8 POBEÑA – LIENDO

Camino de la Costa: POBEÑA – LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Etappe 8: POBEÑA – LIENDO
Tag 8: 40 km, 1.000 Höhenmeter, vom Baskenland nach Kantabrien über Ontón, El Pontarron del Guriezo.

Landkarte 6 GERNIKA - BILBAO Camino de la Costa

Landkarte BILBAO Camino de la Costa

Sonnenaufgang am Jakobsweg an der Küste/ Camino de la Costa

Vor dem Sonnenaufgang am Jakobsweg an der Küste/ Camino de la Costa, (c) Christian Seebauer

(Castro-Urdiales) 644 – Cerdigo (Castro-Urdiales) 641 – Islares (Castro-Urdiales) 637 – Rioseco (Guriezo) 631 – Pomar (Guriezo) 630 – La Magdalena (Guriezo) 628 – Liendo 616

Wie weit ist es von hier aus noch nach Santiago de Compostela? Die Kilometer werden rückwärts gezählt. Santiago de Compostela markiert Kilometer Null. Entfernungsangaben Quelle: Wikipedia 2012.

 

Der Erlebnisbericht: Jakobsweg an der Küste | BURNOUT: Eine Wanderung auf schmalem Grat

Leseprobe aus dem Buch Jakobsweg an der Küste | Selbstfindung. Auch für Nicht-Pilger geeignet. EtappePOBEÑA – LIENDO

 

Die heutige Etappe wird mich von Pobeña über Castro Urdiales nach El Pontarron del Guriezo und dann noch ungewollt bis nach Liendo führen. 40 Kilometer. Eine Hammeretappe. Jean-Louis hat sich seine Semmel noch schnell hinunter gewürgt und will mitgehen.

Für ihn ist das Petit déjeuner – sein geliebtes Frühstück, die wichtigste Mahlzeit des Tages. Doch er will sich an mich kletten.

Nur einen Steinwurf von der Herberge entfernt, führt gleich eine steile Steintreppe durch dichten Wald hinauf zum Uferweg. Oben angekommen, bietet sich ein traumhafter Ausblick. Rechts hinter mir liegt jetzt die Bucht von El Arenal, auf der gegenüber liegenden Seite drehen sich etliche Windräder auf den vorgelagerten Felsen. Ansonsten ist hier alles unverbaut. Mein Weg führt nach Links. Über ein paar steile Steintreppen mit Geländer geht es weiter.

Noch kann ich die Küste zu meiner Linken nicht sehen. Zunächst geht es auf fast gleicher Höhe ein wenig Trepp auf, Trepp ab bis zum Ende der Bucht.

Noch einmal bietet sich ein letzter Blick zurück auf die leere Bucht von La Arena, die erst in ein paar Stunden zum Leben erwachen wird.

Während mit den nächsten Treppenstufen La Arena verschwindet, tut sich die linke Küstenseite vor mir auf. Am Horizont kann ich das nächste Dorf erahnen. Dazwischen liegen Kilometer weit nur zur Küste hin kantig abfallende Felsen, die auf meiner Höhe immer wieder auch mit dichter Wiese bedeckt sind. Wälder sehe ich nur in der Ferne. Dort zieht sich auch ein Teil der Küstenautobahn als kleiner Streifen nach oben und verschwindet dann gleich wieder hinter einem Hügel. Sonst ist hier nichts.

Erholsam und flach am Atlantik entlang

Mein Weg verläuft in etwa 30 Meter Höhe erholsam flach direkt am offenen Meer entlang. Der Jakobsweg ist hier als Naturlehrpfad angelegt. Weit entfernt von mir sehe ich mehrere Landzungen, die ich noch durchwandern werde.

Der Himmel ist leicht bewölkt. Und die Küste am Horizont wird von Sonnenstrahlen, die durch ein Wolkenloch scheinen, eigenartig beleuchtet. Sie erscheint daher viel heller, als die übrige Landschaft.

Zu Jean-Louis trennt mich wieder ein guter halber Kilometer. Wir gehen irgendwie zusammen und doch bewahrt jeder von uns so eine Art Intimsphäre und genießt das Allein sein.

Bestimmt wird sich jetzt gerade auch Jean-Louis fragen, warum die Spanier diesem wunderbaren Panoramaweg eine Asphaltdecke verpassen mussten.

Auf natürlichem Untergrund wäre es wesentlich angenehmer. Und selbst die zwei Radfahrer, die mir hier begegnet sind, hätten einen Weg ohne Teerdecke sicherlich akzeptiert. Immer öfter kommt mir in den Sinn, dass die liebe Europäische Union hier wieder einmal völlig sinnlos Gelder für den „Ausbau“ des Jakobsweges verschleudert haben könnte. Fantasielos investiert in Teer und Bodenplatten aus Beton.

Traumhaft schön

Trotzdem: Diese Etappe ist außergewöhnlich schön und ganz anders, als alles bisher Dagewesene. Mit den Vororten von Bilbao habe ich die letzten Ausläufer der Pyrenäen weitgehend verlassen. Es ist nun deutlich flacher, direkt am Ozean und traumhaft schön.

Für die verwöhnte Stadtbevölkerung Bilbaos gibt es hier sogar ein paar Holzzäune hin zum Meer. Ja, genau so hätten auch die Deutschen einen Weg angelegt. Alles muss begrenzt und narrensicher sein. Und natürlich dürfen Warnhinweise nicht fehlen. Wie in good old Germany üblich, ist auf diesem Abschnitt jeder noch so kleine Baum, jeder Aussichtspunkt und übertrieben gesagt auch jeder Stein beschriftet. Doch im Gegensatz zu Deutschland, schien den Spaniern schon nach wenigen Kilometern einfach die Lust an diesem lächerlichen Unterfangen ausgegangen zu sein. Jetzt ist mein Jakobsweg wieder in Ordnung!

Endlich muss ich meine Augen wieder offen halten, um die nächste gelbe Markierung für den Camino zu finden. Die konzentrierte Schnitzeljagd nach Pfeilen geht wieder los. Und das macht riesengroßen Spaß.

Die Streckenführung ist spektakulär. Die erste Landzunge, die ich heute Morgen gesehen habe, wird nun im Landesinneren durchquert. Noch einmal streift mein Blick zurück zu den La Arena vorgelagerten Windrädern. Sie sind schon klein geworden.

Gut geschützt in einem Fjord liegt das kleine Örtchen Ontón. Irgendwo kurz zuvor habe ich vermutlich mitten im Grünen die Regionalgrenze nach Kantabrien überquert. Ontón teilt sich in zwei Hälften, die links und rechts eines kleinen Wildbaches liegen und durch viele kleine Holzbrückchen malerisch miteinander verbunden sind.

Der enteignete Jakobsweg

Die Lebensfreude, die ich getankt habe, benötige ich nun auch dringend für die vor mir liegende Küstenstraße. Sie ist jetzt plötzlich Teil des Jakobsweges.

Ein paar Kilometer verläuft der Camino nun direkt auf der Landstraße. Anders herum gesagt: Die Straße hat sich diesen uralten Teil des Jakobsweges einfach einverleibt. Und die Europäische Union wie zur Verhöhnung der Pilger diese übergroßen Jakobswegschilder anbringen lassen.

Hier auf der Straße stoße ich gerade auf Mark und Sabine.

Mark humpelt noch immer. Und mittlerweile zählen drei bis vier Ibuprofen-Schmerztabletten zu seiner Tagesration. Nur die Dröhnung in Verbindung mit Bier scheint ihm den Weg noch zu ermöglichen. Auch Sabine tötet sich ihre Gelenkschmerzen seit Tagen mit Schmerztabletten ab.

Jean-Louis ist plötzlich auch wieder da und grüßt Mark laut von hinten mit „Bonjouuuur Ibüprüfenö“

Jean-Louis kommt mir jetzt wie gerufen. Wir lassen die anderen ziehen und gehen gemächlich die Straße bergauf. Der Asphalt geht uns ebenso auf das Gemüt wie die beiden anderen.

Obwohl mein Französisch zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich freigelegt ist, amüsieren wir uns über die beiden chemisch von ihrem „ich“ getrennten Pilger. Das müsste meine Französischlehrerin aus alten Schulzeiten jetzt hören. So geht französisch. Spätestens dann, wenn man sich über andere lustig machen kann, dann weiß man, dass die Sprache gar nicht so schlecht funktioniert, wie sie einem in der Schule glauben machen wollten. Kaum gespottet und weg sind die beiden.

Ab in die Fall-Linie!

Jean-Louis und ich fühlen uns plötzlich wie direkt miteinander verdrahtet. Vom höchsten Punkt der Landstraße sehen wir, wie sich diese in vielen unübersichtlichen Serpentinen nach unten schlängelt. Irgendwo da unten müssen Mark und Sabine jetzt stecken.

Jean-Louis und mich packt blitzartig die gleiche Idee. Es überkommt uns wie kindischer Übermut. „Qu’est ce que tu pense? – Was denkst du?“, fragt mich Jean-Louis mit einem breiten Grinsen. Ich antworte ihm mit einem überzeugten „siiiii“, was natürlich nicht französisch ist. Aber auch ganz ohne reden merkt man es einfach, wenn der andere genau in diesem Moment die gleiche Idee hat!

ISBN-13: 979-8618384704, Hinweis: Fotos sind nicht im Buch enthalten.

Jakobsweg an der Küste: POBEÑA - LIENDO, Foto 2

Plger Jean Louis lässt Bilbao und POBEÑA hinter sich und folgt dem Jakobsweg an der Küste

Der Jakobsweg heraus aus Bilbao führt rasch wieder in die freie Natur. Hier direkt an den Atlantik.

 

Selbstfindung. Auch für Nicht-Pilger geeignet!

Jakobsweg an der Kueste, Camino de la Costa, BURNOUT: Eine Wanderung auf schmalem Grat, das Buch

Die Urvariante des Jakobsweges
– der Küstenweg – ist noch nahezu unbekannt. Dafür unvergleichlich schön!

Nach einem Burnout beginnt für den Autor im idyllischen Hafenstädchen Irun das Abenteuer seines Lebens. Die Reise zu sich selbst!

Es ist eine Reise auf schmalem Grat. 923 km liegen nun vor ihm.
Unberührte Natur und die traumhafte Atlantikküste werden über lange Strecken zum festen Begleiter.
Auf der Suche nach innerer Ruhe, Gelassenheit und dem eigenen „Ich“ entflieht der Autor in eine Welt, die ihn erdet. Und er findet Antworten.

Lange, bevor der berühmte Camino Francés im Landesinneren zum ersten Mal beschritten wurde, pilgerten die ersten „Suchenden“ hier am Atlantik entlang. Und sie wurden wahrlich nicht enttäuscht.

 

 

ISBN-13: 979-8618384704
Seit 2020 Independently published
BURNOUT: Eine Wanderung auf schmalem Grat
Jakobsweg an der Küste

303 Seiten unbebildert

Jakobsweg an der Küste: POBEÑA - LIENDO, Foto 2

Pilgern an der Küste des Atlantiks: Jean Louis folgt dem Küstenweg und hier einer Steintreppe am Ufer

Als Pilger allein an der Küste.Traumhaft, aber auch sehr intensiv, was die Gefühle anbelangt.

Skizze CASTRO URDIALES am Jakobsweg an der Küste

Skizze CASTRO URDIALES am Jakobsweg an der Küste

Motto: Traue Dich. Der Jakobsweg wartet auf Dich. Tue es einfach.

Hier pilgert Jean-Louis kurz nach Castro Urdiales an der Küste entlang.

https://www.seebauers-world.com/wallpaper/jl_castro_urdiales.jpg

Ölgemälde: Hieraus wurde das Buchcover zum Jakobswegbuch

Hier an dieser Stelle habe ich nicht nur fotografiert, sondern auch eine kleine Skizze angefertigt. Später ist daraus dieses Ölgemälde mit Jean-Louis entstanden, was ich ihm eines Tages zu seiner Hochzeit in Frankreich geschenkt habe. Hier ist es gut zu Hause! Und es darf als Bild für das Cover herhalten, denn es ist etwas ganz eigenes. So eben, wie ich den Jakobsweg gefühlt habe.

Jakobsweg an der Küste / Selbstfindung
direkt vom Autor, signiert, EUR 19,90

Jakobsweg an der Küste: POBEÑA - LIENDO, Foto 4

Pilgerfreunde über den Jakobsweg hinaus. Jean Louis und Christian

Unterwegs auf dem Jakobsweg:
Unter Pilgern entstehen oft wahre Freundschaften. Du kannst über das reden, was Du einem anderen niemals anvertrauen würdest.

Fotos von der Küstenweg-Etappe 8: POBEÑA – LIENDO

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Albergue und Pfeil Camino gelb… Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA – LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Was hoch geht, muß auch runter gehen: Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA – LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Dort geht man durch: Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA – LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Kontraste bei Regenwetter: Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA – LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Strand und Regen: Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA – LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA – LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg, Fußweg an der Küste

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Schöner kann Wandern nicht sein! Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA – LIENDO

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

TRäume werden wahr! Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA – LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Christian, Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA – LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Wandern auf der Promenade, Etappe 08: POBEÑA – LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Blick zurück, Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA – LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Nur für Fußgänger, Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA – LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

El Hoyo – Etappe 08: POBEÑA – LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Weidezaun und Gatter für den Pilger, Gelbe Farbe als Jakobsweg-Wegweiser, Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA – LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Wilde Pferde, Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA – LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Atlantikküste, Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA – LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Steinhaus auf der Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA – LIENDO

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Grandiose Klippen am Atlantik/ Jakobsweg

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Kurze Hose, obwohl es regnet

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Jung und alt – Beim Pilgern spielt das keine Rolle!

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Schwerer Rucksack, Pilgermuschel und Wanderstock

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Spektakuläre Küstenweg-Ausblicke am Jakobsweg

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Küstenweg Feeling beim Pilgern auf der Etappe 08: POBEÑA – LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Bucht auf der Etappe 08: POBEÑA – LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Playa de Dicido, Miono und “La Soga del Muerto” Kritzelei

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Feldweg zum Wandern, Etappe 08: POBEÑA – LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Pilgern mit Sandalen, hier direkt am Strand

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Hafen

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Eine Paella am Jakobsweg

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Küstenpromenade, Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA – LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Klippen und Meer: 08: POBEÑA – LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Pilger auf einer Klippe oberhalb des Atlantiks

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Christian auf der Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA – LIENDO

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Camino de Santiago Wegweiser mit Esel, auf dem Kopf stehend

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Pilger Jean Louis streichelt einen Esel am Wegesrand

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Pilgern neben der Hauptstraße

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Küstenlandschaft auf der Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA – LIENDO

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Jakobsweg Etappe 08: El Pontarron de Guriezo

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Blick in die Pilgerherberge: Stockbetten mit Rucksäcken und Ausrüstung

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Pilger Jean Louis und Christian

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA – LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg, Die Albuerge de Peregrinos Saturnino Candina Liendo

Jakobsweg Etappe 08: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg

Die Albuerge de Peregrinos Saturnino Candina Liendo Jakobsweg Etappe 08:

 


 

Das Jakobsweg-Buchkapitel lesen

Inhalt aus dem Buch BURNOUT: Eine Reise auf schmalem Grat , Jakobsweg an der Kueste und additive Fotos hier auf der Jakobsweg-Webseite (Fotos im Buch nicht enthalten)

 

  • Tag 8: 40 km, 1.000 Höhenmeter, vom Baskenland nach Kantabrien über Ontón, El Pontarron del Guriezo. (Depressionen und Hilfe am Jakobsweg)
  • Erholsam und flach am Atlantik entlang (Pilgerbuch über den Jakobsweg an der Küste)
  • Traumhaft schön (Warum man pilgert)
  • Der enteignete Jakobsweg (Aus dem Buch BURNOUT Jakobsweg von Christian Seebauer)
  • Ab in die Fall-Linie! (Jakobswegbuch)
  • „Denen zeigen wir es!“ (Kapitel Jakobsweg an der Küste)
  • Pure Lebensfreude (Kapitel Jakobsweg an der Küste)
  • Als erstes in die Kirche (Warum man pilgert)
  • Paella – wer sich’s leisten kann! (Pilgerbuch über den Jakobsweg an der Küste)
  • Schon 1.500 Kilometer auf den Beinen! (Kapitel Küstenweg / Jakobsweg)
  • Zähle nicht rückwärts. Lebe! (Jakobswegbuch)
  • Die falsche Seite der Straße (Camino del Norte und Camino de la Costa)
  • Der Blick auf ein Ziel ist… unsinnig! (Pilgerbuch über den Jakobsweg an der Küste)
  • Im Mündungsgebiet des Aguera Ibaia (Kapitel Küstenweg / Jakobsweg)
  • Wenn das Shampoo nicht mehr abgeht… (Kapitel BURNOUT)
  • Auge um Auge, Stein um Stein. Herrlich! (Aus dem Buch BURNOUT Jakobsweg von Christian Seebauer)
  • Inkatrail führt uns nach Liendo (Kapitel Jakobsweg an der Küste)
  • Lustige Schatten in Monstergröße (Jakobswegbuch)
  • Unter Pilgerfreunden (Camino)

 

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    Christian Seebauer am Jakobsweg

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    Jakobsweg an der Küste
    Christian Seebauer: BURNOUT | Jakobsweg an der Küste 19,90 € Bewertung f�r das Buch




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    Die 2. Woche am Jakobsweg (Camino de la Costa)

