es un extraño para mí. Aunque sonríe amablemente, no tengo acceso a él. Juntos tenemos el mal presentimiento de que no somos realmente bienvenidos. Por lo cual, podemos ser bienvenidos. Simplemente no puedo describir esta cosa extraña parada frente a él. Los demás también lo tienen.

    Así que obtenemos un sello para el pase de peregrino y pretendemos que se trataba de todo. Ninguno de los tres dijo nada sobre pasar la noche. Pero. Él es agradable. Y sí, dormir en un monasterio definitivamente sería una buena experiencia nuevamente. Pero la extraña sensación visceral se erige como un muro entre él y nosotros.

    Como es dios

    Sin pensarlo demasiado, nos pusimos en camino para otra etapa hacia Comillas. Ya ni siquiera pienso en mi pie.

    El tipo de Jesús que tiene Manu a cuestas me resulta igualmente extraño. Con su cabello castaño y desgreñado hasta los hombros y su larga barba, realmente parece una imagen de Jesús. Semidesnudo, peregrina a sí mismo. Es un solitario y no puedo ver a través de su alma. Él tampoco lo quiere.

    Así es como podría haber sido Jesús. Al menos así es como se ven los millones de imágenes de santos en todo el mundo. Pero así es exactamente como podría verse un combatiente de Al Qaeda. En cualquier caso, más que como alguien que trabaja en nuestro mundo occidental. Y aunque nos hemos acostumbrado tanto a la apariencia de Jesús que nos es completamente familiar a pesar de su apariencia diferente, los musulmanes con barba a menudo nos resultan extraños. ¿Jesús siquiera tenía barba? ¿Cuándo se dibujó por primera vez? ¿La primera imagen de Jesús proviene de la imaginación de un artista? ¿O se ha adaptado repetidamente a la visión válida y familiar del mundo a lo largo de los siglos? Entonces, ¿ha cambiado? ¿Y por qué ya no se ajusta? Después de todo, el mundo y la moda han cambiado por completo en los últimos cien años. ¿Y cómo es Dios en realidad? ¿Es él de alguna manera como su hijo? No tengo respuesta a todas las preguntas que tengo mientras camino.

    Espero que una cita de Jesús – Al Qaeda nunca sea mal citada de mi libro. No me refiero a la comparación de ninguna manera mezquina o irrespetuosa. ¿Qué separa a las religiones de todos modos?

    Yo mismo leí la Biblia hace muchos años (omití algunas cosas) y hace cuatro años también leí el Corán porque tenía curiosidad. Y es poco lo que nos separa. Más bien, la mayoría, sobre todo, es un orden profundo de valores que nos une.

    Aparte del hecho de que siempre ha habido y habrá ocasiones en las que se ignora lo común y sólo lo aparentemente opuesto se eleva al leitmotiv de generaciones de largas discusiones.

    ¿Qué diría Dios sobre eso?

    ¿También está luchando allí por la supremacía con otros dioses y profetas? O simplemente niega con la cabeza porque no le importa cómo lo llamemos los humanos. ¿Y qué nombre le damos?

    Sí, creo firmemente en la fuerza mayor. Y sí, probablemente hay más y más personas que no van a la iglesia todos los domingos, les gusta pagar los impuestos de la iglesia y lo hacen con devoción como era el caso hace 60 años. Pero la fe en Dios está, lo descubro aquí, no obstante allí. Y tal vez no menos de hace muchos años.

    Puede ser que la iglesia, como institución que está sujeta a cierta moda, sea a veces más y a veces menos popular. Pero Dios es omnipresente. También en la mente de muchos peregrinos que se describen a sí mismos como incrédulos. ¡Pero estás aquí en este camino para experimentar a Dios!

    Vida eterna

    ¿Es el sentido de la vida vida eterna? Y si es así, ¿qué es, la vida eterna?

    Si abordamos la cuestión científicamente, volvemos a terminar con la filosofía. ¿Pero, qué es esto? ¿Es la vida eterna que no somos libres aquí abajo sino que transmitimos algo bueno? ¿Algo que sigue vivo después de nosotros y tal vez incluso piensa en nosotros de vez en cuando?

