14 EL PERAL – LLANES

Camino de la Costa: EL PERAL – LLANES | Jakobsweg, Küstenweg

Etappe 14: EL PERAL – LLANES
Tag 14: 23 km, relativ flach (300 Höhenmeter). Über Pendueles, Riego, traumhafter Umweg an der Küste entlang.

Landkarte Camino de la Costa El Peral

Landkarte Camino de la Costa Ausschnitt mit El Peral, gezeichnet von Christian Seebauer

Colombres (Ribadedeva) 477 – Celles (Noreña) 475 – Buelna (Llanes) 470 – Pendueles (Llanes) 468 – Vidiago (Llanes) 466 – Puertas de Vidiago (Llanes) 464 – San Roque del Acebal (Llanes) 460 – Llanes 456

Wie weit ist es von hier aus noch nach Santiago de Compostela? Die Kilometer werden rückwärts gezählt. Santiago de Compostela markiert Kilometer Null. Entfernungsangaben Quelle: Wikipedia 2012.

 

Der Erlebnisbericht: Jakobsweg an der Küste | BURNOUT: Eine Wanderung auf schmalem Grat

Leseprobe aus dem Buch Jakobsweg an der Küste | Selbstfindung. Auch für Nicht-Pilger geeignet. EtappeEL PERAL – LLANES

Gleich in der ersten Dämmerung habe ich mich etwas frösteln aufgemacht. Beim Gehen wird mir dann schnell etwas wärmer. Erst besetzt die N-634 wieder den Jakobsweg. Dann aber, bereits nach einer guten halben Stunde geht es ab in den Wald. Bald erreicht der Naturweg die grässliche Schneise der neuen Küstenautobahn. Wer hier vor der Wahl steht, entscheidet sich sicher gerne so wie ich für einen Umweg direkt an der Küste. Der Küstenwanderweg E-9 (Senda Costera) ist gut markiert, aber kein Teil des offiziellen Jakobsweges. Der Umweg beschenkt mich dafür mir reichhaltiger Natur. Weiden, wie im Allgäu. Felsklippen wie in Schottland. Einsam und friedlich ist hier alles.

Hier draußen an den Felsklippen gefällt es mir wieder total gut. Es ist heute auch von der Temperatur her sehr angenehm zum Wandern. Etwa 18° Grad. Immer wieder kommt die Sonne ein wenig durch. Die heutige Strecke ist angenehm flach. Im Prinzip geht es immer so auf etwa 50 Höhenmetern dahin. Mal ein wenig rauf, mal ein wenig runter.

Nach einer guten halben Stunde komme ich an eine Tafel mit der Aufschrift „Buffones de Arenillas“. Hier an dieser Stelle kann man bei einem entsprechenden Wellengang ein Naturschauspiel erleben. Durch den löchrigen Fels schießen dann wie bei einem Geysir Wasserfontänen in die Luft. Ihren Namen Steinschleudern haben die „Geysire“, weil sie auch allerlei Kieselsteine mit in die Luft schleudern. Deshalb steht auch dabei „Atención, Zona muy peligrosa!“

Soweit die Theorie der Geysire. Und es bleibt auch bei der Theorie, denn heute liegt der Ozean völlig ruhig unter mir.

Wälder, Bäche und der Ozean

Irgendwann wendet sich der Senda Costera halblinks ab vom Atlantik. Ich tauche ein in einen Eukalyptuswald. Hier riecht es heute so intensiv, als hätte ich mir Hustenbalsam auf den Hals geschmiert! Nach einem weiteren Kilometer im Wald stehe ich auf einer kleinen Anhöhe. Etwa eine Kirchturmhöhe unter mir mäandert der grüne Rio Purón in einem verwundenen Flusslauf dem Ozean entgegen.

Hier stoße ich auf eine nicht ganz alltägliche Pilgergemeinschaft. Ein polnischer Opa, der den Weg schon einmal gegangen ist, macht nun mit seinen beiden Enkelkindern den Jakobsweg. Die beiden Burschen sind vielleicht 16 und 18 Jahre alt und sprechen englisch. Beide haben sie bestimmt doppelt so viel Gepäck wie ich auf ihren Schultern und sie tun mir ein wenig leid. Ich selbst tue mich mit meinem abgespeckten Rucksack heute viel leichter. Während die beiden hochrote Köpfe haben, macht mir mein Rucksack überhaupt nichts mehr aus. Ich schätze ihn auf je nach Wasservorrat auf nur noch etwa 10-12 Kilo.

Ein knorriger alter Angler, der mit seinen Gummistiefeln im Wildbach steht, winkt mir zu. Würde ein deutscher Angler auch winken?

In wunderschöner Landschaft marschiere ich frohen Mutes weiter in Richtung Andrín. Es ist ein kleines friedliches Dörflein mit vielen alten und schön hergerichteten Steinhäusern.

Um halb Elf komme ich im Dorf an einer grünen Tafel vorbei, auf der geschrieben steht: „Plato del Peregrino, 8 Euro“. Soll ich mir heute einmal acht Euro gönnen? Während ich so überlege, sieht mich die Besitzerin des Lokals „muy costoso? Zu teuer?“ Ich zucke mit den Achseln. Sie sieht auf Ihre Uhr und meint, dass es normalerweise erst um eins etwas zu essen gibt. Normalerweise. Sie sagt mir jedoch auch, dass der Koch normalerweise früher kommt und dann fragt sie mich, ob ich nicht schon einmal Platz nehmen wolle.

Die Besitzerin, die gerade ganz entspannt mit dem Besen den Garten des Restaurants sauber macht, bringt mir ungefragt erst einmal eine Flasche Rotwein, Wasser und frisches Brot. Nun ist die Entscheidung gefallen. Besser gesagt: Sie wurde gerade eben für mich gefällt! Der Restaurantgarten, in dem ich mich niederlasse ist mit einer Steinmauer umfasst.

Aus jeder Ritze quellen Steinpolster und Blumen hervor. Die Tische sind kunterbunt zusammen gewürfelt und alles ist urgemütlich, um dort zu verweilen.

Aufbruch in der Dämmerung

Ankunft in der Dämmerung. Skizze vom Jakobsweg an der Küste

Der einzige Gast

Da ich der einzige Gast bin, blättere ich ein wenig im Reiseführer. Immer wieder schenkt mir die Besitzerin frischen Rotwein nach. Ich habe ihr schon signalisiert, sie dürfe gerne ein wenig langsamer machen. Weil ich mich nicht unbeliebt machen möchte, frage ich sie höflich, ob ich mir meine Schuhe ausziehen darf.

Sie lacht laut und kann gar nicht verstehen, warum ich es nicht einfach mache? Ob ich Deutscher bin, meint sie lächelnd.

Mit einem knatternden Motorrad kommt gerade der Koch an. Es muss der Koch sein, denn er hat eine weiße Schürze an.

Die Besitzerin wechselt ein paar Worte mit ihm und stellt mich ihm vor. „Hier ist ein Pilger, der schon mächtig Hunger hat“. Auch er muss nun lachen und gibt mir die Hand. Gleichzeitig signalisiert er mir, dass er sich freue, heute für einen Pilger kochen zu dürfen.

Er schlägt mir vor, mich überraschen zu lassen! Und darauf lasse ich mich gerne darauf ein.

Wenig später folgt Suppe des Hauses, großer gemischter Salat, Schnitzel mit Gemüse und einem Berg hausgemachten Pommes. Danach muss ich noch den selbst gemachten Kuchen probieren, denn als Deutscher müsste ich ja etwas von Kuchen verstehen, meint die Besitzerin. Sind wir ein Kuchenvolk?

Natürlich gibt es auch noch Kaffee und dann einen Schnaps, den ich unmöglich ablehnen hätte können. Dafür habe ich die zweite Karaffe Rotwein nur angetrunken. Oje, wie schwer werden meine Füße danach sein?

Und da ist sie wieder, die Besitzerin, obwohl ich um die Rechnung noch gar nicht gebeten habe. Sie habe mich am Anfang ja gefragt, ob acht Euro zu teuer wären. Nein, nein, erwidere ich verlegen, das wäre vollkommen in Ordnung. Die Besitzerin meint es aber sehr ernst mit Ihrer Frage. Ob ich mit fünf Euro einverstanden wäre und ob es mir denn wirklich auch geschmeckt habe? Wahnsinn, auch das ist Spanien, wie ich es noch nie zuvor erlebt habe.

Immer mehr verstehe ich, warum Menschen, die irgendwann einmal selbst am Jakobsweg unterwegs waren, das Bedürfnis haben, eines Tages etwas von dem, was sie erlebt haben, zurückgeben zu wollen.

Aquarell: Jakobsweg an der Küste

Aquarell: Jakobsweg an der Küste in der Früh

Hier am Weg nehme ich dankbar an.

Doch immer mehr bin ich tief in die Schuld der lieben Menschen gerutscht, die sich hier menschlich engagieren und den Weg erst zu dem machen, was er ist!

Der Weiterweg an der Küste beschert mir noch viele traumhafte Ausblicke auf den Ozean, der heute im Dunst mit dem Horizont eins geworden ist. Hier in Asturien hat sich auch die Vegetation merklich verändert.

Am Küstenweg begleiten mich nun unendliche Heidewiesen, die gerade in der Hochblüte sind. Ganze Felder voll Heidekraut leuchten intensiv rosarot auf der kargen Weide. Auch hier am Küstenweg ist fast nichts los. Einmal sind mir zwei Wanderer entgegen gekommen und kurz vor Llanes überhole ich noch eine spanische Großfamilie.

Ich bedaure fast, dass der Weg heute nicht weiter geht und ich schon nach 23 Kilometern an der Herberge ankommen.

Viel zu gerne würde ich heute noch weiter wandern.

Die Herberge in Llanes/ La Portilla gefällt mir weniger gut. Das liegt schon daran, dass mir der Herbergsvater einfach unsympathisch ist und alles nach Kommerz aussieht.

Gut, die Herberge ist nicht wirklich schlecht, aber alles sieht nach Abzocke aus. Der Preis von 15 Euro (Bett) ist für Pilgerverhältnisse einfach zu hoch. Als Gegenwert gibt es nur kalte Duschen, sonst nichts.

Heute habe ich bemerkt, wie sich langsam die Maßstäbe bei mir verschoben haben. Die heutige Etappe von 23 Kilometern war für mich eine kurze und erholsame Strecke.

Ich bin schon früh angekommen und marschiere jetzt zum Einkaufen knapp zwei Kilometer zum Hafen von Llanes. Hätte es nicht zu regnen angefangen, wäre bestimmt mehr los gewesen. So wie Sirmione am Gardasee kommt mir auch Llanes vor. Pizzerien, Eisdielen, Hafenrestaurants. Postkarten für meine Kinder gibt es auch mal wieder. In einem Hafenrestaurant gönne ich mir einen Espresso und lese, so gut ich kann eine asturische Tageszeitung. Anschließend versorge ich mich im Ort mit Salami, Weißbrot, Äpfeln und Klopapier. Und Rotwein!

In meinem Bettenlager treffe ich einen Sizilianer wieder, den ich einige Tage zuvor schon einmal getroffen habe. Er ist ein bärtiger Typ, um die zwei Meter. Ebenso brachial wie sein Äußeres ist seine kräftige Hornbrille. Und als einziger Pilger schleppt er gleich zwei Rucksäcke mit sich herum. Einen riesen großen Rucksack am Rücken und einen weiteren am Bauch. Mit seinem Gepäck würde ich jedenfalls auf Anhieb zusammenbrechen. Für seinen Weg hat er alles aus Sizilien mit genommen. Einkaufen oder ein Pilgermenü sind für ihn tabu. Seine Füße sind total blutig und ich mache mir Gedanken darüber, was er wohl zu büßen hat.

Weil ich fließend italienisch spreche und auch sein Vertrauen habe, gelingt es mir, viel von ihm zu erfahren. Es gibt da in Italien diesen – er meinte – Staat im Staat. Und er meinte auch, dass diese Organisation“ nicht nur kriminell sei, sondern ihre Drogengelder auch in soziale Projekte investieren würde. Weil der Staat selbst das eben nicht mache. Und er ist auch davon überzeugt, dass man nicht so ohne weiteres nur „böse“ sagen könne. Trotzdem lebt er seit einigen Jahren in einem, wie er meint, unlösbaren Konflikt. Er wolle, dass Gott ihn bestraft und er wolle, wenn er zurückkehre:

Nur noch Gutes tun.

Nun, ob es Gott ist, der ihn bestraft, das weiß ich nicht. So, wie er daher kommt, ist es aber klar, dass er sich selbst bestraft und dafür wieder zu sich finden möchte. Was immer er war und was immer er tat, ich will es auch gar nicht so genau wissen. Doch immer wieder versucht er, mich als so eine Art Beichtstuhl zu benutzen, denn ich verstehe seine Sprache.