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    Textauszug BURNOUT: Eine Wanderung auf schamlem Grat. Jakobsweg an der Kste 8 POBEÑA – LIENDO Camino de la Costa: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg Etappe 8: POBEÑA - LIENDO Tag 8: 40 km, 1.000 Höhenmeter, vom Baskenland nach Kantabrien über Ontón, El Pontarron del Guriezo. (Castro-Urdiales) 644 - Cerdigo (Castro-Urdiales) 641 - Islares (Castro-Urdiales) 637 - Rioseco (Guriezo) 631 - Pomar (Guriezo) 630 - La Magdalena (Guriezo) 628 - Liendo 616 Wie weit ist es von hier aus noch nach Santiago de Compostela? Die Kilometer werden rückwärts gezählt. Santiago de Compostela markiert Kilometer Null. Entfernungsangaben Quelle: Wikipedia 2012. Leseprobe aus dem Buch Jakobsweg an der Küste | Selbstfindung. Auch für Nicht-Pilger geeignet. EtappePOBEÑA - LIENDO Die heutige Etappe wird mich von Pobeña über Castro Urdiales nach El Pontarron del Guriezo und dann noch ungewollt bis nach Liendo führen. 40 Kilometer. Eine Hammeretappe. Jean-Louis hat sich seine Semmel noch schnell hinunter gewürgt und will mitgehen. Für ihn ist das Petit déjeuner – sein geliebtes Frühstück, die wichtigste Mahlzeit des Tages. Doch er will sich an mich kletten. Nur einen Steinwurf von der Herberge entfernt, führt gleich eine steile Steintreppe durch dichten Wald hinauf zum Uferweg. Oben angekommen, bietet sich ein traumhafter Ausblick. Rechts hinter mir liegt jetzt die Bucht von El Arenal, auf der gegenüber liegenden Seite drehen sich etliche Windräder auf den vorgelagerten Felsen. Ansonsten ist hier alles unverbaut. Mein Weg führt nach Links. Über ein paar steile Steintreppen mit Geländer geht es weiter. Noch kann ich die Küste zu meiner Linken nicht sehen. Zunächst geht es auf fast gleicher Höhe ein wenig Trepp auf, Trepp ab bis zum Ende der Bucht. Noch einmal bietet sich ein letzter Blick zurück auf die leere Bucht von La Arena, die erst in ein paar Stunden zum Leben erwachen wird. Während mit den nächsten Treppenstufen La Arena verschwindet, tut sich die linke Küstenseite vor mir auf. Am Horizont kann ich das nächste Dorf erahnen. Dazwischen liegen Kilometer weit nur zur Küste hin kantig abfallende Felsen, die auf meiner Höhe immer wieder auch mit dichter Wiese bedeckt sind. Wälder sehe ich nur in der Ferne. Dort zieht sich auch ein Teil der Küstenautobahn als kleiner Streifen nach oben und verschwindet dann gleich wieder hinter einem Hügel. Sonst ist hier nichts. Erholsam und flach am Atlantik entlang Mein Weg verläuft in etwa 30 Meter Höhe erholsam flach direkt am offenen Meer entlang. Der Jakobsweg ist hier als Naturlehrpfad angelegt. Weit entfernt von mir sehe ich mehrere Landzungen, die ich noch durchwandern werde. Der Himmel ist leicht bewölkt. Und die Küste am Horizont wird von Sonnenstrahlen, die durch ein Wolkenloch scheinen, eigenartig beleuchtet. Sie erscheint daher viel heller, als die übrige Landschaft. Zu Jean-Louis trennt mich wieder ein guter halber Kilometer. Wir gehen irgendwie zusammen und doch bewahrt jeder von uns so eine Art Intimsphäre und genießt das Allein sein. Bestimmt wird sich jetzt gerade auch Jean-Louis fragen, warum die Spanier diesem wunderbaren Panoramaweg eine Asphaltdecke verpassen mussten. Auf natürlichem Untergrund wäre es wesentlich angenehmer. Und selbst die zwei Radfahrer, die mir hier begegnet sind, hätten einen Weg ohne Teerdecke sicherlich akzeptiert. Immer öfter kommt mir in den Sinn, dass die liebe Europäische Union hier wieder einmal völlig sinnlos Gelder für den „Ausbau“ des Jakobsweges verschleudert haben könnte. Fantasielos investiert in Teer und Bodenplatten aus Beton. Traumhaft schön Trotzdem: Diese Etappe ist außergewöhnlich schön und ganz anders, als alles bisher Dagewesene. Mit den Vororten von Bilbao habe ich die letzten Ausläufer der Pyrenäen weitgehend verlassen. Es ist nun deutlich flacher, direkt am Ozean und traumhaft schön. Für die verwöhnte Stadtbevölkerung Bilbaos gibt es hier sogar ein paar Holzzäune hin zum Meer. Ja, genau so hätten auch die Deutschen einen Weg angelegt. Alles muss begrenzt und narrensicher sein. Und natürlich dürfen Warnhinweise nicht fehlen. Wie in good old Germany üblich, ist auf diesem Abschnitt jeder noch so kleine Baum, jeder Aussichtspunkt und übertrieben gesagt auch jeder Stein beschriftet. Doch im Gegensatz zu Deutschland, schien den Spaniern schon nach wenigen Kilometern einfach die Lust an diesem lächerlichen Unterfangen ausgegangen zu sein. Jetzt ist mein Jakobsweg wieder in Ordnung! Endlich muss ich meine Augen wieder offen halten, um die nächste gelbe Markierung für den Camino zu finden. Die konzentrierte Schnitzeljagd nach Pfeilen geht wieder los. Und das macht riesengroßen Spaß. Die Streckenführung ist spektakulär. Die erste Landzunge, die ich heute Morgen gesehen habe, wird nun im Landesinneren durchquert. Noch einmal streift mein Blick zurück zu den La Arena vorgelagerten Windrädern. Sie sind schon klein geworden. Gut geschützt in einem Fjord liegt das kleine Örtchen Ontón. Irgendwo kurz zuvor habe ich vermutlich mitten im Grünen die Regionalgrenze nach Kantabrien überquert. Ontón teilt sich in zwei Hälften, die links und rechts eines kleinen Wildbaches liegen und durch viele kleine Holzbrückchen malerisch miteinander verbunden sind. Der enteignete Jakobsweg Die Lebensfreude, die ich getankt habe, benötige ich nun auch dringend für die vor mir liegende Küstenstraße. Sie ist jetzt plötzlich Teil des Jakobsweges. Ein paar Kilometer verläuft der Camino nun direkt auf der Landstraße. Anders herum gesagt: Die Straße hat sich diesen uralten Teil des Jakobsweges einfach einverleibt. Und die Europäische Union wie zur Verhöhnung der Pilger diese übergroßen Jakobswegschilder anbringen lassen. Hier auf der Straße stoße ich gerade auf Mark und Sabine. Mark humpelt noch immer. Und mittlerweile zählen drei bis vier Ibuprofen-Schmerztabletten zu seiner Tagesration. Nur die Dröhnung in Verbindung mit Bier scheint ihm den Weg noch zu ermöglichen. Auch Sabine tötet sich ihre Gelenkschmerzen seit Tagen mit Schmerztabletten ab. Jean-Louis ist plötzlich auch wieder da und grüßt Mark laut von hinten mit „Bonjouuuur Ibüprüfenö“ Jean-Louis kommt mir jetzt wie gerufen. Wir lassen die anderen ziehen und gehen gemächlich die Straße bergauf. Der Asphalt geht uns ebenso auf das Gemüt wie die beiden anderen. Obwohl mein Französisch zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich freigelegt ist, amüsieren wir uns über die beiden chemisch von ihrem „ich“ getrennten Pilger. Das müsste meine Französischlehrerin aus alten Schulzeiten jetzt hören. So geht französisch. Spätestens dann, wenn man sich über andere lustig machen kann, dann weiß man, dass die Sprache gar nicht so schlecht funktioniert, wie sie einem in der Schule glauben machen wollten. Kaum gespottet und weg sind die beiden. Ab in die Fall-Linie! Jean-Louis und ich fühlen uns plötzlich wie direkt miteinander verdrahtet. Vom höchsten Punkt der Landstraße sehen wir, wie sich diese in vielen unübersichtlichen Serpentinen nach unten schlängelt. Irgendwo da unten müssen Mark und Sabine jetzt stecken. Jean-Louis und mich packt blitzartig die gleiche Idee. Es überkommt uns wie kindischer Übermut. „Qu'est ce que tu pense? – Was denkst du?“, fragt mich Jean-Louis mit einem breiten Grinsen. Ich antworte ihm mit einem überzeugten „siiiii“, was natürlich nicht französisch ist. Aber auch ganz ohne reden merkt man es einfach, wenn der andere genau in diesem Moment die gleiche Idee hat! ISBN-13: 979-8618384704, Hinweis: Fotos sind nicht im Buch enthalten. Der Jakobsweg heraus aus Bilbao führt rasch wieder in die freie Natur. Hier direkt an den Atlantik. Selbstfindung. Auch für Nicht-Pilger geeignet! Die Urvariante des Jakobsweges - der Küstenweg - ist noch nahezu unbekannt. Dafür unvergleichlich schön! Nach einem Burnout beginnt für den Autor im idyllischen Hafenstädchen Irun das Abenteuer seines Lebens. Die Reise zu sich selbst! Es ist eine Reise auf schmalem Grat. 923 km liegen nun vor ihm. Unberührte Natur und die traumhafte Atlantikküste werden über lange Strecken zum festen Begleiter. Auf der Suche nach innerer Ruhe, Gelassenheit und dem eigenen „Ich“ entflieht der Autor in eine Welt, die ihn erdet. Und er findet Antworten. Lange, bevor der berühmte Camino Francés im Landesinneren zum ersten Mal beschritten wurde, pilgerten die ersten „Suchenden“ hier am Atlantik entlang. Und sie wurden wahrlich nicht enttäuscht. ISBN-13: 979-8618384704 Seit 2020 Independently published BURNOUT: Eine Wanderung auf schmalem Grat Jakobsweg an der Küste 303 Seiten unbebildert Als Pilger allein an der Küste.Traumhaft, aber auch sehr intensiv, was die Gefühle anbelangt. Motto: Traue Dich. Der Jakobsweg wartet auf Dich. Tue es einfach. Hier pilgert Jean-Louis kurz nach Castro Urdiales an der Küste entlang. Hier an dieser Stelle habe ich nicht nur fotografiert, sondern auch eine kleine Skizze angefertigt. Später ist daraus dieses Ölgemälde mit Jean-Louis entstanden, was ich ihm eines Tages zu seiner Hochzeit in Frankreich geschenkt habe. Hier ist es gut zu Hause! Und es darf als Bild für das Cover herhalten, denn es ist etwas ganz eigenes. So eben, wie ich den Jakobsweg gefühlt habe. Jakobsweg an der Küste / Selbstfindung direkt vom Autor, signiert, EUR 19,90 Unterwegs auf dem Jakobsweg: Unter Pilgern entstehen oft wahre Freundschaften. Du kannst über das reden, was Du einem anderen niemals anvertrauen würdest. Fotos von der Küstenweg-Etappe 8: POBEÑA - LIENDO Das Jakobsweg-Buchkapitel lesen Inhalt aus dem Buch BURNOUT: Eine Reise auf schmalem Grat , Jakobsweg an der Kueste und additive Fotos hier auf der Jakobsweg-Webseite (Fotos im Buch nicht enthalten) Tag 8: 40 km, 1.000 Höhenmeter, vom Baskenland nach Kantabrien über Ontón, El Pontarron del Guriezo. (Depressionen und Hilfe am Jakobsweg) Erholsam und flach am Atlantik entlang (Pilgerbuch über den Jakobsweg an der Küste) Traumhaft schön (Warum man pilgert) Der enteignete Jakobsweg (Aus dem Buch BURNOUT Jakobsweg von Christian Seebauer) Ab in die Fall-Linie! (Jakobswegbuch) „Denen zeigen wir es!“ (Kapitel Jakobsweg an der Küste) Pure Lebensfreude (Kapitel Jakobsweg an der Küste) Als erstes in die Kirche (Warum man pilgert) Paella – wer sich’s leisten kann! (Pilgerbuch über den Jakobsweg an der Küste) Schon 1.500 Kilometer auf den Beinen! (Kapitel Küstenweg / Jakobsweg) Zähle nicht rückwärts. Lebe! (Jakobswegbuch) Die falsche Seite der Straße (Camino del Norte und Camino de la Costa) Der Blick auf ein Ziel ist… unsinnig! (Pilgerbuch über den Jakobsweg an der Küste) Im Mündungsgebiet des Aguera Ibaia (Kapitel Küstenweg / Jakobsweg) Wenn das Shampoo nicht mehr abgeht… (Kapitel BURNOUT) Auge um Auge, Stein um Stein. Herrlich! (Aus dem Buch BURNOUT Jakobsweg von Christian Seebauer) Inkatrail führt uns nach Liendo (Kapitel Jakobsweg an der Küste) Lustige Schatten in Monstergröße (Jakobswegbuch) Unter Pilgerfreunden (Camino) Möchtest Du dieses Kapitel vollständig und kostenfrei anlesen? Gerne, hier ist es für Dich -> Camino de la Costa/ Jakobsweg an der Kste H1 Inhaltsverzeichnis 8 POBEÑA – LIENDO Array ( [0] => Camino de la Costa: POBEÑA - LIENDO | Jakobsweg, Küstenweg [1] => Leseprobe aus dem Buch Jakobsweg an der Küste | Selbstfindung. Auch für Nicht-Pilger geeignet. EtappePOBEÑA - LIENDO [2] => Der Jakobsweg heraus aus Bilbao führt rasch wieder in die freie Natur. Hier direkt an den Atlantik. [3] => Als Pilger allein an der Küste.Traumhaft, aber auch sehr intensiv, was die Gefühle anbelangt. [4] => Hier pilgert Jean-Louis kurz nach Castro Urdiales an der Küste entlang. ) Inhalt H2 zum Camino de la Costa/ Jakobsweg an der Küste, Küstenweg Array ( [0] => Selbstfindung. Auch für Nicht-Pilger geeignet! [1] => Motto: Traue Dich. Der Jakobsweg wartet auf Dich. Tue es einfach. [2] => Fotos von der Küstenweg-Etappe 8: POBEÑA - LIENDO [3] => Möchtest Du dieses Kapitel vollständig und kostenfrei anlesen? Gerne, hier ist es für Dich -> ) Jakobsweg an der Küste, Burnout, Inhaltsverzeichnis H3 Array ( [0] => Das Jakobsweg-Buchkapitel lesen ) 1313Inhalt aus dem Buch BURNOUT: Eine Reise auf schmalem Grat , Jakobsweg an der Kueste und additive Fotos hier auf der Jakobsweg-Webseite (Fotos im Buch nicht enthalten)
    • Tag 8: 40 km, 1.000 Höhenmeter, vom Baskenland nach Kantabrien über Ontón, El Pontarron del Guriezo. (Kapitel Jakobsweg an der Küste)
    • Erholsam und flach am Atlantik entlang (Jakobswegbuch)
    • Traumhaft schön (Jakobswegbuch)
    • Der enteignete Jakobsweg (Jakobswegbuch)
    • Ab in die Fall-Linie! (Pilgerbuch über den Jakobsweg an der Küste)
    • „Denen zeigen wir es!“ (Kapitel BURNOUT)
    • Pure Lebensfreude (Jakobswegbuch)
    • Als erstes in die Kirche (Warum man pilgert)
    • Paella – wer sich’s leisten kann! (Warum man pilgert)
    • Schon 1.500 Kilometer auf den Beinen! (Aus dem Buch BURNOUT Jakobsweg von Christian Seebauer)
    • Zähle nicht rückwärts. Lebe! (Pilgern am Küstenweg)
    • Die falsche Seite der Straße (Kapitel aus dem Jakobswegbuch zum Burnout/ Küstenweg)
    • Der Blick auf ein Ziel ist… unsinnig! (Jakobswegbuch)
    • Im Mündungsgebiet des Aguera Ibaia (Pilgern am Küstenweg)
    • Wenn das Shampoo nicht mehr abgeht… (Kapitel BURNOUT)
    • Auge um Auge, Stein um Stein. Herrlich! (Kapitel aus dem Jakobswegbuch zum Burnout/ Küstenweg)
    • Inkatrail führt uns nach Liendo (Pilgern am Küstenweg)
    • Lustige Schatten in Monstergröße (Kapitel Jakobsweg an der Küste)
    • Unter Pilgerfreunden (Aus dem Buch BURNOUT Jakobsweg von Christian Seebauer)
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    • Tag 8: 40 km, 1.000 Höhenmeter, vom Baskenland nach Kantabrien über Ontón, El Pontarron del Guriezo.. Warum man pilgert
    • Erholsam und flach am Atlantik entlang. Camino de la Costa
    • Traumhaft schön. Depressionen und Hilfe am Jakobsweg
    • Der enteignete Jakobsweg. Kapitel Pilgerbuch
    • Ab in die Fall-Linie!. Camino
    • „Denen zeigen wir es!“. Kapitel Küstenweg / Jakobsweg
    • Pure Lebensfreude. Kapitel Küstenweg / Jakobsweg
    • Als erstes in die Kirche. Kapitel BURNOUT
    • Paella – wer sich’s leisten kann!. Aus dem Buch BURNOUT Jakobsweg von Christian Seebauer
    • Schon 1.500 Kilometer auf den Beinen!. Kapitel Jakobsweg an der Küste
    • Zähle nicht rückwärts. Lebe!. Camino del Norte und Camino de la Costa
    • Die falsche Seite der Straße. Pilgerbuch über den Jakobsweg an der Küste
    • Der Blick auf ein Ziel ist… unsinnig!. Kapitel aus dem Jakobswegbuch zum Burnout/ Küstenweg
    • Im Mündungsgebiet des Aguera Ibaia. Jakobswegbuch
    • Wenn das Shampoo nicht mehr abgeht…. Aus dem Buch BURNOUT Jakobsweg von Christian Seebauer
    • Auge um Auge, Stein um Stein. Herrlich!. Kapitel aus dem Jakobswegbuch zum Burnout/ Küstenweg
    • Inkatrail führt uns nach Liendo. Kapitel Jakobsweg an der Küste
    • Lustige Schatten in Monstergröße. Kapitel BURNOUT
    • Unter Pilgerfreunden. Camino del Norte und Camino de la Costa
    Fotos zum Camino de la Costa/ Jakobsweg an der Kueste Beitrag Keywords zu diesem Jakobsweg-Beitrag:

    Camino de la Costa, Camino del Norte

    Kuestenweg/ Jakobsweg an der Kueste/ Camino de la Costa Textauszug:

    Pobeña – Liendo

    Tag 8: 40 km, 1.000 Höhenmeter, vom Baskenland nach Kantabrien über Ontón, El Pontarron del Guriezo.

    Die heutige Etappe wird mich von Pobeña über Castro Urdiales nach El Pontarron del Guriezo und dann noch ungewollt bis nach Liendo führen. 40 Kilometer. Eine Hammeretappe. Jean-Louis hat sich seine Semmel noch schnell hinunter gewürgt und will mitgehen.

    Für ihn ist das Petit déjeuner – sein geliebtes Frühstück, die wichtigste Mahlzeit des Tages. Doch er will sich an mich kletten.

    Nur einen Steinwurf von der Herberge entfernt, führt gleich eine steile Steintreppe durch dichten Wald hinauf zum Uferweg. Oben angekommen, bietet sich ein traumhafter Ausblick. Rechts hinter mir liegt jetzt die Bucht von El Arenal, auf der gegenüber liegenden Seite drehen sich etliche Windräder auf den vorgelagerten Felsen. Ansonsten ist hier alles unverbaut. Mein Weg führt nach Links. Über ein paar steile Steintreppen mit Geländer geht es weiter.

    Noch kann ich die Küste zu meiner Linken nicht sehen. Zunächst geht es auf fast gleicher Höhe ein wenig Trepp auf, Trepp ab bis zum Ende der Bucht.

    Noch einmal bietet sich ein letzter Blick zurück auf die leere Bucht von La Arena, die erst in ein paar Stunden zum Leben erwachen wird.

    Während mit den nächsten Treppenstufen La Arena verschwindet, tut sich die linke Küstenseite vor mir auf. Am Horizont kann ich das nächste Dorf erahnen. Dazwischen liegen Kilometer weit nur zur Küste hin kantig abfallende Felsen, die auf meiner Höhe immer wieder auch mit dichter Wiese bedeckt sind. Wälder sehe ich nur in der Ferne. Dort zieht sich auch ein Teil der Küstenautobahn als kleiner Streifen nach oben und verschwindet dann gleich wieder hinter einem Hügel. Sonst ist hier nichts.

    Erholsam und flach am Atlantik entlang

    Mein Weg verläuft in etwa 30 Meter Höhe erholsam flach direkt am offenen Meer entlang. Der Jakobsweg ist hier als Naturlehrpfad angelegt. Weit entfernt von mir sehe ich mehrere Landzungen, die ich noch durchwandern werde.

    Der Himmel ist leicht bewölkt. Und die Küste am Horizont wird von Sonnenstrahlen, die durch ein Wolkenloch scheinen, eigenartig beleuchtet. Sie erscheint daher viel heller, als die übrige Landschaft.

    Zu Jean-Louis trennt mich wieder ein guter halber Kilometer. Wir gehen irgendwie zusammen und doch bewahrt jeder von uns so eine Art Intimsphäre und genießt das Allein sein.

    Bestimmt wird sich jetzt gerade auch Jean-Louis fragen, warum die Spanier diesem wunderbaren Panoramaweg eine Asphaltdecke verpassen mussten.

    Auf natürlichem Untergrund wäre es wesentlich angenehmer. Und selbst die zwei Radfahrer, die mir hier begegnet sind, hätten einen Weg ohne Teerdecke sicherlich akzeptiert. Immer öfter kommt mir in den Sinn, dass die liebe Europäische Union hier wieder einmal völlig sinnlos Gelder für den „Ausbau“ des Jakobsweges verschleudert haben könnte. Fantasielos investiert in Teer und Bodenplatten aus Beton.

    Traumhaft schön

    Trotzdem: Diese Etappe ist außergewöhnlich schön und ganz anders, als alles bisher Dagewesene. Mit den Vororten von Bilbao habe ich die letzten Ausläufer der Pyrenäen weitgehend verlassen. Es ist nun deutlich flacher, direkt am Ozean und traumhaft schön.

    Für die verwöhnte Stadtbevölkerung Bilbaos gibt es hier sogar ein paar Holzzäune hin zum Meer. Ja, genau so hätten auch die Deutschen einen Weg angelegt. Alles muss begrenzt und narrensicher sein. Und natürlich dürfen Warnhinweise nicht fehlen. Wie in good old Germany üblich, ist auf diesem Abschnitt jeder noch so kleine Baum, jeder Aussichtspunkt und übertrieben gesagt auch jeder Stein beschriftet. Doch im Gegensatz zu Deutschland, schien den Spaniern schon nach wenigen Kilometern einfach die Lust an diesem lächerlichen Unterfangen ausgegangen zu sein. Jetzt ist mein Jakobsweg wieder in Ordnung!

    Endlich muss ich meine Augen wieder offen halten, um die nächste gelbe Markierung für den Camino zu finden. Die konzentrierte Schnitzeljagd nach Pfeilen geht wieder los. Und das macht riesengroßen Spaß.

    Die Streckenführung ist spektakulär. Die erste Landzunge, die ich heute Morgen gesehen habe, wird nun im Landesinneren durchquert. Noch einmal streift mein Blick zurück zu den La Arena vorgelagerten Windrädern. Sie sind schon klein geworden.

    Gut geschützt in einem Fjord liegt das kleine Örtchen Ontón. Irgendwo kurz zuvor habe ich vermutlich mitten im Grünen die Regionalgrenze nach Kantabrien überquert. Ontón teilt sich in zwei Hälften, die links und rechts eines kleinen Wildbaches liegen und durch viele kleine Holzbrückchen malerisch miteinander verbunden sind.

    Der enteignete Jakobsweg

    Die Lebensfreude, die ich getankt habe, benötige ich nun auch dringend für die vor mir liegende Küstenstraße. Sie ist jetzt plötzlich Teil des Jakobsweges.

    Ein paar Kilometer verläuft der Camino nun direkt auf der Landstraße. Anders herum gesagt: Die Straße hat sich diesen uralten Teil des Jakobsweges einfach einverleibt. Und die Europäische Union wie zur Verhöhnung der Pilger diese übergroßen Jakobswegschilder anbringen lassen.

    Hier auf der Straße stoße ich gerade auf Mark und Sabine.

    Mark humpelt noch immer. Und mittlerweile zählen drei bis vier Ibuprofen-Schmerztabletten zu seiner Tagesration. Nur die Dröhnung in Verbindung mit Bier scheint ihm den Weg noch zu ermöglichen. Auch Sabine tötet sich ihre Gelenkschmerzen seit Tagen mit Schmerztabletten ab.

    Jean-Louis ist plötzlich auch wieder da und grüßt Mark laut von hinten mit „Bonjouuuur Ibüprüfenö“

    Jean-Louis kommt mir jetzt wie gerufen. Wir lassen die anderen ziehen und gehen gemächlich die Straße bergauf. Der Asphalt geht uns ebenso auf das Gemüt wie die beiden anderen.

    Obwohl mein Französisch zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich freigelegt ist, amüsieren wir uns über die beiden chemisch von ihrem „ich“ getrennten Pilger. Das müsste meine Französischlehrerin aus alten Schulzeiten jetzt hören. So geht französisch. Spätestens dann, wenn man sich über andere lustig machen kann, dann weiß man, dass die Sprache gar nicht so schlecht funktioniert, wie sie einem in der Schule glauben machen wollten. Kaum gespottet und weg sind die beiden.

    Ab in die Fall-Linie!

    Jean-Louis und ich fühlen uns plötzlich wie direkt miteinander verdrahtet. Vom höchsten Punkt der Landstraße sehen wir, wie sich diese in vielen unübersichtlichen Serpentinen nach unten schlängelt. Irgendwo da unten müssen Mark und Sabine jetzt stecken.

    Jean-Louis und mich packt blitzartig die gleiche Idee. Es überkommt uns wie kindischer Übermut. „Qu’est ce que tu pense? – Was denkst du?“, fragt mich Jean-Louis mit einem breiten Grinsen. Ich antworte ihm mit einem überzeugten „siiiii“, was natürlich nicht französisch ist. Aber auch ganz ohne reden merkt man es einfach, wenn der andere genau in diesem Moment die gleiche Idee hat!

    „Denen zeigen wir es!“

    Ohne weitere sprachliche Feinabstimmung schwingen Jean-Louis und ich uns zeitgleich mit dem Schlachtruf „Ola“ über die doppelten Leitplanken, um uns direkt in die Falllinie zu begeben. Was für ein irres Gefühl! Wegprasselnde Steine. Volles Tempo, Tunnelblick geradeaus. Im Karacho nach unten.

    In Sekundenschnelle hat sich so etwas wie der totale Flow eingestellt. Ein Zustand, der in Zeitlupe abläuft und in dem alles wie in Trance geschieht.

    Meine alten Reflexe aus der Kindheit sind schlagartig zugegen.

    Ich bin aufgewachsen in Prien am Chiemsee und meine Eltern waren ständig mit mir und meinem Bruder Andy unterwegs in den bayrischen Alpen. Das gemeinsame herunter Rennen in Karfeldern, kurz gesagt einem Schotterfeld, gehörte immer zu den allergrößten Freuden jeder Bergtour. Und das habe ich anscheinend noch immer im Blut.

    Jean-Louis kommt aus der Haute-Savoie, die im Südosten von der Montblanc-Gruppe beherrscht wird. Offenbar hat er die gleichen Reflexe parat. Zudem ist er Gleitschirmflieger und kennt den Spurt in den Abgrund nur zu gut. Oh yes, we can!

    Unter uns prasselt das Geröll und durch die Adern rasen Glückshormone.

    Solche Steilflanken kann man gar nicht langsam oder ängstlich mit schräg gestellten Füßen überwinden. Dann würde man sich sofort die Knöchel brechen und alle Sehnen reißen. Die Falllinie funktioniert nur dann, wenn man sich samt Gepäck beherzt nach vorne legt.

    Füße gerade aus. Mit Vollgas ab in die Fall-Linie. So hat man immer genug Tempo, um beim kleinsten Anzeichen eines Umknickens den Schwung dafür zu nutzen, in die Luft zu springen, anstatt sich die Bänder zu reißen. Hier können sich die Füße quasi neu sortieren und haben beim nächsten Bodenkontakt eine zweite Chance. Klappt der nächste Schritt wieder nicht, heißt es eben: Erneut in die Luft. Und wenn es dann immer noch nicht gut gehen sollte: Keinesfalls bremsen. Lieber ein paar Rollen vorwärts riskieren!

    Hätte ich darüber nachgedacht, dass ich ja nur (feste) Sandalen trage, wäre ich nie im Leben losgerannt. Aber irgendwie scheint mir meine „Regenwolke“ zu fehlen, die mich normalerweise zur Vernunft gebracht hätte. Aja, Vernunft. Mit ihr wäre ich nie zum Jakobsweg gekommen.

    Mit jedem Aufsetzen unserer Füße stoßen wir eine kleine Steinlawine vor uns her. Übermut tut selten gut? Schwachsinn. Übermut ist ein herrliches Gefühl, das ich viel öfter wieder haben sollte!

    Übermut tut einfach gut!

     

    In der Fall-Linie rennen, das kann und darf ich natürlich keinem Pilger wirklich empfehlen. Viel zu groß ist die Gefahr, dass der Jakobsweg hier unverhofft enden könnte. Dennoch machte es unheimlichen Spaß und es ging auch gut. Das übliche „Was-wäre-wenn- Denken“ weicht am Jakobsweg nun immer öfter dem „ist-mir-egal-Beschluss“. Und dieser Beschluss verhindert nicht nur weitere Grübeleien: Er befördert mich unmittelbar in die Gegenwart, in den herrlichen Augenblick des Geschehens. Und er lässt es zu, mich wieder so zu spüren, wie ich bin, oder einmal war.

    Gute Zweihundert Höhenmeter – und das ist gar nicht so wenig, haben wir mit unserem Stone-Run vernichtet. Ein Physiker hätte wohl trocken gesagt: Lageenergie hat sich in reine Bewegungsenergie verwandelt.

    Pure Lebensfreude

    Darüber hinaus hatte sie sich auch in pure Lebensenergie umgewandelt. Was werden Mark und Sabine sich denken, wenn sie uns um die nächste Kurve kommend hier unten entdecken werden? Sie kommen aber gerade nicht um die Kurve und wir gehen frohen Mutes weiter bergab in Richtung Castro Urdiales. Schon von weitem sehe ich die beeindruckende Festung Santa Ana. Zunächst geht es abwärts bis auf Meereshöhe.

    Durch dichtes Latschengehölz führt ein kleiner Trampelpfad hinab zu der vorgelagerten und recht einsamen Bucht Playa de Dicido, dem „Dezemberstrand“. Hier kann man im Sommer bestimmt herrlich baden gehen.

    Noch einmal geht es steil hinauf zu einer Anhöhe, die uns jetzt noch von den Vororten von Castro Urdiales trennt. Auch hier folgen wir einem verwegenen Trampelpfad mitten im Grünen.

    In Castro Urdiales stoßen wir dann auf die Strandpromenade. Hier nehme ich den direkten Weg über den Strand, während Jean-Louis lieber festen Boden unter sich hat.

    Das verspielte Hafenstädtchen mit gut 30.000 Einwohnern und noch einmal doppelt so vielen Urlaubern ist einfach nur schön.

    Jean-Louis und ich schießen ein paar Fotos an der Hafenmole. Hier hat ein Fischer sein rotes Netz zum Trocknen ausgebreitet. Wie überall in der Welt, liegt auch in Castro Urdiales die Kirche Santa Maria am schönsten Aussichtspunkt. Am Ende der Stadt ist sie von weither sichtbar. Sie wurde erhaben wie ein Leuchtturm auf eine Klippe gebaut.

    Als erstes in die Kirche

    Respektvoll nehmen wir unser Gepäck ab. Ich schäme mich ein wenig für die kurze Hose, hoffe aber, dass die Kirchendiener ein Nachsehen mit einem Pilger haben werden. Und genau so kommt es auch. Ein junger Gottesmann namens Diego bittet mich zu sich in die Sakristei um mir einen Stempel in meinen Pilgerausweis zu drücken. Es ist der schönste Stempel, den ich bisher in meinem Pilgerausweis, dem Credenzial habe.

    Meine kurze Hose stört ihn ebenso wenig, wie mein Rucksack, den ich in der Kirche vor mir mit meinen Händen trage.

    Dann führt mich Diego durch das dunkle Kirchenschiff. Mit flammender Begeisterung erklärte er mir die zehn Stationen Jesu Christu. Der Kreuzweg, so bezeichnet man den letzten Leidensweg Jesus Christus zur Kreuzigung, ist wie immer äußerst düster und grausam dargestellt. Im ersten Bild wird Jesus zum Tode verurteilt. „Pontius Pilatus sagte zu ihnen: Was soll ich dann mit Jesus tun, den man den Messias nennt? Da schrien sie alle: Ans Kreuz mit ihm!“ [9]

    Danach nimmt Jesus das Kreuz auf seine Schultern. Und er fällt dreimal unter der Last des Kreuzes zusammen. Schließlich wird er seiner Kleider beraubt und gekreuzigt. INRI, das sind die Anfangsbuchstaben für den spöttischen Namen Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum, Jesus von Nazaret, König der Juden.

    Die Bilder verraten nichts über den weiteren Weg in den Himmel und ich frage mich, warum stellt man da nichts Positiveres dar? Wenn ich selbst der Maler oder der Auftraggeber gewesen wäre, dann hätte ich noch ein paar Stationen angefügt, die auch ein bisschen Hoffnung wecken und zeigen, dass nichts im Leben umsonst ist!

    Nach dem privat geführten Kreuzweg nehme ich wie immer in einer der hintersten rechten Bänke Platz. Doch auch dieses Mal traue ich mich wieder ein paar Reihen weiter nach vorne. Ich knie mich nieder und versinke in meinen Gedanken. Ist meine Pilgerreise eine religiöse Reise? Hat sie einen spirituellen Sinn? Bin ich auf der Suche nach Gott? Werde ich Antworten und Einsichten bekommen?

    Ich weiß es nicht. Aber ich lasse mich darauf ein und möchte herausfinden, was der Weg mir bringen wird. Allein in einer dunklen, Ehrfurcht einflößenden Kirche zu sein, ist so oder so schon ein bewegender Moment.