    ¿Son los genes que “compartimos” durante la concepción y a partir de los cuales Dios crea un nuevo ser humano? Completamente nuevo, completamente independiente y, sin embargo, parte de nosotros por siempre jamás. Con la investigación genética actual, ciertos genes, es decir, las propiedades que se vierten en las cuatro sustancias adenina, timina, guanina y citosina (A, T, G y C), se remontan a miles de años. Se pueden responder preguntas sobre a dónde se mudaron los grupos de personas y de dónde vinieron originalmente.

    La gran Eva está entre nosotros

    Por supuesto, no habrá Eva primordial ni Adán primordial, sino una transición fluida, escisiones, vagabundeos y luego desarrollos separados que luego se han mezclado nuevamente. Pero sigue y sigue.

    Entonces, si todavía tengo genes en mi ADN hoy que un tatarabuelo transmitió hace decenas de miles de años, ¡entonces ella se hizo inmortal conmigo y con los muchos otros descendientes! Algo de ella aún vive.

    Quizás fue precisamente su testarudez lo que me acompañó en el Camino de Santiago. O tal vez estaba pensativa, deprimida o melancólica de vez en cuando. Como yo.

    Un eterno paso

    Entonces, ¿es la vida eterna un paso eterno? Al menos, la teoría podría establecerse de esa manera. Pero, ¿qué pasa con aquellos que no tienen o no pueden tener un hijo biológico? Aquí también podríamos experimentar verdaderos milagros en la investigación. Porque los genes no son tan rígidos e inmutables como podríamos pensar hoy. Es bastante concebible que puedan “encenderse y apagarse” a través de influencias externas como la educación, la imitación, etc. y también “cambiar” como resultado. Es cierto que un niño adoptado no será portador de ningún gen de los padres heredados, pero algunos segmentos de genes aún podrían adaptarse a los padres a través de procesos de los que todavía hoy apenas sabemos nada. Valdría la pena investigar si, y cómo, también podemos transmitir algo genéticamente a los niños adoptados. Permanente y heredable. En cualquier caso, parece seguro que el cableado del cerebro cambia a través del aprendizaje, la imitación y los modelos a seguir de los padres. ¿Por qué no debería uno poder heredar algo de él?

    Quizás algún día descubramos mucho más, más allá de los genes, que solo marcan el estado de nuestro conocimiento hoy.

    Los humanos nos consideramos la cima de la creación. ¿Pero somos eso? ¿O somos simplemente el colorido patio de recreo que solo florece a partir de los “organismos unicelulares primitivos” porque el universo nos ha dado un período cósmico relativamente tranquilo?

    Durante los últimos 500.000 años fue realmente “fácil” para nosotros. La tierra misma ha existido durante 4.600 millones de años y ha vivido tiempos mucho más difíciles. Sin embargo, tal como están las cosas hoy, la “vida” existe desde hace 4 mil millones de años.

    A menudo, las personas solo creen lo que ven. (A menos que estés en el Camino de Santiago y dejes que tus pensamientos vuelvan a correr libremente). Apenas sabemos nada de la vida en los océanos, de los que al menos el Atlántico siempre ha estado conmigo a mi derecha durante 12 días.

    La vida es universal. Y divino.

    Y sabemos aún menos sobre la vida en la roca. Lo leíste correctamente: ¡En la roca! Solo ahora estamos descubriendo lentamente que las criaturas “primitivas” existen realmente a miles de metros debajo de nosotros, escondidas en la roca. Los llamamos extremófilos porque (sobre) viven en lugares tan extremos que nunca hubiéramos sospechado hace unos años.

    Algunos de ellos no necesitan oxígeno ni luz. Y, sin embargo, llevan una parte del plano universal que podría constituir la vida eterna. También podrían haber sido estos “primitivos” quienes revivieron la vida floreciente una y otra vez en la primera historia salvaje de nuestra tierra, cuando fue aniquilada en gran parte por catástrofes astronómicas. Y eso incluso podría haber sucedido varias veces. Quizás estos extremófilos tienen los componentes básicos de la vida en ellos y pueden reavivar la vida una y otra vez. Solo toma suficiente tiempo.