All das, was er mir erzählt, möchte ich eigentlich gar nicht hören. Doch er scheint mich einfach zu brauchen. Es scheint, als wäre es „sein Moment“, der nun gekommen ist. Und so erzählt er weiter von seinem unmoralischen Doppelleben, von Sünden, die er zutiefst bereue und von seinem Wunsch, ein besserer Mensch zu werden.

Als der Zweimetermann schließlich wie ein Häufchen Elend zu weinen beginnt, wie ein kleines Kind, kann ich nicht anders, als ihn zu umarmen. Doch helfen kann ich ihm nicht. Er wird sich hier auf seinem Weg weiter selbst kasteien und quälen. Er will es so und es scheint, sein einziges Ziel zu sein.

Am Abend, mitten im Regen, kommt auch Jean-Louis hier an. Wir haben uns ja schon ein wenig angefreundet und so freue mich über dieses Wiedersehen. Jean-Louis ist die letzten Tage hinter mir geblieben, hat aber heute eine Etappe von 50 Kilometern eingelegt. Zum Widersehen öffne ich gleich meine Flasche Rotwein, die wir dann im Austausch von diversen Lebensmitteln zu fünft trinken. Aber genießerisch über drei Stunden hinweg!

Am Abend beginnt in Llanes dann ein Volksfest. Alle paar Minuten erschüttern laute Böllerschüsse die Ruhe. Und jedes Mal ist unser Sizilianer im Bett hochgeschreckt und hat geschrien. Nach jedem Aufschrei gibt es ein kurzes „Scusi“ und er schläft wieder ein. Bis zum nächsten Böllerschuss.

Jean-Louis und ich liegen noch lange wach im Bett. Jeder macht sich wohl seine Gedanken, was die arme Seele so tief erschrecken muss. Jean-Louis meint: „un flic“ – ein Polizist. Er hat recht gehabt. Als er am nächsten Morgen fragt: „tu, un flic?“, erwiderte der Sizilianer „si un poliziotto“. Ja, ein Polizist! Er muss wohl schreckliches erlebt haben als Polizist in Sizilien. Und er hat immer auch bei den „Anderen“ mitgespielt. Als er nach dieser Frage schon wieder in Tränen ausbricht, hat auch Jean-Louis ihn ganz innig umarmt. Auch er war früher Polizist.


Ausschnitt aus dem Buch JAKOBSWEG an der Küste | BURNOUT: Eine Wanderung auf schmalem Grat

ISBN-13: 979-8618384704, Hinweis: Fotos sind nicht im Buch enthalten.

 

Ich freue mich, wenn Du ein Buch direkt bei mir bestellen möchtest und ich Dir eine ganz persönliche Widmung schreiben darf!

Christian

Jakobsweg an der Küste: EL PERAL - LLANES, Foto 2

Jakobsweg an der Küste, Klippen und Weg in Richtung Atlantik

Dieser einsame Weg ist Teil des Camino de la Cost und führt mich hoch über dem Atlantik entlang.

 

Selbstfindung. Auch für Nicht-Pilger geeignet!

Jakobsweg an der Kueste, Camino de la Costa, das Buch

Die Urvariante des Jakobsweges
– der Küstenweg – ist noch nahezu unbekannt. Dafür unvergleichlich schön!

Nach einem Burnout beginnt für den Autor im idyllischen Hafenstädchen Irun das Abenteuer seines Lebens. Die Reise zu sich selbst!

Es ist eine Reise auf schmalem Grat. 923 km liegen nun vor ihm.
Unberührte Natur und die traumhafte Atlantikküste werden über lange Strecken zum festen Begleiter.
Auf der Suche nach innerer Ruhe, Gelassenheit und dem eigenen „Ich“ entflieht der Autor in eine Welt, die ihn erdet. Und er findet Antworten.

Lange, bevor der berühmte Camino Francés im Landesinneren zum ersten Mal beschritten wurde, pilgerten die ersten „Suchenden“ hier am Atlantik entlang. Und sie wurden wahrlich nicht enttäuscht.

 

ISBN-13: 979-8618384704
Seit 2020 Independently published
BURNOUT: Eine Wanderung auf schmalem Grat
Jakobsweg an der Küste

303 Seiten unbebildert

Jakobsweg an der Küste: EL PERAL - LLANES, Foto 2

Pilgermenü Plato del Peregrino 8 Euro

Plato del Peregrino, Pilgermenü. Für wenig Geld lässt sich am Jakobsweg vielerorts fantastisch essen. Selbst 1L Rotwein ist (wäre) hier inklusive.

Motto: Traue Dich. Der Jakobsweg wartet auf Dich. Tue es einfach.

Pilgermenüs bestehen oft aus mehreren Gängen. Gastgeber zollen den Pilgern respekt. Ich danke ihnen dafür.

Jakobsweg an der Küste / Selbstfindung
direkt vom Autor, signiert, EUR 19,90

Jakobsweg an der Küste: EL PERAL - LLANES, Foto 4

Christian Seebauer am Jakosweg an der Küste

Unterwegs auf dem Jakobsweg:
Oben pilgern. Unten das Meer. Camino de la Costa eben.

Inhalt aus dem Buch BURNOUT: Eine Reise auf schmalem Grat , Jakobsweg an der Küste, Kapitel El Peral – Llanes und additive Fotos hier auf der Jakobsweg-Webseite (Fotos im Buch nicht enthalten)

  • El Peral – Llanes (Kapitel Jakobsweg an der Küste)
  • Tag 14: 23 km, relativ flach (300 Höhenmeter). Über Pendueles, Riego, traumhafter Umweg an der Küste entlang. (Pilgern am Küstenweg)
  • Wälder, Bäche und der Ozean (Pilgerbuch über den Jakobsweg an der Küste)
  • Der einzige Gast (Jakobswegbuch)
  • Hier am Weg nehme ich dankbar an. (Kapitel BURNOUT)
  • Viel zu gerne würde ich heute noch weiter wandern. (Kapitel aus dem Jakobswegbuch zum Burnout/ Küstenweg)
  • Nur noch Gutes tun. (Kapitel Jakobsweg an der Küste)

 

Fotos zur Jakobsweg-Etappe Nr. 14: EL PERAL – LLANES

14 EL PERAL - LLANES (Camino de la Costa)

Jakobsweg “Desvio Provisional Por Obras” – Umleitung 14 EL PERAL – LLANES (Camino de la Costa)

14 EL PERAL - LLANES (Camino de la Costa)

Traumhaft schön am Jakobsweg!

14 EL PERAL - LLANES (Camino de la Costa)

14 EL PERAL – LLANES (Camino de la Costa)

14 EL PERAL - LLANES (Camino de la Costa)

Esta Fuente de Pendueles fué rehabilitada por la Escuela Taller del Gobierno del Principado de Asturias

14 EL PERAL - LLANES (Camino de la Costa)

Noch früh am Morgen, 14 EL PERAL – LLANES (Camino de la Costa)

14 EL PERAL - LLANES (Camino de la Costa)

Im Nebel, 14 EL PERAL – LLANES (Camino de la Costa)

14 EL PERAL - LLANES (Camino de la Costa)

Ortsausgang El Peral, 14 EL PERAL – LLANES (Camino de la Costa)

14 EL PERAL - LLANES (Camino de la Costa)

Trampelpfad, 14 EL PERAL – LLANES (Camino de la Costa)

14 EL PERAL - LLANES (Camino de la Costa)

Blick auf Bucht und Insel, 14 EL PERAL – LLANES (Camino de la Costa)

14 EL PERAL - LLANES (Camino de la Costa)

Christian, 14 EL PERAL – LLANES (Camino de la Costa)

14 EL PERAL - LLANES (Camino de la Costa)

Blick auf die Bucht mit Insel, 14 EL PERAL – LLANES (Camino de la Costa)

14 EL PERAL - LLANES (Camino de la Costa)

Überschwemmung, Absperrung Policia Local, 14 EL PERAL – LLANES (Camino de la Costa)

14 EL PERAL - LLANES (Camino de la Costa)

Überschwemmung, 14 EL PERAL – LLANES (Camino de la Costa)

14 EL PERAL - LLANES (Camino de la Costa)

Hier gibt es auch ein Pilgermenü: 14 EL PERAL – LLANES (Camino de la Costa)

14 EL PERAL - LLANES (Camino de la Costa)

Nachspeise für Pilger: 14 EL PERAL – LLANES (Camino de la Costa)

14 EL PERAL - LLANES (Camino de la Costa)

Pilgermenü mit Bratkartoffeln, 14 EL PERAL – LLANES (Camino de la Costa)

14 EL PERAL - LLANES (Camino de la Costa)

Brücke am Jakobsweg, 14 EL PERAL – LLANES (Camino de la Costa)

14 EL PERAL - LLANES (Camino de la Costa)

Christian beim Pilgern, 14 EL PERAL – LLANES (Camino de la Costa)

14 EL PERAL - LLANES (Camino de la Costa)

Kurze Pause am Jakobsweg – Vater mit seinen beiden Söhnen beim Pilgern

14 EL PERAL - LLANES (Camino de la Costa)

Kleiner Canyon, 14 EL PERAL – LLANES (Camino de la Costa)

14 EL PERAL - LLANES (Camino de la Costa)

Bufones de Arenillas, 14 EL PERAL – LLANES (Camino de la Costa)

14 EL PERAL - LLANES (Camino de la Costa)

Traumhafte Küstenlandschaft, 14 EL PERAL – LLANES (Camino de la Costa)

14 EL PERAL - LLANES (Camino de la Costa)

Direkt auf den Atlantik zu: 14 EL PERAL – LLANES (Camino de la Costa)

 


    Christian Seebauer am Jakobsweg

    Ich freue mich, wenn Du mein Buch direkt bei mir bestellen möchtest! Gerne mit persönlicher handschriftlicher Widmung. Handsigniert. Optimal als Geschenk.

    Jakobsweg an der Küste
    Christian Seebauer: BURNOUT | Jakobsweg an der Küste 19,90 € Bewertung f�r das Buch




    Christian Seebauer: Israel Trail mit Herz. Details ->
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    Israel Trail mit Herz Bewertung 5 Sterne19,95 €
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    Die 2. Woche am Jakobsweg (Camino de la Costa)