    In einem Gemäuer links des Ausgangs legen Pilger verschiedene persönliche Dinge ab, die hier verbleiben und den Zugang zu einer spirituellen Welt eröffnen sollen. Auch ich trenne jetzt mich von einem geliebten Gegenstand, den ich sehr vorsichtig durch die geschmiedeten Gitterstäbe hindurch auf seinen vorgesehenen Platz lege. Was immer mir dieses Ritual bringen würde, ich tue es einfach.

    Meine Pupillen benötigen erst einige Sekunden, um sich wieder an das grelle Licht im Freien zu gewöhnen. Vor mir steht ein professioneller Bettler, der ganz im Gegensatz zu mir mit Markenkleidung und einer teuren Ray Ben Sonnenbrille bekleidet ist. Recht aggressiv will er von mir auf die Mitleidstour etwas haben.

    Ich sage zu ihm auf Spanisch: „Erzähle mir etwas von dir und deinem Schicksal“. Als Antwort kommt prompt ein englisches „Fuck You“. Jean-Louis, der gerade ebenfalls aus der Kirche heraustritt, erwidert sein Fuck You, indem er ihm liebevoll einen Arm auf die Schulter legt und ihm einen „bon camino, mon ami“ wünscht. Nun ist er böse verstummt.

    Ehrlich gesagt, möchte ich mich jetzt unbedingt weltlicheren Dingen zuwenden, denn ich habe einen Bärenhunger. Es ist Sonntagmittag.

    Paella – wer sich’s leisten kann!

    Wenige Steinstufen von Santa Maria entfernt lassen wir uns dann nieder um etwas zu essen. Und zwar in einem richtiges Speiselokal. Hinein trauen wir uns mit unseren Klamotten natürlich nicht, aber Draußen im Freien ist fast alles frei. Dem Kellner ist es recht so.

    Wir sind immer noch übermütig. Weil es Sonntag ist, hat Jean-Louis natürlich eine passende Entschuldigung für das nicht ganz Standesgemäße Essen parat: „Seulement une exception – nur eine Ausnahme“. Ich kann spüren, dass er richtig, wirklich richtig Hunger hat und sich heute, genauso wie ich etwas gönnen möchte. Am Nebentisch verspeist ein englisches Touristenpaar eine Paella und die bestellen wir dann auch.

    Allerdings zu zweit und ohne in der Speisekarte nach dem Preis zu sehen. Kann schon nicht so viel kosten, ein wenig Reis mit Zeug drin? Es ist und bleibt dann die erste und auch letzte bestellte Paella am gesamten Jakobsweg. Die Rechnung für einen Teller Paella beträgt gesalzene 22(!) Euro. Und wir werden nicht einmal richtig satt. Jean-Louis möchte nun die nächsten Tage drastisch sparen, um sein Budget nicht zu sprengen.

    Sitzfleisch haben wir nicht mehr. Und der Kellner, der sein Geschäft schon gemacht hat, bietet uns auch keinen Kaffee mehr an. Ich schätze, er lässt uns gerne weiter ziehen.

    Schon 1.500 Kilometer auf den Beinen!

    Beim Weitergehen erzählt mir dann Jean-Louis wenig über seinen Camino. Zum ersten Mal. Jean-Louis ist schon in Chambery, seiner Heimatgemeinde in Frankreich gestartet. Er hat bereits 1.500 Kilometer zu Fuß hinter sich. Über die Gründe, die ihn zum Camino geführt haben, will er mit mir nicht sprechen. Noch nicht?

    Kurz außerhalb Castro Urdiales muss ich auf Jean-Louis warten. Er ist nach dem Essen deutlich langsamer geworden. Als er mir auf den grasgrünen Felsenklippen entgegen stapft, habe ich die Idee, diese Szene irgendwann zu Malen.

    Jean-Louis in der Bildmitte, unter seinen Füßen ein schmaler Trampelpfad, umsäumt von trockenen Gräsern. Hinter ihm liegt das ruhig gewordene stahlblaue Meer. Farben, so satt, wie man sie nur nach viel Regen sehen kann. Jeder Schritt, jede Bewegung prägt sich tief ein. Ich studiere auch intensiv den Hintergrund. Der ist mittlerweile unendlich weit weg. Die Windräder von La Arena kann man im leichten Dunst in der Ferne nur noch erahnen. Richtig sehen kann man sie nicht mehr. Ich versuche mir, die Farben ganz genau einzuprägen. Und ich beobachte aufmerksam den Schatten, der Jean-Louis mit jedem Schritt vorauseilt. Eine schnelle Strich-Skizze in meinem Tagebuch wird diese Impressionen hoffentlich bewahren. Ich möchte irgendwann aus der Skizze ein Ölgemälde malen.

    Mark und Sabine haben zwischenzeitlich sicher den unbarmherzigen Abstecher über die Küstenstraße genommen. Es geht ihnen nicht um die Seele des Weges. Sie sind getrieben vom Navi und besessen von der kürzesten Verbindung.

    Eine absurde Kulisse bietet sich nun, weil der Jakobsweg genau jetzt auf der seelenlosen Küstenstraße landet. Angebunden an einem Jakobsweg-Schild für Autofahrer (Warnung vor Pilgern) wartet ein Esel auf den letzten Apfel, den Jean-Louis bei sich hat. Der Esel hinter der Leitplanke bettelt nicht. Er ist einfach da und scheint nun jeden Bissen zu genießen.

    Die weitere Streckenführung erinnert mich an einen heißen amerikanischen Highway, der sich schnurgerade über alle Höhen und Tiefen hinweg seinen Weg mit Sprengstoff gebahnt hat. Asphalt ist der größte Feind eines Pilgers. Die Luft über dem Belag flimmert bis in die innersten Gehirnregionen hinein. Dieses Gefühl ist zermürbend. Man bekommt den Eindruck, nicht vorwärts zu kommen. Die Autos spiegeln sich in der Ferne noch in der heißen Luft, bevor sie das Flirren dort hinten vollständig verschluckt. Wie weit mag das weg sein? Mit den Schlieren der erhitzten Luftschicht bekomme ich einen Vorgeschmack für die Weite, die vor mir liegt. Unweigerlich setze ich mich mit Schnecken und Ameisen gleich, wenn Autos vorbeibrausen.

    Trotzdem denke ich mir, bestimmt bin ich zu Fuß schon weiter, als viele normale Autofahrer heute zurücklegen, wenn sie an mir vorbeibrausen. Gute Zweihundert Kilometer haben mich meine Füße bisher schon getragen. 651 Kilometer sind es noch nach Santiago de Compostela. Ohne Umwege.

    Zähle nicht rückwärts. Lebe!

    Erstmals bekomme ich nun ein Gefühl für die Strecke und für die Zeitverhältnisse. Aber ich werde nicht anfangen, rückwärts zu zählen. Das ist doch idiotisch.

    Der Unsinn, Tage rückwärts zu zählen ist mir erstmals in der Bundeswehr klar geworden. Doch es beginnt schon viel früher im Leben. Wie viele Jahre noch bis zum 10. Geburtstag. Gut: Diese Frage ist kindlich und auch noch völlig normal. Wie viele Jahre noch, bis ich endlich aus der Schule bin? Nun, hier beginnt es wohl schon, dumm zu werden. Denn was kommt nach der Schule? Wird dann alles besser im Leben? Und was bringt es, wenn man danach wieder zu zählen beginnt – rückwärts, wohlgemerkt? Noch 50 Tage bei der Bundeswehr? Mit dem Fixieren auf den Countdown verliert man das Wertvollste, was man hat: Den Augenblick! Man richtet sich nicht mehr ein, im Hier und Jetzt. Man wartet vielmehr auf das Verfallsdatum!

    Welcher Countdown kommt als nächstes? Richtig: Wie viele Jahre noch bis zur Rente? Toll, und dann? Wie lautet die Frage dann?

    Wie viele Tage habe ich rückwärts gezählt, anstatt sie gelebt zu haben?

    Kilometer rückwärts zu zählen erscheint mir ebenso abwegig. Ich gehe vor mich hin. Punkt. Mal sehen, wo ich heute ankomme.

    Die falsche Seite der Straße

    Der linke, mit einer durchgehenden weißen Linie markierte Streifen der Schnellstraße soll uns nach den Plänen der Regierung den Jakobsweg anbiedern. Doch das interessiert nicht die Autofahrer. In Spanien war es bis vor Kurzem nicht üblich, dass Fußgänger in die entgegengesetzte Richtung laufen. Das taten nur deutsche Besserwisser. Einige Fernfahrer versuchen daher, uns noch heute „eines Besseren zu belehren“, in dem sie sich ganz offensichtlich einen Spaß daraus machen, sehr knapp an uns vorbei zu fahren und zu hupen. Jean-Louis hat mit seinem Stock schon einige LKWs gestreift, die allerdings sind davon völlig unbeeindruckt. Dann pfeifen wir auf die linke Seite und gehen wieder rechts. Egal wer oder was sich von hinten nähert. Wir haben wieder Ruhe.

    Die Hitze des pechschwarzen Asphaltbelages macht mich wütend. Es ist so ein Gefühl, wie wenn ich mit meinem mp3-Player und Technobeats unterwegs wäre. Meine Sandalen sind auf diesem unmenschlichen Belag keine guten Begleiter. Jeder verdammte Schritt dringt unmittelbar vor zu meinem Schmerzzentrum. Ich fange an, den Weg zu verfluchen. Schon lange spricht Jean-Louis kein einziges Wort mehr mit mir. Er ist völlig verstummt. Sein Gesicht zeigt keine Miene. In sich gekehrt scheint er irgendwelche Mantras vor sich hin zu murmeln. Wir gehen wieder auf Abstand. Besser so, denn der Asphalt saugt extrem an unseren Kräften und an der Psyche. Und streiten möchte ich mit Jean-Louis sicher nicht. Hier ist jeder allein. Und jeder muss für sich selbst damit fertig werden. Auch so eine Art Prüfung, die mir dieser eintönige Abschnitt auf der Straße beschert.

    Der Blick auf ein Ziel ist… unsinnig!

    Ich merke, dass ich plötzlich so verbittert bin, wie sonst in der Arbeit. Seit einer halben Stunde fixiere ich das Ende des Horizontes, wo ich einen Mast sehe. Er kommt nicht näher. Aber ich lasse ihn mit meinen Blicken nicht mehr aus den Augen. Ich starre ihn verbissen an. Dieses hartnäckige und trotzige Fixieren eines Punktes verahnt mir allerdings eine innere Kraft, die mich weiter und weiter voranbringt. Angriff! Je länger ich den Punkt anstarre, umso mehr verengt sich mein Gesichtsfeld und die fortwährend gleichen Schritte versetzen mich wieder in einen Trance-Zustand. Ich spüre, wie meine Hände zu Fäusten geballt sind und der Schweiß unablässig aus meinem Gesicht perlt. Es ist so, wie in der Sauna, wenn man zuvor gewettet hat, es zwanzig Minuten auf der obersten Bank auszuhalten. Die Sanduhr würde wohl eine gefühlte Ewigkeit rieseln und dann ist erst einmal Halbzeit. Umdrehen und weiter geht es.

    Nein, ich möchte nicht ablassen von dem Masten da vorne. Ich möchte diesen Punkt möglichst schnell erreichen und hinter mir lassen. Ungewollt werde ich schneller. Auch Jean-Louis, der jetzt weit hinter mir ist, wird schneller. Der Abstand bleibt gleich.

    Alle paar Hundert Meter stehen hier überlebensgroße Jakobsweg-Warnschilder an der Straße. Alles ganz im Look einer übermächtigen „europäischen Straßenverkehrsordnung“. Wie hoch mögen die Subventionen aus Europa sein? Leider steht das Preisschild dieses Mal nicht daneben. Ein kleineres Projekt also. Jean-Louis macht sich jetzt lustig über die Achse „Sarkozy et Merkääl“. C’est fou – Das ist doch alles verrückt“, meint er.

    Wie zur Erlösung kommt dann noch vor dem Horizont ein Abschnitt, der uns durch die Natur führt. Leider werde ich also den Masten in der Ferne nicht erreichen. Es kommt eben immer anders! Gott sei Dank! Dafür werde ich schlagartig wieder fröhlich. In einem kleinen Dörfchen setzen wir uns beide auf eine Steinbank an der Nordseite einer kleinen Kirche. Hier gibt es einen erfrischenden Brunnen mit Trinkwasser.

    Das Dörfchen, dessen Namen ich nicht kenne ist die Erholung pur. Kein einziges Auto sehe ich hier. In einiger Entfernung laufen zwei Kinder auf einer Wiese umher. Und neben der Steinbank geht im Vorderhaus der Kirche die Türe auf. Es ist der Dorfpfarrer. Kurz winkt er uns zu, so als ob er uns jetzt gerade gesegnet hat und dann steigt er in einen alten Citroen und braust davon. Auch wir brechen wieder auf.

    Bis nach El Pontarron de Guriezo mögen es vielleicht noch 6 Kilometer sein, aber heute erscheint mir jeder verdammte Kilometer wie ein Lichtjahr. Schon nach kurzer Zeit stoßen wir wieder auf die Schnellstraße, die sich ab jetzt wieder Jakobsweg nennt. Und sofort gehen wir beide wieder auf Abstand. Jeder für sich.

    Das letzte Stück nach Guriezo ist landschaftlich hinreißend – für einen Autofahrer! Für einen Pilger ist die Strecke einfach nur „hart“. Auf meiner Rechten begleitet mich schon seit zwei Kilometern ein traumhaft schöner, aber verlassener Strand. Ein paar Angler sind hier und hin und wieder steht ein Campingbus herum. Obwohl ich gerade mitten auf der Nationalstraße N634 bin, kommt kaum ein Auto mehr vorbei. Der Verkehr spielt sich nahezu ausschließlich hoch oben auf der neuen E-70 ab. Danke EU, wäre nicht nötig gewesen.

    Im Mündungsgebiet des Aguera Ibaia

    Langsam komme ich dem Mündungsgebiet des Aguera Ibaia entgegen. Weitläufige ockerfarbene Sandflächen wechseln sich mit fließendem Wasser ab. So wie ein Stück Nordseeküste, eingesäumt in eine tiefgrüne Fels- und Hügellandschaft.

    Wäre ich nicht zu erschöpft, dann würde ich hier sicher ein Dutzend Fotos machen.

    Am Spätnachmittag laufen wir in gebührlichem Abstand ziemlich geplättet in das schöne Dörfchen El Pontarrón del Guriezo ein. Hier spannt sich hoch über dem Dorf eine neue gigantische Autobahnbrücke über das Tal.

    Etwas landeinwärts liegt die Herberge. Das Grundstück grenzt direkt an den romantischen Flusslauf des Aguera Ibaia. Durch ein altes Gartentor gelangt man über ein paar in den Weg hängende Brennnesseln zum Ufer. Trotz Schlamm kann ich mir sehr gut vorstellen, wie schön es hier trocken sein mag. Jetzt nach den Regenfällen gibt jeder Schritt dort hinein ein lustiges Schlürfen von sich.

    Wenn das Shampoo nicht mehr abgeht…

    Leider ist die Herberge seit den letzten Tagen sehr feucht und muffig. In trockenem Zustand ist sie bestimmt durchaus empfehlenswert. Aber heute sind die Matratzen mit der Feuchtigkeit unserer Vorgänger vollgesaugt. Und die Dusche tröpfelt nur kalt vor sich hin. Ich tue gut daran, auf eine Dusche zu verzichten. Jean-Louis hat nämlich gerade seine liebe Mühe, das eifrig aufgetragene Shampoo wieder los zu werden. Und das, was ich da akustisch gerade auf Französisch miterlebe, ist zugegebenermaßen sehr erheiternd. Die Tenside scheinen sich mit den kalten Wassertropfen nicht mehr von seiner Haut lösen zu wollen. Ich muss lachen.

    Voller Schadenfreude, lege ich mich ganz gemütlich im schönen Vorgarten in die Sonne. Nun kommen auch Mark und Sabine an. Wie sie das geschafft haben – keine Ahnung. Wie immer haben sie diese übertriebene Hurrastimmung. Oje, und dann taucht auch noch das sonderbare Ehepaar aus Neuseeland auf. Gibt es die auch noch? Beide haben die Küsten-Eisenbahn bis hierher genommen. Weil Sie vom anderen Ende der Welt kommen, stelle ich mir gerade vor, wie sie auf dem Kopf stehend ankommen. Bei der Vorstellung an den Kopfstand und eine umgekehrte Gravitation entkommt mir ein lautes Lachen. Meine Assoziationen behalte ich aber für mich und so fassen die beiden Neuseeländer mein Lachen als herzliche Begrüßung auf. Passt!

    Kaum angekommen, trotteln – äh trotten sie noch ins Dorf, um in der Bar El Pontarron (mehr ist dort nicht los) das Fußballspiel Neuseeland gegen Italien anzusehen. Das 1:1 muss die beiden geizigen Neuseeländer angestachelt haben. So sehr, dass sie gleich mit mehreren Flaschen Wein in die Herberge zurückkehren. Feiern war wohl geplant. Daraus wird aber nichts.

    Auge um Auge, Stein um Stein. Herrlich!

    Alejandro, ein gedrungener und muskulöser spanischer Extrempilger, meint, ohne dass es die Neuseeländer hören können: Lasst uns alle noch einmal aufbrechen. Oder wollt ihr mit den Neuseeländern feiern? Obwohl er es auf Spanisch sagt, verstehe ich sogar seinen Zynismus zwischen den Zeilen. Wau, was für eine sprachliche Genugtuung. Endlich können wir ihnen die ganze Geizigkeit heimzahlen. Er meint: Die nächste Herberge in Liendo soll schön und neu sein. Und sicher wäre sie auch trocken.

    Ich nehme ihm jedes Wort ab. Alejandro trägt ein blaues Muskelshirt vom Inkatrail. Am Rucksack prangen die passenden Embleme vom Rio Urubamba und dem Machu Picchu in Peru. „Allechandro“ sieht aus wie ein tätowierter Elitesoldat. Klein, glatzköpfig, mit grimmigem Schnauzbart. Aber sehr sympathisch.

    Jean-Louis schläft um diese Zeit schon tief und fest, obwohl lustigerweise die einzigen Sonnenstrahlen im Schlafraum exakt in seine Augen scheinen. Scheiß drauf! Ich wecke ihn jetzt auf. Schlaftrunken und ein wenig missmutig sieht er mich an, und fragt mich auf Spanisch „Qué pasa? Was ist los?“.

    Allez, allez! Wir gehen noch einmal los! Wie unter Befehl packt Jean-Louis sofort seine sieben Sachen zusammen. So wie alle anderen in der Herberge. Die Gruppendynamik löst eine wahre Euphorie aus. Die sicheren Schlafplätze jetzt wieder aufgeben? Eine weitere Etappe wagen?

    Die Kommandoaktion „Liendo“ beginnt. Vorwärts, Marsch, Marsch!

    Vergessen sind die müden Füße. Wer einmal ruht, der geht nicht mehr? Quatsch!

    All meine Bedenken gehen in der überschwänglichen Aufbruchsstimmung völlig unter. Jippie, es geht weiter!

    Die nichtsahnenden Neuseeländer warten mit einem fantasievoll gedeckten Steintisch und viel Wein in stolzer Siegerpose im Vorgarten auf uns. Nun stürmen wir alle gleichzeitig wie eine Sondereinheit mit geschultertem Gepäck aus der Herberge heraus. „Ola, una nueva etapa! Felicitación, bon Camino!“

    Dem Ehepaar bleibt der Wein schier in der Kehle stecken. Offensichtlich hat bereits jeder von uns mit ihnen schon unangenehme Erfahrungen gemacht. Die furchtbare Knauserei rächt sich jetzt. Dass sich alles gegen sie verschworen hat, sprengt sicherlich ihre Vorstellungskraft. Natürlich ist es Mark, der beim Verlassen der Herberge noch einen sarkastischen Schlachtruf absetzt: „Nueva Zelanda-aaaaaaa“. Der Nachhall auf das andere Ende der Welt erheitert mich noch eine ganze Weile beim Aufstieg von Null auf Hundertvierzig.

    Inkatrail führt uns nach Liendo

    In einer traumhaften Spätnachmittagstimmung marschieren wir im militärischen Gleichschritt synchron hinter „Inkatrail“ her, wie wir ihn von jetzt an nennen. Er ist höchstens einen Meter und sechzig, mit der Figur eines Bodybuilders. Sein Gepäck gleicht einer Survival-Ausrüstung für zwei Monate Regenwald. So barbarisch sein Äußeres auch wirkt: Er ist eine sehr einfühlsame und sensible Seele und ich kann mich gut mit ihm unterhalten. Inkatrail, Mark, Sabine, Jean-Louis und ich sind nun für diese kurze Zeit ein Team. Wir wissen, dass sich die Wege bald wieder trennen werden, doch jetzt spornt uns der gemeinsame Streich richtig an.

    Nach einem steilen Anstieg kommen wir dann über eine Autobahnbrücke und sehen für einen kurzen Moment in die Tiefe. Dann geht es mit riesen Schritten weiter nach Liendo.

    Wie aus dem Reservetank scheinen unsere Kräfte zu sprudeln. Kurz vor Liendo empfängt uns ein witziges Verkehrsschild:

    Prohibida La Venta Ambulante Con Megafonías!“

    Schaltet gefälligst eure Sirenen ab! Ihr befindet euch im verträumten Liendo. Macht keinen Lärm, wenn ihr da durchsaust! Wir sind trés amusée, denn was sollte hier schon groß los sein? Natürlich ist es wieder Mark, der uns von hinten her eine Sirene vorheult „O-U-Ihhhhhh“. Ergänzt durch ein „Pobre Nueva Zelanda, armes Neuseeland“.

    Lustige Schatten in Monstergröße

    Die letzten Meter nach Liendo sind große Klasse. Im allerletzten Licht der gerade untergehenden Sonne, sind unsere eigenen Schatten auf Monstergröße angewachsen.

    Die Sonne taucht Liendo extra für uns noch einmal in ein helles orangefarbenes Gegenlicht und zaubert uns eine dunstige Idylle vor die Augen. Wir gehen hinter der Kirche entlang zur Herberge. Und als wir hinter der Kirche wieder hervorkommen, ist die Sonne auch schon in den Bergen verschwunden. Liendo liegt schlagartig im Schatten. Wir haben unser Tagesziel erreicht! Wie immer belohnt mich der Zufall. Oder ist es doch mehr?

    Die neue Herberge ist bezaubernd. Ein liebevoll hergerichtetes Schulhäuslein. Stilvoll und mit einem ganz eigenen Charme.

    „Inkatrail“ erzählt abfällig von den extremen Massenherbergen Camino Francés. Ja, auch er als Spanier hat Kerkeling gelesen. Er hat diesen Jakobsweg letztes Jahr gemacht. Allerdings rückwärts, wie sich herausstellt.

    Unter Pilgerfreunden

    In Liendo sind wir nun unter Pilgerfreunden. Es gibt ein Wiedersehen mit der Italienerin Daniela. Sie hat ebenfalls einen Abstecher mit der Eisenbahn gemacht. Und ein Wiedersehen mit den Spaniern Manu und Jesus. Natürlich nicht der Jesus. Aber er sieht wirklich genau so aus. Abgemagert, schulterlange zottige dunkle Haare, einen Al-Kaida-Bart. Stets nur in Badeschlappen. Und oben ohne laufend. Eigentlich fehlt ihm nur noch ein schweres Holzkreuz.

    „Jesus“ ist mir schon einmal begegnet, als er Ingrid und mich in den Bergen vor Lezama überholte. Eigentlich hätte ich ihn längst viel weiter vermutet. Aber man sieht sich immer wieder, am Jakobsweg.

    „Italien und Spanien“ bekochen uns heute. Zuvor haben sie von jedem vier Euro eingesammelt. Der Gegenwert ist nun ein üppiges mediterranes Küchenerlebnis. Essen und Wein im Überfluss. Manu, ein sympathischer Spanier kommt mir nach dem Wein bekannt vor. Und er denkt ebenfalls, mich irgendwo schon einmal gesehen zu haben.

    Jean-Louis ist langsam erschöpft. Das liegt sicher auch daran, dass er als Franzose nie eine andere Fremdsprache erlernt hatte. Ich unterhalte mich mit ihm auf Französisch, mit Daniela auf Italienisch, mit Sabine auf Englisch, obwohl sie ja eine Deutsche ist. Aber so können auch die anderen etwas von uns verstehen. Überhaupt brauche ich nach den Tagen mit Ingrid mein Deutsch nicht mehr. In der gemütlichen Atmosphäre beginnt es, spät zu werden. Mittlerweile ist es auch schon fast Mitternacht. Zu dieser Zeit schläft ein Pilger normalerweise schon seit ein paar Stunden. Gut, dass wir beide noch die Kurve gekratzt haben. Es war höchste Zeit, dem Wein nun zu entsagen und zu schlafen. Allerdings war es noch laut in der heutigen Nacht.



    (c) Christian Seebauer
    Kuestenweg english excerpt:

    Pobeña – Liendo

    Day 8: 40 km, 1,000 meters in altitude, from the Basque Country to Cantabria via Ontón, El Pontarron del Guriezo.

    Today’s stage will lead me from Pobeña via Castro Urdiales to El Pontarron del Guriezo and then unintentionally to Liendo. 40 kilometers. A hammer stage. Jean-Louis has quickly choked his bread down and wants to go with him.

    For him, the petit déjeuner – his beloved breakfast, the most important meal of the day. But he wants to cling to me.

    Just a stone’s throw from the hostel, steep stone stairs lead through dense forest up to the riverside path. Once at the top, there is a fantastic view. Right behind me is the bay of El Arenal, on the opposite side there are several windmills turning on the rocks in front of me. Otherwise everything is unobstructed here. My path leads to the left. We continue over a couple of steep stone stairs with handrails.

    I still can’t see the coast on my left. First of all, at almost the same height, there is a little up and down stairs to the end of the bay.