    Si miras las propiedades que pueden tener estos “seres vivos”, te asombrarás. Algunos todavía pueden vivir en agua hirviendo, otros en ácido, otros en sal hostil o bajo una presión gigantesca. Las temperaturas bajo cero tampoco son un problema para algunos o “hibernar” durante miles de años, solo para volver a la vida algún día, parece posible. Incluso en el espacio, completamente sin atmósfera y expuesta a altas radiaciones, esta vida puede sobrevivir. Y se dice que algunos pueden hacer frente a toxinas, metales pesados ​​e incluso uranio. Incluso en Chernobyl, se dice que en la actualidad viven extremófilos en la pared del reactor, que en lugar del sol pueden convertir la radiación radiactiva en energía con la ayuda de un pigmento. [13] En nuestro mundo parece haber un número casi infinito de seres vivos que están en casa en casi cualquier lugar gracias a su robustez y versatilidad. Eso también parece ser algo así como la vida eterna.

    La vida misma ha brotado una y otra vez en formas más complejas, incluso como células multicelulares, por lo que solo parece ser una cuestión de una era más larga y tranquila que ha estado esperando y en la que luego puede desarrollarse con una belleza espléndida.

    Incluso el fenómeno de la división celular en sí recuerda a la vida eterna.

    “¡Toda la mamá!”

    Hace miles de años, la gente no sabía nada sobre un genoma, pero que ciertas propiedades del primer salto al siguiente (es decir, se heredan), cualquiera podía entender incluso entonces a través de la mera observación. Siempre habrá existido el dicho “el niño es realmente la madre”. Y el dicho “es todo papá” siempre ha sido un poco “más peligroso”.

    A través de la pura observación, la “vida eterna” fue ciertamente inspirada una y otra vez. Pero, ¿cómo surgió la vida?

    ¡Estoy seguro de que hoy no sabemos nada!

    la obra de dios

    Por supuesto, pronto puede suceder que en la sopa primordial de un laboratorio los primeros átomos se combinen “accidentalmente” para formar aminoácidos, que a su vez se convierten en ADN y eventualmente se convierten en una célula y varias células, etc. Pero ¿es eso una prueba de azar y una ¿Prueba contra dios? ¿O no sería eso una prueba para Dios y para una autoridad superior que acaba de crear todo lo que la materia simplemente quiere moldearse en vida con un modelo divino?

    Realmente tampoco sabemos mucho sobre nuestro universo. Tampoco sabemos realmente sobre el reino de las cosas más pequeñas. Todavía estamos buscando vida allá afuera, en el universo. ¿Pero no podría cada átomo, cada electrón y cada pequeño quark ser un pequeño universo a su vez? ¿Estamos buscando la vida sólo mal, es decir, en nuestras propias dimensiones? El hecho de que la vida ocurra al menos en nosotros mismos y en dimensiones mucho más pequeñas es indiscutible si solo observamos la flora intestinal. Entonces, ¿por qué no en dimensiones mucho más pequeñas o mucho más grandes? Sin saberlo, también nosotros podríamos vivir “en otra cosa”. En cualquier caso, nada es impensable (en el Camino de Santiago). Sí, incluso me parece extremadamente improbable aquí en el camino que todo sea así,

    Hoy nos reímos de la idea de que el mundo es plano. ¿De qué podrán reírse nuestros descendientes?

    ¡No quiero terminar en una nube!

    Si hay vida eterna para el individuo es una cuestión completamente diferente. Al menos para el cuerpo, que automáticamente llega al mismo número de límites con su proceso de envejecimiento, esto parece una tontería. Pero ¿qué pasa con el alma?

    Aquí las religiones tienen preparadas ideas muy diferentes. Menos que nada me gusta la idea de tener que sentarme en una nube en el cielo para siempre jamás.

    Me gusta mucho más la idea de renacer. Independientemente de si se trata de un “descenso” o un “ascenso”. Después de todo, estaría de regreso aquí en la tierra con mi alma, donde me gusta.

    La vida eterna y la lucha entre religiones me ha acompañado mucho ahora y es hora de hacer una pausa.

    Justo detrás de una barandilla. Manu compartió otra manzana por la que había rogado. Es un sentimiento extraño. El tipo de Jesús aporta pan gratis. Tengo el último salami que queda. Las zanahorias silvestres crecen donde nos sentamos. Debido a que el suelo todavía está húmedo de los últimos días, puedo sacarlos fácilmente en manojos. ¡Así que también tengo algo muy especial! La comida del suelo es ajena a ambos. Claro, las zanahorias silvestres son bastante delgadas y bastante leñosas. Pero puedes masticarlos maravillosamente y disfrutar del sabor intenso y vital. Las zanahorias silvestres son blancas y se parecen más a la raíz de perejil o chirivías superfinas. Al igual que el nabo amarillo cultivado, estos también pertenecen a la familia de las umbelíferas. ¡Y tampoco son venenosos!