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Dann aber, bereits nach einer guten halben Stunde geht es ab in den Wald. Bald erreicht der Naturweg die grässliche Schneise der neuen Küstenautobahn. Wer hier vor der Wahl steht, entscheidet sich sicher gerne so wie ich für einen Umweg direkt an der Küste. Der Küstenwanderweg E-9 (Senda Costera) ist gut markiert, aber kein Teil des offiziellen Jakobsweges. Der Umweg beschenkt mich dafür mir reichhaltiger Natur. Weiden, wie im Allgäu. Felsklippen wie in Schottland. Einsam und friedlich ist hier alles. Hier draußen an den Felsklippen gefällt es mir wieder total gut. Es ist heute auch von der Temperatur her sehr angenehm zum Wandern. Etwa 18° Grad. Immer wieder kommt die Sonne ein wenig durch. Die heutige Strecke ist angenehm flach. Im Prinzip geht es immer so auf etwa 50 Höhenmetern dahin. Mal ein wenig rauf, mal ein wenig runter. Nach einer guten halben Stunde komme ich an eine Tafel mit der Aufschrift „Buffones de Arenillas“. Hier an dieser Stelle kann man bei einem entsprechenden Wellengang ein Naturschauspiel erleben. Durch den löchrigen Fels schießen dann wie bei einem Geysir Wasserfontänen in die Luft. Ihren Namen Steinschleudern haben die „Geysire“, weil sie auch allerlei Kieselsteine mit in die Luft schleudern. Deshalb steht auch dabei „Atención, Zona muy peligrosa!“ Soweit die Theorie der Geysire. Und es bleibt auch bei der Theorie, denn heute liegt der Ozean völlig ruhig unter mir. Wälder, Bäche und der Ozean Irgendwann wendet sich der Senda Costera halblinks ab vom Atlantik. Ich tauche ein in einen Eukalyptuswald. Hier riecht es heute so intensiv, als hätte ich mir Hustenbalsam auf den Hals geschmiert! Nach einem weiteren Kilometer im Wald stehe ich auf einer kleinen Anhöhe. Etwa eine Kirchturmhöhe unter mir mäandert der grüne Rio Purón in einem verwundenen Flusslauf dem Ozean entgegen. Hier stoße ich auf eine nicht ganz alltägliche Pilgergemeinschaft. Ein polnischer Opa, der den Weg schon einmal gegangen ist, macht nun mit seinen beiden Enkelkindern den Jakobsweg. Die beiden Burschen sind vielleicht 16 und 18 Jahre alt und sprechen englisch. Beide haben sie bestimmt doppelt so viel Gepäck wie ich auf ihren Schultern und sie tun mir ein wenig leid. Ich selbst tue mich mit meinem abgespeckten Rucksack heute viel leichter. Während die beiden hochrote Köpfe haben, macht mir mein Rucksack überhaupt nichts mehr aus. Ich schätze ihn auf je nach Wasservorrat auf nur noch etwa 10-12 Kilo. Ein knorriger alter Angler, der mit seinen Gummistiefeln im Wildbach steht, winkt mir zu. Würde ein deutscher Angler auch winken? In wunderschöner Landschaft marschiere ich frohen Mutes weiter in Richtung Andrín. Es ist ein kleines friedliches Dörflein mit vielen alten und schön hergerichteten Steinhäusern. Um halb Elf komme ich im Dorf an einer grünen Tafel vorbei, auf der geschrieben steht: „Plato del Peregrino, 8 Euro“. Soll ich mir heute einmal acht Euro gönnen? Während ich so überlege, sieht mich die Besitzerin des Lokals „muy costoso? Zu teuer?“ Ich zucke mit den Achseln. Sie sieht auf Ihre Uhr und meint, dass es normalerweise erst um eins etwas zu essen gibt. Normalerweise. Sie sagt mir jedoch auch, dass der Koch normalerweise früher kommt und dann fragt sie mich, ob ich nicht schon einmal Platz nehmen wolle. Die Besitzerin, die gerade ganz entspannt mit dem Besen den Garten des Restaurants sauber macht, bringt mir ungefragt erst einmal eine Flasche Rotwein, Wasser und frisches Brot. Nun ist die Entscheidung gefallen. Besser gesagt: Sie wurde gerade eben für mich gefällt! Der Restaurantgarten, in dem ich mich niederlasse ist mit einer Steinmauer umfasst. Aus jeder Ritze quellen Steinpolster und Blumen hervor. Die Tische sind kunterbunt zusammen gewürfelt und alles ist urgemütlich, um dort zu verweilen. Der einzige Gast Da ich der einzige Gast bin, blättere ich ein wenig im Reiseführer. Immer wieder schenkt mir die Besitzerin frischen Rotwein nach. Ich habe ihr schon signalisiert, sie dürfe gerne ein wenig langsamer machen. Weil ich mich nicht unbeliebt machen möchte, frage ich sie höflich, ob ich mir meine Schuhe ausziehen darf. Sie lacht laut und kann gar nicht verstehen, warum ich es nicht einfach mache? Ob ich Deutscher bin, meint sie lächelnd. Mit einem knatternden Motorrad kommt gerade der Koch an. Es muss der Koch sein, denn er hat eine weiße Schürze an. Die Besitzerin wechselt ein paar Worte mit ihm und stellt mich ihm vor. „Hier ist ein Pilger, der schon mächtig Hunger hat“. Auch er muss nun lachen und gibt mir die Hand. Gleichzeitig signalisiert er mir, dass er sich freue, heute für einen Pilger kochen zu dürfen. Er schlägt mir vor, mich überraschen zu lassen! Und darauf lasse ich mich gerne darauf ein. Wenig später folgt Suppe des Hauses, großer gemischter Salat, Schnitzel mit Gemüse und einem Berg hausgemachten Pommes. Danach muss ich noch den selbst gemachten Kuchen probieren, denn als Deutscher müsste ich ja etwas von Kuchen verstehen, meint die Besitzerin. Sind wir ein Kuchenvolk? Natürlich gibt es auch noch Kaffee und dann einen Schnaps, den ich unmöglich ablehnen hätte können. Dafür habe ich die zweite Karaffe Rotwein nur angetrunken. Oje, wie schwer werden meine Füße danach sein? Und da ist sie wieder, die Besitzerin, obwohl ich um die Rechnung noch gar nicht gebeten habe. Sie habe mich am Anfang ja gefragt, ob acht Euro zu teuer wären. Nein, nein, erwidere ich verlegen, das wäre vollkommen in Ordnung. Die Besitzerin meint es aber sehr ernst mit Ihrer Frage. Ob ich mit fünf Euro einverstanden wäre und ob es mir denn wirklich auch geschmeckt habe? Wahnsinn, auch das ist Spanien, wie ich es noch nie zuvor erlebt habe. Immer mehr verstehe ich, warum Menschen, die irgendwann einmal selbst am Jakobsweg unterwegs waren, das Bedürfnis haben, eines Tages etwas von dem, was sie erlebt haben, zurückgeben zu wollen. Hier am Weg nehme ich dankbar an. Doch immer mehr bin ich tief in die Schuld der lieben Menschen gerutscht, die sich hier menschlich engagieren und den Weg erst zu dem machen, was er ist! Der Weiterweg an der Küste beschert mir noch viele traumhafte Ausblicke auf den Ozean, der heute im Dunst mit dem Horizont eins geworden ist. Hier in Asturien hat sich auch die Vegetation merklich verändert. Am Küstenweg begleiten mich nun unendliche Heidewiesen, die gerade in der Hochblüte sind. Ganze Felder voll Heidekraut leuchten intensiv rosarot auf der kargen Weide. Auch hier am Küstenweg ist fast nichts los. Einmal sind mir zwei Wanderer entgegen gekommen und kurz vor Llanes überhole ich noch eine spanische Großfamilie. Ich bedaure fast, dass der Weg heute nicht weiter geht und ich schon nach 23 Kilometern an der Herberge ankommen. Viel zu gerne würde ich heute noch weiter wandern. Die Herberge in Llanes/ La Portilla gefällt mir weniger gut. Das liegt schon daran, dass mir der Herbergsvater einfach unsympathisch ist und alles nach Kommerz aussieht. Gut, die Herberge ist nicht wirklich schlecht, aber alles sieht nach Abzocke aus. Der Preis von 15 Euro (Bett) ist für Pilgerverhältnisse einfach zu hoch. Als Gegenwert gibt es nur kalte Duschen, sonst nichts. Heute habe ich bemerkt, wie sich langsam die Maßstäbe bei mir verschoben haben. Die heutige Etappe von 23 Kilometern war für mich eine kurze und erholsame Strecke. Ich bin schon früh angekommen und marschiere jetzt zum Einkaufen knapp zwei Kilometer zum Hafen von Llanes. Hätte es nicht zu regnen angefangen, wäre bestimmt mehr los gewesen. So wie Sirmione am Gardasee kommt mir auch Llanes vor. Pizzerien, Eisdielen, Hafenrestaurants. Postkarten für meine Kinder gibt es auch mal wieder. In einem Hafenrestaurant gönne ich mir einen Espresso und lese, so gut ich kann eine asturische Tageszeitung. Anschließend versorge ich mich im Ort mit Salami, Weißbrot, Äpfeln und Klopapier. Und Rotwein! In meinem Bettenlager treffe ich einen Sizilianer wieder, den ich einige Tage zuvor schon einmal getroffen habe. Er ist ein bärtiger Typ, um die zwei Meter. Ebenso brachial wie sein Äußeres ist seine kräftige Hornbrille. Und als einziger Pilger schleppt er gleich zwei Rucksäcke mit sich herum. Einen riesen großen Rucksack am Rücken und einen weiteren am Bauch. Mit seinem Gepäck würde ich jedenfalls auf Anhieb zusammenbrechen. Für seinen Weg hat er alles aus Sizilien mit genommen. Einkaufen oder ein Pilgermenü sind für ihn tabu. Seine Füße sind total blutig und ich mache mir Gedanken darüber, was er wohl zu büßen hat. Weil ich fließend italienisch spreche und auch sein Vertrauen habe, gelingt es mir, viel von ihm zu erfahren. Es gibt da in Italien diesen – er meinte – Staat im Staat. Und er meinte auch, dass diese Organisation“ nicht nur kriminell sei, sondern ihre Drogengelder auch in soziale Projekte investieren würde. Weil der Staat selbst das eben nicht mache. Und er ist auch davon überzeugt, dass man nicht so ohne weiteres nur „böse“ sagen könne. Trotzdem lebt er seit einigen Jahren in einem, wie er meint, unlösbaren Konflikt. Er wolle, dass Gott ihn bestraft und er wolle, wenn er zurückkehre: Nur noch Gutes tun. Nun, ob es Gott ist, der ihn bestraft, das weiß ich nicht. So, wie er daher kommt, ist es aber klar, dass er sich selbst bestraft und dafür wieder zu sich finden möchte. Was immer er war und was immer er tat, ich will es auch gar nicht so genau wissen. Doch immer wieder versucht er, mich als so eine Art Beichtstuhl zu benutzen, denn ich verstehe seine Sprache. All das, was er mir erzählt, möchte ich eigentlich gar nicht hören. Doch er scheint mich einfach zu brauchen. Es scheint, als wäre es „sein Moment“, der nun gekommen ist. Und so erzählt er weiter von seinem unmoralischen Doppelleben, von Sünden, die er zutiefst bereue und von seinem Wunsch, ein besserer Mensch zu werden. Als der Zweimetermann schließlich wie ein Häufchen Elend zu weinen beginnt, wie ein kleines Kind, kann ich nicht anders, als ihn zu umarmen. Doch helfen kann ich ihm nicht. Er wird sich hier auf seinem Weg weiter selbst kasteien und quälen. Er will es so und es scheint, sein einziges Ziel zu sein. Am Abend, mitten im Regen, kommt auch Jean-Louis hier an. Wir haben uns ja schon ein wenig angefreundet und so freue mich über dieses Wiedersehen. Jean-Louis ist die letzten Tage hinter mir geblieben, hat aber heute eine Etappe von 50 Kilometern eingelegt. Zum Widersehen öffne ich gleich meine Flasche Rotwein, die wir dann im Austausch von diversen Lebensmitteln zu fünft trinken. Aber genießerisch über drei Stunden hinweg! Am Abend beginnt in Llanes dann ein Volksfest. Alle paar Minuten erschüttern laute Böllerschüsse die Ruhe. Und jedes Mal ist unser Sizilianer im Bett hochgeschreckt und hat geschrien. Nach jedem Aufschrei gibt es ein kurzes „Scusi“ und er schläft wieder ein. Bis zum nächsten Böllerschuss. Jean-Louis und ich liegen noch lange wach im Bett. Jeder macht sich wohl seine Gedanken, was die arme Seele so tief erschrecken muss. Jean-Louis meint: „un flic“ – ein Polizist. Er hat recht gehabt. Als er am nächsten Morgen fragt: „tu, un flic?“, erwiderte der Sizilianer „si un poliziotto“. Ja, ein Polizist! Er muss wohl schreckliches erlebt haben als Polizist in Sizilien. Und er hat immer auch bei den „Anderen“ mitgespielt. Als er nach dieser Frage schon wieder in Tränen ausbricht, hat auch Jean-Louis ihn ganz innig umarmt. Auch er war früher Polizist. Ausschnitt aus dem Buch JAKOBSWEG an der Küste | BURNOUT: Eine Wanderung auf schmalem Grat ISBN-13: 979-8618384704, Hinweis: Fotos sind nicht im Buch enthalten. Ich freue mich, wenn Du ein Buch direkt bei mir bestellen möchtest und ich Dir eine ganz persönliche Widmung schreiben darf! Christian Dieser einsame Weg ist Teil des Camino de la Cost und führt mich hoch über dem Atlantik entlang. Selbstfindung. Auch für Nicht-Pilger geeignet! Die Urvariante des Jakobsweges - der Küstenweg - ist noch nahezu unbekannt. Dafür unvergleichlich schön! Nach einem Burnout beginnt für den Autor im idyllischen Hafenstädchen Irun das Abenteuer seines Lebens. Die Reise zu sich selbst! Es ist eine Reise auf schmalem Grat. 923 km liegen nun vor ihm. Unberührte Natur und die traumhafte Atlantikküste werden über lange Strecken zum festen Begleiter. Auf der Suche nach innerer Ruhe, Gelassenheit und dem eigenen „Ich“ entflieht der Autor in eine Welt, die ihn erdet. Und er findet Antworten. Lange, bevor der berühmte Camino Francés im Landesinneren zum ersten Mal beschritten wurde, pilgerten die ersten „Suchenden“ hier am Atlantik entlang. Und sie wurden wahrlich nicht enttäuscht. ISBN-13: 979-8618384704 Seit 2020 Independently published BURNOUT: Eine Wanderung auf schmalem Grat Jakobsweg an der Küste 303 Seiten unbebildert Plato del Peregrino, Pilgermenü. Für wenig Geld lässt sich am Jakobsweg vielerorts fantastisch essen. Selbst 1L Rotwein ist (wäre) hier inklusive. Motto: Traue Dich. Der Jakobsweg wartet auf Dich. Tue es einfach. Pilgermenüs bestehen oft aus mehreren Gängen. Gastgeber zollen den Pilgern respekt. Ich danke ihnen dafür. Jakobsweg an der Küste / Selbstfindung direkt vom Autor, signiert, EUR 19,90 Unterwegs auf dem Jakobsweg: Oben pilgern. Unten das Meer. Camino de la Costa eben. Inhalt aus dem Buch BURNOUT: Eine Reise auf schmalem Grat , Jakobsweg an der Küste, Kapitel El Peral – Llanes und additive Fotos hier auf der Jakobsweg-Webseite (Fotos im Buch nicht enthalten) El Peral – Llanes (Kapitel Jakobsweg an der Küste) Tag 14: 23 km, relativ flach (300 Höhenmeter). Über Pendueles, Riego, traumhafter Umweg an der Küste entlang. (Pilgern am Küstenweg) Wälder, Bäche und der Ozean (Pilgerbuch über den Jakobsweg an der Küste) Der einzige Gast (Jakobswegbuch) Hier am Weg nehme ich dankbar an. (Kapitel BURNOUT) Viel zu gerne würde ich heute noch weiter wandern. (Kapitel aus dem Jakobswegbuch zum Burnout/ Küstenweg) Nur noch Gutes tun. (Kapitel Jakobsweg an der Küste) Fotos zur Jakobsweg-Etappe Nr. 14: EL PERAL - LLANES Camino de la Costa/ Jakobsweg an der Kste H1 Inhaltsverzeichnis 14 EL PERAL – LLANES Array ( [0] => Camino de la Costa: EL PERAL - LLANES | Jakobsweg, Küstenweg [1] => Leseprobe aus dem Buch Jakobsweg an der Küste | Selbstfindung. Auch für Nicht-Pilger geeignet. EtappeEL PERAL - LLANES [2] => Dieser einsame Weg ist Teil des Camino de la Cost und führt mich hoch über dem Atlantik entlang. [3] => Plato del Peregrino, Pilgermenü. Für wenig Geld lässt sich am Jakobsweg vielerorts fantastisch essen. Selbst 1L Rotwein ist (wäre) hier inklusive. [4] => Pilgermenüs bestehen oft aus mehreren Gängen. Gastgeber zollen den Pilgern respekt. Ich danke ihnen dafür. ) Inhalt H2 zum Camino de la Costa/ Jakobsweg an der Küste, Küstenweg Array ( [0] => Selbstfindung. Auch für Nicht-Pilger geeignet! [1] => Fotos zur Jakobsweg-Etappe Nr. 14: EL PERAL - LLANES ) Jakobsweg an der Küste, Burnout, Inhaltsverzeichnis H3 Array ( ) 1313Inhalt aus dem Buch BURNOUT: Eine Reise auf schmalem Grat , Jakobsweg an der Kueste und additive Fotos hier auf der Jakobsweg-Webseite (Fotos im Buch nicht enthalten)
    • El Peral – Llanes (Kapitel Jakobsweg an der Küste)
    • (Aus dem Buch BURNOUT Jakobsweg von Christian Seebauer)
    • Tag 14: 23 km, relativ flach (300 Höhenmeter). Über Pendueles, Riego, traumhafter Umweg an der Küste entlang. (Jakobswegbuch)
    • Wälder, Bäche und der Ozean (Jakobswegbuch)
    • Der einzige Gast (Kapitel aus dem Jakobswegbuch zum Burnout/ Küstenweg)
    • Hier am Weg nehme ich dankbar an. (Pilgern am Küstenweg)
    • Viel zu gerne würde ich heute noch weiter wandern. (Camino)
    • Nur noch Gutes tun. (Kapitel Pilgerbuch)
    1414
    • El Peral – Llanes. Jakobswegbuch
    • . Kapitel Küstenweg / Jakobsweg
    • Tag 14: 23 km, relativ flach (300 Höhenmeter). Über Pendueles, Riego, traumhafter Umweg an der Küste entlang.. Kapitel BURNOUT
    • Wälder, Bäche und der Ozean. Jakobswegbuch
    • Der einzige Gast. Jakobswegbuch
    • Hier am Weg nehme ich dankbar an.. Camino del Norte und Camino de la Costa
    • Viel zu gerne würde ich heute noch weiter wandern.. Kapitel Küstenweg / Jakobsweg
    • Nur noch Gutes tun.. Kapitel Küstenweg / Jakobsweg
    Fotos zum Camino de la Costa/ Jakobsweg an der Kueste Beitrag Keywords zu diesem Jakobsweg-Beitrag:

    Camino de la Costa, Camino del Norte

    Kuestenweg/ Jakobsweg an der Kueste/ Camino de la Costa Textauszug:

    El Peral – Llanes

    Tag 14: 23 km, relativ flach (300 Höhenmeter). Über Pendueles, Riego, traumhafter Umweg an der Küste entlang.

    Gleich in der ersten Dämmerung habe ich mich etwas frösteln aufgemacht. Beim Gehen wird mir dann schnell etwas wärmer. Erst besetzt die N-634 wieder den Jakobsweg. Dann aber, bereits nach einer guten halben Stunde geht es ab in den Wald. Bald erreicht der Naturweg die grässliche Schneise der neuen Küstenautobahn. Wer hier vor der Wahl steht, entscheidet sich sicher gerne so wie ich für einen Umweg direkt an der Küste. Der Küstenwanderweg E-9 (Senda Costera) ist gut markiert, aber kein Teil des offiziellen Jakobsweges. Der Umweg beschenkt mich dafür mir reichhaltiger Natur. Weiden, wie im Allgäu. Felsklippen wie in Schottland. Einsam und friedlich ist hier alles.

    Hier draußen an den Felsklippen gefällt es mir wieder total gut. Es ist heute auch von der Temperatur her sehr angenehm zum Wandern. Etwa 18° Grad. Immer wieder kommt die Sonne ein wenig durch. Die heutige Strecke ist angenehm flach. Im Prinzip geht es immer so auf etwa 50 Höhenmetern dahin. Mal ein wenig rauf, mal ein wenig runter.

    Nach einer guten halben Stunde komme ich an eine Tafel mit der Aufschrift „Buffones de Arenillas“. Hier an dieser Stelle kann man bei einem entsprechenden Wellengang ein Naturschauspiel erleben. Durch den löchrigen Fels schießen dann wie bei einem Geysir Wasserfontänen in die Luft. Ihren Namen Steinschleudern haben die „Geysire“, weil sie auch allerlei Kieselsteine mit in die Luft schleudern. Deshalb steht auch dabei „Atención, Zona muy peligrosa!“

    Soweit die Theorie der Geysire. Und es bleibt auch bei der Theorie, denn heute liegt der Ozean völlig ruhig unter mir.

    Wälder, Bäche und der Ozean

    Irgendwann wendet sich der Senda Costera halblinks ab vom Atlantik. Ich tauche ein in einen Eukalyptuswald. Hier riecht es heute so intensiv, als hätte ich mir Hustenbalsam auf den Hals geschmiert! Nach einem weiteren Kilometer im Wald stehe ich auf einer kleinen Anhöhe. Etwa eine Kirchturmhöhe unter mir mäandert der grüne Rio Purón in einem verwundenen Flusslauf dem Ozean entgegen.

    Hier stoße ich auf eine nicht ganz alltägliche Pilgergemeinschaft. Ein polnischer Opa, der den Weg schon einmal gegangen ist, macht nun mit seinen beiden Enkelkindern den Jakobsweg. Die beiden Burschen sind vielleicht 16 und 18 Jahre alt und sprechen englisch. Beide haben sie bestimmt doppelt so viel Gepäck wie ich auf ihren Schultern und sie tun mir ein wenig leid. Ich selbst tue mich mit meinem abgespeckten Rucksack heute viel leichter. Während die beiden hochrote Köpfe haben, macht mir mein Rucksack überhaupt nichts mehr aus. Ich schätze ihn auf je nach Wasservorrat auf nur noch etwa 10-12 Kilo.

    Ein knorriger alter Angler, der mit seinen Gummistiefeln im Wildbach steht, winkt mir zu. Würde ein deutscher Angler auch winken?

    In wunderschöner Landschaft marschiere ich frohen Mutes weiter in Richtung Andrín. Es ist ein kleines friedliches Dörflein mit vielen alten und schön hergerichteten Steinhäusern.

    Um halb Elf komme ich im Dorf an einer grünen Tafel vorbei, auf der geschrieben steht: „Plato del Peregrino, 8 Euro“. Soll ich mir heute einmal acht Euro gönnen? Während ich so überlege, sieht mich die Besitzerin des Lokals „muy costoso? Zu teuer?“ Ich zucke mit den Achseln. Sie sieht auf Ihre Uhr und meint, dass es normalerweise erst um eins etwas zu essen gibt. Normalerweise. Sie sagt mir jedoch auch, dass der Koch normalerweise früher kommt und dann fragt sie mich, ob ich nicht schon einmal Platz nehmen wolle.

    Die Besitzerin, die gerade ganz entspannt mit dem Besen den Garten des Restaurants sauber macht, bringt mir ungefragt erst einmal eine Flasche Rotwein, Wasser und frisches Brot. Nun ist die Entscheidung gefallen. Besser gesagt: Sie wurde gerade eben für mich gefällt! Der Restaurantgarten, in dem ich mich niederlasse ist mit einer Steinmauer umfasst.

    Aus jeder Ritze quellen Steinpolster und Blumen hervor. Die Tische sind kunterbunt zusammen gewürfelt und alles ist urgemütlich, um dort zu verweilen.

    Der einzige Gast

    Da ich der einzige Gast bin, blättere ich ein wenig im Reiseführer. Immer wieder schenkt mir die Besitzerin frischen Rotwein nach. Ich habe ihr schon signalisiert, sie dürfe gerne ein wenig langsamer machen. Weil ich mich nicht unbeliebt machen möchte, frage ich sie höflich, ob ich mir meine Schuhe ausziehen darf.

    Sie lacht laut und kann gar nicht verstehen, warum ich es nicht einfach mache? Ob ich Deutscher bin, meint sie lächelnd.

    Mit einem knatternden Motorrad kommt gerade der Koch an. Es muss der Koch sein, denn er hat eine weiße Schürze an.

    Die Besitzerin wechselt ein paar Worte mit ihm und stellt mich ihm vor. „Hier ist ein Pilger, der schon mächtig Hunger hat“. Auch er muss nun lachen und gibt mir die Hand. Gleichzeitig signalisiert er mir, dass er sich freue, heute für einen Pilger kochen zu dürfen.

    Er schlägt mir vor, mich überraschen zu lassen! Und darauf lasse ich mich gerne darauf ein.

    Wenig später folgt Suppe des Hauses, großer gemischter Salat, Schnitzel mit Gemüse und einem Berg hausgemachten Pommes. Danach muss ich noch den selbst gemachten Kuchen probieren, denn als Deutscher müsste ich ja etwas von Kuchen verstehen, meint die Besitzerin. Sind wir ein Kuchenvolk?

    Natürlich gibt es auch noch Kaffee und dann einen Schnaps, den ich unmöglich ablehnen hätte können. Dafür habe ich die zweite Karaffe Rotwein nur angetrunken. Oje, wie schwer werden meine Füße danach sein?

    Und da ist sie wieder, die Besitzerin, obwohl ich um die Rechnung noch gar nicht gebeten habe. Sie habe mich am Anfang ja gefragt, ob acht Euro zu teuer wären. Nein, nein, erwidere ich verlegen, das wäre vollkommen in Ordnung. Die Besitzerin meint es aber sehr ernst mit Ihrer Frage. Ob ich mit fünf Euro einverstanden wäre und ob es mir denn wirklich auch geschmeckt habe? Wahnsinn, auch das ist Spanien, wie ich es noch nie zuvor erlebt habe.

    Immer mehr verstehe ich, warum Menschen, die irgendwann einmal selbst am Jakobsweg unterwegs waren, das Bedürfnis haben, eines Tages etwas von dem, was sie erlebt haben, zurückgeben zu wollen.

    Hier am Weg nehme ich dankbar an.

    Doch immer mehr bin ich tief in die Schuld der lieben Menschen gerutscht, die sich hier menschlich engagieren und den Weg erst zu dem machen, was er ist!

    Der Weiterweg an der Küste beschert mir noch viele traumhafte Ausblicke auf den Ozean, der heute im Dunst mit dem Horizont eins geworden ist. Hier in Asturien hat sich auch die Vegetation merklich verändert.

    Am Küstenweg begleiten mich nun unendliche Heidewiesen, die gerade in der Hochblüte sind. Ganze Felder voll Heidekraut leuchten intensiv rosarot auf der kargen Weide. Auch hier am Küstenweg ist fast nichts los. Einmal sind mir zwei Wanderer entgegen gekommen und kurz vor Llanes überhole ich noch eine spanische Großfamilie.

    Ich bedaure fast, dass der Weg heute nicht weiter geht und ich schon nach 23 Kilometern an der Herberge ankommen.

    Viel zu gerne würde ich heute noch weiter wandern.

    Die Herberge in Llanes/ La Portilla gefällt mir weniger gut. Das liegt schon daran, dass mir der Herbergsvater einfach unsympathisch ist und alles nach Kommerz aussieht.

    Gut, die Herberge ist nicht wirklich schlecht, aber alles sieht nach Abzocke aus. Der Preis von 15 Euro (Bett) ist für Pilgerverhältnisse einfach zu hoch. Als Gegenwert gibt es nur kalte Duschen, sonst nichts.