    One more last look back at the empty bay of La Arena, which will only come to life in a few hours.

    While La Arena disappears with the next steps, the left side of the coast opens up in front of me. I can see the next village on the horizon. In between, there are rocks that slope down towards the coast, which are always covered with dense meadows at my height. I only see forests in the distance. There a part of the coastal highway runs up as a small strip and then disappears again behind a hill. Otherwise there is nothing here.

    Relaxing and flat along the Atlantic

    My path is about 30 meters above sea level and is relaxing, directly along the open sea. The Way of St. James is laid out here as a nature trail. Far away from me I see several headlands that I will walk through.

    The sky is slightly cloudy. And the coast on the horizon is strangely lit by rays of the sun shining through a cloud hole. It therefore appears much brighter than the rest of the landscape.

    Another half a kilometer separates me from Jean-Louis. We kind of go together and yet each of us has some kind of privacy and enjoys being alone.

    Jean-Louis is sure to be wondering why the Spaniards had to give this wonderful panoramic path an asphalt surface.

    It would be much more pleasant on a natural surface. And even the two cyclists I met here would certainly have accepted a path without a tarred surface. More and more often it comes to my mind that the European Union could once again have squandered money for the “expansion” of the Camino de Santiago. Imagine investing in tar and concrete floor slabs.

    Fantastically beautiful

    Nevertheless: This stage is exceptionally beautiful and very different from anything that has come before. With the suburbs of Bilbao I have largely left the last foothills of the Pyrenees. It is now much flatter, right on the ocean and fantastically beautiful.

    For the spoiled urban population of Bilbao there are even a few wooden fences facing the sea. Yes, that’s exactly how the Germans would have laid out a path. Everything has to be limited and foolproof. And of course warning notices should not be missing. As usual in good old Germany, every small tree, every vantage point and, to put it exaggeratedly, every stone is labeled on this section. But in contrast to Germany, the Spaniards seemed to have run out of pleasure in this ridiculous undertaking after just a few kilometers. Now my Way of St. James is fine again!

    I finally have to keep my eyes open again to find the next yellow marker for the Camino. The concentrated scavenger hunt for arrows starts again. And that’s a lot of fun.

    The route is spectacular. The first headland I saw this morning is now being crossed inland. Once again I look back at the wind turbines in front of La Arena. You are already small.

    The small town of Ontón is well protected in a fjord. Somewhere shortly before, I probably crossed the regional border to Cantabria in the middle of the countryside. Ontón is divided into two halves, which are to the left and right of a small torrent and are picturesquely connected by many small wooden bridges.

    The expropriated Camino de Santiago

    I now urgently need the joie de vivre that I have filled up for the coastal road ahead of me. It is suddenly part of the Camino de Santiago.

    The Camino now runs a few kilometers directly on the country road. In other words: the road has simply incorporated this ancient part of the Camino de Santiago. And have the European Union put up these oversized signs for the Way of St. James as if to mock pilgrims.

    I’m just bumping into Mark and Sabine on the street.

    Mark is still limping. And now three to four ibuprofen pain pills are part of his daily ration. Only the roar in connection with beer seems to enable him to go. Sabine has also been killing herself off her joint pain with painkillers for days.

    Jean-Louis is suddenly back and greets Mark loudly from behind with “Bonjouuuur Ibüprüfenö”

    Jean-Louis is just right for me now. We let the others go and leisurely walk up the road. The asphalt is just as bad for us as the other two.

    Although my French is not really revealed at this point in time, we are amused by the two pilgrims who are chemically separated from their “I”. My French teacher from old school should hear that now. That’s how French works. At the latest when you can make fun of others, you know that the language isn’t working as badly as it would have you believe in school. The two of them are hardly mocked and gone.

    Get into the fall line!

    Jean-Louis and I suddenly feel as if we are directly wired to one another. From the highest point of the road we see how it meanders down in many confusing serpentines. Mark and Sabine must be stuck somewhere down there now.

    Jean-Louis and I get the same idea in a flash. It comes over us like childish arrogance. “Qu’est ce que tu pense? – What do you think? ”Asks Jean-Louis with a big grin. I answer him with a convinced “siiiii”, which of course is not French. But even without talking, you can easily tell when the other person has the same idea at that very moment!

    “We’ll show them!”

    Without any further fine-tuning of the language, Jean-Louis and I swing over the double guardrails at the same time as the battle cry “Ola” in order to go straight into the fall line. What a crazy feeling! Rattling stones. Full speed, tunnel vision straight ahead. Down in speed.

    In a matter of seconds, something like total flow has set in. A state that runs in slow motion and in which everything happens as if in a trance.

    My old reflexes from childhood are instantly present.

    I grew up in Prien am Chiemsee and my parents were constantly out and about with me and my brother Andy in the Bavarian Alps. Running down together in Karfeldern, in short a gravel field, has always been one of the greatest joys of every mountain tour. And apparently I still have that in my blood.

    Jean-Louis comes from Haute-Savoie, which is dominated by the Montblanc Group in the southeast. Apparently he has the same reflexes ready. He is also a paraglider and knows the spurt into the abyss only too well. Oh yes, we can!

    The rubble patters below us and happiness hormones race through our veins.

    Such steep slopes cannot be overcome slowly or fearfully with tilted feet. Then you would immediately break your ankle and tear all tendons. The fall line only works if you boldly lie forward with your luggage.

    Feet straight out. Full throttle into the fall line. So you always have enough speed to use the momentum to jump into the air at the slightest sign of an ankle twist instead of tearing the ligaments. Here the feet can sort themselves again and have a second chance the next time they hit the ground. If the next step doesn’t work out again, it’s just a matter of taking off again. And if things still don’t go well: do not brake under any circumstances. Better to risk a few rolls forward!

    If I had thought about only wearing (sturdy) sandals, I would never have run off in my life. But somehow I seem to be missing my “rain cloud”, which would normally have brought me to my senses. Aja, reason. I would never have come to the Camino de Santiago with her.

    With every touch of our feet we encounter a small stone avalanche in front of us. Exuberance is rarely good? Bullshit. Exuberance is a wonderful feeling that I should have again much more often!

    Exuberance is simply good!

     

    Running in the fall line, of course I cannot and must not really recommend that to any pilgrim. There is far too great a risk that the Camino de Santiago could end here unexpectedly. Still, it was great fun and it went well. The usual “what-if” thinking is increasingly giving way to the “I don’t care decision” on the Camino de Santiago. And this decision not only prevents further brooding: it transports me directly into the present, into the glorious moment of the event. And he allows me to feel as I am again, or as I was once again.

    We destroyed a good two hundred vertical meters – and that’s not all that small, with our stone run. A physicist would have said dryly: Positional energy has been transformed into pure kinetic energy.

    Pure joy of life

    In addition, it had also transformed into pure life energy. What will Mark and Sabine think when they discover us around the next bend down here? But you just can’t get around the bend and we happily continue downhill towards Castro Urdiales. I can see the impressive Santa Ana fortress from afar. First it goes down to sea level.

    A small footpath leads through dense pine trees down to the offshore and quite lonely bay of Playa de Dicido, the “December beach”. You can definitely go swimming here in summer.

    Once again it goes steeply up to a hill that separates us from the suburbs of Castro Urdiales. Here, too, we follow a bold footpath in the middle of the countryside.

    In Castro Urdiales we come across the beach promenade. Here I take the direct route across the beach, while Jean-Louis prefers solid ground under him.

    The playful harbor town with a good 30,000 inhabitants and twice as many holidaymakers is just beautiful.

    Jean-Louis and I take a few photos at the pier. Here a fisherman has spread out his red net to dry. As everywhere in the world, the church of Santa Maria is also in Castro Urdiales at the most beautiful viewpoint. At the end of the city it is visible from afar. It was built on a cliff like a lighthouse.

    First to church

    We respectfully remove our luggage. I am a little ashamed of the shorts, but I hope that the servants will have a disadvantage with a pilgrim. And that’s exactly how it happens. A young man of God named Diego asks me to go to the sacristy to put a stamp on my pilgrimage ID. It is the most beautiful stamp that I have so far on my pilgrim pass, the credential.

    My shorts don’t bother him any more than my backpack, which I carry with my hands in front of me in church.

    Then Diego leads me through the dark nave. He explained the ten stations of Jesus Christ to me with flaming enthusiasm. The Way of the Cross, that is how the last Passion of Jesus Christ to the crucifixion is called, is as always extremely dark and cruel. In the first picture, Jesus is sentenced to death. “Pontius Pilate said to them: Then what should I do with Jesus, who is called the Messiah? Then they all shouted: On the cross with him! “[9]

    Then Jesus takes the cross on his shoulders. And he collapses three times under the weight of the cross. Eventually he is stripped of his clothes and crucified. INRI, these are the first letters of the derisive name Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum, Jesus of Nazareth, King of the Jews.

    The pictures do not reveal anything about the further way to heaven and I ask myself, why is there nothing more positive? If I had been the painter or the client myself, I would have added a few more stations that also awaken a little hope and show that nothing in life is free!

    After the privately guided Stations of the Cross, I take a seat, as always, in one of the rearmost right-hand benches. But this time, too, I dare to move a few rows forward. I kneel down and sink into my thoughts. Is my pilgrimage a religious journey? Does it have a spiritual meaning? Am i looking for god? Will I get answers and insights?

    I dont know. But I get involved and want to find out what the path will bring me. Just being in a dark, awe-inspiring church is a moving moment either way.

    In a wall to the left of the exit, pilgrims deposit various personal items that are supposed to remain here and open up access to a spiritual world. I, too, now part with a beloved object, which I very carefully place through the forged bars in its designated place. Whatever this ritual would bring me, I just do it.

    It takes my pupils a few seconds to get used to the bright light outdoors. In front of me is a professional beggar who, unlike me, is dressed in branded clothing and expensive Ray Ben sunglasses. He wants something quite aggressive from me on the pity tour.

    I say to him in Spanish: “Tell me something about yourself and your fate”. The answer is promptly an English “Fuck You”. Jean-Louis, who is also stepping out of the church, replies his Fuck You by lovingly placing an arm on his shoulder and wishing him a “bon camino, mon ami”. Now he has fallen silent.

    In all honesty, I really want to move on to more mundane things now because I’m hungry as a bear. It’s Sunday noon.

    Paella – who can afford it!

    A few stone steps away from Santa Maria we sit down to eat something. In a real eatery. Of course we don’t dare to go inside with our clothes, but outside in the open almost everything is free. That’s fine with the waiter.

    We’re still cocky. Because it is Sunday, Jean-Louis of course has a suitable excuse for the not entirely appropriate food: “Seulement une exception – just an exception”. I can feel that he is really, really really hungry and today, just like me, would like to treat himself to something. At the next table an English tourist couple eats a paella and we order that too.

    However, in pairs and without looking for the price in the menu. Can’t cost that much, a little rice with stuff in it? It is and will be the first and last paella ordered on the entire Camino de Santiago. The bill for a plate of paella is a salted 22 (!) Euros. And we don’t even get really full. Jean-Louis would like to save drastically over the next few days so as not to blow his budget.

    We don’t have meat anymore. And the waiter, who has already done his business, no longer offers us coffee either. I guess he’s happy to let us move on.

    Already 1,500 kilometers on your feet!

    As I walk on, Jean-Louis tells me little about his Camino. For the first time. Jean-Louis has already started in Chambery, his home parish in France. He has already covered 1,500 kilometers on foot. He doesn’t want to talk to me about the reasons that led him to the Camino. Not yet?

    Just outside of Castro Urdiales I have to wait for Jean-Louis. He slowed down significantly after eating. When he stomps towards me on the grass-green cliffs, I have the idea to paint this scene at some point.

    Jean-Louis in the center of the picture, under his feet a narrow path, surrounded by dry grass. Behind him lies the calm, steel-blue sea. Colors as rich as can only be seen after a lot of rain. Every step, every movement is deeply imprinted. I also study the background intensively. It is now infinitely far away. The La Arena wind turbines can only be guessed at in the light haze in the distance. You can no longer see them properly. I try to memorize the colors very precisely. And I watch carefully the shadow that runs ahead of Jean-Louis with every step. A quick line sketch in my diary will hopefully preserve these impressions. At some point I would like to use the sketch to make an oil painting.

    In the meantime, Mark and Sabine have surely taken the merciless detour along the coastal road. They are not concerned with the soul of the path. You are driven by the navigation system and obsessed with the shortest connection.

    An absurd backdrop now presents itself because the Way of St. James lands right now on the soulless coastal road. Tied to a sign of the Way of St. James for motorists (warning of pilgrims), a donkey waits for the last apple Jean-Louis has with him. The donkey behind the guardrail does not beg. He’s just there and now seems to be enjoying every bite.

    The rest of the route reminds me of a hot American highway that has paved its way with explosives in a straight line through all the ups and downs. Asphalt is a pilgrim’s greatest enemy. The air above the surface shimmers into the innermost regions of the brain. That feeling is grueling. You get the impression of not making any progress. The cars are still reflected in the hot air in the distance before the shimmering back there completely swallowed up. How far away can that be? With the streaks of the heated air layer I get a foretaste of the vastness that lies ahead of me. Inevitably I equate myself with snails and ants when cars zoom by.

    Nonetheless, I think to myself, I’m sure I’ll be further on foot than many normal motorists cover when they zoom past me. My feet have already carried me a good two hundred kilometers. There are still 651 kilometers to Santiago de Compostela. Without detours.

    Don’t count backwards. Live!

    For the first time, I now get a feel for the route and the time conditions. But I won’t start counting backwards. That’s stupid.

    The nonsense of counting days backwards became clear to me for the first time in the Bundeswehr. But it starts much earlier in life. How many years until the 10th birthday. Good: This question is childlike and also completely normal. How many more years until I’m finally out of school? Well, this is where things start to get stupid. Because what comes after school? Will everything get better in life then? And what’s the point if you then start counting again – backwards, mind you? 50 days left with the Bundeswehr? By fixating on the countdown, you lose the most valuable thing you have: the moment! You don’t settle down in the here and now. Rather, you are waiting for the expiration date!

    What’s next countdown? Correct: How many more years until you retire? Great, what then? Then what is the question?

    How many days did I count back instead of living them?

    Counting kilometers backwards seems just as absurd to me. I go ahead Point. Let’s see where I arrive today.

    The wrong side of the road

    The left strip of the expressway marked with a continuous white line is intended to ingratiate us with the Camino de Santiago according to the plans of the government. But that doesn’t interest drivers. In Spain, until recently, it was not common for pedestrians to walk in the opposite direction. Only German know-it-alls did that. Some truck drivers are still trying to “teach us better” today by clearly making fun of driving past us very closely and honking the horn. Jean-Louis has already brushed a few trucks with his stick, but they are completely unimpressed. Then we whistle on the left side and go right again. No matter who or what is approaching from behind. We have peace again.

    The heat of the pitch black asphalt pavement makes me angry. It feels like I’m on the go with my mp3 player and techno beats. My sandals are not good companions on this inhuman surface. Every damn step goes right forward to my pain center. I’m starting to curse the way. Jean-Louis has not spoken a single word to me for a long time. He is completely silent. There is no expression on his face. Inwardly, he seems to be muttering some mantras to himself. We keep our distance again. Better that way, because the asphalt sucks our strength and psyche extremely. And I certainly don’t want to argue with Jean-Louis. Everyone is alone here. And everyone has to deal with it for themselves. Another kind of test that this monotonous section on the road brings me.

    Looking at a goal is… nonsensical!

    I notice that I am suddenly as bitter as I usually do at work. For half an hour I have been fixing the end of the horizon where I see a mast. He’s not getting any closer. But I don’t take my eyes off him anymore. I stare at him doggedly. This stubborn and defiant fixing of a point, however, suspects an inner strength that takes me further and further. Attack! The longer I stare at the point, the more my field of vision narrows and the constantly same steps put me back into a trance state. I can feel my hands clenched into fists and the sweat constantly rolling off my face. It is like being in the sauna, if you have previously bet that you will stay on the top bench for twenty minutes. The hourglass would seem to trickle for an eternity and then it’s halfway through. Turn around and go on.

    No, I don’t want to let go of the mast over there. I want to reach this point as quickly as possible and leave it behind me. Unintentionally, I’m getting faster. Jean-Louis, who is now far behind me, is also getting faster. The distance remains the same.

    Every few hundred meters there are larger-than-life Camino de Santiago warning signs on the road. Everything in the look of an overpowering “European road traffic regulation”. How high can the subsidies from Europe be? Unfortunately, the price tag is not next to it this time. So a smaller project. Jean-Louis is now making fun of the “Sarkozy et Merkääl” axis. C’est fou – It’s all crazy, ”he says.

    As if to redemption, there is a section before the horizon that leads us through nature. So unfortunately I won’t be able to reach the mast in the distance. It always turns out differently! Thank God! For that I suddenly become happy again. In a small village we both sit on a stone bench on the north side of a small church. There is a refreshing fountain with drinking water here.

    The village, whose name I do not know, is pure relaxation. I don’t see a single car here. At a distance two children are walking around in a meadow. And next to the stone bench in the front building of the church, the door opens. It’s the village pastor. He waves to us briefly, as if he has just blessed us and then he gets into an old Citroen and speeds away. We too are setting off again.

    It may be 6 kilometers to El Pontarron de Guriezo, but today every damn kilometer seems like a light year to me. After a short time we come across the expressway, which from now on is again called the Way of St. James. And immediately we both keep our distance again. Every man for himself.

    The last stretch to Guriezo is scenic – for a driver! For a pilgrim, the route is just “hard”. On my right, a beautiful, but deserted beach has accompanied me for two kilometers. There are a few anglers here and every now and then a camper stands around. Although I am in the middle of the N634 national road, hardly a car comes past. The traffic takes place almost exclusively high up on the new E-70. Thank you EU, would not have been necessary.

    At the mouth of the Aguera Ibaia

    I am slowly approaching the mouth of the Aguera Ibaia. Extensive ocher-colored sand areas alternate with running water. Just like a piece of the North Sea coast, fringed in a deep green rocky and hilly landscape.

    If I wasn’t too exhausted, I would certainly take a dozen photos here.

    In the late afternoon we run into the beautiful village of El Pontarrón del Guriezo at a reasonable distance. A new gigantic motorway bridge spans the valley high above the village.

    The hostel is a little inland. The property borders directly on the romantic course of the Aguera Ibaia. An old garden gate leads to the shore via a couple of nettles hanging in the path. Despite the mud, I can very well imagine how nice it can be dry here. Now after the rains, every step in there gives off a funny slurp.

    When the shampoo doesn’t come off …

    Unfortunately the hostel has been very damp and musty for the last few days. When dry, it is definitely recommendable. But today the mattresses are soaked with the moisture of our predecessors. And the shower just drips cold. I would do well not to take a shower. Jean-Louis is currently having a hard time getting rid of the shampoo that has been eagerly applied. And what I’m witnessing acoustically in French is admittedly very amusing. The tensides no longer seem to want to detach themselves from his skin with the cold water droplets. I have to laugh.

    Full of glee, I lie comfortably in the sun in the beautiful front yard. Now Mark and Sabine arrive too. How they did it – I don’t know. As always, they have this exaggerated whoring mood. Oh dear, and then the strange couple from New Zealand show up. Do they still exist? Both have taken the coastal railway this far. Because you come from the other end of the world, I just imagine how you will arrive upside down. A loud laugh escapes me at the thought of the headstand and reverse gravity. But I keep my associations to myself and so the two New Zealanders take my laugh as a warm greeting. Fits!

    As soon as they got there, they jerk off – uh, they trot into the village to watch the football match New Zealand versus Italy in the bar El Pontarron (that’s all there is). The 1: 1 must have spurred the two stingy New Zealanders. So much so that they return to the hostel with several bottles of wine. Celebration was probably planned. But nothing will come of it.

    An eye for an eye, a stone for a stone. Lovely!

    Alejandro, a stocky and muscular Spanish extreme pilgrim, says, without the New Zealanders being able to hear: let’s all set off again. Or do you want to celebrate with the New Zealanders? Even though he says it in Spanish, I even understand his cynicism between the lines. Wow, what a linguistic satisfaction. We can finally pay them back for all their stinginess. He says: The next hostel in Liendo should be nice and new. And it would certainly be dry too.

    I take every word from him. Alejandro is wearing a blue tank top from the Inca Trail. The matching emblems of the Rio Urubamba and Machu Picchu in Peru are emblazoned on the backpack. “Allechandro” looks like a tattooed elite soldier. Small, bald, with a grim mustache. But very personable.

    Jean-Louis is already sleeping soundly at this time, although, funnily enough, the only rays of the sun in the bedroom shine exactly into his eyes. Fuck it all! I’m waking him up now. Drowsy and a little disgruntled, he looks at me and asks me in Spanish “Qué pasa? What’s happening?”.

    Allez, allez! We’re going again! As if under orders, Jean-Louis immediately packs up his seven things. Just like everyone else in the hostel. The group dynamics trigger a real euphoria. Now give up the safe sleeping places again? Dare to go another stage?

    The command action “Liendo” begins. Forward, march, march!

    The tired feet are forgotten. Whoever rests once does not walk anymore? Nonsense!

    All my concerns are completely drowned out in the exuberant atmosphere of optimism. Jippie, it goes on!

    The unsuspecting New Zealanders are waiting for us in the front garden with an imaginatively set stone table and lots of wine in a proud victory pose. Now we all storm out of the hostel at the same time like a special unit with shouldered luggage. “Ola, una nueva etapa! Felicitación, bon Camino! ”

    The wine is stuck in the throat of the couple. Obviously, each of us has had unpleasant experiences with them. The terrible sting is now taking revenge. That everything has conspired against her surely blows her imagination. Of course, it is Mark who leaves the hostel with a sarcastic battle cry: “Nueva Zelanda-aaaaaaa”. The reverberation of the other end of the world amused me for quite a while as I climb from zero to one hundred and forty.

    Inca trail leads us to Liendo

    In a dreamlike late afternoon mood, we march in military lockstep synchronously behind “Inkatrail”, as we will call it from now on. He’s six feet at most, with the shape of a bodybuilder. His luggage is like survival equipment for two months of rainforest. As barbaric as his appearance may seem: He is a very empathetic and sensitive soul and I can talk to him well. Inkatrail, Mark, Sabine, Jean-Louis and I are now a team for this short time. We know that the paths will soon part again, but now the common prank really spurs us on.

    After a steep ascent we come over a motorway bridge and look down for a brief moment. Then it goes on with giant steps to Liendo.

    Our strength seems to be gushing out of the reserve tank. Shortly before Liendo a funny traffic sign greets us:

    Prohibida La Venta Ambulante Con Megafonías!”

    Turn off your sirens! You are in the dreamy liendo. Don’t make any noise when you’re rushing through there! We are trés amusée, because what should be going on here? Of course it’s Mark again who howls a siren from behind us “OU-Ihhhhhh”. Supplemented by a “Pobre Nueva Zelanda, poor New Zealand”.

    Funny monster-sized shadows

    The last meters to Liendo are great. In the very last light of the setting sun, our own shadows have grown to monster size.

    The sun bathes Liendo in a bright orange backlight especially for us and conjures up a hazy idyll in front of our eyes. We walk behind the church to the hostel. And when we come out from behind the church, the sun has already disappeared in the mountains. Liendo is suddenly in the shade. We achieved our goal for the day! As always, chance rewards me. Or is it more?

    The new hostel is adorable. A lovingly prepared schoolhouse. Stylish and with its very own charm.

    “Inkatrail” tells disparagingly about the extreme mass hostels Camino Francés. Yes, as a Spaniard he has also read Kerkeling. He did this Camino de Santiago last year. However, backwards, as it turns out.

    Among pilgrim friends

    In Liendo we are now among pilgrim friends. There is a reunion with the Italian Daniela. She also made a detour by train. And a reunion with the Spaniards Manu and Jesus. Of course not Jesus. But it really looks exactly like that. Emaciated, shoulder-length shaggy dark hair, an Al Qaeda beard. Always only in slippers. And running topless. The only thing missing is a heavy wooden cross.

    I already met “Jesus” when he passed Ingrid and me in the mountains outside Lezama. Actually, I would have suspected him much further a long time ago. But you see each other again and again on the Camino de Santiago.

    “Italy and Spain” cook for us today. Before that, they collected four euros from each. The equivalent is now a sumptuous Mediterranean kitchen experience. Food and wine in abundance. Manu, a sympathetic Spaniard, looks familiar to me after the wine. And he also thinks he’s seen me somewhere before.

    Jean-Louis is getting tired. This is certainly also due to the fact that, as a Frenchman, he had never learned another foreign language. I talk to him in French, with Daniela in Italian, with Sabine in English, although she is German. But this is how others can understand something about us. After the days with Ingrid, I don’t need my German anymore. It starts to get late in the cozy atmosphere. It’s almost midnight by now. By this time, a pilgrim has usually been asleep for a few hours. It’s good that we both still scratched the curve. It was high time to renounce the wine and go to sleep. However, it was still noisy tonight.



    (c) Christian Seebauer
    Kuestenweg france excerpt:

    Pobeña – Liendo

    Jour 8: 40 km, 1000 mètres d’altitude, du Pays Basque à la Cantabrie via Ontón, El Pontarron del Guriezo.

    L’étape d’aujourd’hui me conduira de Pobeña via Castro Urdiales à El Pontarron del Guriezo, puis involontairement à Liendo. 40 kilomètres. Une étape de marteau. Jean-Louis a rapidement étouffé son pain et veut l’accompagner.

    Pour lui, le petit déjeuner est son petit déjeuner bien-aimé, le repas le plus important de la journée. Mais il veut s’accrocher à moi.

    À deux pas de l’auberge, des escaliers en pierre raides mènent à travers une forêt dense jusqu’au sentier au bord de la rivière. Une fois au sommet, il y a une vue fantastique. Juste derrière moi se trouve maintenant la baie d’El Arenal, de l’autre côté il y a plusieurs éoliennes qui tournent sur les rochers devant moi. Sinon, tout n’est pas obstrué ici. Mon chemin mène à gauche. Nous continuons sur quelques escaliers en pierre raides avec des mains courantes.