    Una comida común conecta más de mil palabras

    Después del tiempo juntos, nos separamos. Siempre.

    Lo dejo ir, veo a Manu y al chico de Jesús desaparecer. No estoy triste porque así es el Camino de Santiago. Estoy feliz de haberlos conocido a ambos y de haber encontrado acceso a Manu. Ahora vuelven a seguir su propio camino.

    Hoy es un día que parece una semana entera en mi cerebro. Todo fluye, las experiencias y lo que piensa el cerebro podrían llenar hoy un libro entero. Y hoy mi cerebro definitivamente ha reconfigurado algunas conexiones y ha descubierto que incluso como un adulto, como un niño, puedes experimentar cosas completamente nuevas y positivas. Mucho en qué pensar y mucho para llevar. Y: ¡Transmitiré mis experiencias a mis hijos!

    Las horas vuelven a pasar ahora solas. Mis pensamientos se pierden en el espacio que está frente a mí y me vuelvo a vaciar, no pienses.

    En el kilómetro 30 aparece un peregrino muy desagradable. Acaba de salir de una pensión y está tratando de unirse a mí.

    En casa, mi código de decencia habría intentado al menos hacerlo feliz con una pequeña charla. El camino me hizo más rudo y directo. Las escaramuzas de simpatía falsas son energía desperdiciada.

    El otro corre rápido porque apenas comienza sus kilómetros, un diez de poder antipático. Me fastidia los primeros metros. Se pega a mí como un chupasangre. Sigo teniendo la incómoda sensación de que me está tirando hacia abajo. Descarga mis baterías y recarga conmigo.

    Tengo que liberarme. Algo muy dentro de mi me esta diciendo

    (…)

    Contenido del libro BURNOUT: Un viaje en una línea fina, Camino de Santiago en la costa y fotos adicionales aquí en el sitio web del Camino de Santiago (fotos no incluidas en el libro).

    • Día 12:36 km, 550 metros de altitud, desde Polanco vía Requejada, Camplengo, Santillana del Mar; Cóbreces a Comillas. . Libro del peregrino del Camino de Santiago por la costa
    • Querido Dios, por favor dame zapatos. Camino de la Costa
    • Entonces sigo rezando .. Camino
    • Mi oración tiene una melodía. Camino de la Costa
    • Todavía no he visto a un peregrino hoy. Capítulo Libro del peregrino
    • Espere y espere. Capítulo de Santiago en la costa
    • “No es un problema”. Capítulo del Camino de Santiago sobre burnout / camino costero
    • “Cuarenta y siete – imposible” .. Depresión y ayuda en el Camino de Santiago
    • ¡Dios mío, esos son ellos! Capítulo Santiago y alternativas
    • Perros en el Camino de Santiago. Capítulo de Santiago en la costa
    • El mundo es tan pequeño. Camino
    • Sin dinero en el Camino de Santiago. Capítulo libro peregrino
    • Donativo: Por una donación. Capítulo del Camino de Santiago sobre burnout / camino costero
    • Llame a la puerta para pedir pan. Camino del Norte y Camino de la Costa
    • El monje al que no le agradamos. Capítulo del Camino de Santiago sobre burnout / camino costero
    • ¿Qué aspecto tiene Dios? Capítulo libro peregrino
    • ¿Qué diría Dios sobre eso? Capítulo Santiago y alternativas
    • La gran Eva está entre nosotros. Camino de Santiago
    • Un eterno paso. Camino del Norte y Camino de la Costa
    • La vida es universal. Y divino .. Camino de Santiago
    • “¡Toda la mamá!” Capítulo Santiago y alternativas
    • La obra de Dios. Del libro BURNOUT Jakobsweg de Christian Seebauer
    • ¡No quiero terminar en una nube! Capítulo Santiago y alternativas
    • ¡Ejecutarlo hasta la muerte! Camino de la Costa

    También puedes leer un poco gratis sin comprar el libro. Si lo desea, estaré encantado de firmarlo con una dedicación muy personal. Aquí puedes leer este capítulo ->