    Heute habe ich bemerkt, wie sich langsam die Maßstäbe bei mir verschoben haben. Die heutige Etappe von 23 Kilometern war für mich eine kurze und erholsame Strecke.

    Ich bin schon früh angekommen und marschiere jetzt zum Einkaufen knapp zwei Kilometer zum Hafen von Llanes. Hätte es nicht zu regnen angefangen, wäre bestimmt mehr los gewesen. So wie Sirmione am Gardasee kommt mir auch Llanes vor. Pizzerien, Eisdielen, Hafenrestaurants. Postkarten für meine Kinder gibt es auch mal wieder. In einem Hafenrestaurant gönne ich mir einen Espresso und lese, so gut ich kann eine asturische Tageszeitung. Anschließend versorge ich mich im Ort mit Salami, Weißbrot, Äpfeln und Klopapier. Und Rotwein!

    In meinem Bettenlager treffe ich einen Sizilianer wieder, den ich einige Tage zuvor schon einmal getroffen habe. Er ist ein bärtiger Typ, um die zwei Meter. Ebenso brachial wie sein Äußeres ist seine kräftige Hornbrille. Und als einziger Pilger schleppt er gleich zwei Rucksäcke mit sich herum. Einen riesen großen Rucksack am Rücken und einen weiteren am Bauch. Mit seinem Gepäck würde ich jedenfalls auf Anhieb zusammenbrechen. Für seinen Weg hat er alles aus Sizilien mit genommen. Einkaufen oder ein Pilgermenü sind für ihn tabu. Seine Füße sind total blutig und ich mache mir Gedanken darüber, was er wohl zu büßen hat.

    Weil ich fließend italienisch spreche und auch sein Vertrauen habe, gelingt es mir, viel von ihm zu erfahren. Es gibt da in Italien diesen – er meinte – Staat im Staat. Und er meinte auch, dass diese Organisation“ nicht nur kriminell sei, sondern ihre Drogengelder auch in soziale Projekte investieren würde. Weil der Staat selbst das eben nicht mache. Und er ist auch davon überzeugt, dass man nicht so ohne weiteres nur „böse“ sagen könne. Trotzdem lebt er seit einigen Jahren in einem, wie er meint, unlösbaren Konflikt. Er wolle, dass Gott ihn bestraft und er wolle, wenn er zurückkehre:

    Nur noch Gutes tun.

    Nun, ob es Gott ist, der ihn bestraft, das weiß ich nicht. So, wie er daher kommt, ist es aber klar, dass er sich selbst bestraft und dafür wieder zu sich finden möchte. Was immer er war und was immer er tat, ich will es auch gar nicht so genau wissen. Doch immer wieder versucht er, mich als so eine Art Beichtstuhl zu benutzen, denn ich verstehe seine Sprache.

    All das, was er mir erzählt, möchte ich eigentlich gar nicht hören. Doch er scheint mich einfach zu brauchen. Es scheint, als wäre es „sein Moment“, der nun gekommen ist. Und so erzählt er weiter von seinem unmoralischen Doppelleben, von Sünden, die er zutiefst bereue und von seinem Wunsch, ein besserer Mensch zu werden.

    Als der Zweimetermann schließlich wie ein Häufchen Elend zu weinen beginnt, wie ein kleines Kind, kann ich nicht anders, als ihn zu umarmen. Doch helfen kann ich ihm nicht. Er wird sich hier auf seinem Weg weiter selbst kasteien und quälen. Er will es so und es scheint, sein einziges Ziel zu sein.

    Am Abend, mitten im Regen, kommt auch Jean-Louis hier an. Wir haben uns ja schon ein wenig angefreundet und so freue mich über dieses Wiedersehen. Jean-Louis ist die letzten Tage hinter mir geblieben, hat aber heute eine Etappe von 50 Kilometern eingelegt. Zum Widersehen öffne ich gleich meine Flasche Rotwein, die wir dann im Austausch von diversen Lebensmitteln zu fünft trinken. Aber genießerisch über drei Stunden hinweg!

    Am Abend beginnt in Llanes dann ein Volksfest. Alle paar Minuten erschüttern laute Böllerschüsse die Ruhe. Und jedes Mal ist unser Sizilianer im Bett hochgeschreckt und hat geschrien. Nach jedem Aufschrei gibt es ein kurzes „Scusi“ und er schläft wieder ein. Bis zum nächsten Böllerschuss.

    Jean-Louis und ich liegen noch lange wach im Bett. Jeder macht sich wohl seine Gedanken, was die arme Seele so tief erschrecken muss. Jean-Louis meint: „un flic“ – ein Polizist. Er hat recht gehabt. Als er am nächsten Morgen fragt: „tu, un flic?“, erwiderte der Sizilianer „si un poliziotto“. Ja, ein Polizist! Er muss wohl schreckliches erlebt haben als Polizist in Sizilien. Und er hat immer auch bei den „Anderen“ mitgespielt. Als er nach dieser Frage schon wieder in Tränen ausbricht, hat auch Jean-Louis ihn ganz innig umarmt. Auch er war früher Polizist.



    (c) Christian Seebauer
    Kuestenweg english excerpt:

    El Peral – Llanes

    Day 14: 23 km, relatively flat (300 meters in altitude). Via Pendueles, Riego, a fantastic detour along the coast.

    In the first twilight I opened myself to be a little shivery. When I walk, I quickly get a little warmer. First the N-634 occupies the Camino de Santiago again. But then, after a good half an hour, it’s off to the forest. Soon the natural path reaches the hideous swath of the new coastal motorway. Anyone who is faced with a choice here will surely like to decide, like me, for a detour directly on the coast. The coastal path E-9 (Senda Costera) is well marked, but not part of the official Camino de Santiago. The detour gives me the gift of rich nature. Pastures like in the Allgäu. Rock cliffs like in Scotland. Everything is lonely and peaceful here.

    I really like it out here on the cliffs again. Today it is also very pleasant for hiking in terms of temperature. About 18 degrees. Again and again the sun comes through a little. Today’s route is pleasantly flat. In principle, it’s always about 50 meters above sea level. Sometimes up a little, sometimes down a little.

    After a good half hour I come to a board with the inscription “Buffones de Arenillas”. Here at this point you can experience a natural spectacle with a corresponding swell. Like a geyser, water fountains shoot into the air through the holey rock. The geysers got their name slingshots because they throw all kinds of pebbles into the air. That’s why it says “Atención, Zona muy peligrosa!”

    So much for the theory of geysers. And it stays with the theory, because today the ocean is completely calm below me.

    Forests, streams and the ocean

    At some point the Senda Costera turns half-left from the Atlantic. I dive into a eucalyptus forest. It smells so intense here today, as if I had put cough balm on my throat! After another kilometer in the forest, I am standing on a small hill. About the height of a church tower below me, the green Rio Purón meanders in a winding river towards the ocean.

    Here I come across a not quite everyday pilgrimage community. A Polish grandpa who has already walked the path is now doing the Camino de Santiago with his two grandchildren. The two boys are maybe 16 and 18 years old and speak English. They both have twice as much luggage on their shoulders as I do and I feel a little sorry for them. I myself find it much easier today with my slimmed down backpack. While the two have crimson heads, my backpack doesn’t bother me at all. I estimate it to be only about 10-12 kilos, depending on the water supply.

    A gnarled old fisherman standing in the torrent in his rubber boots waves to me. Would a German angler wave too?

    In a beautiful landscape, I march happily on towards Andrín. It is a small, peaceful village with many old and beautifully prepared stone houses.

    At half past ten I pass a green board in the village that says: “Plato del Peregrino, 8 euros”. Should I treat myself to eight euros today? While I think about it, the owner of the bar sees me “muy costoso? Too expensive? ”I shrug my shoulders. She looks at her watch and says that normally there is nothing to eat until one. Usually. However, she also tells me that the cook usually comes earlier and then asks me if I would like to take a seat.

    The owner, who is currently cleaning the garden of the restaurant with a broom, is relaxing and brings me a bottle of red wine, water and fresh bread without asking. Now the decision has been made. Or rather: it was just felled for me! The restaurant garden in which I sit down is surrounded by a stone wall.

    Stone cushions and flowers spring from every crack. The tables are colorfully thrown together and everything is very cozy to linger there.

    The only guest

    Since I’m the only guest, I leaf through the travel guide a little. The owner keeps refilling me with fresh red wine. I’ve already signaled to her that she should like to slow down a little. Because I don’t want to make myself unpopular, I politely ask her if I can take off my shoes.

    She laughs out loud and can’t understand why I don’t just do it? She says with a smile whether I’m German.

    The cook arrives with a rattling motorcycle. It has to be the cook because he’s wearing a white apron.

    The owner exchanges a few words with him and introduces me to him. “Here is a pilgrim who is already very hungry”. He also has to laugh and shakes my hand. At the same time he signals to me that he is happy to be able to cook for a pilgrim today.

    He suggests I let myself be surprised! And I like to get involved with that.

    A little later, the house soup, a large mixed salad, schnitzel with vegetables and a mountain of homemade fries follow. Then I have to try the homemade cake, because as a German I should understand something about cake, says the owner. Are we a cake people?

    Of course there is also coffee and then a schnapps that I couldn’t possibly have refused. For that I only drank the second carafe of red wine. Oh dear, how heavy will my feet be after that?

    And there she is again, the owner, although I haven’t even asked for the bill. At the beginning you asked me whether eight euros would be too expensive. No, no, I reply, embarrassed, that would be perfectly fine. The owner is very serious about your question. Would I be okay with five euros and whether I really liked it? Madness, this is Spain too, as I’ve never seen it before.

    I understand more and more why people who have been on the Camino de Santiago at some point feel the need to one day want to give back something of what they have experienced.

    Here on the way, I gratefully accept.

    But more and more I fell deeply into the guilt of the dear people who are humanely involved here and only make the way to what it is!

    The further way on the coast gives me many wonderful views of the ocean, which today has become one with the horizon in the haze. Here in Asturias the vegetation has also changed noticeably.

    On the coastal path, I am now accompanied by endless heather meadows that are just in full bloom. Whole fields full of heather glow intensely pink on the barren pasture. Almost nothing is going on here on the coastal path. Once two hikers came towards me and shortly before Llanes I passed an extended Spanish family.

    I almost regret that the path does not go any further today and that I arrive at the hostel after 23 kilometers.

    I would love to hike further today.

    I don’t like the hostel in Llanes / La Portilla so much. That’s because I just don’t like the hostel father and everything looks like commercial.

    Well, the hostel isn’t really bad but everything looks like a rip off. The price of 15 euros (bed) is simply too high for pilgrims. In return, there are only cold showers, nothing else.

    Today I noticed how slowly the standards have shifted for me. Today’s stage of 23 kilometers was a short and relaxing route for me.

    I arrived early and am now walking about two kilometers to the port of Llanes to go shopping. If it hadn’t started to rain, it would certainly have been busier. Llanes seems to me like Sirmione on Lake Garda. Pizzerias, ice cream parlors, harbor restaurants. There are also postcards for my children. In a harbor restaurant I treat myself to an espresso and read an Asturian newspaper as best I can. Then I buy salami, white bread, apples and toilet paper in town. And red wine!

    In my bed dorm I meet a Sicilian again whom I had met a few days earlier. He’s a bearded guy, around six feet. Just as brutal as his appearance is his powerful horn-rimmed glasses. And he is the only pilgrim to carry two rucksacks around with him. A huge backpack on my back and another on my stomach. In any case, with his luggage, I would collapse straight away. He took everything from Sicily with him for his journey. Shopping or a pilgrimage menu are taboo for him. His feet are completely bloody and I wonder what he has to atone for.

    Because I speak Italian fluently and also have his trust, I am able to learn a lot from him. There is this – he said – state within the state in Italy. And he also said that this organization “is not only criminal, but would also invest its drug money in social projects. Because the state itself doesn’t do that. And he is also convinced that you can’t just say “bad” just like that. Nevertheless, he has been living in what he believes is an insoluble conflict for several years. He wants God to punish him and he wants when he returns:

    Do only good.

    Well, I don’t know if it’s God who punishes him. The way he comes from there, it is clear that he is punishing himself and would like to find himself again for it. Whatever he was and whatever he did, I don’t really want to know. But again and again he tries to use me as a kind of confessional, because I understand his language.

    I don’t really want to hear all that he tells me. But he just seems to need me. It seems like it is “his moment” that has now come. And so he continues to tell of his immoral double life, of sins he deeply repented and of his desire to become a better person.

    When the two-meter man finally begins to cry like a heap of misery, like a small child, I can’t help but hug him. But I can’t help him. He will continue to mortify and torture himself here on his way. He wants it that way and it seems to be his only goal.

    In the evening, in the middle of the rain, Jean-Louis also arrives here. We have already made friends a little and I am so happy to see you again. Jean-Louis has lagged behind me for the last few days, but today he did a stage of 50 kilometers. To deny myself, I open my bottle of red wine right away, which we then drink in groups of five in exchange for various foods. But enjoyable over three hours!