    Je ne vois pas encore la côte sur ma gauche. Tout d’abord, à presque la même hauteur, il y a un peu en haut et en bas jusqu’au bout de la baie.

    Encore un dernier regard sur la baie vide de La Arena, qui ne prendra vie que dans quelques heures.

    Alors que La Arena disparaît avec les prochaines étapes, le côté gauche de la côte s’ouvre devant moi. Je peux voir le prochain village à l’horizon. Entre les deux, il y a des rochers qui descendent vers la côte, toujours recouverts de prairies denses à ma hauteur. Je ne vois que des forêts au loin. Là, une partie de la route côtière monte comme une petite bande puis disparaît à nouveau derrière une colline. Sinon, il n’y a rien ici.

    Détente et plat le long de l’Atlantique

    Mon chemin est à environ 30 mètres au-dessus du sol, reposant et plat, juste à côté de la mer ouverte. Le Chemin de Saint-Jacques est ici aménagé en sentier nature. Loin de moi, je vois plusieurs promontoires que je traverserai.

    Le ciel est légèrement nuageux. Et la côte à l’horizon est étrangement éclairée par les rayons du soleil qui brillent à travers un trou nuageux. Il apparaît donc beaucoup plus lumineux que le reste du paysage.

    Encore un demi-kilomètre me sépare de Jean-Louis. Nous allons en quelque sorte ensemble et pourtant chacun de nous a une sorte d’intimité et aime être seul.

    Jean-Louis se demande sûrement pourquoi les Espagnols ont dû donner à ce magnifique sentier panoramique une surface asphaltée.

    Ce serait beaucoup plus agréable sur une surface naturelle. Et même les deux cyclistes que j’ai rencontrés ici auraient certainement accepté un chemin sans surface goudronnée. De plus en plus souvent, je pense que l’Union européenne aurait pu une fois de plus gaspiller de l’argent pour «l’extension» du Camino de Santiago. Imaginez investir dans des dalles de sol en goudron et en béton.

    Fantastiquement belle

    Néanmoins: cette étape est d’une beauté exceptionnelle et très différente de tout ce qui s’est passé auparavant. Avec la banlieue de Bilbao j’ai en grande partie quitté les derniers contreforts des Pyrénées. Il est maintenant beaucoup plus plat, directement sur l’océan et d’une beauté fantastique.

    Pour la population urbaine gâtée de Bilbao, il y a même quelques clôtures en bois face à la mer. Oui, c’est exactement ainsi que les Allemands auraient tracé un chemin. Tout doit être limité et infaillible. Et bien sûr, les avertissements ne devraient pas manquer. Comme d’habitude dans la bonne vieille Allemagne, chaque petit arbre, chaque point de vue et, pour le dire exagérément, chaque pierre est étiquetée sur cette section. Mais contrairement à l’Allemagne, les Espagnols semblent avoir manqué de plaisir dans cette entreprise ridicule après seulement quelques kilomètres. Maintenant, mon chemin de Saint-Jacques est à nouveau bien!

    Je dois enfin garder les yeux ouverts pour trouver le prochain marqueur jaune pour le Camino. La chasse au trésor concentrée pour les flèches recommence. Et c’est très amusant.

    Le parcours est spectaculaire. Le premier promontoire que j’ai vu ce matin est maintenant traversé à l’intérieur des terres. Encore une fois, je regarde les éoliennes devant La Arena. Vous êtes déjà petit.

    La petite ville d’Ontón est bien protégée dans un fjord. Quelque part peu de temps auparavant, j’ai probablement traversé la frontière régionale vers la Cantabrie en pleine campagne. Ontón est divisé en deux moitiés, qui sont à gauche et à droite d’un petit torrent et sont reliées de façon pittoresque par de nombreux petits ponts en bois.

    Le Camino de Santiago exproprié

    J’ai maintenant un besoin urgent de la joie de vivre que j’ai comblée pour la route côtière devant moi. Il fait maintenant soudainement partie du Camino de Santiago.

    Le Camino s’étend maintenant sur quelques kilomètres directement sur la route de campagne. En d’autres termes: la route a simplement incorporé cette partie ancienne du Camino de Santiago. Et que l’Union européenne affiche ces enseignes surdimensionnées du chemin de Saint-Jacques comme pour se moquer des pèlerins.

    Je rencontre Mark et Sabine dans la rue.

    Mark boit toujours. Et maintenant, trois à quatre analgésiques à base d’ibuprofène font partie de sa ration quotidienne. Seul le rugissement lié à la bière semble lui permettre de partir. Sabine se suicide également de ses douleurs articulaires avec des analgésiques depuis des jours.

    Jean-Louis est soudainement de retour et salue Mark bruyamment par derrière avec “Bonjouuuur Ibüprüfenö”

    Jean-Louis est juste pour moi maintenant. Nous laissons aller les autres et remontons tranquillement la route. L’asphalte est tout aussi mauvais pour nous que les deux autres.

    Bien que mon français n’ait pas vraiment été révélé à ce stade, nous sommes amusés par les deux pèlerins qui sont chimiquement séparés de leur «je». Mon professeur de français de la vieille école devrait entendre ça maintenant. C’est comme ça que le français fonctionne. Au plus tard, quand vous pouvez vous moquer des autres, vous savez que la langue ne fonctionne pas aussi mal qu’elle vous ferait croire à l’école. Les deux sont à peine moqués et partis.

    Entrez dans la ligne de chute!

    Jean-Louis et moi avons soudainement l’impression que nous sommes directement connectés ensemble. Du point le plus élevé de la route, nous voyons comment elle serpente dans de nombreuses serpentines déroutantes. Mark et Sabine doivent être coincés quelque part là-bas maintenant.

    Jean-Louis et moi avons la même idée en un éclair. Cela nous envahit comme une arrogance enfantine. «Qu’est-ce que tu pense? – Que pensez-vous? »Me demande Jean-Louis avec un grand sourire. Je lui réponds par un “siiiii” convaincu, qui bien sûr n’est pas français. Mais même sans parler, vous pouvez facilement dire quand l’autre personne a la même idée à ce moment précis!

    “Nous leur montrerons!”

    Sans plus peaufiner le langage, Jean-Louis et moi nous balançons sur les doubles garde-corps en même temps que le cri de guerre «Ola» pour aller droit dans la ligne de pente. Quelle sensation folle! Des pierres qui claquent. Pleine vitesse, vision tunnel tout droit. Descendre à toute vitesse.

    En quelques secondes, quelque chose comme le flux total s’est installé. Un état qui tourne au ralenti et dans lequel tout se passe comme en transe.

    Mes vieux réflexes d’enfance sont soudainement présents.

    J’ai grandi à Prien am Chiemsee et mes parents étaient constamment en déplacement avec moi et mon frère Andy dans les Alpes bavaroises. Descendre ensemble à Karfeldern, bref un champ de gravier, a toujours été l’une des plus grandes joies de chaque randonnée en montagne. Et apparemment, j’ai toujours ça dans le sang.

    Jean-Louis est originaire de la Haute-Savoie, dominée par le Groupe Montblanc au sud-est. Apparemment, il a les mêmes réflexes prêts. Il est également parapentiste et ne connaît que trop bien la poussée dans l’abîme. Oh oui, nous pouvons!

    Les gravats crépitent sous nous et les hormones du bonheur parcourent nos veines.

    De telles pentes raides ne peuvent pas être surmontées lentement ou avec peur avec les pieds inclinés. Ensuite, vous vous briseriez immédiatement la cheville et déchiriez tous les tendons. La ligne de pente ne fonctionne que si vous vous allongez audacieusement avec vos bagages.

    Les pieds tout droit. Plein régime dans la ligne de pente. Vous avez donc toujours assez de vitesse pour utiliser l’élan pour sauter dans les airs au moindre signe de torsion de la cheville au lieu de déchirer les ligaments. Ici, les pieds peuvent à nouveau se trier et avoir une seconde chance la prochaine fois qu’ils entrent en contact avec le sol. Si la prochaine étape ne fonctionne pas à nouveau, c’est juste une question de repartir. Et si les choses ne vont toujours pas bien, ne freinez en aucun cas. Mieux vaut risquer quelques roulades en avant!

    Si j’avais pensé à ne porter que des sandales (robustes), je ne me serais jamais enfuie de ma vie. Mais d’une manière ou d’une autre, il me semble manquer mon “nuage de pluie”, qui m’aurait normalement ramené à la raison. Aja, raison. Je ne serais jamais venu au Camino de Santiago avec elle.

    À chaque contact de nos pieds, nous rencontrons une petite avalanche de pierres devant nous. L’exubérance est rarement bonne? Connerie. L’exubérance est une sensation merveilleuse que j’aurais dû ressentir beaucoup plus souvent!

    L’exubérance est tout simplement bonne!

     

    Courir dans la ligne de pente, bien sûr, je ne peux et ne devrais pas vraiment recommander cela à aucun pèlerin. Le risque que le Camino de Santiago se termine ici de manière inattendue est bien trop grand. Pourtant, c’était très amusant et ça s’est bien passé. La pensée habituelle du «et si» cède de plus en plus la place à la décision «Je m’en fous» sur le Camino de Santiago. Et cette décision n’empêche pas seulement de continuer à réfléchir: elle me transporte directement dans le présent, dans le moment glorieux de l’événement. Et il me permet de me sentir à nouveau comme je suis, ou comme j’étais à nouveau.

    Nous avons détruit deux cents mètres verticaux – et ce n’est pas si petit que ça, avec notre piste de pierre. Un physicien aurait dit sèchement: l’énergie de position a été transformée en énergie cinétique pure.

    Pure joie de vivre

    De plus, il s’était également transformé en énergie vitale pure. Que penseront Mark et Sabine lorsqu’ils nous découvriront au prochain virage ici? Mais vous ne pouvez tout simplement pas contourner le virage et nous continuons avec plaisir la descente vers Castro Urdiales. Je peux voir de loin l’impressionnante forteresse de Santa Ana. Tout d’abord, il descend au niveau de la mer.

    Un petit sentier mène à travers des pins denses jusqu’à la baie au large et assez solitaire de Playa de Dicido, la “plage de décembre”. Vous pouvez certainement aller nager ici en été.

    Encore une fois, il monte en flèche vers une colline qui nous sépare de la banlieue de Castro Urdiales. Ici aussi, nous suivons un sentier audacieux au milieu de la campagne.

    À Castro Urdiales, nous rencontrons la promenade de la plage. Ici, je prends la route directe à travers la plage, tandis que Jean-Louis préfère la terre ferme sous lui.

    La ville portuaire ludique avec 30 000 habitants et deux fois plus de vacanciers est tout simplement magnifique.

    Jean-Louis et moi prenons quelques photos à l’embarcadère. Ici, un pêcheur a étalé son filet rouge pour sécher. Comme partout dans le monde, l’église de Santa Maria se trouve également à Castro Urdiales au plus beau point de vue. Au bout de la ville, il est visible de loin. Il a été construit sur une falaise comme un phare.

    D’abord à l’église

    Nous retirons respectueusement nos bagages. J’ai un peu honte du short, mais j’espère que les serviteurs auront un désavantage avec un pèlerin. Et c’est exactement comme ça que ça se passe. Un jeune homme de Dieu nommé Diego me demande d’aller à la sacristie pour apposer un tampon sur ma carte de pèlerinage. C’est le plus beau cachet que j’ai jusqu’à présent sur mon laissez-passer de pèlerin, la lettre de créance.

    Mon short ne le dérange pas plus que mon sac à dos, que je porte les mains devant moi à l’église.

    Puis Diego me conduit à travers la nef sombre. Il m’a expliqué les dix stations de Jésus-Christ avec un enthousiasme enflammé. Le Chemin de Croix, c’est ainsi que s’appelle la dernière Passion de Jésus-Christ jusqu’à la crucifixion, est montré comme toujours extrêmement sombre et cruel. Dans la première image, Jésus est condamné à mort. «Ponce Pilate leur dit: Que dois-je donc faire de Jésus, qui est appelé le Messie? Puis ils ont tous crié: Sur la croix avec lui! “[9]

    Puis Jésus prend la croix sur ses épaules. Et il s’effondre trois fois sous le poids de la croix. Finalement, il est dépouillé de ses vêtements et crucifié. INRI, ce sont les premières lettres du nom dérisoire Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum, Jésus de Nazareth, roi des Juifs.

    Les images ne révèlent rien sur le chemin vers le paradis et je me demande pourquoi n’y a-t-il rien de plus positif? Si j’avais été moi-même le peintre ou le client, j’aurais ajouté quelques stations de plus qui éveillent aussi un peu d’espoir et montrent que rien dans la vie n’est gratuit!

    Après le chemin de croix guidé en privé, je prends place, comme toujours, sur l’un des bancs les plus en arrière à droite. Mais cette fois aussi, j’ose avancer de quelques rangs. Je m’agenouille et plonge dans mes pensées. Mon pèlerinage est-il un voyage religieux? A-t-il une signification spirituelle? Suis-je à la recherche de Dieu? Vais-je obtenir des réponses et des idées?

    Je ne sais pas. Mais je m’implique et je veux savoir ce que le chemin m’apportera. Le simple fait d’être dans une église sombre et impressionnante est un moment émouvant de toute façon.

    Dans un mur à gauche de la sortie, les pèlerins déposent divers objets personnels qui sont censés rester ici et ouvrent l’accès à un monde spirituel. Moi aussi, je me sépare maintenant d’un objet bien-aimé, que je place très soigneusement à travers les barres forgées à sa place désignée. Peu importe ce que ce rituel m’apporterait, je le fais simplement.

    Il faut quelques secondes à mes élèves pour s’habituer à la lumière vive de l’extérieur. Devant moi se tient un mendiant professionnel qui, contrairement à moi, est vêtu de vêtements de marque et de lunettes de soleil Ray Ben chères. Il veut quelque chose d’assez agressif de ma part lors de la tournée de pitié.

    Je lui dis en espagnol: “Parlez-moi de vous et de votre destin”. La réponse est rapidement un “Fuck You” anglais. Jean-Louis, qui sort également de l’église, répond à son Fuck You en posant amoureusement un bras sur son épaule et en lui souhaitant un “bon camino, mon ami”. Maintenant, il est devenu silencieux.

    En toute honnêteté, je veux vraiment passer à des choses plus banales maintenant parce que j’ai faim comme un ours. C’est dimanche midi.

    Paella – qui peut se le permettre!

    À quelques pas de Santa Maria, nous nous asseyons pour manger quelque chose. Dans un vrai restaurant. Bien sûr, nous n’osons pas entrer à l’intérieur avec nos vêtements, mais à l’extérieur, presque tout est gratuit. Ça va avec le serveur.

    Nous sommes toujours arrogants. Parce que c’est dimanche, Jean-Louis a bien sûr une excuse appropriée pour la nourriture pas tout à fait appropriée: “Seulement une exception – juste une exception”. Je peux sentir qu’il a vraiment, vraiment très faim et aujourd’hui, tout comme moi, aimerait s’offrir quelque chose. A la table voisine, un couple de touristes anglais mange une paella et nous la commandons aussi.

    Cependant, par paires et sans chercher le prix dans le menu. Vous ne pouvez pas coûter autant, un peu de riz avec des trucs dedans? C’est et sera la première et la dernière paella commandée sur tout le Camino de Santiago. La facture d’une assiette de paella est de 22 (!) Euros salés. Et nous ne sommes même pas vraiment pleins. Jean-Louis souhaiterait réaliser des économies drastiques dans les prochains jours pour ne pas faire exploser son budget.

    Nous n’avons plus de viande. Et le serveur, qui a déjà fait ses affaires, ne nous propose plus de café non plus. Je suppose qu’il est heureux de nous laisser passer.

    Déjà 1500 kilomètres à pied!

    En avançant, Jean-Louis me dit peu de choses sur son Camino. Pour la première fois. Jean-Louis a déjà commencé à Chambéry, sa paroisse d’origine en France. Il a déjà parcouru 1 500 kilomètres à pied. Il ne veut pas me parler des raisons qui l’ont conduit au Camino. Pas encore?

    Juste à l’extérieur de Castro Urdiales, je dois attendre Jean-Louis. Il a considérablement ralenti après avoir mangé. Quand il marche vers moi sur les falaises verdoyantes, j’ai l’idée de peindre cette scène à un moment donné.

    Jean-Louis au centre de l’image, un chemin étroit sous ses pieds, entouré d’herbe sèche. Derrière lui se trouve la mer calme et bleu acier. Des couleurs aussi riches qu’on ne peut les voir qu’après beaucoup de pluie. Chaque pas, chaque mouvement est profondément imprimé. J’étudie également le fond de manière intensive. Il est maintenant infiniment loin. Les éoliennes La Arena ne peuvent être devinées que dans la brume légère au loin. Vous ne pouvez plus les voir correctement. J’essaye de mémoriser les couleurs très précisément. Et j’observe attentivement l’ombre qui se précipite devant Jean-Louis à chaque pas. Une esquisse de ligne rapide dans mon journal conservera, espérons-le, ces impressions. À un moment donné, j’aimerais utiliser le croquis pour faire une peinture à l’huile.

    En attendant, Mark et Sabine ont sûrement fait le détour sans merci le long de la route côtière. Ils ne sont pas concernés par l’âme du chemin. Vous êtes conduit par le GPS et obsédé par la connexion la plus courte.

    Un décor absurde se présente maintenant car le Chemin de Saint-Jacques atterrit en ce moment sur la route côtière sans âme. Attaché à un panneau du Chemin de Saint-Jacques pour les automobilistes (avertissement des pèlerins), un âne attend la dernière pomme que Jean-Louis a avec lui. L’âne derrière le garde-corps ne mendie pas. Il est juste là et semble maintenant apprécier chaque bouchée.

    Le reste de l’itinéraire me rappelle une autoroute américaine chaude qui a ouvert la voie avec des explosifs en ligne droite à travers tous les hauts et les bas. L’asphalte est le plus grand ennemi des pèlerins. L’air au-dessus de la surface scintille dans les régions les plus profondes du cerveau. Ce sentiment est épuisant. Vous avez l’impression de n’avoir fait aucun progrès. Les voitures se reflètent toujours dans l’air chaud au loin avant que le miroitement du fond ne soit complètement englouti. À quelle distance cela peut-il être? Avec les stries de la couche d’air chauffé, j’ai un avant-goût de l’immensité qui m’attend. Inévitablement, je m’assimile aux escargots et aux fourmis quand les voitures filent.

    Pourtant, je pense en moi-même, je suis sûr que je serai plus loin à pied que de nombreux conducteurs de voiture normaux ne le couvrent lorsqu’ils passent devant moi. Mes pieds m’ont déjà porté sur deux cents kilomètres. Il reste 651 kilomètres à Saint-Jacques-de-Compostelle. Sans détours.

    Ne comptez pas à rebours. Vivre!

    Pour la première fois, j’ai maintenant une idée de l’itinéraire et des conditions de temps. Mais je ne commencerai pas à compter à rebours. C’est idiot.

    Le non-sens de compter les jours à rebours m’est apparu pour la première fois dans la Bundeswehr. Mais cela commence beaucoup plus tôt dans la vie. Combien d’années avant le 10e anniversaire. Bon: Cette question est enfantine et tout à fait normale. Combien d’années encore avant que je sois enfin sorti de l’école? Eh bien, c’est là que les choses commencent à devenir stupides. Parce que ce qui vient après l’école? Est-ce que tout ira mieux dans la vie alors? Et à quoi ça sert si vous recommencez à compter – en arrière, n’est-ce pas? Il reste 50 jours avec la Bundeswehr? En vous fixant sur le compte à rebours, vous perdez la chose la plus précieuse que vous avez: le moment! Vous ne vous installez pas ici et maintenant. Au contraire, vous attendez la date d’expiration!

    Quel compte à rebours est le suivant? Exact: Combien d’années avant votre retraite? Super, quoi alors? Alors quelle est la question?

    Combien de jours ai-je compté à rebours au lieu de les vivre?

    Compter les kilomètres à rebours me paraît tout aussi absurde. Je vais de l’avant Point. Voyons où j’arrive aujourd’hui.

    Le mauvais côté de la route

    La bande de gauche de l’autoroute marquée d’une ligne blanche continue est destinée à nous gratifier du Camino de Santiago selon les plans du gouvernement. Mais cela n’intéresse pas les conducteurs. En Espagne, jusqu’à récemment, il n’était pas courant pour les piétons de marcher dans la direction opposée. Seuls les Allemands savent tout faire cela. Certains camionneurs essaient encore aujourd’hui de «nous apprendre mieux» en se moquant clairement de passer de très près et de klaxonner. Jean-Louis a déjà brossé quelques camions avec son bâton, mais ils ne sont absolument pas impressionnés. Ensuite, nous sifflons sur le côté gauche et retournons à droite. Peu importe qui ou ce qui s’approche par derrière. Nous avons à nouveau la paix.

    La chaleur de la chaussée en asphalte noir absolu me met en colère. J’ai l’impression d’être en déplacement avec mon lecteur mp3 et mes rythmes techno. Mes sandales ne sont pas de bons compagnons sur cette surface inhumaine. Chaque putain de pas va droit à mon centre de la douleur. Je commence à maudire le chemin. Jean-Louis ne m’a pas dit un mot depuis longtemps. Il est complètement silencieux. Il n’y a aucune expression sur son visage. Intérieurement, il semble se marmonner quelques mantras. Nous gardons à nouveau nos distances. C’est mieux ainsi, car l’asphalte aspire énormément notre force et notre psychisme. Et je ne veux certainement pas discuter avec Jean-Louis. Tout le monde est seul ici. Et chacun doit s’en occuper par lui-même. Un autre genre de test que m’apporte ce tronçon monotone sur la route.

    Regarder un objectif est … absurde!

    Je remarque que je suis soudainement aussi amer que d’habitude au travail. Depuis une demi-heure, je fixe le bout de l’horizon là où je vois un mât. Il ne se rapproche pas. Mais je ne le quitte plus des yeux. Je le regarde fixement. Cette fixation obstinée et provocante d’un point, cependant, soupçonne une force intérieure qui me mène de plus en plus loin. Attaque! Plus je fixe longtemps le point, plus mon champ de vision se rétrécit et les mêmes pas continuellement me remettent dans un état de transe. Je peux sentir mes mains serrées en poings et la sueur qui roule constamment sur mon visage. C’est comme être dans le sauna, si vous avez déjà parié que vous resterez sur le banc supérieur pendant vingt minutes. Le sablier coulerait pendant ce qui ressemble à une éternité, puis il est à mi-chemin. Faites demi-tour et continuez.

    Non, je ne veux pas lâcher le mât là-bas. Je veux atteindre ce point le plus rapidement possible et le laisser derrière moi. Sans le vouloir, je vais plus vite. Jean-Louis, qui est maintenant loin derrière moi, va aussi plus vite. La distance reste la même.

    Tous les quelques centaines de mètres, des panneaux d’avertissement plus grands que nature du Camino de Santiago se trouvent sur la route. Tout sous l’air d’une «régulation européenne de la circulation routière» écrasante. Quel peut être le montant des subventions européennes? Malheureusement, le prix n’est pas à côté cette fois. Donc un petit projet. Jean-Louis se moque désormais de l’axe «Sarkozy et Merkääl». C’est fou – Tout est fou », dit-il.

    Comme pour la rédemption, il y a une section avant l’horizon qui nous conduit à travers la nature. Donc, malheureusement, je ne pourrai pas atteindre le mât au loin. Ça se passe toujours différemment! Dieu merci! Pour cela, je redeviens soudainement heureux. Dans un petit village, nous nous asseyons tous les deux sur un banc en pierre du côté nord d’une petite église. Il y a une fontaine rafraîchissante avec de l’eau potable ici.

    Le village, dont je ne connais pas le nom, est une pure détente. Je ne vois pas une seule voiture ici. Au loin, deux enfants se promènent dans un pré. Et à côté du banc de pierre dans le bâtiment avant de l’église, la porte s’ouvre. C’est le pasteur du village. Il nous fait un bref signe, comme s’il venait de nous bénir, puis il monte dans une vieille Citroën et s’en va. Nous aussi nous sommes repartis.

    Il y a peut-être 6 kilomètres jusqu’à El Pontarron de Guriezo, mais aujourd’hui, chaque putain de kilomètre me semble une année-lumière. Peu de temps après, nous rencontrons la voie express, qui s’appelle désormais à nouveau le Chemin de Saint-Jacques. Et aussitôt, nous gardons à nouveau nos distances. Chacun pour soi.

    Le dernier tronçon vers Guriezo est pittoresque – pour un chauffeur! Pour un pèlerin, l’itinéraire est simplement «difficile». Sur ma droite, une plage magnifique mais déserte m’accompagne depuis deux kilomètres. Il y a quelques pêcheurs ici et de temps en temps un campeur se tient autour. Bien que je sois au milieu de la route nationale N634, à peine une voiture passe. Le trafic a lieu presque exclusivement en hauteur sur le nouveau E-70. Merci UE, n’aurait pas été nécessaire.

    À l’embouchure de l’Aguera Ibaia

    J’approche lentement de l’embouchure de l’Aguera Ibaia. De vastes zones de sable de couleur ocre alternent avec de l’eau courante. Comme un morceau de la côte de la mer du Nord, frangé dans un paysage rocheux et vallonné d’un vert profond.

    Si je n’étais pas trop épuisé, je prendrais certainement une dizaine de photos ici.

    En fin d’après-midi, nous rencontrons le magnifique village d’El Pontarrón del Guriezo à une distance raisonnable. Un nouveau pont autoroutier gigantesque enjambe la vallée au-dessus du village.

    L’auberge est un peu à l’intérieur des terres. La propriété borde directement le parcours romantique de l’Aguera Ibaia. Une ancienne porte de jardin mène au rivage via un couple d’orties accrochées dans le chemin. Malgré la boue, je peux très bien imaginer à quel point il peut être sec ici. Maintenant, après les pluies, chaque pas là-dedans dégage une gorgée amusante.

    Quand le shampooing ne se détache pas …

    Malheureusement, l’auberge a été très humide et moisie ces derniers jours. Une fois sec, il est certainement recommandé. Mais aujourd’hui, les matelas sont imbibés de l’humidité de nos prédécesseurs. Et la douche goutte juste froide. Je ferais bien de ne pas prendre de douche. Jean-Louis a juste du mal à se débarrasser du shampooing qui a été appliqué avec empressement. Et ce dont je suis témoin acoustiquement en français est certes très amusant. Les tensides ne semblent plus vouloir se détacher de sa peau avec les gouttelettes d’eau froide. Je dois rire.

    Plein de joie, je m’allonge confortablement au soleil dans la belle cour avant. Maintenant, Mark et Sabine arrivent aussi. Comment ils l’ont fait – je ne sais pas. Comme toujours, ils ont cette humeur de putain exagérée. Oh mon Dieu, et puis l’étrange couple de Nouvelle-Zélande se présente. Existent-ils toujours? Les deux ont poussé le chemin de fer côtier jusqu’ici. Parce que vous venez de l’autre bout du monde, j’imagine simplement comment vous arriverez à l’envers. A l’idée du poirier et d’une gravité inversée, un rire fort m’échappe. Mais je garde mes associations pour moi et les deux Néo-Zélandais prennent mon rire comme un accueil chaleureux. Convient!

    Dès qu’ils sont arrivés, ils se branlent – euh, ils trottent dans le village pour regarder le match de football Nouvelle-Zélande contre Italie dans le bar El Pontarron (c’est tout ce qu’il y a). Le 1: 1 doit avoir stimulé les deux néo-zélandais radins. A tel point qu’ils retournent à l’auberge avec plusieurs bouteilles de vin. La célébration était probablement prévue. Mais il n’en sortira rien.

    Un œil pour œil, une pierre pour une pierre. Charmant!

    Alejandro, pèlerin extrême espagnol trapu et musclé, dit, sans que les Néo-Zélandais puissent l’entendre: repartons tous. Ou voulez-vous célébrer avec les Néo-Zélandais? Même s’il le dit en espagnol, je comprends même son cynisme entre les lignes. Wow, quelle satisfaction linguistique. Nous pouvons enfin les rembourser pour toute leur avarice. Il dit: La prochaine auberge de Liendo devrait être belle et neuve. Et ce serait certainement sec aussi.

    Je prends chaque mot de lui. Alejandro porte un débardeur bleu du Chemin Inca. Les emblèmes assortis du Rio Urubamba et du Machu Picchu au Pérou sont inscrits sur le sac à dos. “Allechandro” ressemble à un soldat d’élite tatoué. Petit, chauve, avec une moustache sinistre. Mais très agréable.

    En ce moment, Jean-Louis dort déjà profondément, bien que, assez drôle, les seuls rayons de soleil de la chambre lui brillent exactement dans les yeux. Putain de tout! Je le réveille maintenant. Somnolent et un peu mécontent, il me regarde et me demande en espagnol «Qué pasa? Que ce passe-t-il?”.

    Allez, allez! Nous y retournons! Comme sous commande, Jean-Louis remballe aussitôt ses sept affaires. Comme tout le monde dans l’auberge. La dynamique de groupe déclenche une véritable euphorie. Maintenant, renoncez à nouveau aux endroits sûrs pour dormir? Osez passer une autre étape?

    L’action de commande “Liendo” commence. En avant, mars, mars!

    Les pieds fatigués sont oubliés. Celui qui se repose une fois ne marche plus? Absurdité!

    Toutes mes inquiétudes sont complètement noyées dans l’atmosphère exubérante d’optimisme. Jippie, ça continue!

    Les Néo-Zélandais sans méfiance nous attendent dans le jardin de devant avec une table en pierre imaginative et beaucoup de vin dans une fière pose de victoire. Maintenant, nous sortons tous en trombe de l’auberge en même temps comme une unité spéciale avec des bagages à l’épaule. «Ola, una nueva etapa! Felicitación, bon Camino! ”

    Le vin est coincé dans la gorge du couple. De toute évidence, chacun de nous a eu des expériences désagréables avec eux. La terrible piqûre prend maintenant sa revanche. Que tout ait conspiré contre elle souffle sûrement son imagination. Bien sûr, c’est Mark qui quitte l’auberge avec un cri de guerre sarcastique: “Nueva Zelanda-aaaaaaa”. La réverbération de l’autre bout du monde m’a amusé pendant un bon moment alors que je grimpais de zéro à cent quarante.

    Le sentier Inca nous mène à Liendo

    Dans une ambiance de fin d’après-midi onirique, nous marchons en boucle militaire de manière synchrone derrière «Inkatrail», comme nous l’appellerons désormais. Il mesure au plus six pieds, avec la forme d’un bodybuilder. Ses bagages sont comme un équipement de survie pour deux mois de forêt tropicale. Aussi barbare que son apparence puisse paraître: c’est une âme très empathique et sensible et je peux bien lui parler. Inkatrail, Mark, Sabine, Jean-Louis et moi sommes maintenant une équipe pour cette courte période. Nous savons que les chemins vont bientôt se séparer à nouveau, mais maintenant la farce commune nous stimule vraiment.

    Après une montée raide, nous franchissons un pont d’autoroute et regardons en bas pendant un bref instant. Ensuite, il continue à pas de géant vers Liendo.

    Notre force semble jaillir du réservoir de réserve. Peu de temps avant Liendo, nous sommes accueillis par un drôle de panneau de signalisation:

    Prohibida La Venta Ambulante Con Megafonías!”

    Éteignez vos sirènes! Vous êtes dans le liendo rêveur. Ne faites aucun bruit lorsque vous vous précipitez là-bas! Nous sommes trés amusée, car que doit-il se passer ici? Bien sûr, c’est à nouveau Mark qui hurle une sirène derrière nous “OU-Ihhhhhh”. Complété par un «Pobre Nueva Zelanda, pauvre Nouvelle-Zélande».

    Ombres drôles de la taille d’un monstre

    Les derniers mètres jusqu’à Liendo sont super. Dans la toute dernière lumière du soleil couchant, nos propres ombres sont devenues des monstres.

    Le soleil baigne Liendo dans un rétroéclairage orange vif spécialement pour nous et évoque une idylle brumeuse devant nos yeux. Nous marchons derrière l’église jusqu’à l’auberge. Et quand nous sortons de derrière l’église, le soleil a déjà disparu dans les montagnes. Liendo est soudain à l’ombre. Nous avons atteint notre objectif du jour! Comme toujours, le hasard me récompense. Ou est-ce plus?

    La nouvelle auberge est adorable. Une école préparée avec amour. Élégant et avec son propre charme.

    «Inkatrail» raconte de façon désobligeante les auberges de masse extrême Camino Francés. Oui, en tant qu’Espagnol, il a également lu Kerkeling. Il a fait ce Camino de Santiago l’année dernière. Mais à l’envers, en fin de compte.

    Parmi les amis pèlerins

    À Liendo, nous sommes maintenant parmi les amis pèlerins. Il y a des retrouvailles avec l’italienne Daniela. Elle a également fait un détour en train. Et une réunion avec les Espagnols Manu et Jesus. Bien sûr pas Jésus. Mais ça ressemble vraiment à ça. Des cheveux noirs émaciés, mi-longs, une barbe d’Al-Qaïda. Toujours uniquement en chaussons. Et courir seins nus. La seule chose qui manque est une lourde croix en bois.

    J’ai déjà rencontré «Jésus» lorsqu’il a croisé Ingrid et moi dans les montagnes à l’extérieur de Lezama. En fait, je l’aurais soupçonné beaucoup plus il y a longtemps. Mais vous vous revoyez encore et encore sur le Camino de Santiago.

    «L’Italie et l’Espagne» cuisinent pour nous aujourd’hui. Avant cela, ils collectaient quatre euros sur chacun. L’équivalent est désormais une somptueuse expérience de cuisine méditerranéenne. Nourriture et vin en abondance. Manu, un Espagnol sympathique, me semble familier après le vin. Et il pense aussi qu’il m’a déjà vu quelque part.

    Jean-Louis se fatigue. C’est certainement aussi dû au fait qu’en tant que Français, il n’avait jamais appris une autre langue étrangère. Je lui parle en français, avec Daniela en italien, avec Sabine en anglais, même si elle est allemande. Mais c’est ainsi que les autres peuvent comprendre quelque chose sur nous. Après les jours avec Ingrid, je n’ai plus besoin de mon allemand. Il commence à se faire tard dans l’ambiance feutrée. Il est presque minuit maintenant. À ce moment-là, un pèlerin est généralement endormi depuis quelques heures. C’est bien que nous ayons tous les deux encore rayé la courbe. Il était grand temps de renoncer au vin et de dormir. Cependant, c’était encore bruyant ce soir.



    (c) Christian Seebauer
    Kuestenweg italiano excerpt:

    Pobeña – Liendo

    8 ° giorno: 40 km, 1.000 metri di dislivello, dai Paesi Baschi alla Cantabria via Ontón, El Pontarron del Guriezo.

    La tappa di oggi mi porterà da Pobeña via Castro Urdiales a El Pontarron del Guriezo e poi involontariamente a Liendo. 40 chilometri. Una fase del martello. Jean-Louis ha rapidamente soffocato il suo pane e vuole andare con lui.

    Per lui il petit déjeuner è la sua amata colazione, il pasto più importante della giornata. Ma vuole tenersi stretto a me.

    A pochi passi dall’ostello, ripide scale di pietra conducono attraverso una fitta foresta fino al sentiero lungo il fiume. Una volta in cima, c’è una vista fantastica. Proprio dietro di me c’è la baia di El Arenal, sul lato opposto ci sono diversi mulini a vento che girano sugli scogli davanti a me. Altrimenti qui tutto è sgombro. Il mio percorso porta a sinistra. Continuiamo su un paio di ripide scale in pietra con corrimano.

    Non riesco ancora a vedere la costa alla mia sinistra. In primo luogo, quasi alla stessa altezza, c’è un po ‘di sopra e di sotto fino alla fine della baia.

    Un ultimo sguardo indietro alla baia deserta di La Arena, che prenderà vita solo tra poche ore.

    Mentre La Arena scompare con i passi successivi, il lato sinistro della costa si apre davanti a me. Riesco a vedere il prossimo villaggio all’orizzonte. In mezzo ci sono rocce che digradano verso la costa, sempre ricoperte da fitti prati alla mia altezza. Vedo solo foreste in lontananza. Lì una parte dell’autostrada costiera risale come una piccola striscia e poi scompare di nuovo dietro una collina. Altrimenti non c’è niente qui.

    Rilassante e piatto lungo l’Atlantico

    Il mio percorso è a circa 30 metri sul livello del mare ed è rilassante, direttamente in mare aperto. Il Cammino di Santiago si presenta qui come un sentiero naturalistico. Lontano da me vedo diversi promontori che attraverserò.

    Il cielo è leggermente nuvoloso. E la costa all’orizzonte è stranamente illuminata dai raggi del sole che splende attraverso un buco di nuvole. Appare quindi molto più luminoso del resto del paesaggio.

    Un altro mezzo chilometro mi separa da Jean-Louis. In un certo senso andiamo insieme eppure ognuno di noi ha una sorta di privacy e si diverte a stare da solo.

    Jean-Louis si starà sicuramente chiedendo perché gli spagnoli abbiano dovuto dare a questo meraviglioso sentiero panoramico una superficie asfaltata.

    Sarebbe molto più piacevole su una superficie naturale. E anche i due ciclisti che ho incontrato qui avrebbero sicuramente accettato un percorso senza fondo asfaltato. Sempre più spesso mi viene in mente che l’Unione Europea avrebbe potuto ancora una volta sperperare i soldi per l ‘”espansione” del Cammino di Santiago. Immagina di investire in catrame e lastre di cemento.

    Fantasticamente bello

    Tuttavia: questo stadio è eccezionalmente bello e molto diverso da tutto ciò che è accaduto prima. Con la periferia di Bilbao ho in gran parte lasciato gli ultimi contrafforti dei Pirenei. Ora è molto più piatto, direttamente sull’oceano e straordinariamente bello.

    Per la popolazione urbana viziata di Bilbao ci sono anche alcune staccionate di legno che si affacciano sul mare. Sì, è esattamente così che i tedeschi avrebbero tracciato un percorso. Tutto deve essere limitato e infallibile. E ovviamente non dovrebbero mancare avvisi di avvertimento. Come al solito nella buona vecchia Germania, ogni piccolo albero, ogni punto di osservazione e, per dirla in modo esagerato, ogni pietra è etichettata in questa sezione. Ma a differenza della Germania, gli spagnoli sembravano aver esaurito il piacere in questa ridicola impresa dopo pochi chilometri. Ora il mio Cammino di Santiago va di nuovo bene!

    Finalmente devo tenere di nuovo gli occhi aperti per trovare il prossimo indicatore giallo per il Camino. La caccia al tesoro concentrata per le frecce ricomincia. E questo è molto divertente.

    Il percorso è spettacolare. Il primo promontorio che ho visto stamattina viene ora attraversato nell’entroterra. Ancora una volta guardo indietro le pale eoliche di fronte a La Arena. Sei già piccolo.

    La piccola città di Ontón è ben protetta in un fiordo. Da qualche parte, poco prima, ho probabilmente attraversato il confine regionale con la Cantabria in mezzo alla campagna. Ontón è diviso in due metà, che sono a sinistra ea destra di un piccolo torrente e sono pittorescamente collegate da molti piccoli ponti di legno.

    Il Camino de Santiago espropriato

    Ora ho urgentemente bisogno della gioia di vivere che ho riempito per la strada costiera davanti a me. Ora è improvvisamente parte del Camino de Santiago.

    Il Camino ora corre per alcuni chilometri direttamente sulla strada di campagna. In altre parole: la strada ha semplicemente inglobato questa parte antica del Camino de Santiago. E che l’Unione Europea metta questi segni sovradimensionati del Cammino di Santiago come per deridere i pellegrini.

    Sto solo incontrando Mark e Sabine per strada.

    Mark zoppica ancora. E ora tre o quattro antidolorifici a base di ibuprofene fanno parte della sua razione quotidiana. Solo il boato legato alla birra sembra consentirgli di andarsene. Sabine si sta anche uccidendo per i dolori articolari da giorni con antidolorifici.

    Jean-Louis torna all’improvviso e saluta Mark ad alta voce da dietro con “Bonjouuuur Ibüprüfenö”

    Jean-Louis sta venendo da me adesso. Lasciamo andare gli altri e camminiamo tranquillamente lungo la strada. L’asfalto ci fa male quanto gli altri due.

    Sebbene il mio francese non sia stato realmente rivelato a questo punto, siamo divertiti dai due pellegrini che sono chimicamente separati dal loro “io”. Il mio insegnante di francese della vecchia scuola dovrebbe sentirlo adesso. È così che funziona il francese. Al più tardi quando puoi prendere in giro gli altri, sai che la lingua non funziona così male come vorrebbe farti credere a scuola. I due non vengono quasi presi in giro e se ne vanno.

    Entra nella linea di caduta!

    Jean-Louis e io ci sentiamo improvvisamente come se fossimo direttamente collegati l’uno all’altro. Dal punto più alto della strada vediamo come serpeggia in molti serpentini confusi. Mark e Sabine devono essere bloccati da qualche parte laggiù adesso.

    Jean-Louis e io abbiamo la stessa idea in un lampo. Ci investe come un’arroganza infantile. “Qu’est ce que tu pense? – Cosa ne pensi? ”Chiede Jean-Louis con un gran sorriso. Gli rispondo con un “siiiii” convinto, che ovviamente non è francese. Ma anche senza parlare, puoi facilmente capire quando l’altra persona ha la stessa idea in quel preciso momento!

    “Li faremo vedere!”

    Senza alcuna ulteriore messa a punto del linguaggio, Jean-Louis e io oscilliamo sui doppi guardrail contemporaneamente al grido di battaglia “Ola” per andare direttamente sulla linea di caduta. Che sensazione pazza! Pietre tintinnanti. Velocità massima, visione a tunnel davanti a sé. Giù in velocità.

    In pochi secondi, è entrato qualcosa come il flusso totale. Uno stato che corre al rallentatore e in cui tutto accade come in trance.

    I miei vecchi riflessi dell’infanzia sono improvvisamente presenti.

    Sono cresciuto a Prien am Chiemsee ei miei genitori erano costantemente in giro con me e mio fratello Andy nelle Alpi bavaresi. Correre insieme a Karfeldern, insomma un campo di ghiaia, è sempre stata una delle più grandi gioie di ogni escursione in montagna. E a quanto pare ce l’ho ancora nel sangue.

    Jean-Louis proviene dall’Alta Savoia, che è dominata dal gruppo Montblanc nel sud-est. A quanto pare ha gli stessi riflessi pronti. È anche un parapendio e conosce fin troppo bene lo scatto nell’abisso. Oh sì, possiamo!

    Le macerie sotto di noi e gli ormoni della felicità corrono nelle nostre vene.

    Tali pendii ripidi non possono essere superati lentamente o con paura con i piedi inclinati. Quindi ti romperesti immediatamente la caviglia e strapperesti tutti i tendini. La linea di caduta funziona solo se coraggiosamente ti corichi in avanti con il tuo bagaglio.

    Piedi dritti. A tutto gas nella linea di caduta. Quindi hai sempre abbastanza velocità per usare lo slancio per saltare in aria al minimo segno di una torsione della caviglia invece di strappare i legamenti. Qui i piedi possono riordinarsi e avere una seconda possibilità la prossima volta che entrano in contatto con il suolo. Se il passaggio successivo non funziona di nuovo, è solo questione di decollare di nuovo. E se le cose ancora non vanno bene: non frenare in nessun caso. Meglio rischiare qualche roll forward!

    Se avessi pensato di indossare solo sandali (robusti), non sarei mai scappato in vita mia. Ma in qualche modo sembra che mi manchi la mia “nuvola di pioggia”, che normalmente mi avrebbe riportato in me. Aja, ragione. Con lei non sarei mai venuto al Camino de Santiago.

    Ad ogni tocco dei nostri piedi incontriamo una piccola valanga di pietra davanti a noi. L’esuberanza raramente è buona? Cazzate. L’esuberanza è una sensazione meravigliosa che dovrei provare di nuovo molto più spesso!

    L’esuberanza è semplicemente buona!

     

    Correre in linea d’autunno, ovviamente, non posso e non devo davvero raccomandarlo a nessun pellegrino. C’è un rischio troppo grande che il Cammino di Santiago possa finire qui inaspettatamente. Tuttavia, è stato molto divertente ed è andato tutto bene. Il solito pensiero “what-if” sta cedendo sempre più il passo alla decisione “non mi interessa” sul Camino de Santiago. E questa decisione non solo impedisce ulteriori riflessioni: mi trasporta direttamente nel presente, nel momento glorioso dell’evento. E mi permette di sentirmi di nuovo come sono, o come ero ancora una volta.

    Abbiamo distrutto ben duecento metri di dislivello – e non è poi così piccolo, con la nostra corsa di pietre. Un fisico avrebbe detto seccamente: l’energia di posizione è stata trasformata in pura energia cinetica.

    Pura gioia di vivere

    Inoltre, si era anche trasformato in pura energia vitale. Cosa penseranno Mark e Sabine quando ci scopriranno alla prossima curva quaggiù? Ma non puoi aggirare la curva e continuiamo felicemente in discesa verso Castro Urdiales. Posso vedere da lontano l’imponente fortezza di Santa Ana. Prima scende al livello del mare.

    Un piccolo sentiero conduce attraverso una fitta pineta fino alla baia al largo e piuttosto solitaria di Playa de Dicido, la “spiaggia di dicembre”. Puoi sicuramente andare a nuotare qui in estate.

    Ancora una volta risale ripido fino a un colle che ci separa dalla periferia di Castro Urdiales. Anche qui seguiamo un ardito sentiero in mezzo alla campagna.

    A Castro Urdiales incontriamo il lungomare. Qui prendo la strada diretta attraverso la spiaggia, mentre Jean-Louis preferisce un terreno solido sotto di lui.

    La giocosa città portuale con 30.000 abitanti buoni e il doppio dei vacanzieri è semplicemente bellissima.

    Jean-Louis e io scattiamo alcune foto al molo. Qui un pescatore ha steso ad asciugare la sua rete rossa. Come ovunque nel mondo, anche la chiesa di Santa Maria si trova a Castro Urdiales nel punto panoramico più bello. Alla fine della città è visibile da lontano. È stato costruito su una scogliera come un faro.

    Prima in chiesa

    Rimuoviamo rispettosamente i nostri bagagli. Mi vergogno un po ‘dei pantaloncini, ma spero che la servitù avrà uno svantaggio con un pellegrino. Ed è esattamente così che succede. Un giovane uomo di Dio di nome Diego mi chiede di andare in sacrestia per mettere un timbro sul mio documento di pellegrinaggio. È il timbro più bello che ho finora sul mio passo di pellegrino, la credenziale.

    I miei pantaloncini non gli danno fastidio più del mio zaino, che porto con le mani davanti a me in chiesa.

    Poi Diego mi guida attraverso la navata buia. Mi spiegò le dieci stazioni di Gesù Cristo con fiammeggiante entusiasmo. La Via Crucis, così viene chiamata l’ultima Passione di Gesù Cristo fino alla crocifissione, si mostra come sempre estremamente cupa e crudele. Nella prima immagine, Gesù è condannato a morte. “Ponzio Pilato disse loro: Allora cosa dovrei fare con Gesù, che è chiamato il Messia? Poi tutti gridarono: Sulla croce con lui! “[9]

    Quindi Gesù prende la croce sulle sue spalle. E tre volte crolla sotto il peso della croce. Alla fine viene spogliato dei suoi vestiti e crocifisso. INRI, queste sono le prime lettere del nome derisorio Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum, Gesù di Nazareth, Re dei Giudei.

    Le immagini non rivelano nulla sull’ulteriore via per il paradiso e mi chiedo, perché non c’è niente di più positivo? Se fossi stato io stesso il pittore o il cliente, avrei aggiunto alcune stazioni in più che risvegliano anche un po ‘di speranza e dimostrano che nulla nella vita è gratuito!

    Dopo la Via Crucis guidata privatamente, mi siedo, come sempre, in una delle panchine più arretrate a destra. Ma anche questa volta oso muovermi di qualche riga in avanti. Mi inginocchio e sprofondo nei miei pensieri. Il mio pellegrinaggio è un viaggio religioso? Ha un significato spirituale? Sto cercando Dio? Riceverò risposte e approfondimenti?

    Non lo so. Ma mi metto in gioco e voglio scoprire cosa mi porterà il percorso. Anche solo essere in una chiesa oscura e maestosa è un momento commovente in ogni caso.

    In un muro a sinistra dell’uscita, i pellegrini depositano vari oggetti personali che dovrebbero rimanere qui e aprire l’accesso a un mondo spirituale. Anch’io ora mi separo da un oggetto amato, che posiziono con molta attenzione attraverso le barre forgiate nel posto designato. Qualunque cosa mi porti questo rituale, lo faccio e basta.

    I miei alunni impiegano alcuni secondi per abituarsi alla luce intensa all’aperto. Di fronte a me c’è un mendicante professionista che, a differenza di me, indossa abiti di marca e costosi occhiali da sole Ray Ben. Vuole qualcosa di abbastanza aggressivo da me durante il tour della pietà.

    Gli dico in spagnolo: “Raccontami qualcosa di te e del tuo destino”. La risposta è prontamente un inglese “Fuck You”. Jean-Louis, che sta anche uscendo dalla chiesa, risponde al suo Fuck You mettendogli amorevolmente un braccio sulla spalla e augurandogli un “bon camino, mon ami”. Ora è ammutolito.

    Ad essere onesto, voglio davvero passare a cose più banali ora, perché ho fame come un orso. È mezzogiorno di domenica.

    Paella – chi se lo può permettere!

    A pochi passi da Santa Maria ci sediamo a mangiare qualcosa. In un vero ristorante. Certo non osiamo entrare con i nostri vestiti, ma fuori allo scoperto quasi tutto è gratis. Va bene con il cameriere.

    Siamo ancora presuntuosi. Poiché è domenica, Jean-Louis ha ovviamente una scusa adatta per il cibo non del tutto appropriato: “Seulement une exception – solo un’eccezione”. Sento che è davvero, davvero molto affamato e oggi, proprio come me, vorrebbe concedersi qualcosa. Al tavolo accanto una coppia di turisti inglesi mangia una paella e ordiniamo anche quella.

    Tuttavia, in coppia e senza cercare il prezzo nel menu. Non può costare così tanto, un po ‘di riso con dentro qualcosa? È e sarà la prima e l’ultima paella ordinata sull’intero Camino de Santiago. Il conto per un piatto di paella è di 22 (!) Euro salati. E non ci riempiamo nemmeno davvero. Jean-Louis vorrebbe risparmiare drasticamente nei prossimi giorni per non far saltare il suo budget.

    Non abbiamo più carne. E il cameriere, che ha già fatto i suoi affari, non ci offre più neanche il caffè. Immagino sia felice di lasciarci andare avanti.

    Già 1.500 chilometri in piedi!

    Mentre cammino, Jean-Louis mi dice poco del suo Camino. Per la prima volta. Jean-Louis ha già iniziato a Chambery, la sua parrocchia d’origine in Francia. Ha già percorso 1.500 chilometri a piedi. Non vuole parlarmi dei motivi che lo hanno portato al Camino. Non ancora?

    Appena fuori Castro Urdiales devo aspettare Jean-Louis. Ha rallentato notevolmente dopo aver mangiato. Mentre arranca verso di me sulle scogliere verde erba, ho l’idea di dipingere questa scena ad un certo punto.