    In the evening a folk festival begins in Llanes. Every few minutes, loud gunfire shakes the silence. And every time our Sicilian jumped up in bed and screamed. After every outcry there is a short “Scusi” and he falls asleep again. Until the next gunshot.

    Jean-Louis and I lie awake in bed for a long time. Everyone is probably wondering what must scare the poor soul so deeply. Jean-Louis says: “un flic” – a policeman. He was right. When he asks the next morning: “tu, un flic?”, The Sicilian replied “si un poliziotto”. Yes, a cop! He must have had terrible experiences as a police officer in Sicily. And he always played along with the “others”. When he bursts into tears again after asking this question, Jean-Louis has hugged him very deeply. He also used to be a police officer.

     

    Content from the book BURNOUT: A journey on a fine line, the Camino de Santiago on the coast, chapter El Peral – Llanes and additional photos here on the Camino de Santiago website (photos not included in the book)

     

    • El Peral – Llanes
    • Day 14: 23 km, relatively flat (300 meters in altitude). Via Pendueles, Riego, a fantastic detour along the coast.
    • Forests, streams and the ocean
    • The only guest
    • Here on the way, I gratefully accept.
    • I would love to hike further today.
    • Do only good.


    (c) Christian Seebauer
    Kuestenweg france excerpt:

    El Peral – Llanes

    Jour 14: 23 km, relativement plat (300 mètres d’altitude). Via Pendueles, Riego, fantastique détour le long de la côte.

    Au premier crépuscule, je me suis ouvert pour être un peu froid. Quand je marche, je me réchauffe rapidement un peu. D’abord, la N-634 occupe à nouveau le Camino de Santiago. Mais ensuite, après un peu plus d’une demi-heure, c’est parti pour la forêt. Bientôt, le sentier naturel atteint la bande hideuse de la nouvelle autoroute côtière. Quiconque est confronté à un choix ici se fera certainement un plaisir de décider, comme moi, d’un détour directement sur la côte. Le sentier côtier E-9 (Senda Costera) est bien balisé, mais ne fait pas partie du Camino de Santiago officiel. Le détour me fait le cadeau d’une nature riche. Pâturages comme dans l’Allgäu. Des falaises rocheuses comme en Ecosse. Tout est solitaire et paisible ici.

    Je l’aime vraiment encore ici sur les falaises. Aujourd’hui, il est également très agréable pour la randonnée en termes de température. Environ 18 degrés. Encore et encore, le soleil passe un peu. Le parcours d’aujourd’hui est agréablement plat. En principe, il est toujours à environ 50 mètres au-dessus du niveau de la mer. Parfois un peu en hausse, parfois un peu en baisse.

    Après une bonne demi-heure, j’arrive à un tableau noir qui dit “Buffones de Arenillas”. Ici, à ce stade, vous pouvez vivre un spectacle naturel avec une houle correspondante. Comme un geyser, les fontaines d’eau jaillissent dans l’air à travers la roche trouée. Les geysers ont reçu leur nom de lance-pierres parce qu’ils jettent toutes sortes de cailloux en l’air. C’est pourquoi il est écrit “Atención, Zona muy peligrosa!”

    Voilà pour la théorie des geysers. Et cela reste avec la théorie, car aujourd’hui l’océan est complètement calme en dessous de moi.

    Forêts, ruisseaux et océan

    À un moment donné, la Senda Costera tourne à moitié à gauche de l’Atlantique. Je plonge dans une forêt d’eucalyptus. Ça sent tellement intense ici aujourd’hui, comme si j’avais mis du baume contre la toux sur ma gorge! Après un autre kilomètre dans la forêt, je me tiens sur une petite colline. A peu près de la hauteur d’un clocher d’église en dessous de moi, le vert Rio Purón serpente dans une rivière sinueuse vers l’océan.

    Ici, je rencontre une communauté de pèlerinage pas tout à fait quotidienne. Un papy polonais qui a déjà parcouru le chemin fait maintenant le Camino de Santiago avec ses deux petits-enfants. Les deux garçons ont peut-être 16 et 18 ans et parlent anglais. Ils ont tous les deux deux fois plus de bagages sur leurs épaules que moi et je suis un peu désolé pour eux. Je trouve moi-même beaucoup plus facile aujourd’hui avec mon sac à dos aminci. Bien que les deux aient des têtes cramoisies, mon sac à dos ne me dérange pas du tout. J’estime qu’il ne pèse que 10 à 12 kilos environ, selon l’approvisionnement en eau.

    Un vieux pêcheur noueux debout dans le torrent dans ses bottes en caoutchouc me fait signe. Un pêcheur allemand ferait-il aussi une vague?

    Dans un paysage magnifique, je marche joyeusement vers Andrín. C’est un petit village paisible avec de nombreuses maisons en pierre anciennes et magnifiquement préparées.

    A dix heures et demie dans le village je passe un panneau vert qui dit: «Plato del Peregrino, 8 euros». Dois-je m’offrir huit euros aujourd’hui? Pendant que j’y pense, le propriétaire du restaurant «muy costoso? Trop cher? »Je hausse les épaules. Elle regarde sa montre et dit qu’en général il n’y a rien à manger avant un. Habituellement. Cependant, elle me dit aussi que le cuisinier vient généralement plus tôt et me demande ensuite si je souhaite m’asseoir.

    Le propriétaire, qui nettoie actuellement le jardin du restaurant avec un balai, se détend et m’apporte une bouteille de vin rouge, de l’eau et du pain frais sans demander. Maintenant, la décision est prise. Ou plutôt: c’était juste tombé pour moi! Le jardin du restaurant dans lequel je m’assois est entouré d’un mur de pierre.

    Des coussins de pierre et des fleurs jaillissent de chaque fissure. Les tables sont colorées ensemble et tout est très confortable pour s’y attarder.

    Le seul invité

    Puisque je suis le seul invité, je feuillette un peu le guide de voyage. Le propriétaire ne cesse de me remplir de vin rouge frais. Je lui ai déjà signalé qu’elle aimerait ralentir un peu. Parce que je ne veux pas me rendre impopulaire, je lui demande poliment si je peux enlever mes chaussures.

    Elle rit aux éclats et ne comprend pas pourquoi je ne fais pas ça? Elle dit avec un sourire si je suis allemande.

    Le cuisinier arrive avec une moto qui claque. Ce doit être le cuisinier car il porte un tablier blanc.

    Le propriétaire échange quelques mots avec lui et me présente à lui. “Voici un pèlerin qui a déjà très faim”. Il doit aussi rire et me serre la main. En même temps, il me signale qu’il est heureux de pouvoir cuisiner pour un pèlerin aujourd’hui.

    Il me propose de me laisser surprendre! Et c’est ce dans quoi j’aime m’impliquer.

    Un peu plus tard, vient la soupe maison, une grande salade composée, du schnitzel aux légumes et une montagne de frites maison. Ensuite, je dois essayer le gâteau fait maison, car en tant qu’Allemand, je devrais savoir quelque chose sur le gâteau, dit le propriétaire. Sommes-nous des gens de gâteau?

    Bien sûr, il y a aussi du café et ensuite un schnaps que je n’aurais pas pu refuser. Je n’ai bu que la deuxième carafe de vin rouge pour cela. Oh mon Dieu, quel sera le poids de mes pieds après ça?

    Et elle est de nouveau là, la propriétaire, même si je n’ai même pas demandé la facture. Au début, vous m’avez demandé si huit euros seraient trop chers. Non, non, je réponds, embarrassée, ce serait parfaitement bien. Le propriétaire est très sérieux au sujet de votre question. Serais-je d’accord avec cinq euros et si cela m’a vraiment plu? Folie, c’est aussi l’Espagne, comme je ne l’ai jamais vue.

    Je comprends de plus en plus pourquoi les gens qui ont été sur le Camino de Santiago à un moment donné ressentent le besoin de vouloir un jour rendre quelque chose de ce qu’ils ont vécu.

    En chemin, j’accepte avec gratitude.

    Mais de plus en plus, je suis tombé profondément dans la culpabilité des personnes chères qui sont humainement impliquées ici et ne font que parvenir à ce que c’est!

    Le chemin plus loin sur la côte me donne de nombreuses vues magnifiques sur l’océan, qui aujourd’hui ne fait plus qu’un avec l’horizon dans la brume. Ici, dans les Asturies, la végétation a également sensiblement changé.

    Sur le sentier du littoral, je suis désormais accompagnée de prairies de bruyères sans fin qui sont juste en pleine floraison. Des champs entiers pleins de bruyère brillent d’un rose intense sur les pâturages stériles. Ici aussi, sur le sentier côtier, il ne se passe presque rien. Une fois, deux randonneurs sont venus vers moi et peu de temps avant Llanes, j’ai croisé une famille espagnole élargie.

    Je regrette presque que le chemin ne va pas plus loin aujourd’hui et que j’arrive à l’auberge au bout de 23 kilomètres.

    J’adorerais marcher plus loin aujourd’hui.

    Je n’aime pas tellement l’auberge de Llanes / La Portilla. C’est parce que je n’aime pas le père de l’auberge et que tout ressemble à du commercial.

    Eh bien, l’auberge n’est pas vraiment mauvaise, mais tout ressemble à une arnaque. Le prix de 15 euros (lit) est tout simplement trop élevé pour les pèlerins. En contrepartie, il n’y a que des douches froides, rien d’autre.

    Aujourd’hui, j’ai remarqué à quel point les normes ont évolué lentement pour moi. L’étape d’aujourd’hui de 23 kilomètres a été pour moi un parcours court et relaxant.

    Je suis arrivé tôt et je marche maintenant environ deux kilomètres jusqu’au port de Llanes pour faire du shopping. S’il n’avait pas commencé à pleuvoir, il aurait certainement été plus occupé. Llanes me semble comme Sirmione sur le lac de Garde. Pizzerias, glaciers, restaurants du port. Il y a aussi des cartes postales pour mes enfants. Je m’offre un expresso dans un restaurant du port et lis du mieux que je peux un journal asturien. Ensuite, j’achète du salami, du pain blanc, des pommes et du papier toilette en ville. Et du vin rouge!

    Dans mon dortoir, je rencontre à nouveau un Sicilien que j’avais rencontré quelques jours plus tôt. C’est un gars barbu, environ six pieds. Ses puissantes lunettes à monture de corne sont tout aussi brutales que son apparence. Et il est le seul pèlerin à emporter deux sacs à dos avec lui. Un énorme sac à dos sur le dos et un autre sur le ventre. En tout cas, avec ses bagages, je m’effondrerais tout de suite. Il a tout emporté de la Sicile avec lui pour son voyage. Le shopping ou un menu de pèlerinage sont pour lui tabou. Ses pieds sont complètement ensanglantés et je me demande ce qu’il doit expier.

    Parce que je parle couramment italien et que j’ai aussi sa confiance, je suis capable d’apprendre beaucoup de lui. Il y a cet État – dit-il – au sein de l’État en Italie. Et il a également déclaré que cette organisation «n’est pas seulement criminelle, mais investirait également son argent de la drogue dans des projets sociaux. Parce que l’État lui-même ne fait pas cela. Et il est également convaincu que vous ne pouvez pas simplement dire «mauvais» comme ça. Néanmoins, il vit depuis plusieurs années ce qu’il croit être un conflit insoluble. Il veut que Dieu le punisse et il veut à son retour:

    Ne fais que du bien.

    Eh bien, je ne sais pas si c’est Dieu qui le punit. La façon dont il en vient, il est clair qu’il se punit et veut se retrouver pour cela. Quoi qu’il soit et quoi qu’il ait fait, je ne veux pas vraiment le savoir. Mais il essaie encore et encore de m’utiliser comme une sorte de confessionnal, car je comprends sa langue.

    Je ne veux pas vraiment entendre tout ce qu’il me dit. Mais il semble juste avoir besoin de moi. Il semble que c’est «son moment» qui est maintenant venu. Et ainsi il continue en racontant sa double vie immorale, des péchés qu’il s’est profondément repentis et de son désir de devenir une meilleure personne.

    Quand l’homme de deux mètres commence enfin à pleurer comme un tas de misère, comme un petit enfant, je ne peux m’empêcher de le serrer dans mes bras. Mais je ne peux pas l’aider. Il continuera à se mortifier et à se tourmenter ici sur son chemin. Il le veut ainsi et cela semble être son seul objectif.

    Le soir, au milieu de la pluie, Jean-Louis arrive aussi ici. Nous nous sommes déjà un peu fait des amis et je suis très heureuse de vous revoir. Jean-Louis a pris du retard sur moi ces derniers jours, mais aujourd’hui il a fait une étape de 50 kilomètres. Pour me nier, j’ouvre tout de suite ma bouteille de vin rouge, que nous buvons ensuite par groupes de cinq en échange de divers aliments. Mais agréable plus de trois heures!