    Jean-Louis al centro dell’immagine, uno stretto sentiero sotto i suoi piedi, circondato da erba secca. Dietro di lui si trova il mare calmo e blu acciaio. Colori ricchi come si possono vedere solo dopo molta pioggia. Ogni passo, ogni movimento è profondamente impresso. Studio anche intensamente lo sfondo. Ora è infinitamente lontano. Le turbine eoliche La Arena possono essere indovinate solo nella leggera foschia in lontananza. Non puoi più vederli correttamente. Cerco di memorizzare i colori in modo molto preciso. E guardo attentamente l’ombra che affretta Jean-Louis ad ogni passo. Si spera che uno schizzo veloce nel mio diario conserverà queste impressioni. Ad un certo punto vorrei usare lo schizzo per fare un dipinto a olio.

    Nel frattempo, Mark e Sabine hanno sicuramente preso la spietata deviazione lungo la strada costiera. Non si preoccupano dell’anima del sentiero. Sei guidato dal sistema di navigazione e ossessionato dalla connessione più breve.

    Uno sfondo assurdo si presenta ora perché il Cammino di Santiago approda proprio ora sulla strada costiera senz’anima. Legato a un cartello del Cammino di Santiago per gli automobilisti (avvertimento dei pellegrini), un asino attende l’ultima mela che Jean-Louis ha con sé. L’asino dietro il guardrail non chiede l’elemosina. È solo lì e ora sembra godersi ogni boccone.

    Il resto del percorso mi ricorda una calda autostrada americana che si è spianata la strada con esplosivi in ​​linea retta attraverso tutti i saliscendi. L’asfalto è il più grande nemico di un pellegrino. L’aria sopra la superficie brilla nelle regioni più interne del cervello. Quella sensazione è estenuante. Hai l’impressione di non fare progressi. Le auto si riflettono ancora nell’aria calda in lontananza prima che il luccichio là dietro sia completamente inghiottito. Quanto lontano può essere? Con le striature dello strato d’aria riscaldato ho un assaggio della vastità che mi attende. Inevitabilmente mi paragonano a lumache e formiche quando le auto passano.

    Nondimeno, penso tra me e me, sono sicuro che sarò più a piedi rispetto a molti normali automobilisti quando mi superano. I miei piedi mi hanno già portato per duecento chilometri buoni. Ci sono ancora 651 chilometri da Santiago de Compostela. Senza deviazioni.

    Non contare all’indietro. Vivere!

    Per la prima volta, ora ho un’idea del percorso e delle condizioni del tempo. Ma non inizierò a contare all’indietro. È idiota.

    L’assurdità di contare i giorni all’indietro mi è diventata chiara per la prima volta nella Bundeswehr. Ma inizia molto prima nella vita. Quanti anni mancano al decimo compleanno. Bene: questa domanda è infantile e anche del tutto normale. Quanti anni ancora prima che avrò finalmente finito la scuola? Bene, è qui che le cose iniziano a diventare stupide. Perché cosa viene dopo la scuola? Andrà tutto meglio nella vita allora? E qual è il punto se poi ricominci a contare di nuovo – al contrario, intendiamoci? Mancano 50 giorni alla Bundeswehr? Fissando il conto alla rovescia perdi la cosa più preziosa che hai: il momento! Non ti stabilisci qui e ora. Piuttosto, stai aspettando la data di scadenza!

    Qual è il prossimo conto alla rovescia? Corretto: quanti anni ancora prima di andare in pensione? Bene, e allora? Allora qual è la domanda?

    Quanti giorni ho contato indietro invece di viverli?

    Contare i chilometri all’indietro mi sembra altrettanto assurdo. Vado avanti Punto. Vediamo dove arrivo oggi.

    Il lato sbagliato della strada

    La striscia di sinistra della superstrada contrassegnata da una linea bianca continua ha lo scopo di ingraziarci il Camino de Santiago secondo i piani del governo. Ma questo non interessa i conducenti. In Spagna, fino a poco tempo, non era comune per i pedoni camminare nella direzione opposta. Solo i sapientoni tedeschi lo facevano. Alcuni camionisti stanno ancora cercando di “insegnarci meglio” oggi prendendo chiaramente in giro il passarci vicino e suonando il clacson. Jean-Louis ha già spazzolato alcuni camion con il suo bastone, ma sono completamente indifferenti. Poi fischiamo sul lato sinistro e andiamo di nuovo a destra. Non importa chi o cosa si stia avvicinando da dietro. Abbiamo di nuovo la pace.

    Il caldo dell’asfalto nero come la pece mi fa arrabbiare. Mi sento come se fossi in movimento con il mio lettore mp3 e i ritmi techno. I miei sandali non sono buoni compagni su questa superficie disumana. Ogni dannato passo va dritto al mio centro del dolore. Sto iniziando a maledire la strada. Jean-Louis non mi ha detto una sola parola per molto tempo. È completamente silenzioso. Non c’è espressione sul suo viso. Dentro di sé, sembra mormorare tra sé alcuni mantra. Manteniamo di nuovo le distanze. Meglio così, perché l’asfalto risucchia la nostra forza e la nostra psiche estremamente. E di certo non voglio discutere con Jean-Louis. Tutti sono soli qui. E tutti devono affrontarlo da soli. Un altro tipo di prova che mi porta questo monotono tratto di strada.

    Guardare un obiettivo è … senza senso!

    Noto che improvvisamente sono amareggiato come di solito al lavoro. Da mezz’ora sto fissando la fine dell’orizzonte dove vedo un albero. Non si sta avvicinando. Ma non gli tolgo più gli occhi di dosso. Lo fisso ostinatamente. Questa fissazione ostinata e provocatoria di un punto, tuttavia, sospetta una forza interiore che mi porta sempre più lontano. Attacco! Più a lungo fisso il punto, più il mio campo visivo si restringe e gli stessi passi continuamente mi riportano in uno stato di trance. Sento le mie mani strette a pugno e il sudore che mi scorre costantemente dal viso. È come essere in sauna se in precedenza hai scommesso che rimarrai in panchina per venti minuti. La clessidra sembrerebbe gocciolare per un’eternità e poi è a metà. Girati e vai avanti.

    No, non voglio lasciare andare l’albero laggiù. Voglio arrivare a questo punto il più rapidamente possibile e lasciarmi tutto alle spalle. Involontariamente, sto diventando più veloce. Anche Jean-Louis, che ora è molto indietro, sta diventando più veloce. La distanza rimane la stessa.

    Ogni poche centinaia di metri ci sono segnali di avvertimento del Camino de Santiago più grandi della vita sulla strada. Tutto sotto l’aspetto di una prepotente “regolamentazione europea del traffico stradale”. Quanto possono essere alti i sussidi dall’Europa? Sfortunatamente, questa volta il cartellino del prezzo non è accanto ad esso. Quindi un progetto più piccolo. Jean-Louis ora prende in giro l’asse “Sarkozy et Merkääl”. C’est fou – È tutto da pazzi “, dice.

    Quasi alla redenzione, c’è un tratto prima dell’orizzonte che ci conduce attraverso la natura. Quindi sfortunatamente non sarò in grado di raggiungere l’albero in lontananza. Risulta sempre diverso! Grazie Dio! Per questo all’improvviso divento di nuovo felice. In un piccolo villaggio ci sediamo entrambi su una panchina di pietra sul lato nord di una piccola chiesa. C’è una fontana rinfrescante con acqua potabile qui.

    Il villaggio, di cui non conosco il nome, è puro relax. Non vedo una sola macchina qui. In lontananza due bambini camminano in un prato. E accanto alla panchina di pietra nell’edificio anteriore della chiesa, la porta si apre. È il pastore del villaggio. Ci saluta brevemente, come se ci avesse appena benedetti, poi sale su una vecchia Citroen e si allontana. Ripartiamo anche noi.

    Potrebbero essere 6 chilometri fino a El Pontarron de Guriezo, ma oggi ogni dannato chilometro mi sembra un anno luce. Dopo poco ci imbattiamo nella superstrada, che d’ora in poi si chiama di nuovo Cammino di Santiago. E immediatamente ci manteniamo di nuovo a distanza. Ognuno per se.

    L’ultimo tratto fino a Guriezo è panoramico – per un guidatore! Per un pellegrino, il percorso è semplicemente “difficile”. Alla mia destra una spiaggia bella ma deserta mi ha accompagnato per due chilometri. Ci sono alcuni pescatori qui e ogni tanto un camper è in piedi intorno. Anche se mi trovo nel mezzo della strada nazionale N634, difficilmente passa un’auto. Il traffico avviene quasi esclusivamente in alto sulla nuova E-70. Grazie UE, non sarebbe stato necessario.

    Nell’estuario dell’Aguera Ibaia

    Mi sto avvicinando lentamente alla foce dell’Aguera Ibaia. Estese zone di sabbia color ocra si alternano all’acqua corrente. Come un pezzo di costa del Mare del Nord, circondato da un paesaggio roccioso e collinare di un verde intenso.

    Se non fossi troppo esausto, farei sicuramente una dozzina di foto qui.

    Nel tardo pomeriggio ci imbattiamo nel bellissimo villaggio di El Pontarrón del Guriezo a una distanza ragionevole. Un nuovo gigantesco ponte autostradale attraversa la valle sopra il villaggio.

    L’ostello è un po ‘nell’entroterra. La proprietà confina direttamente con il romantico corso dell’Aguera Ibaia. Un vecchio cancello del giardino conduce alla riva attraverso un paio di ortiche appese nel sentiero. Nonostante il fango, posso benissimo immaginare quanto possa essere bello asciutto qui. Ora, dopo le piogge, ogni passo lì dentro emana un divertente sorso.

    Quando lo shampoo non si stacca …

    Purtroppo l’ostello è stato molto umido e ammuffito negli ultimi giorni. Una volta asciutto, è decisamente consigliabile. Ma oggi i materassi sono intrisi dell’umidità dei nostri predecessori. E la doccia è fredda. Farei bene a non fare la doccia. Jean-Louis sta solo facendo fatica a sbarazzarsi dello shampoo che è stato applicato con entusiasmo. E quello a cui sto assistendo acusticamente in francese è certamente molto divertente. I tensioattivi sembrano non voler più staccarsi dalla sua pelle con le goccioline di acqua fredda. Mi viene da ridere.

    Pieno di gioia, mi sdraio comodamente al sole nel bellissimo cortile anteriore. Adesso arrivano anche Mark e Sabine. Come hanno fatto, non lo so. Come sempre, hanno questo umore esagerato di puttane. Oh cielo, e poi arriva la strana coppia dalla Nuova Zelanda. Esistono ancora? Entrambi hanno portato la ferrovia costiera fin qui. Dato che vieni dall’altra parte del mondo, immagino solo come arriverai a testa in giù. Una forte risata mi sfugge al pensiero della posizione sulla testa e della gravità inversa. Ma tengo per me le mie associazioni e così i due neozelandesi prendono la mia risata come un caloroso saluto. Si adatta!

    Non appena sono arrivati, si masturbano – ehm, trotterellano nel villaggio per guardare la partita di calcio Nuova Zelanda contro Italia al bar El Pontarron (è tutto quello che c’è). L’1: 1 deve aver stimolato i due avari neozelandesi. Tanto che tornano in ostello con diverse bottiglie di vino. Probabilmente era prevista la celebrazione. Ma non ne verrà fuori niente.

    Occhio per occhio, pietra per pietra. Bello!

    Alejandro, un pellegrino estremo spagnolo tarchiato e muscoloso, dice, senza che i neozelandesi possano sentire: ripartiamo tutti. O vuoi festeggiare con i neozelandesi? Anche se lo dice in spagnolo, capisco anche il suo cinismo tra le righe. Wow, che soddisfazione linguistica. Possiamo finalmente ripagarli per tutta la loro avarizia. Dice: Il prossimo ostello a Liendo dovrebbe essere bello e nuovo. E sarebbe sicuramente anche asciutto.

    Prendo ogni parola da lui. Alejandro indossa una canotta blu del Cammino Inca. Gli emblemi abbinati del Rio Urubamba e Machu Picchu in Perù sono blasonati sullo zaino. “Allechandro” sembra un soldato d’élite tatuato. Piccolo, calvo, con i baffi arcigni. Ma molto simpatico.

    Jean-Louis sta già dormendo profondamente in questo momento, anche se, stranamente, gli unici raggi del sole nella camera da letto brillano esattamente nei suoi occhi. Fanculo tutto! Lo sto svegliando adesso. Assonnato e un po ‘scontento, mi guarda e mi chiede in spagnolo “Qué pasa? Cosa sta succedendo?”.

    Allez, allez! Stiamo di nuovo! Come se fosse stato ordinato, Jean-Louis confeziona immediatamente le sue sette cose. Proprio come tutti gli altri nell’ostello. Le dinamiche di gruppo innescano una vera euforia. Ora rinunciare di nuovo ai posti sicuri per dormire? Hai il coraggio di andare su un’altra tappa?

    Inizia l’azione di comando “Liendo”. Avanti, marcia, marcia!

    I piedi stanchi sono dimenticati. Chi si riposa una volta non cammina più? Senza senso!

    Tutte le mie preoccupazioni sono completamente soffocate dall’esuberante atmosfera di ottimismo. Jippie, va avanti!

    Gli ignari neozelandesi ci aspettano nel giardino anteriore con una tavola di pietra apparecchiata con fantasia e tanto vino in una posa orgogliosa di vittoria. Ora usciamo tutti dall’ostello contemporaneamente come un’unità speciale con i bagagli a spalla. “Ola, una nueva etapa! Felicitación, bon Camino! ”

    Il vino è bloccato nella gola degli sposi. Ovviamente ognuno di noi ha avuto esperienze spiacevoli con loro. Il terribile pungiglione si sta ora vendicando. Che tutto abbia cospirato contro di lei sicuramente fa saltare la sua immaginazione. Certo, è Mark che lascia l’ostello con un sarcastico grido di battaglia: “Nueva Zelanda-aaaaaaa”. Il riverbero dell’altro capo del mondo mi ha divertito per un bel po ‘mentre salivo da zero a centoquaranta.

    Il sentiero Inca ci porta a Liendo

    In uno stato d’animo da sogno nel tardo pomeriggio, marciamo in sincrono passo militare dietro “Inkatrail”, come lo chiameremo d’ora in poi. È alto un metro e ottanta, con la forma di un bodybuilder. Il suo bagaglio è come l’equipaggiamento di sopravvivenza per due mesi di foresta pluviale. Per quanto barbaro possa sembrare il suo aspetto: è un’anima molto empatica e sensibile e posso parlargli bene. Inkatrail, Mark, Sabine, Jean-Louis e io ora siamo una squadra per questo breve periodo. Sappiamo che presto le strade si separeranno di nuovo, ma ora lo scherzo comune ci sprona davvero.

    Dopo una ripida salita superiamo un ponte autostradale e guardiamo in basso per un breve momento. Poi si prosegue a passi da gigante fino a Liendo.

    La nostra forza sembra sgorgare dal serbatoio di riserva. Poco prima di Liendo veniamo accolti da un buffo cartello stradale:

    Prohibida La Venta Ambulante Con Megafonías!”

    Per favore spegni le sirene! Sei nel liendo sognante. Non fare rumore quando corri di là! Siamo trés amusée, perché cosa dovrebbe succedere qui? Ovviamente è di nuovo Mark che ulula una sirena da dietro di noi “OU-Ihhhhhh”. Completato da un “Pobre Nuova Zelanda, povera Nuova Zelanda”.

    Ombre divertenti delle dimensioni di un mostro

    Gli ultimi metri per Liendo sono ottimi. Nell’ultima luce del sole al tramonto, le nostre ombre sono cresciute fino a dimensioni mostruose.

    Il sole bagna Liendo in una retroilluminazione arancione brillante specialmente per noi e evoca un idillio nebbioso davanti ai nostri occhi. Camminiamo dietro la chiesa fino all’ostello. E quando usciamo da dietro la chiesa, il sole è già scomparso tra le montagne. Liendo è improvvisamente nell’ombra. Abbiamo raggiunto il nostro obiettivo per la giornata! Come sempre, il caso mi premia. O è di più?

    Il nuovo ostello è adorabile. Una scuola preparata con cura. Elegante e con un fascino tutto suo.

    “Inkatrail” racconta in modo sprezzante degli ostelli di massa estremi Camino Francés. Sì, come spagnolo ha anche letto Kerkeling. Ha fatto questo Camino de Santiago l’anno scorso. Tuttavia, all’indietro, a quanto pare.

    Tra amici pellegrini

    A Liendo ora siamo tra amici pellegrini. C’è una riunione con l’italiana Daniela. Ha anche fatto una deviazione in treno. E una riunione con gli spagnoli Manu e Jesus. Ovviamente non Gesù. Ma sembra davvero esattamente così. Capelli scuri e ispidi fino alle spalle, una barba di Al Qaeda. Sempre solo in pantofole. E correndo in topless. L’unica cosa che manca è una pesante croce di legno.

    Ho già incontrato “Gesù” quando è passato davanti a me e Ingrid sulle montagne fuori Lezama. In realtà, lo avrei sospettato molto di più molto tempo fa. Ma ti vedi ancora e ancora sul Camino de Santiago.

    “Italia e Spagna” cucinano per noi oggi. Prima di allora, hanno raccolto quattro euro da ciascuno. L’equivalente è ora una sontuosa esperienza di cucina mediterranea. Cibo e vino in abbondanza. Manu, un simpatico spagnolo, mi sembra familiare dopo il vino. E pensa anche di avermi già visto da qualche parte.

    Jean-Louis si sta stancando. Ciò è certamente dovuto anche al fatto che, da francese, non aveva mai imparato un’altra lingua straniera. Gli parlo in francese, con Daniela in italiano, con Sabine in inglese, anche se è tedesca. Ma è così che gli altri possono capire qualcosa di noi. Dopo i giorni con Ingrid, non ho più bisogno del mio tedesco. Si comincia a fare tardi nell’atmosfera accogliente. È quasi mezzanotte ormai. A questo punto, un pellegrino di solito ha dormito per alcune ore. È positivo che entrambi abbiamo ancora scalfito la curva. Era ora di rinunciare al vino e andare a dormire. Tuttavia, quella sera era ancora rumoroso.

    Kuestenweg espanol excerpt:

    Pobeña – Liendo

    Día 8:40 km, 1.000 metros de altitud, del País Vasco a Cantabria por Ontón, El Pontarron del Guriezo.

    La etapa de hoy me llevará desde Pobeña pasando por Castro Urdiales hasta El Pontarron del Guriezo y luego sin quererlo hasta Liendo. 40 kilómetros. Una etapa de martillo. Jean-Louis rápidamente se ha tragado el pan y quiere ir con él.

    Para él, el petit déjeuner, su amado desayuno, la comida más importante del día. Pero quiere aferrarse a mí.

    A tiro de piedra del albergue, unas empinadas escaleras de piedra conducen a través de un denso bosque hasta el sendero junto al río. Una vez en la cima, hay una vista fantástica. Justo detrás de mí ahora está la bahía de El Arenal, en el lado opuesto hay varias turbinas de viento girando sobre las rocas frente a mí. De lo contrario, aquí todo está libre de obstáculos. Mi camino conduce a la izquierda. Continuamos por un par de empinadas escaleras de piedra con pasamanos.

    Todavía no puedo ver la costa a mi izquierda. Al principio, casi a la misma altura, hay un poco arriba y abajo hasta el final de la bahía.

    Una última mirada más a la bahía vacía de La Arena, que solo cobrará vida en unas horas.

    Mientras La Arena desaparece con los siguientes pasos, el lado izquierdo de la costa se abre frente a mí. Puedo ver el próximo pueblo en el horizonte. En medio, hay rocas que descienden hacia la costa, que siempre están cubiertas de densos prados a mi altura. Solo veo bosques a lo lejos. Allí, una parte de la carretera costera asciende como una pequeña franja y luego desaparece detrás de una colina. De lo contrario, no hay nada aquí.

    Relajante y llano a lo largo del Atlántico

    Mi camino está a unos 30 metros del suelo, relajante y llano, justo al lado del mar abierto. El Camino de Santiago se presenta aquí como un sendero natural. Lejos de mí veo varios promontorios por los que caminaré.

    El cielo está ligeramente nublado. Y la costa en el horizonte está extrañamente iluminada por los rayos del sol que brillan a través de un agujero de nubes. Por tanto, parece mucho más brillante que el resto del paisaje.

    Otro medio kilómetro me separa de Jean-Louis. Vamos juntos y, sin embargo, cada uno de nosotros tiene algún tipo de privacidad y disfruta estar solo.

    Jean-Louis seguramente se estará preguntando por qué los españoles tuvieron que darle a este maravilloso sendero panorámico una superficie de asfalto.

    Sería mucho más agradable en una superficie natural. E incluso los dos ciclistas que conocí aquí ciertamente habrían aceptado un camino sin una superficie asfaltada. Cada vez más me viene a la mente que la Unión Europea podría haber malgastado dinero una vez más en la “ampliación” del Camino de Santiago. Imagínese invertir en losas de piso de hormigón y alquitrán.

    Fantásticamente hermoso

    Sin embargo: esta etapa es excepcionalmente hermosa y muy diferente a cualquier otra que haya llegado antes. Con las afueras de Bilbao he dejado en gran parte las últimas estribaciones de los Pirineos. Ahora es mucho más plano, directamente en el océano y fantásticamente hermoso.

    Para la mimada población urbana de Bilbao hay incluso algunas vallas de madera frente al mar. Sí, así es exactamente como los alemanes habrían trazado un camino. Todo tiene que ser limitado e infalible. Y, por supuesto, no deben faltar los avisos de advertencia. Como es habitual en la vieja Alemania, cada árbol pequeño, cada mirador y, para decirlo exageradamente, cada piedra está etiquetada en esta sección. Pero a diferencia de Alemania, los españoles parecían haberse quedado sin placer en esta ridícula empresa a los pocos kilómetros. ¡Ahora mi Camino de Santiago está bien de nuevo!

    Finalmente tengo que mantener los ojos abiertos de nuevo para encontrar el próximo marcador amarillo del Camino. La búsqueda del tesoro concentrada de flechas comienza de nuevo. Y eso es muy divertido.

    La ruta es espectacular. El primer promontorio que vi esta mañana ahora lo cruzan tierra adentro. Una vez más, miro hacia atrás a los aerogeneradores frente a La Arena. Ya son pequeños.

    El pequeño pueblo de Ontón está bien protegido en un fiordo. En algún lugar poco antes, probablemente crucé la frontera regional hacia Cantabria en medio del campo. Ontón se divide en dos mitades, que están a la izquierda y a la derecha de un pequeño torrente y están conectadas pintorescamente por muchos pequeños puentes de madera.

    El Camino de Santiago expropiado

    Ahora necesito urgentemente la alegría de vivir que he llenado para la carretera de la costa que tengo por delante. De repente forma parte del Camino de Santiago.

    El Camino ahora recorre unos pocos kilómetros directamente en la carretera rural. En otras palabras: el camino simplemente ha incorporado esta parte antigua del Camino de Santiago. Y que la Unión Europea coloque estos enormes carteles del Camino de Santiago como para burlarse de los peregrinos.

    Me encuentro con Mark y Sabine en la calle.

    Mark todavía cojea. Y ahora, de tres a cuatro analgésicos de ibuprofeno forman parte de su ración diaria. Solo el rugido relacionado con la cerveza parece permitirle irse. Sabine también se ha estado quitando el dolor de las articulaciones con analgésicos durante días.

    Jean-Louis regresa de repente y saluda a Mark en voz alta desde atrás con “Bonjouuuur Ibüprüfenö”.

    Jean-Louis viene hacia mí ahora. Dejamos ir a los demás y caminamos tranquilamente por el camino. El asfalto es tan malo para nosotros como los otros dos.

    Aunque mi francés no ha sido realmente revelado en este punto, nos divierten los dos peregrinos que están químicamente separados de su “yo”. Mi profesor de francés de la vieja escuela debería escuchar eso ahora. Así funciona el francés. A más tardar, cuando puedes reírte de los demás, sabes que el idioma no funciona tan mal como te haría creer en la escuela. Apenas se burlan de ellos y se han ido.

    ¡Entra en la línea de caída!

    Jean-Louis y yo de repente sentimos como si estuviéramos conectados directamente el uno al otro. Desde el punto más alto del camino vemos cómo desciende serpenteando en muchas serpentinas confusas. Mark y Sabine deben estar atrapados en algún lugar ahí abajo ahora.

    Jean-Louis y yo tenemos la misma idea en un instante. Se apodera de nosotros como una arrogancia infantil. “Qu’est ce que tu pense? – ¿Qué te parece? ”, Pregunta Jean-Louis con una gran sonrisa. Le respondo con un convencido “siiiii”, que por supuesto no es francés. ¡Pero incluso sin hablar, puedes saber fácilmente cuándo la otra persona tiene la misma idea en ese mismo momento!

    “¡Les mostraremos!”

    Sin más afinaciones del lenguaje, Jean-Louis y yo nos balanceamos sobre la barandilla doble al mismo tiempo que el grito de batalla “Ola” para ir directamente a la línea de caída. ¡Qué sensación tan loca! Sonido de piedras. Visión de túnel a toda velocidad en línea recta. Abajo en velocidad.

    En cuestión de segundos, se ha establecido algo así como un flujo total. Un estado que corre a cámara lenta y en el que todo sucede como en trance.

    Mis viejos reflejos de la infancia se hacen presentes de repente.

    Crecí en Prien am Chiemsee y mis padres estaban constantemente fuera de casa conmigo y con mi hermano Andy en los Alpes bávaros. Correr juntos en Karfeldern, en resumen, un campo de grava, siempre ha sido una de las mayores alegrías de cada tour de montaña. Y aparentemente todavía tengo eso en mi sangre.

    Jean-Louis proviene de Haute-Savoie, que está dominada por el Grupo Montblanc en el sureste. Aparentemente tiene los mismos reflejos listos. También es un parapente y conoce muy bien el salto al abismo. ¡Oh sí, podemos!

    Los escombros suenan debajo de nosotros y las hormonas de la felicidad corren por nuestras venas.

    Tales pendientes pronunciadas no se pueden superar lenta o temerosamente con los pies inclinados. Luego, inmediatamente se rompería el tobillo y desgarraría todos los tendones. La línea de caída solo funciona si se acuesta con valentía hacia adelante con su equipaje.

    Pies rectos. Acelere a fondo en la línea de caída. Por lo tanto, siempre tiene la velocidad suficiente para usar el impulso para saltar en el aire ante la menor señal de un tobillo torcido en lugar de romper los ligamentos. Aquí los pies pueden volver a clasificarse y tener una segunda oportunidad la próxima vez que entren en contacto con el suelo. Si el siguiente paso no vuelve a funcionar, es solo cuestión de despegar de nuevo. Y si las cosas aún no salen bien: no frenes bajo ningún concepto. ¡Es mejor arriesgarse a hacer algunos avances!

    Si hubiera pensado en usar solo sandalias (resistentes), nunca me hubiera escapado en mi vida. Pero de alguna manera parece que me estoy perdiendo mi “nube de lluvia”, que normalmente me habría devuelto a mis sentidos. Aja, razón. Nunca hubiera venido al Camino de Santiago con ella.

    Con cada toque de nuestros pies nos encontramos con una pequeña avalancha de piedras frente a nosotros. ¿La exuberancia rara vez es buena? Mierda. ¡La exuberancia es un sentimiento maravilloso que debería volver a tener mucho más a menudo!

    ¡La exuberancia es simplemente buena!

     

    Correr en la línea de caída, por supuesto que no puedo ni debo recomendarlo a ningún peregrino. El peligro es demasiado grande para que el Camino de Santiago acabe aquí inesperadamente. Aún así, fue muy divertido y salió bien. El pensamiento habitual de “qué pasaría si” está dando paso cada vez más a la decisión de “no me importa” en el Camino de Santiago. Y esta decisión no solo previene más cavilaciones: me transporta directamente al presente, al momento glorioso del evento. Y me permite volver a sentirme como soy, o como volví a ser.

    Destruimos unos buenos doscientos metros verticales, y eso no es tan pequeño, con nuestro recorrido de piedra. Un físico habría dicho secamente: la energía posicional se ha transformado en energía cinética pura.

    Pura alegría de vivir

    Además, también se había transformado en pura energía vital. ¿Qué pensarán Mark y Sabine cuando nos descubran en la siguiente curva aquí? Pero simplemente no se puede doblar la curva y seguimos bajando alegremente hacia Castro Urdiales. Puedo ver la impresionante fortaleza de Santa Ana desde lejos. Primero baja al nivel del mar.

    Un pequeño sendero conduce a través de densos pinos hasta la bahía bastante solitaria de Playa de Dicido, la “playa de diciembre”. Definitivamente puedes ir a nadar aquí en verano.

    De nuevo asciende abruptamente hasta un cerro que nos separa del arrabal de Castro Urdiales. Aquí también seguimos un sendero audaz en medio del campo.

    En Castro Urdiales nos encontramos con el paseo marítimo. Aquí tomo la ruta directa a través de la playa, mientras que Jean-Louis prefiere tierra firme debajo de él.

    La alegre ciudad portuaria con unos buenos 30.000 habitantes y el doble de turistas es simplemente hermosa.

    Jean-Louis y yo tomamos algunas fotos en el muelle. Aquí un pescador ha extendido su red roja para que se seque. Como en todo el mundo, la iglesia de Santa María también se encuentra en Castro Urdiales en el mirador más bello. Al final de la ciudad es visible desde lejos. Fue construido sobre un acantilado como un faro.

    Primero a la iglesia

    Retiramos respetuosamente nuestro equipaje. Me avergüenzo un poco de los pantalones cortos, pero espero que los criados tengan desventaja con un peregrino. Y así es exactamente como sucede. Un joven de Dios llamado Diego me pide que vaya a la sacristía a poner un sello en mi cédula de peregrinaje. Es el sello más bonito que tengo hasta ahora en mi pase de peregrino, la credencial.

    Mis pantalones cortos no le molestan más que mi mochila, que llevo con las manos frente a mí en la iglesia.

    Luego Diego me guía por la nave oscura. Me explicó las diez estaciones de Jesucristo con ardiente entusiasmo. El Vía Crucis, así se llama la última Pasión de Jesucristo por la crucifixión, es como siempre extremadamente oscuro y cruel. En la primera imagen, Jesús es sentenciado a muerte. “Poncio Pilato les dijo: Entonces, ¿qué debo hacer con Jesús, que es llamado el Mesías? Entonces todos gritaron: ¡En la cruz con él! ”[9].

    Entonces Jesús toma la cruz sobre sus hombros. Y se derrumba tres veces bajo el peso de la cruz. Finalmente, es despojado de sus ropas y crucificado. INRI, estas son las primeras letras del nombre burlón Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum, Jesús de Nazaret, Rey de los Judíos.

    Las imágenes no revelan nada sobre el camino más al cielo y me pregunto, ¿por qué no hay nada más positivo? Si hubiera sido el pintor o el cliente yo mismo, habría agregado algunas estaciones más que también despiertan un poco de esperanza y muestran que nada en la vida es gratis.

    Después del Vía Crucis con guía privada, me siento, como siempre, en uno de los bancos más atrasados ​​de la derecha. Pero esta vez, también, me atrevo a avanzar unas filas. Me arrodillo y me hundo en mis pensamientos. ¿Mi peregrinación es un viaje religioso? ¿Tiene un significado espiritual? ¿Estoy buscando a Dios? ¿Recibiré respuestas y conocimientos?

    No lo sé. Pero me involucro y quiero saber qué me traerá el camino. El solo hecho de estar en una iglesia oscura e inspiradora es un momento conmovedor de cualquier manera.

    En una pared a la izquierda de la salida, los peregrinos depositan varios objetos personales que se supone que permanecen aquí y abren el acceso a un mundo espiritual. Yo también me separo ahora de un objeto amado, que coloco con mucho cuidado a través de las barras forjadas en el lugar designado. Lo que sea que me traiga este ritual, simplemente lo hago.

    Mis alumnos tardan unos segundos en acostumbrarse a la luz brillante del exterior. Delante de mí hay un mendigo profesional que, a diferencia de mí, está vestido con ropa de marca y costosas gafas de sol Ray Ben. Quiere algo de mí de forma bastante agresiva en la gira de lástima.

    Le digo en español: “Cuéntame algo sobre ti y tu destino”. La respuesta es rápidamente un “Fuck You” en inglés. Jean-Louis, que también está saliendo de la iglesia, responde a su Fuck You colocando amorosamente un brazo en su hombro y deseándole un “bon camino, mon ami”. Ahora se ha quedado en silencio.

    Honestamente, ahora quiero pasar a cosas más mundanas porque tengo un hambre de oso. Es domingo al mediodía.

    Paella – ¡quién se lo puede permitir!

    A unos pasos de Santa María nos sentamos a comer algo. En un verdadero restaurante. Por supuesto que no nos atrevemos a entrar con nuestra ropa, pero afuera al aire libre casi todo es gratis. Eso está bien con el camarero.

    Seguimos siendo arrogantes. Como es domingo, Jean-Louis, por supuesto, tiene una excusa adecuada para la comida no muy apropiada: “Seulement une exception – sólo una excepción”. Puedo sentir que tiene mucha, mucha mucha hambre y hoy, al igual que yo, le gustaría darse un capricho con algo. En la mesa de al lado, una pareja de turistas ingleses come una paella y también la pedimos.

    Sin embargo, por parejas y sin mirar el precio en la carta. ¿No puede costar tanto, un poco de arroz con algo? Es y será la primera y última paella pedida en todo el Camino de Santiago. La cuenta por un plato de paella es de 22 (!) Euros salados. Y ni siquiera estamos realmente llenos. A Jean-Louis le gustaría ahorrar drásticamente durante los próximos días para no arruinar su presupuesto.

    Ya no tenemos carne. Y el camarero, que ya ha hecho lo suyo, tampoco nos ofrece más café. Supongo que está feliz de dejarnos seguir adelante.

    ¡Ya 1.500 kilómetros en pie!

    Mientras camino, Jean-Louis me cuenta poco sobre su Camino. Por primera vez. Jean-Louis ya ha comenzado en Chambery, su parroquia natal en Francia. Ya ha recorrido 1.500 kilómetros a pie. No quiere hablarme de los motivos que lo llevaron al Camino. ¿Aún no?

    A las afueras de Castro Urdiales tengo que esperar a Jean-Louis. Redujo la velocidad significativamente después de comer. Cuando pisa fuerte hacia mí en los acantilados verde hierba, tengo la idea de pintar esta escena en algún momento.

    Jean-Louis en el centro de la imagen, un camino estrecho bajo sus pies, rodeado de hierba seca. Detrás de él se encuentra el mar en calma, azul acero. Colores tan ricos como solo se pueden ver después de mucha lluvia. Cada paso, cada movimiento está profundamente grabado. También estudio el trasfondo intensamente. Ahora está infinitamente lejos. Los aerogeneradores de La Arena solo se pueden adivinar en la ligera bruma en la distancia. Ya no puedes verlos correctamente. Intento memorizar los colores con mucha precisión. Y miro con atención la sombra que corre delante de Jean-Louis a cada paso. Es de esperar que un breve boceto en mi diario conserve estas impresiones. En algún momento me gustaría usar el boceto para hacer una pintura al óleo.

    Mientras tanto, Mark y Sabine seguramente han tomado el despiadado desvío a lo largo de la carretera costera. No se preocupan por el alma del camino. El GPS te conduce y te obsesiona la conexión más corta.

    Un telón de fondo absurdo se presenta ahora porque el Camino de Santiago aterriza ahora mismo en la carretera de la costa sin alma. Atado a una señal del Camino de Santiago para automovilistas (advertencia a los peregrinos), un burro espera la última manzana que Jean-Louis lleva consigo. El burro detrás de la barandilla no suplica. Simplemente está ahí y ahora parece estar disfrutando cada bocado.

    El resto de la ruta me recuerda a una calurosa carretera estadounidense que se ha pavimentado con explosivos en línea recta a través de todos los altibajos. El asfalto es el mayor enemigo de los peregrinos. El aire sobre la superficie se refleja en las regiones más internas del cerebro. Ese sentimiento es agotador. Tiene la impresión de no progresar. Los autos todavía se reflejan en el aire caliente en la distancia antes de que el resplandor de allí se trague por completo. ¿Qué tan lejos puede estar eso? Con las rayas de la capa de aire caliente, tengo un anticipo de la inmensidad que tengo por delante. Inevitablemente, me identifico con caracoles y hormigas cuando los coches pasan a toda velocidad.

    Aún así, pienso para mí mismo, estoy seguro de que estaré más lejos a pie de lo que cubren muchos conductores normales cuando pasan a mi lado. Mis pies ya me han llevado unos buenos doscientos kilómetros. Aún quedan 651 kilómetros hasta Santiago de Compostela. Sin rodeos.

    No cuentes al revés. ¡En Vivo!

    Por primera vez, ahora tengo una idea de la ruta y las condiciones del tiempo. Pero no empezaré a contar hacia atrás. Eso es idiota.

    La tontería de contar los días al revés me quedó claro por primera vez en la Bundeswehr. Pero comienza mucho antes en la vida. Cuántos años hasta el décimo cumpleaños. Bien: esta pregunta es infantil y también completamente normal. ¿Cuántos años más hasta que finalmente termine la escuela? Bueno, aquí es donde las cosas empiezan a ponerse estúpidas. Porque ¿qué viene después de la escuela? Entonces, ¿todo mejorará en la vida? ¿Y cuál es el punto si luego empiezas a contar de nuevo, al revés, claro? ¿Quedan 50 días con la Bundeswehr? Al fijarse en la cuenta regresiva, pierde lo más valioso que tiene: ¡el momento! No te estableces en el aquí y ahora. Más bien, ¡está esperando la fecha de vencimiento!

    ¿Cuál es la próxima cuenta atrás? Correcto: ¿Cuántos años más hasta que se jubile? Genial, ¿entonces qué? Entonces cual es la pregunta?

    ¿Cuántos días conté hacia atrás en lugar de vivirlos?

    Contar kilómetros al revés me parece igualmente absurdo. yo continúo Punto. Veamos a dónde llego hoy.

    El lado equivocado de la carretera

    La franja izquierda de la autovía marcada con una línea blanca continua está destinada a congraciarnos con el Camino de Santiago según los planes del gobierno. Pero eso no interesa a los conductores. En España, hasta hace poco tiempo, no era común que los peatones caminaran en sentido contrario. Solo los sabelotodo alemanes hicieron eso. Algunos conductores de camiones todavía están tratando de “enseñarnos mejor” hoy, burlándose claramente de pasar muy cerca de nosotros y tocar la bocina. Jean-Louis ya ha rozado algunos camiones con su bastón, pero no están impresionados en absoluto. Luego silbamos en el lado izquierdo y volvemos a ir a la derecha. No importa quién o qué se acerque por detrás. Tenemos paz de nuevo.

    El calor del pavimento de asfalto negro como la boca me enoja. Se siente como si estuviera en movimiento con mi reproductor de mp3 y ritmos tecno. Mis sandalias no son buenas compañeras en esta superficie inhumana. Cada maldito paso va directo a mi centro del dolor. Estoy empezando a maldecir el camino. Jean-Louis no me ha dicho una sola palabra en mucho tiempo. Está completamente en silencio. No hay expresión en su rostro. Interiormente, parece estar murmurando algunos mantras para sí mismo. Mantenemos nuestra distancia de nuevo. Mejor así, porque el asfalto nos chupa muchísimo la fuerza y ​​la psique. Y ciertamente no quiero discutir con Jean-Louis. Todos están solos aquí. Y todos tienen que lidiar con eso por sí mismos. Otro tipo de prueba que me trae este tramo monótono de la carretera.

    Mirar una meta es … ¡una tontería!

    Me doy cuenta de que de repente estoy tan amargado como siempre en el trabajo. Durante media hora he estado fijando el final del horizonte donde veo un mástil. No se está acercando más. Pero ya no aparto mis ojos de él. Lo miro obstinadamente. Esta obstinada y desafiante fijación de un punto, sin embargo, sospecha una fuerza interior que me lleva cada vez más lejos. ¡Ataque! Cuanto más miro el punto, más se estrecha mi campo de visión y los mismos pasos continuamente me devuelven a un estado de trance. Puedo sentir mis manos apretadas en puños y el sudor rodando constantemente por mi cara. Es como estar en la sauna, si previamente has apostado que te quedarás en el banco superior durante veinte minutos. El reloj de arena parece gotear durante una eternidad y luego está a la mitad. Date la vuelta y sigue.

    No, no quiero soltar el mástil de allí. Quiero llegar a este punto lo más rápido posible y dejarlo atrás. Sin querer, me estoy volviendo más rápido. Jean-Louis, que ahora está muy por detrás de mí, también se está volviendo más rápido. La distancia sigue siendo la misma.

    Cada pocos cientos de metros hay señales de advertencia del Camino de Santiago más grandes que la vida en la carretera. Todo con el aspecto de una “normativa europea de tráfico por carretera” abrumadora. ¿Qué tan altos pueden ser los subsidios de Europa? Desafortunadamente, esta vez el precio no está al lado. Entonces un proyecto más pequeño. Jean-Louis se burla ahora del eje “Sarkozy et Merkääl”. C’est fou – Todo es una locura ”, dice.

    Como para redención, hay un tramo ante el horizonte que nos conduce a través de la naturaleza. Así que, lamentablemente, no podré alcanzar el mástil a lo lejos. ¡Siempre resulta diferente! ¡Gracias a Dios! Por eso, de repente me vuelvo feliz. En un pequeño pueblo, ambos nos sentamos en un banco de piedra en el lado norte de una pequeña iglesia. Aquí hay una fuente refrescante con agua potable.

    El pueblo, cuyo nombre no sé, es pura relajación. No veo un solo auto aquí. A la distancia, dos niños caminan por un prado. Y junto al banco de piedra en el edificio frontal de la iglesia, se abre la puerta. Es el pastor del pueblo. Nos saluda con la mano brevemente, como si acabara de bendecirnos y luego se sube a un Citroën viejo y se aleja. Nosotros también partimos de nuevo.

    Puede que sean 6 kilómetros hasta El Pontarrón de Guriezo, pero hoy cada maldito kilómetro me parece un año luz. Al poco tiempo nos encontramos con la autovía, que a partir de ahora se llama nuevamente Camino de Santiago. E inmediatamente ambos mantenemos nuestra distancia. Cada hombre por si mismo.

    El último tramo a Guriezo es pintoresco, ¡para un conductor! Para un peregrino, la ruta es simplemente “dura”. A mi derecha, una hermosa pero desierta playa me ha acompañado durante dos kilómetros. Hay algunos pescadores aquí y de vez en cuando hay un campista. Aunque estoy en medio de la carretera nacional N634, apenas pasa un automóvil. El tráfico tiene lugar casi exclusivamente en lo alto de la nueva E-70. Gracias UE, no habría sido necesario.

    En la ría de la Aguera Ibaia

    Me estoy acercando lentamente a la desembocadura del Aguera Ibaia. Extensas áreas de arena de color ocre se alternan con agua corriente. Como un pedazo de la costa del Mar del Norte, bordeado por un paisaje rocoso y montañoso de un verde profundo.

    Si no estuviera demasiado exhausto, sin duda tomaría una docena de fotos aquí.

    A última hora de la tarde nos topamos con el hermoso pueblo de El Pontarrón del Guriezo a una distancia razonable. Un nuevo puente gigantesco de la autopista se extiende por el valle por encima del pueblo.

    El albergue está un poco tierra adentro. La propiedad limita directamente con el romántico curso de Aguera Ibaia. Una vieja puerta del jardín conduce a la orilla a través de un par de ortigas que cuelgan en el camino. A pesar del barro, puedo imaginar muy bien lo agradable que puede estar seco aquí. Ahora, después de las lluvias, cada paso que da allí emite un sorbo divertido.

    Cuando el champú no se desprende …

    Desafortunadamente, el albergue ha estado muy húmedo y mohoso durante los últimos días. Cuando está seco, definitivamente es recomendable. Pero hoy los colchones están empapados con la humedad de nuestros predecesores. Y la ducha simplemente gotea fría. Haría bien en no ducharme. Jean-Louis está teniendo dificultades para deshacerse del champú que se ha aplicado con entusiasmo. Y lo que estoy presenciando acústicamente en francés es ciertamente muy divertido. Los tensioactivos ya no parecen querer desprenderse de su piel con las gotas de agua fría. Tengo que reír

    Lleno de alegría, me acuesto cómodamente al sol en el hermoso jardín delantero. Ahora Mark y Sabine también llegan. Cómo lo hicieron, no lo sé. Como siempre, tienen este exagerado estado de ánimo de prostitución. Dios mío, y luego aparece la extraña pareja de Nueva Zelanda. ¿Todavía existen? Ambos han tomado el ferrocarril costero hasta aquí. Como vienes del otro extremo del mundo, imagino cómo llegarás al revés. Ante la idea de la parada de cabeza y una gravedad inversa, se me escapa una risa fuerte. Pero me guardo mis asociaciones para mí, por lo que los dos neozelandeses toman mi risa como una cálida bienvenida. ¡Encaja!

    Nada más llegar allí, se pajean, eh, entran al pueblo al trote para ver el partido de fútbol Nueva Zelanda contra Italia en el bar El Pontarrón (eso es todo). El 1: 1 debe haber estimulado a los dos tacaños neozelandeses. Tanto es así que regresan al albergue con varias botellas de vino. Probablemente se planeó la celebración. Pero nada saldrá de eso.

    Ojo por ojo, piedra por piedra. ¡Encantador!

    Alejandro, un peregrino extremo español rechoncho y musculoso, dice, sin que los neozelandeses lo oigan: partamos todos de nuevo. ¿O quieres celebrar con los neozelandeses? Aunque lo dice en español, hasta comprendo su cinismo entre líneas. Vaya, qué satisfacción lingüística. Finalmente podemos devolverles el dinero por toda su tacañería. Dice: El próximo albergue en Liendo debería ser bonito y nuevo. Y ciertamente también estaría seco.

    Tomo cada palabra de él. Alejandro lleva una camiseta azul sin mangas del Camino Inca. Los emblemas a juego del Río Urubamba y Machu Picchu en Perú están estampados en la mochila. “Allechandro” parece un soldado de élite tatuado. Pequeño, calvo, con un sombrío bigote. Pero muy agradable.

    Jean-Louis ya está durmiendo profundamente en este momento, aunque, curiosamente, los únicos rayos de sol en el dormitorio brillan exactamente en sus ojos. ¡Que se joda todo! Lo estoy despertando ahora. Borracho de sueño y un poco descontento, me mira y me pregunta en español “¿Qué pasa? ¿Qué esta pasando?”.

    ¡Allez, allez! ¡Vamos de nuevo! Como si tuviera órdenes, Jean-Louis empaca inmediatamente sus siete cosas. Como todos los demás en el albergue. La dinámica de grupo desencadena una auténtica euforia. ¿Ahora renunciar a los lugares seguros para dormir de nuevo? ¿Te atreves a pasar otra etapa?

    Comienza la acción de mando “Liendo”. ¡Adelante, marcha, marcha!

    Los pies cansados ​​se olvidan. Quien descansa una vez ya no camina? ¡Disparates!

    Todas mis preocupaciones quedan completamente ahogadas en la exuberante atmósfera de optimismo. ¡Jippie, continúa!

    Los desprevenidos neozelandeses nos esperan en el jardín delantero con una mesa de piedra colocada con imaginación y mucho vino en una pose de victoria orgullosa. Ahora todos salimos del albergue al mismo tiempo como una unidad especial con equipaje al hombro. “Ola, una nueva etapa! Felicitación, bon Camino! ”

    El vino se atora en la garganta de los novios. Evidentemente, cada uno de nosotros ha tenido experiencias desagradables con ellos. El terrible aguijón ahora se está vengando. Que todo haya conspirado en su contra seguramente le vuela la imaginación. Eso sí, es Mark quien sale del albergue con un sarcástico grito de batalla: “Nueva Zelanda-aaaaaaa”. La reverberación del otro extremo del mundo me divirtió bastante mientras subo de cero a ciento cuarenta.

    Camino Inca nos lleva a Liendo

    En un estado de ánimo onírico al final de la tarde, marchamos a paso militar sincrónicamente detrás de “Inkatrail”, como lo llamaremos de ahora en adelante. Mide un metro ochenta como máximo y tiene la forma de un culturista. Su equipaje es como un equipo de supervivencia para dos meses de selva. Por más bárbara que sea su apariencia: es un alma muy empática y sensible y puedo hablar con él bien. Inkatrail, Mark, Sabine, Jean-Louis y yo somos ahora un equipo por este corto tiempo. Sabemos que los caminos pronto se separarán de nuevo, pero ahora la broma común realmente nos anima.

    Después de un fuerte ascenso, pasamos por un puente de la autopista y miramos hacia abajo por un breve momento. Luego continúa con pasos de gigante hacia Liendo.

    Nuestra fuerza parece brotar del tanque de reserva. Poco antes de Liendo nos recibe una divertida señal de tráfico:

    Prohibida La Venta Ambulante Con Megafonías!”

    ¡Apaga tus sirenas! Estás en el liendo de ensueño. ¡No hagas ningún ruido cuando estés corriendo por allí! Somos trés amusée, porque ¿qué debería estar pasando aquí? Por supuesto, es Mark de nuevo quien aúlla una sirena detrás de nosotros “OU-Ihhhhhh”. Complementado con un “Pobre Nueva Zelanda, pobre Nueva Zelanda”.

    Sombras divertidas del tamaño de un monstruo

    Los últimos metros hasta Liendo son geniales. En la última luz del sol poniente, nuestras propias sombras han crecido hasta alcanzar el tamaño de un monstruo.

    El sol baña a Liendo con una luz de fondo naranja brillante especialmente para nosotros y evoca un idilio brumoso frente a nuestros ojos. Caminamos detrás de la iglesia hasta el albergue. Y cuando salimos por detrás de la iglesia, el sol ya ha desaparecido en las montañas. Liendo está de repente en la sombra. ¡Logramos nuestro objetivo del día! Como siempre, el azar me recompensa. ¿O es más?

    El nuevo albergue es adorable. Una escuela preparada con cariño. Elegante y con encanto propio.

    “Inkatrail” habla despectivamente sobre los albergues de masas extremas Camino Francés. Sí, como español también ha leído Kerkeling. Hizo este Camino de Santiago el año pasado. Sin embargo, al revés, resulta.

    Entre amigos peregrinos

    En Liendo estamos ahora entre amigos peregrinos. Hay un reencuentro con la italiana Daniela. También hizo un desvío en tren. Y un reencuentro con los españoles Manu y Jesús. Por supuesto que no Jesús. Pero realmente se ve exactamente así. Cabello oscuro desgreñado y demacrado hasta los hombros, barba de Al Qaeda. Siempre solo en zapatillas. Y corriendo en topless. Lo único que falta es una pesada cruz de madera.

    Ya conocí a “Jesús” cuando pasó a Ingrid ya mí en las montañas a las afueras de Lezama. En realidad, habría sospechado mucho más de él. Pero se ven una y otra vez en el Camino de Santiago.

    “Italia y España” cocinan hoy para nosotros. Antes de eso, recaudaron cuatro euros de cada uno. El equivalente es ahora una suntuosa experiencia de cocina mediterránea. Comida y vino en abundancia. Manu, un español simpático, me resulta familiar después del vino. Y también cree que me ha visto en alguna parte antes.

    Jean-Louis se está cansando. Sin duda, esto también se debe al hecho de que, como francés, nunca había aprendido otra lengua extranjera. Le hablo en francés, con Daniela en italiano, con Sabine en inglés, aunque ella es alemana. Pero así es como otros pueden entender algo sobre nosotros. Después de los días con Ingrid, ya no necesito mi alemán. Empieza a hacer tarde en el ambiente acogedor. Ya es casi medianoche. En este momento, un peregrino suele haber estado dormido durante algunas horas. Es bueno que los dos todavía hayamos marcado la curva. Ya era hora de renunciar al vino y dormir. Sin embargo, todavía había mucho ruido esta noche.