    Dans la soirée, un festival folklorique commence à Llanes. Toutes les quelques minutes, des coups de feu bruyants secouent le silence. Et chaque fois que notre Sicilien sautait dans son lit et criait. Après chaque tollé, il y a un court “Scusi” et il se rendort. Jusqu’au prochain coup de feu.

    Jean-Louis et moi restons longtemps au lit, éveillés. Tout le monde pense à ce qui doit effrayer si profondément la pauvre âme. Jean-Louis dit: «un flic» – un policier. Il avait raison. Lorsqu’il demande le lendemain matin: «tu, un flic?», ​​Le Sicilien a répondu «si un poliziotto». Oui, un flic! Il a dû avoir une terrible expérience en tant que policier en Sicile. Et il a toujours joué avec les «autres». Lorsqu’il fond à nouveau en larmes après avoir posé cette question, Jean-Louis l’a étreint très profondément. Il était également policier.

     

    Contenu du livre BURNOUT: Un voyage sur une ligne fine, le Camino de Santiago sur la côte, chapitre El Peral – Llanes et des photos supplémentaires ici sur le site du Camino de Santiago (photos non incluses dans le livre)

     

    • El Peral – Llanes
    • Jour 14: 23 km, relativement plat (300 mètres d’altitude). Via Pendueles, Riego, fantastique détour le long de la côte.
    • Forêts, ruisseaux et océan
    • Le seul invité
    • En chemin, j’accepte avec gratitude.
    • J’adorerais marcher plus loin aujourd’hui.
    • Ne fais que du bien.


    (c) Christian Seebauer
    Kuestenweg italiano excerpt:

    El Peral – Llanes

    Giorno 14:23 km, relativamente pianeggiante (300 metri di dislivello). Via Pendueles, Riego, fantastica deviazione lungo la costa.

    Nel primo crepuscolo mi sono aperto per essere un po ‘rabbrividito. Quando cammino, divento rapidamente un po ‘più caldo. Prima la N-634 occupa di nuovo il Camino de Santiago. Ma poi, dopo una buona mezz’ora, si parte per la foresta. Presto il sentiero naturale raggiunge l’orrenda fascia della nuova autostrada costiera. Chiunque si trovi di fronte a una scelta qui sicuramente vorrà decidere, come me, per una deviazione direttamente sulla costa. Il sentiero costiero E-9 (Senda Costera) è ben segnalato, ma non fa parte del Camino de Santiago ufficiale. La deviazione mi dà il dono della ricca natura. Pascoli come in Allgäu. Scogliere rocciose come in Scozia. Tutto è solitario e tranquillo qui.

    Mi piace molto di nuovo qui sulle scogliere. Oggi è anche molto piacevole per le escursioni in termini di temperatura. Circa 18 gradi. Ancora e ancora il sole passa un po ‘. Il percorso di oggi è piacevolmente pianeggiante. In linea di principio, è sempre a circa 50 metri sul livello del mare. A volte su un po ‘, a volte giù un po’.

    Dopo una buona mezz’ora arrivo a una lavagna con scritto “Buffones de Arenillas”. Qui a questo punto puoi vivere uno spettacolo naturale con un corrispondente moto ondoso. Come un geyser, le fontane d’acqua schizzano in aria attraverso la roccia bucata. I “geyser” hanno preso il nome di fionde perché lanciano in aria tutti i tipi di ciottoli. Ecco perché dice “Atención, Zona muy peligrosa!”

    Questo per quanto riguarda la teoria dei geyser. E rimane con la teoria, perché oggi l’oceano è completamente calmo sotto di me.

    Foreste, ruscelli e oceano

    Ad un certo punto la Senda Costera gira a metà a sinistra dall’Atlantico. Mi tuffo in una foresta di eucalipti. Oggi ha un odore così intenso qui, come se mi avessi messo un balsamo per la tosse in gola! Dopo un altro chilometro nella foresta, mi trovo su una piccola collina. Circa l’altezza di un campanile sotto di me, il verde Rio Purón serpeggia in un fiume tortuoso verso l’oceano.

    Qui mi imbatto in una comunità di pellegrini non proprio quotidiana. Un nonno polacco che ha già percorso il sentiero ora sta facendo il Camino de Santiago con i suoi due nipoti. I due ragazzi hanno forse 16 e 18 anni e parlano inglese. Entrambi hanno il doppio dei bagagli sulle spalle di me e mi dispiace un po ‘per loro. Io stesso lo trovo molto più facile oggi con il mio zaino snellito. Anche se i due hanno la testa cremisi, il mio zaino non mi disturba affatto. Stimo che sia solo circa 10-12 chili, a seconda della fornitura d’acqua.

    Un vecchio pescatore nodoso in piedi nel torrente con i suoi stivali di gomma mi saluta. Anche un pescatore tedesco saluterebbe?

    In un bellissimo paesaggio, proseguo allegramente verso Andrín. È un piccolo e tranquillo villaggio con molte case in pietra antiche e ben preparate.

    Alle dieci e mezza passo un cartello verde in paese che dice: “Plato del Peregrino, 8 euro”. Devo regalarmi otto euro oggi? Mentre ci penso, il proprietario del bar mi vede “muy costoso? Troppo costoso? ”Alzo le spalle. Guarda l’orologio e dice che di solito non c’è niente da mangiare fino all’una. Generalmente. Tuttavia, mi dice anche che il cuoco di solito viene prima e poi mi chiede se voglio sedermi.

    Il proprietario, che attualmente sta pulendo il giardino del ristorante con una scopa, si rilassa e mi porta una bottiglia di vino rosso, acqua e pane fresco senza chiedere. Ora la decisione è stata presa. O meglio: è stato appena abbattuto per me! Il giardino del ristorante in cui mi siedo è circondato da un muro di pietra.

    Cuscini e fiori di pietra spuntano da ogni fessura. I tavoli sono colorati insieme e tutto è molto accogliente per soffermarsi lì.

    L’unico ospite

    Dato che sono l’unico ospite, sfoglio un po ‘la guida di viaggio. Il proprietario continua a riempirmi di vino rosso fresco. Le ho già fatto segno che dovrebbe rallentare un po ‘. Poiché non voglio rendermi impopolare, le chiedo gentilmente se posso togliermi le scarpe.

    Ride ad alta voce e non riesce a capire perché non lo faccio e basta? Dice con un sorriso se sono tedesca.

    Il cuoco arriva con una motocicletta rumorosa. Deve essere il cuoco perché indossa un grembiule bianco.

    Il proprietario scambia due parole con lui e me lo presenta. “Ecco un pellegrino che ha già molta fame”. Deve anche ridere e mi stringe la mano. Allo stesso tempo mi segnala che è contento di poter cucinare oggi per un pellegrino.

    Mi suggerisce di lasciarmi sorprendere! Ed è quello in cui mi piace essere coinvolto.

    Poco dopo arriva la zuppa della casa, una grande insalata mista, la cotoletta alle verdure e una montagna di patatine fritte fatte in casa. Poi devo provare la torta fatta in casa, perché come tedesco dovrei sapere qualcosa sulla torta, dice il proprietario. Siamo gente da torta?

    Naturalmente c’è anche il caffè e poi una grappa che non avrei potuto rifiutare. Ho bevuto solo la seconda caraffa di vino rosso per quello. Oh caro, quanto saranno pesanti i miei piedi dopo?

    Ed eccola di nuovo, la proprietaria, anche se non ho nemmeno chiesto il conto. All’inizio mi chiedevi se otto euro sarebbero stati troppo cari. No, no, rispondo imbarazzato, andrebbe benissimo. Il proprietario prende molto sul serio la tua domanda. Mi andrebbe bene cinque euro e se mi è piaciuto davvero? Follia, anche questa è la Spagna, come non l’ho mai vista prima.

    Capisco sempre di più perché le persone che sono state sul Camino de Santiago ad un certo punto sentono il bisogno di voler un giorno restituire qualcosa di ciò che hanno vissuto.

    Qui per strada, accetto con gratitudine.

    Ma sempre di più sono caduto profondamente nella colpa delle care persone che sono umanamente coinvolte qui e si fanno strada solo per quello che è!

    L’ulteriore strada sulla costa mi offre molti meravigliosi panorami dell’oceano, che oggi è diventato un tutt’uno con l’orizzonte nella foschia. Qui nelle Asturie anche la vegetazione è notevolmente cambiata.

    Sul sentiero costiero, ora sono accompagnato da infiniti prati di eriche che sono appena in piena fioritura. Interi campi pieni di erica risplendono di un rosa intenso sull’arido pascolo. Anche qui sul sentiero costiero non succede quasi nulla. Una volta due escursionisti sono venuti verso di me e poco prima di Llanes ho incontrato una famiglia spagnola allargata.

    Quasi mi dispiace che il sentiero oggi non vada oltre e che arrivo all’ostello dopo 23 chilometri.

    Mi piacerebbe fare ulteriori escursioni oggi.

    Non mi piace così tanto l’ostello a Llanes / La Portilla. Questo perché semplicemente non mi piace il padre dell’ostello e tutto sembra commerciale.

    Bene, l’ostello non è poi così male, ma sembra tutto un furto. Il prezzo di 15 euro (letto) è semplicemente troppo alto per i pellegrini. In cambio ci sono solo docce fredde, nient’altro.

    Oggi ho notato con quanta lentezza gli standard sono cambiati per me. La tappa odierna di 23 chilometri è stata per me un percorso breve e rilassante.

    Sono arrivato presto e ora sto camminando per circa due chilometri fino al porto di Llanes per fare shopping. Se non avesse iniziato a piovere, sarebbe stato sicuramente più affollato. Llanes mi sembra Sirmione sul Lago di Garda. Pizzerie, gelaterie, ristoranti del porto. Ci sono anche cartoline per i miei figli. In un ristorante del porto mi concedo un espresso e leggo un giornale asturiano come meglio posso. Poi compro salame, pane bianco, mele e carta igienica nel villaggio. E vino rosso!

    Nel mio dormitorio incontro di nuovo un siciliano che avevo incontrato pochi giorni prima. È un ragazzo barbuto, alto circa un metro e ottanta. Altrettanto brutali come il suo aspetto sono i suoi potenti occhiali cerchiati di corno. Ed è l’unico pellegrino a portare con sé due zaini. Un enorme zaino sulla schiena e un altro sulla pancia. In ogni caso, con il suo bagaglio, sarei crollato subito. Ha portato con sé tutto dalla Sicilia per il suo viaggio. Lo shopping o un menu di pellegrinaggio sono tabù per lui. I suoi piedi sono completamente insanguinati e mi chiedo cosa debba espiare.

    Poiché parlo correntemente l’italiano e ho anche la sua fiducia, posso imparare molto da lui. C’è questo – ha detto – lo Stato nello Stato in Italia. E ha anche detto che questa organizzazione “non è solo criminale, ma investirà anche i soldi della droga in progetti sociali. Perché lo stato stesso non lo fa. Ed è anche convinto che non si possa dire “cattivo” proprio così. Tuttavia, da diversi anni vive in quello che crede sia stato un conflitto insolubile. Vuole che Dio lo punisca e quando torna:

    Fai solo del bene.

    Beh, non so se è Dio che lo punisce. Da come viene da lì, è chiaro che si sta punendo e vorrebbe ritrovarsi per questo. Qualunque cosa fosse e qualunque cosa abbia fatto, non voglio davvero saperlo. Ma ancora e ancora cerca di usarmi come una specie di confessionale, perché capisco la sua lingua.

    Non voglio davvero sentire tutto quello che mi dice. Ma sembra che abbia solo bisogno di me. Sembra che sia arrivato il “suo momento”. E così continua a raccontare della sua doppia vita immorale, dei peccati di cui si è profondamente pentito e del suo desiderio di diventare una persona migliore.

    Quando l’uomo di due metri inizia finalmente a piangere come un mucchio di miseria, come un bambino piccolo, non posso fare a meno di abbracciarlo. Ma non posso aiutarlo. Continuerà a mortificarsi e tormentarsi qui per la sua strada. Vuole così e sembra essere il suo unico obiettivo.

    La sera, sotto la pioggia, arriva qui anche Jean-Louis. Abbiamo già fatto amicizia un po ‘e sono così felice di rivederti. Jean-Louis è rimasto dietro di me negli ultimi giorni, ma oggi ha percorso una tappa di 50 chilometri. Per negare me stesso, apro subito la mia bottiglia di vino rosso, che poi beviamo a gruppi di cinque in cambio di cibi vari. Ma divertente oltre tre ore!

    La sera inizia una festa popolare a Llanes. Ogni pochi minuti, forti colpi di arma da fuoco scuotono il silenzio. E ogni volta il nostro siciliano saltava sul letto e urlava. Dopo ogni grida c’è un breve “Scusi” e si riaddormenta. Fino al prossimo colpo di pistola.

    Jean-Louis e io restiamo a letto sveglie a lungo. Probabilmente tutti si chiedono cosa deve spaventare così profondamente la povera anima. Jean-Louis dice: “un flic” – un poliziotto. Lui aveva ragione. Quando la mattina dopo chiede: “tu, un flic?”, Il siciliano ha risposto “si un poliziotto”. Sì, un poliziotto! Deve aver avuto esperienze terribili come poliziotto in Sicilia. E ha sempre suonato insieme agli “altri”. Quando scoppia di nuovo in lacrime dopo aver fatto questa domanda, Jean-Louis lo ha abbracciato molto profondamente. Era anche un agente di polizia.

     

    Contenuto del libro BURNOUT: Un viaggio su una linea sottile, il Camino de Santiago sulla costa, il capitolo El Peral – Llanes e altre foto qui sul sito web del Camino de Santiago (foto non incluse nel libro)

     

    • El Peral – Llanes
    • Giorno 14:23 km, relativamente pianeggiante (300 metri di dislivello). Via Pendueles, Riego, fantastica deviazione lungo la costa.
    • Foreste, ruscelli e oceano
    • L’unico ospite
    • Qui per strada, accetto con gratitudine.
    • Mi piacerebbe fare ulteriori escursioni oggi.
    • Fai solo del bene.
    Kuestenweg espanol excerpt:

    El Peral – Llanes

    Día 14: 23 km, relativamente llano (300 metros de altitud). Vía Pendueles, Riego, fantástico desvío por la costa.

    En el primer crepúsculo me abrí y me estremecí un poco. Cuando camino, rápidamente me caliento un poco. Primero la N-634 vuelve a ocupar el Camino de Santiago. Pero luego, después de una buena media hora, se va al bosque. Pronto, el camino natural llega a la espantosa franja de la nueva autopista de la costa. Cualquiera que se enfrente a una elección aquí seguramente le gustará decidir, como yo, por un desvío directamente en la costa. La senda costera E-9 (Senda Costera) está bien señalizada, pero no forma parte del Camino de Santiago oficial. El desvío me da el don de la naturaleza rica. Pastos como en el Allgäu. Acantilados rocosos como en Escocia. Aquí todo es solitario y pacífico.

    Realmente me gusta de nuevo aquí en los acantilados. Hoy también es muy agradable para hacer senderismo en cuanto a temperatura. Aproximadamente 18 grados. Una y otra vez el sol sale un poco. La ruta de hoy es agradablemente llana. En principio, siempre está a unos 50 metros sobre el nivel del mar. A veces sube un poco, a veces baja un poco.

    Después de una buena media hora llego a un tablero con la inscripción “Buffones de Arenillas”. Aquí, en este punto, puede experimentar un espectáculo natural con un oleaje correspondiente. Como un géiser, las fuentes de agua se disparan al aire a través de la roca perforada. Los géiseres recibieron su nombre de tirachinas porque arrojan todo tipo de guijarros al aire. Por eso dice “Atención, Zona muy peligrosa!”

    Hasta aquí la teoría de los géiseres. Y se queda con la teoría, porque hoy el océano está completamente en calma debajo de mí.

    Bosques, arroyos y mar

    En algún momento la Senda Costera gira a media izquierda desde el Atlántico. Me sumerjo en un bosque de eucaliptos. ¡Huele tan intenso hoy aquí, como si me hubiera puesto bálsamo para la tos en la garganta! Después de otro kilómetro en el bosque, estoy parado en una pequeña colina. A la altura de la torre de una iglesia debajo de mí, el verde Río Purón serpentea en un río sinuoso hacia el océano.

    Aquí me encuentro con una comunidad de peregrinaje no tan común. Un abuelo polaco que ya ha recorrido el camino ahora está haciendo el Camino de Santiago con sus dos nietos. Los dos chicos tienen quizás 16 y 18 años y hablan inglés. Ambos llevan el doble de equipaje sobre sus hombros que yo y siento un poco de pena por ellos. Yo mismo lo encuentro mucho más fácil hoy con mi mochila delgada. Si bien los dos tienen cabezas carmesí, mi mochila no me molesta en absoluto. Calculo que solo será de unos 10-12 kilos, dependiendo del suministro de agua.

    Un viejo pescador retorcido de pie en el torrente con sus botas de goma me saluda con la mano. ¿Saludaría un pescador alemán también?

    En un hermoso paisaje, marcho alegremente hacia Andrín. Es un pueblo pequeño y tranquilo con muchas casas de piedra antiguas y bellamente preparadas.

    A las diez y media en el pueblo paso un cartel verde que dice: “Platón del Peregrino, 8 euros”. ¿Debería regalarme ocho euros hoy? Mientras lo pienso, el dueño del bar me ve “muy costoso? ¿Demasiado caro? Me encojo de hombros. Mira su reloj y dice que normalmente no hay nada para comer hasta la una. Generalmente. Sin embargo, también me dice que el cocinero suele venir antes y luego me pregunta si me gustaría sentarme.

    El dueño, que actualmente está limpiando el jardín del restaurante con una escoba, se está relajando y me trae una botella de vino tinto, agua y pan fresco sin preguntar. Ahora se ha tomado la decisión. O mejor dicho: ¡simplemente fue talado para mí! El jardín del restaurante en el que me siento está rodeado por un muro de piedra.

    De cada grieta brotan cojines de piedra y flores. Las mesas están colocadas juntas de manera colorida y todo es muy acogedor para quedarse allí.

    El único invitado

    Como soy el único invitado, hojeo un poco la guía de viajes. El dueño sigue llenándome de vino tinto fresco. Ya le he indicado que le gustaría bajar un poco la velocidad. Como no quiero hacerme impopular, le pregunto cortésmente si puedo quitarme los zapatos.

    Ella se ríe a carcajadas y no puede entender por qué no lo hago. Dice con una sonrisa si soy alemana.

    El cocinero llega con una motocicleta traqueteando. Tiene que ser el cocinero porque lleva un delantal blanco.

    El propietario intercambia unas palabras con él y me lo presenta. “Aquí hay un peregrino que ya tiene mucha hambre”. También tiene que reír y me da la mano. Al mismo tiempo, me indica que está feliz de poder cocinar para un peregrino hoy.

    ¡Sugiere que me deje sorprender! Y me gusta involucrarme en eso.

    Un poco más tarde, sigue la sopa de la casa, una gran ensalada mixta, escalope con verduras y una montaña de patatas fritas caseras. Luego tengo que probar la tarta casera, porque como alemán debería saber algo de tarta, dice el dueño. ¿Somos gente de pastel?

    Por supuesto, también hay café y luego un aguardiente que no podría haber rechazado. Para eso solo bebí la segunda jarra de vino tinto. Dios mío, ¿cuánto pesarán mis pies después de eso?

    Y ahí está otra vez, la dueña, aunque ni siquiera he pedido la factura. Al principio me preguntaste si ocho euros serían demasiado caros. No, no, respondo avergonzado, estaría perfectamente bien. El propietario se toma muy en serio tu pregunta. ¿Estaría bien con cinco euros y si realmente me gustó? Locura, esto también es España, como nunca antes la había visto.

    Entiendo cada vez más por qué las personas que han estado en el Camino de Santiago en algún momento sienten la necesidad de algún día querer devolver algo de lo que han vivido.

    Aquí en el camino, lo acepto con gratitud.

    ¡Pero cada vez más caí profundamente en la culpa de las queridas personas que están involucradas humanamente aquí y solo abren el camino a lo que es!

    El camino más alejado de la costa me brinda muchas vistas maravillosas del océano, que hoy se ha convertido en uno con el horizonte en la bruma. Aquí en Asturias la vegetación también ha cambiado notablemente.

    En el camino de la costa, ahora me acompañan interminables prados de brezos que están en plena floración. Campos enteros llenos de brezos resplandecen intensamente rosados ​​en la pradera estéril. Casi nada sucede aquí en el camino de la costa. Una vez dos excursionistas vinieron hacia mí y poco antes de Llanes me crucé con una extensa familia española.

    Casi lamento que hoy el camino no vaya más lejos y que llegue al albergue a los 23 kilómetros.

    Me encantaría caminar más hoy.

    No me gusta tanto el hostal de Llanes / La Portilla. Eso es porque no me gusta el padre del albergue y todo parece comercial.

    Bueno, el albergue no está tan mal, pero todo parece una estafa. El precio de 15 euros (cama) es simplemente demasiado elevado para los peregrinos. A cambio, solo hay duchas frías, nada más.

    Hoy me di cuenta de lo lentamente que han cambiado los estándares para mí. La etapa de hoy de 23 kilómetros ha sido una ruta corta y relajante para mí.

    Llegué temprano y ahora estoy caminando unos dos kilómetros hasta el puerto de Llanes para ir de compras. Si no hubiera comenzado a llover, seguramente habría estado más concurrido. Llanes me parece Sirmione en el lago de Garda. Pizzerías, heladerías, restaurantes del puerto. También hay postales para mis hijos. Me doy un capricho en un restaurante del puerto y leo un periódico asturiano lo mejor que puedo. Luego compro salami, pan blanco, manzanas y papel higiénico en el pueblo. ¡Y vino tinto!

    En mi dormitorio me encuentro de nuevo con un siciliano a quien había conocido unos días antes. Es un tipo barbudo, de alrededor de seis pies. Tan brutales como su apariencia son sus poderosas gafas con montura de cuerno. Y es el único peregrino que lleva consigo dos mochilas. Una mochila enorme en mi espalda y otra en mi estómago. En cualquier caso, con su equipaje, colapsaría enseguida. Se llevó todo de Sicilia para su viaje. Las compras o el menú de peregrinación son tabú para él. Sus pies están completamente ensangrentados y me pregunto qué tiene que expiar.

    Como hablo italiano con fluidez y también tengo su confianza, puedo aprender mucho de él. Existe este – dijo – estado dentro del estado en Italia. Y también dijo que esta organización “no solo es criminal, sino que también invertiría su dinero de la droga en proyectos sociales. Porque el estado mismo no hace eso. Y también está convencido de que no se puede decir “malo” así como así. Sin embargo, lleva varios años viviendo en lo que cree que ha sido un conflicto insoluble. Quiere que Dios lo castigue y quiere cuando regrese:

    Haz solo el bien.

    Bueno, no sé si es Dios quien lo castiga. Por la forma en que viene de allí, está claro que se está castigando a sí mismo y le gustaría encontrarse nuevamente por ello. Lo que sea que fue y lo que hizo, realmente no quiero saberlo. Pero una y otra vez intenta usarme como una especie de confesionario, porque entiendo su lenguaje.

    Realmente no quiero escuchar todo lo que me dice. Pero parece que me necesita. Parece que es “su momento” que ha llegado. Y así continúa contando su doble vida inmoral, los pecados de los que se arrepintió profundamente y su deseo de convertirse en una mejor persona.

    Cuando el hombre de dos metros finalmente comienza a llorar como un montón de miseria, como un niño pequeño, no puedo evitar abrazarlo. Pero no puedo ayudarlo. Continuará mortificándose y atormentándose aquí en su camino. Lo quiere así y parece ser su único objetivo.

    Por la noche, en medio de la lluvia, también llega Jean-Louis. Ya hicimos un poco de amigos y estoy muy feliz de volver a verte. Jean-Louis se ha quedado atrás de mí durante los últimos días, pero hoy ha cubierto una etapa de 50 kilómetros. Para negarme a mí mismo, abro mi botella de vino tinto de inmediato, que luego bebemos a cambio de varios alimentos. ¡Pero agradable durante tres horas!

    Por la noche comienza una fiesta folclórica en Llanes. Cada pocos minutos, fuertes disparos sacuden el silencio. Y cada vez nuestro siciliano se subía de un salto a la cama y gritaba. Después de cada grito hay un breve “Scusi” y se vuelve a dormir. Hasta el próximo disparo.

    Jean-Louis y yo nos quedamos despiertos en la cama durante mucho tiempo. Probablemente todo el mundo se esté preguntando qué debe asustar tanto a la pobre alma. Jean-Louis dice: “un flic” – un oficial de policía. Él estaba en lo correcto. Cuando pregunta a la mañana siguiente: “tu, un flic?”, El siciliano responde “si un poliziotto”. ¡Sí, un policía! Debe haber tenido experiencias terribles como oficial de policía en Sicilia. Y siempre jugó junto con los “otros”. Cuando vuelve a llorar después de hacer esta pregunta, Jean-Louis lo ha abrazado profundamente. También solía ser oficial de policía.

     

    Contenido del libro BURNOUT: Un viaje en línea fina, el Camino de Santiago en la costa, capítulo El Peral – Llanes y fotos adicionales aquí en la web del Camino de Santiago (fotos no incluidas en el libro)

     

    • El Peral – Llanes
    • Día 14: 23 km, relativamente llano (300 metros de altitud). Vía Pendueles, Riego, fantástico desvío por la costa.
    • Bosques, arroyos y mar
    • El único invitado
    • Aquí en el camino, lo acepto con gratitud.
    • Me encantaría caminar más hoy.
    • Haz solo el bien.